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Erfahrungsbericht

für Französich Guyana - Allgemeines
5 Sterne Raumfahrt im Regenwald
8 von 8 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro touristisch unerschlossen

Kontra recht teuer

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DerKonsument

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Cayenne der internationale Flughafen wird täglich 1-2 mal von AOM und Air France angeflogen. Weitere Internationale Verbindungen gibt es von/nach Brasilien, Surinam, die franz.Karibikinseln und Miami. Ein Flug kostet hin und zurück ab 900 DM bis 1800 DM je nach Saison. Besonders teuer wenn in Frankreich Schulferien sind. Das Land gehört zu EUROPA. Währung ist französiche Francs. Kreditkarten werden i.d.R.nur in Cayenne akzeptiert.
Geldautomaten gibt es nur in Cayenne und St.Laurent. Für ausreichende Barmittel sollte man rechtzeitig sorgen. ( Vorsicht trotzdem !!!)

Das Land ist nicht das was man eine Touristische Attraktion nennt, aber es hat durchaus seinen Reiz. Dorthin zu reisen ohne Einheimische oder dort lebende Ausländer zu kennen ist eher was für harte Jungs, mehrer Personen wäre empfehlenswert.

Das Land hat nur wenig Straßen, die alle von Cayenne aus starten. In den Süden führt eine bis noch Kaw, ein Sumpfgebiet, das für seine Kaimane bekannt ist, in der Gegend befinden sich auch die größten landwirtschaftlichen Nutzflächen, die das Land mit Gemüse und Früchten versorgen. In Richtung Norden führt die Straße über Kouroo (Weltraumbahnhof) bis nach St.Laurent. Hier befindet sich das der Hafen in dem bis in die 50er Jahre noch die französischen Schwerverbrecher ankamen um hier ihre Strafe abzuarbeiten. Das Camp de transportation wird im Augeblick renoviert uns gibt schon einen ersten Eindruck wie hier mit Gefangenen umgesprungen wurde. Der Film Papilion ist eine lohnende und ulterhaltsame Einführung in die Geschichte des damaligen Strafvollzugs. St.Laurent ist die mit Abstand schönste der drei Städte in Guyana. Es gibt noch einige alte Kolonialgebäude die allerdings oft in leider sehr verkommenem Zustand sind. Koorou ist der der europäische Weltraumbahnhof, eine Besichtigungstour ist möglich (Anmeldung empfohlen) außerdem gibt es ein Museum. Wer hier Disneyland erwarter wird enttäuscht werden, Kourou ist vielmehr eine gut funktionierende Abschußfabrik für Satelitten. Die Raketen wrden hier im Hafen zerlegt und in Containern verpackt angeliefert im Fließbandverfahren zusammengebaut und abgeschossen. Der Bereich der Ariane 5 ist noch abgeschirmt nur die noch immer in Betrieb befindliche Ariane 4 Anlage ist zur Besichtigung freigegeben. Ein Weltraummuseum ist neben der Anlage. Hier gibt es auch freie kostenlos nutzbare Internetzugänge ( Das kostet in Cayenne im Internetcafé ein Vermögen ).
Kourou-Stadt ist uninteressant, es sei denn sie interessieren sich für verfehlte Stadtplanung aus der Retorte.
Auf dem Weg zurück Richtung Cayenne biegt die Straße auch ins Landesinnere ab, ist dann aber schnell nur noch eine Piste und führt in den Wald. Kurz vorher gibt es einen Zoo, der einen Besuch wert sein kann.

95% der Fläche ist dichter Regenwald.
Das Landesinnere ist nur mit dem Flugzeug zu erreichen, kleine ca. 40 Plätze große Flieger gehen faßt täglich zu Preisen von 300 bis 500 FF (90-150 DM) in die Dörfer . St.George, die Grenze zu Brasilien, Saul, Mekka für Biologen und Maripasula, eine Goldgräberkaff am Grenzfluß zum Surinam. Weiter ins Landesinnere darf man nicht, die Armee riegelt das Gebiet ab zum Schutz der dort lebenden Indianer vor unserer Zivilisation (sehr lobenswert)

Wer es etwas abenteuerlich mag, sollte eine Flußfahrt auf dem Maronifluß von Maripasula nach St.Laurent unternehmen. Es empfliehlt sich eine Aufteilung der Strecke in ca 5 Tagesetappen, die Piroguenfahrer nehmen einen gerne mit ( natürlich gegen bares ) 1000 F für die gesamte Strecke sollte man rechnen. Wenn der Fluß wenig Wasser führt ist mithelfen angesagt, dann kommen die Boote oft nicht über die felsigen Stromschnellen und müssen entladen werden.

Cayenne ist westlicher Standard, allerdings sollte man nicht erwarten, daß man immer allen Luxus bekommt den man so gewohnt ist. Für alles was zum Leben wichtig ist, ist jedoch gesorgt. Der Einzelhandel ist fest im Griff der Asiaten im Lande ( zusammenfassend hier chinois genannt )
Hier bekommt man alle Lebensmittel und Ausrüstung die man braucht.
Fast alle Restaurants sind auch in asiatischer Hand, man bekommt dort ab 10 DM ein Essen serviert.
Zweimal die Woche ist Markt in Cayenne, den sollte man nicht versäumen.

Das Nachtleben in Cayenne ist sehr speziell, um die Crique herum trifft sich die Jugend, die Gegend ist nicht ganz ungefährlich. Durch viel Crack und Alkoholkonsum sind viele Gestalten hier unberechenbar. Aber wer aufpaßt und sich nicht als reicher Tourist outet kann hier ruhig mal ein Bier trinken gehen. Am Monatsende beruhigt sich das Nachtleben wegen allseits leerer Lohntüten auf Null.

Das sicher größte Fest ist der Karneval im März. Gleichzeitig in der kleinen Trockenzeit gelegen eine ideale Reisezeit. (große Trockenzeit September) Hier ist alle Welt auf den Beinen und die ganze Stadt tanzt bis zum Umfallen. Eine solche Stimmung habe ich noch nicht erlebt

wenn Sie eine Reise planen bin ich gerne bereit Ihnen Fragen zu beantworten : AlwaVautz@yahoo.de

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Kommentare

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  • janis-ingrid 18.10.2004 22:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • tobyto 16.05.2004 18:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • bea312 03.04.2004 21:52
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Wombaer 04.09.2002 16:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Klasse Bericht! Hört sich an, als ob man dort wirklich noch abseits der ausgetretenen Touristenpfade wandelt. Neulich habe franz. Guyana auch auf einem Euro-Schein "entdeckt". Es gehört zwar nicht zu Europa, aber immerhin zu Frankreich und damit zur EU, aber das meintest Du ja sicher.

  • Calabocca 30.07.2002 15:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Klasse Bericht über ein Land, das ich schon immer besuchen wollte und nie geschafft habe!

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