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Erfahrungsbericht

für Florida - Allgemeines
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Pro Land und Leute

Kontra Preis, um rüber zu kommen

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Der Autor

sunflower76 Seit 17 Nov 2005

Schöne Pfingsten euch allen! mehr

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Hallo Freunde,

nach langem Hin und Her habe ich mich doch noch dazu entschlossen, kurz vor Weihnachten noch einmal unsere Florida Reise revue passieren zu lassen, vor allem, weil wir schon die nächste USA Reise planen und anhand meiner Aufzeichnungen kann ich noch sehr gut nachvollziehen, was wir im letzten Jahr erlebt haben. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen ein Anreiz zu schauen, wie man 2 Wochen Florida verbringen kann.

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****DER ENTSCHLUSS****
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Mein Mann und ich haben sehr jung im Jahr 1995 geheiratet und zu diesem Zeitpunkt haben wir bereits ein Haus und eine Familie geplant. Wir waren sehr sparsam und so haben wir nur einige "Flittertage" in Salzburg verbracht, was auch wunderschön war, aber dann doch nicht das, was man sich unter Flitterwochen vorstellt. Schon damals haben mein Mann und ich gesagt, falls wir es schaffen, 10 Jahre lang verheiratet zu sein, dann machen wir einen ganz tollen Urlaub, irgendwo weit weg. Tja und 2005 war es soweit, die 10 Jahre haben wir ohne viel Probleme hinter uns gebracht und beide haben wir uns im Laufe der Jahre immer wieder an unser Versprechen erinnert. Na gut, richtige Flitterwochen konnten es nicht mehr werden, denn schließlich mussten wir auch unsere beiden Mädchen mit nach Florida nehmen, wir hätten sie aber ohnehin nicht zu Hause gelassen, geschweige denn, dass wir jemanden gefunden hätten, der zwei Wochen auf sie aufpasst, meine Eltern jammern schon, wenn wir über ein langes Wochenende alleine wegfahren wollen.

Mein Bruder hat ein Jahr zuvor seine Hochzeitsreise nach Florida geplant und hat uns damit schon lange Zähne gemacht. Sein Flug wurde am Tag des Abflugs, als sie schon in Frankfurt waren, gecancelt, weil über Florida ein Tornado hinwegwehte und so wurde nichts daraus. Doch uns hat er mit seiner Planung so auf den Geschmack gebracht, dass wir beschlossen, auch unser Glück mit Florida zu versuchen - wir sind also losgeflogen, mein Bruder und meine Schwägerin haben es bis heute nicht geschafft - und da ein Baby unterwegs ist und der Hausbau fix geplant ist, wird das wohl in nächster Zeit nichts werden, aber wir haben das zum Glück ja schon alles hinter uns.

Also haben wir uns die Reiseprospekte geschnappt und haben uns an die Planung gemacht. Eine fertige Mietwagenrundreise wollten wir nicht nehmen, weil ich doch heikel mit den Hotels bin, ich will mir einfach eines aussuchen können, am besten eines, das in diversen Reiseforen schon super Bewertungen hat. Für den Flug haben wir uns recht schnell für den Austrian Airlines Flug entschieden und auch das Umsteigen in den USA war uns total egal - was sich später als nicht so günstig erwies.

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****ES GEHT LOS****
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Nach monatelanger Vorfreude habe ich meinen 29. Geburtstag damit begonnen, in aller Herrgottsfrühe aufzustehen und samt Familie zum Flughafen zu düsen. Na gut, gedüst ist mein Göttergatte und mein Bruder hat dann das Auto vom Flughafen nach Hause gebracht.

Am Flughafen gab es dann ein Problem mit Angelina´s (meine jüngere Tochter) Ticket und so konnten Peter (mein Mann), Claudia (meine ältere Tochter) und ich durchchecken, Angelina aber nicht.

Die Kinder waren vor dem Flug ziemlich nervös und auch wir wussten nicht, was auf uns zukommt, aber das Flugzeug war bequem und Austrian Airlines zeigte drei Filme (Hitch, Robots und Babynator) und so verging die Zeit ziemlich schnell.

In Washington angekommen mussten wir einmal die Einreiseformalitäten über uns ergehen lassen, aber das war gar nicht so schlimm. Es gab auch keinerlei unangenehme Fragen und auch bezüglich der unterschiedlichen Nachnamen von uns und unseren Kindern gab es auch nur die kurze Frage, ob die Kinder meine sind. Mit der Antwort "Pflegekinder" gaben sie sich ohne weitere Nachfrage zufrieden. Hier haben wir zum ersten Mal die Amerikanische Gemütlichkeit kennengelernt, denn Stress hatte hier keiner - außer wir, denn für den Umstieg in die Maschine nach Orlando hatten wir nicht einmal 2 Stunden Zeit.

Dann mussten wir sowohl unsere Koffer neu einchecken als auch Angelina, was aber im Grunde kein Problem war. Zum Flugzeug sind wir dann gerannt, dann allerdings dort fast eine Stunde gesessen, weil auf die Leute der Anschlussflüge gewartet werden musste. Super, wir hätten auch gehen können.

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****ORLANDO - FLUGHAFEN****
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In Orlando angekommen war es schon ziemlich spät, 1 Uhr nachts nach unserer Zeit und so sind wir beim Gepäckausgabeband voller Ungeduld gestanden und gestanden und gestanden. Was nicht gekommen ist, war unser Gepäck. Wir haben zuvor in Washington eine Familie aus Österreich getroffen, die den gleichen Weg hatten wie wir und die auch keine Koffer bekommen haben. Wir also hin zum "Claim Desk" und da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie schwierig es ist, in Amerika Urlaub zu machen ohne Englisch zu können. Man musste Unmengen von Angaben machen, aber zum Glück reichten meine Englisch-Kenntnisse ganz gut aus. Uns wurde versprochen, das Gepäck sobald wie möglich nach zu bringen, aber ich traute der Sache nicht. Egal, machen konnten wir ohnehin nichts und so sind wir unser Mietauto abholen gefahren - dazu mussten wir in ein Shuttle steigen, denn Hertz war das einzige Mietautounternehmen, das den Sitz nicht am Flughafen hat, na toll. Das Auto an sich war noch ziemlich neu und auch ganz nach unserem Geschmack und so brachen wir bald auf nach Cocoa Beach, wo wir unsere ersten beiden Tage verbringen wollte.

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****COCOA BEACH****
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Wir wohnten im Holiday Inn Cocoa Beach, das wir dank Routenplaner "mapquest" ohne Probleme gefunden haben, das Check-In verlief problemlos, aber die Kinder waren schon sehr müde und wir waren froh, um fast 4 Uhr morgens unserer Zeit ins Bett fallen zu können. Leider konnte ich nicht viel schlafen, weil ich mir dauernd Sorgen um die Koffer machte, nach dazu, weil sie auf Angelina´s Namen lauteten, da sie die einzige war, die in Washington eingecheckt wurde und alle Hotelreservierungen auf unseren Namen liefen. Wenn man aber in Amerikas Flughafen anruft, bekommt man nie eine lebende Person ans Gerät, sondern immer ein Tonband, das alles für einen erledigt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich aber rausfinden, dass unser Gepäck am nächsten Tag am Nachmittag geliefert werden soll. Wirklich beruhigt hat mich das freilich nicht, aber was soll man tun.

Also haben wir uns am nächsten Tag einmal unser erstes amerikanisches Frühstück gegönnt. Wir nichtsahnend jeder eine Portion bestellt, aber was dann gekommen ist, übertraf unsere Erwartungen. 3 Riesenpfannkuchen samt Sirup lagen direkt neben gebratenem Speck, Frühstückskartoffel und so etwas wie Cevapcici. Obwohl wir hungrig waren, haben wir gut die Hälfte wieder zurückgeschickt. Wir sind nie wieder in der Früh in ein Lokal gegangen, denn es wäre uns unangenehm gewesen, für 4 Leute nur eine Portion zu bestellen. Übrigens, an diesem Tag ist mir das erste Mal aufgefallen, wie herzlich die Leute sind. In Österreich heißt es ja ständig, die Amerikaner sind alle nicht ganz dicht, aber selbst wenn sie ein bisschen anders sein sollten, so sind sie das auf eine lustige, freundliche Art und Weise. Man kommt sofort mit jedem ins Gespräch und erfährt gleich die halbe Lebensgeschichte.

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****KENNEDY SPACE CENTER****
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Egal, so sind wir am richtigen ersten Tag einmal ins Kennedy Space Center gefahren, von Cocoa Beach ist das ja wirklich nur ein Katzensprung.

Der Raumfahrthafen liegt auf Cape Canaveral, einer großen Halbinsel mit geregeltem Zugang, aber begrenztem Zugang für Touristen. Das Besucherzentrum im Kennedy Space Center ist natürlich zu besichtigen(täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr), höchstens es ist der 25. Dezember oder es findet gerade ein Rakentstart statt, dann sind die Ausstellungsräume geschlossen und alles konzentriert sich auf den "Launch". Wenn man das miterleben möchte, braucht man eigene Eintrittskarten und kann da hautnah dabei sein. Wir haben das nicht geschafft, weil ein Start genau an dem Tag geplant war, an den es für uns wieder Richtung Heimat ging, doch meine Freundin blieb noch etwas länger und konnte dieses einmalige Erlebnis miterleben, sie meinte, das wäre gar nicht zu beschreiben!

Ich will euch jetzt gar nicht zu viel extra über das Kennedy Space Center erzählen, ich habe darüber bereits einen ganzen Bericht geschrieben und denke, dass ihr dort alle Einzelheiten findet, die ihr so wissen solltet, wenn ihr einen Besuch dort plant.

Auf alle Fälle war es total beeindruckend, vor allem als wir vor einer riesigen Original-Rakete standen, war ich tief bewegt, was die Menschheit zu leisten imstande ist. Auch die IMAX Filme waren gigantisch. Alles war also beeindruckend, aber richtig konzentrieren konnte ich mich nicht und so sind wir recht früh schon wieder ins Hotel gefahren, wo wir - oh Wunder - doch zu unserem Gepäck kamen. Jetzt war der Urlaub gerettet.

Nachdem wir im Supermarkt einkaufen waren (Publix - nur zu empfehlen) sind wir an den Strand. Unser Hotel lag ja direkt am Strand und war auch sonst recht angenehm. Der Kinderpool war in Form eines Piratenschiffes auf hoher See und echt toll. Nun ging es ab ins Meer (Salzwasser - pfui) und ich bat Peter, lieber seine Brille abzunehmen, weil die Wellen doch ziemlich hoch waren. Sein "Aber Schatz, die verliere ich sicher nicht" hat sich leider nicht bewahrheitet, denn 10 Minuten später war es schon soweit. Seine nagelneue Brille schwimmt liegt jetzt irgendwo am Grund des Atlantischen Ozeans. Zum Glück hatte er noch eine Ersatzbrille mit - die er übrigens nie wieder ins Wasser mitgenommen hat! An diesem Tag verlor Claudia auch noch einen ihrer Schwimmschuhe und ich war schon verzweifelt, dass das jetzt den ganzen Urlaub so weiter gehen wird, aber dann fanden wir einen "Glückcent", wie Claudia es nannte und so ging es dann wirklich bergauf!

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****MIAMI SOUTH BEACH****
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Am nächsten Tag machten wir uns dann auf den langen Weg nach Miami Beach. Die Highways in Amerika sind toll beschildert und so hatten wir auch hier keinerlei Probleme. Den ersten Zwischenstopp machten wir auf einer Raststation, so etwas hat man hierzulande noch nicht gesehen. Sitzgelegenheiten unter Palmen, eine eigene "Restroom-Lady" (Klofrau auf Deutsch) und Möglichkeiten, über Automaten für das leibliche Wohl zu sorgen. Echt toll. Den zweiten Zwischenstopp gab es in Fort Lauderdale, das Venedig Florida, wo wir zum ersten Mal wirklich das "Beach-Feeling" einsaugen konnten, so wie man es eben nur vom Fernsehen her kennt. In Miami angekommen konnten wir glücklicherweise schon eine Stunde vorher einchecken, und zwar im Hotel "The Palms" an der Collins Ave., was ich euch nur empfehlen kann, und sind danach gleich zum Strand bzw. Pool gegangen. Am Abend sind wir dann 15 Blocks zum Ocean Drive, wo man das berühmte Art Decó Viertel bewundern kann, gewandert, aber nicht ohne vorher noch beim Holocaust Memorial Denkmal stehen zu bleiben. Dieses Denkmal war erschreckend berührend aber auf alle Fälle sehenswert. Abends sind wir dann die Strandpromenade zurück geschlendert, was wirklich wunderschön war, high life pur sozusagen. Am darauffolgenden Tag war der 4. Juli, DER Nationalfeiertag in den USA, und wir haben einen Abstecher zum Parrot Jungle gemacht, wo über 3.000 Papageien, Affen, Vögel, etc. wohnen und haben uns mit diesen niedlichen Tieren vertraut gemacht. Noch schnell einige Erinnerungsfotos geschossen und schon ging es zurück zum Strand, denn wir wollten den Sonnenschein genießen. Am Abend sind wir dann an den Strand und was wir dort erlebten, das war wirklich nicht mehr normal. Zwischen 20.00 Uhr und 24.00 Uhr wurden nonstop Feuerwerkskörper abgeschossen, die Leute feierten, tanzten, sangen,.... Das muss man gesehen haben, so etwas kann man einfach nicht beschreiben! Ein krönender Abschluss unseres Miami-Aufenthaltes.

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****KEY WEST****
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Am nächsten Morgen machten wir uns schon in aller Frühe auf nach Key West, denn es versprach eine lange Fahrt zu werden, was es dann tatsächlich auch war. Dennoch war es beeindruckend zu sehen, wie dort die Brücken von einer Insel auf die andere führen und ringsum hat man nur das in allen Türkisstufen schimmernde Meer. Der Weg führte uns auch schon durch den Beginn der Everglades, die wir am kommenden Tag erkunden sollten. In Key West angekommen sind wir zuerst mal wieder unserem Hotel, dem Southernmost Hotel on Duval, das nur einen Block vom Meer entfernt lag. Leider war dieser Strand sehr von Seegras bedeckt, wir vermuten, dass das schon die Vorboten vom Hurrican Dennis waren. So sind wir diesen Tag nicht ins Meer zum Schwimmen, sondern haben uns am Pool die Sonne auf unser inzwischen schon leicht gebräuntes Haupt scheinen lassen. Am späten Nachmittag sind wir dann los um zuerst einmal die unumgänglichen Fotos vor dem Southernmost Point zu schießen, dem südlichsten Punkt des Festlandes der Vereinigten Staaten. Von hier braucht es nur mehr 90 Meilen Luftlinie nach Kuba. Dann sind wir zum Ernest Hemingway House, das leider aber schon geschlossen hatte, weil wir zu spät dran waren. So konnten wir es nur von außen fotografieren und - man kennt das ja, wenn man fotografiert, bleiben die Leute stehen, damit sie einem nicht vor die Linse laufen - aber in Key West, bleiben die Autofahrer stehen, damit sie das Bild nicht stören! Voll nett! Das gäbe es in Österreich im Leben nicht! Danach sind wir die ganze Duval Street zum Mallory Square hinaufgegangen, wo uns ein herrlicher Sonnenuntergang erwarten sollte, den wir aber so leider nicht gesehen haben. Dafür haben wir aber Straßenshows, Kreuzfahrtschiffe und massenweise Leute gesehen. Hier haben wir auch den berühmten Key Lime Pie gegessen, den man in Key West nicht verschmähen sollten. Wenn ihr jemals nach Key West kommt, dürft ihr Mallory Square nicht auslassen, das ist reinstes Abendentertainment.

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****EVERGLADES und VANDERBILT BEACH****
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Nach einer herrlichen Nacht sind wir dann in der Früh aufgebrochen, um die Everglades zu entdecken. Im Internet habe ich mir schon eine Alligatorfarm in Florida City (Peter steht auf die Tiere, ich muss sie ja nicht unbedingt haben) ausgesucht, die auch Airboottouren anbietet und für die wir nicht einen enormen Umweg machen mussten, also sind wir da mal hin. Wir haben bei einer Alligatorfütterung zugesehen und haben uns diese Tiere in alle Altersstufen angesehen. Die "Alten" waren schon teilweise furchterregend. Aber der Höhepunkt war die Airboottour, das war echt super und so etwas muss man machen, wenn man dort ist. Das war einer der Höhepunkte unserer Reise. Die Schildkröten und Alligatoren sind bei einem vorbei geschwommen während wir durch das Schilf gezischt sind, echt einmalig. Wir sind auch etwas nass geworden, aber bei so einem Wetter trocknet alles eh wahnsinnig schnell. Natürlich hört man oft, das ist nur für Touristen und wie schlecht alles für die Umwelt ist, dennoch war diese Airboottour eines meiner Highlights!

Nach diesem Abenteuer sind wir dann quer durch die Everglades zu unserem Hotel am Vanderbilt Beach, ca. 10 Kilometer von Naples entfernt, gefahren. Dort gab es den weißesten Strand, den ich je gesehen habe und hier haben wir auch endlich den Sonnenuntergang gesehen, auf den wir schon den ganzen Florida-Urlaub gewartet haben. Wenn ich nur Strandurlaub machen würde, so wäre dies hier die richtige Adresse.

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****TAMPA****
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Am nächsten Tag stand der letzte Tag unserer Rundreise bevor, den wir in Tampa verbringen wollten. Tampa habe ich nur deshalb ausgesucht, weil dort meine Brieffreundin Mindi wohnt, die ich gerne kennenlernen wollte. Das Hotel (Holiday Inn at Busch Gardens) war leider nicht so berauschend, wir bekamen zwar ein teureres Zimmer als jenes, das wir bestellt haben, aber es hat doch ziemlich gemochtelt und nach den tollen Hotels, die wir bisher hatten, war das eben etwas enttäuschend. Da wir aber ohnehin nicht vorhatten, länger als nötig dort zu verbringen, war es egal. Mindi und ihr Mann Nick haben uns dann in ein Restaurant nach Ybor City eingeladen und es war ein herrlicher Abend. Wir haben uns gut verstanden und auch das Essen war ausgezeichnet. Ybor City hat ein eigenes Flair und ich bin froh, dass wir dort waren.

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****ORLANDO****
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Tja und am nächsten Tag sind wir dann nach Orlando, hier haben wir die nächsten acht Tage verbracht. Dort angekommen sind wir gleich ins offizielle "Visitor Center" gefahren und haben uns die Karten für Sea World und Universal Studios besorgt, weil sie dort um einiges günstiger waren als direkt an der Kasse. Die Karten fürs Disneyland haben wir ja gleich im Reisebüro mitgebucht. Da der Tag noch jung war, sind wir gleich nach Sea World gefahren. Dieses Areal ist wirklich der Wahnsinn, die Shows mit den Walen und Delfinen, mit Seerobben und sonstigem Getier, waren der Hammer und wir konnten uns gar nicht satt sehen. Es war wirklich ein Spaß obwohl es ziemlich heiß war und wir literweise Wasser in uns hineinschütten mussten. Ich kann gar nicht sagen, was mir dort am besten gefallen hat, vermutlich aber schon die Wal Show, unglaublich, diese Tiere.

Abends sind wir ins Hotel, das Marriott World Center war unsere Adresse, ich habe ja für Orlando nochmals umgebucht, weil ich dachte, wir bezahlen so viel Geld für diesen Urlaub, da wollen wir auch etwas geboten bekommen und dieses Hotel war wirklich jeden Cent wert. Es war riesig groß mit wunderschönen Zimmern, 7 Restaurants, Pools in Hülle und Fülle (ich habe sie gar nicht gezählt) und einfach allem, was das Herz begehrt. Im Grunde hätte es Valet Parking (also Parken, wo man einem sogenannten "Driver" einfach den Schlüssel in die Hand drückt) oder Self Parking gegeben, wobei die Self Parking Plätze etwas weiter weg waren, aber wir hatten Glück, denn der "North Tower", wo wir untergebracht waren, hatte einen eigenen Parkplatz, so brauchten wir nur mit dem Lift runter, einmal um die Ecke und das Auto stand da, das war super (so mussten wir auch nicht durch die Hauptlobby mit unseren billigen Wal-Mart Plastiksackerln).

Am Abend sahen wir dann im Fernsehen, das "Hurricane Dennis" schon Key West erreicht hatte. Da, wo wir zwei Tage zuvor bei brütender Hitze am Southernmost Point unsere Erinnerungsfotos gemacht haben, sind die Wellen raufgeschossen, als ob das gar nichts wäre. Wir hatten mit unserer Reiseplanung bezüglich Hurrikans wirklich Glück. Dennoch war natürlich das Wetter auch in Orlando nicht das Beste, was aber gar nicht so viel ausmachte, denn so waren die Besichtigungstouren erträglicher.

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****MAGIC KINGDOM****
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Am nächsten Tag wollten wir ins Herz von Disneyland, dem Magic Kingdom. Wir waren schon sehr aufgeregt, so lange habe ich auf diesen Moment gewartet und jetzt war er da. Das Parkplatzsystem dort ist ja herrlich und eigene Shuttles bringen dich zur Bahn oder zum Schiff, die dich wiederum zum Haupteingang bringen. Wir haben an diesem Tag das Schiff genommen und waren recht zeitig dort. Und da standen wir nun, an der Main Street und am Ende dieser erhob sich anmutig das Cinderella Schloss. Ein Blick für Götter! Die Kinder haben sich jeder ein Autogrammheft gekauft und so sind wir mal die ersten beiden Stunden nur von einer Figur zur nächsten gelaufen. Goofy war der erste, dann Pluto, die Mäuse von Cinderella, ein Affe vom Dschungelbuch,.... bis wir schließlich bei Minnie Mouse gelandet sind, hat das schon gedauert. Bei Micky wollten wir uns an diesem Tag nicht anstellen, weil wirklich massenhaft Leute waren. Hier ist mir gleich ein Unterschied zum Eurodisney Paris aufgefallen. Während in Paris die Kinder zu den Figuren hinstürmen und diese belagern, wird in Florida ein sittsame Reihe gebildet und jeder bekommt seine Chance auf eine Minute Spaß mit seiner Lieblingsfigur und einem tollen Erinnerungsfoto (wir haben übrigens ca. 50 Erinnerungsfotos!).

Dann sind wir gleich mal ins Fantasyland, denn wir wussten, dass es da den Kindern am besten gefallen würde, was ja auch stimmte. Wir sahen uns den 3D Film "Mickey´s Philharmagic" an, gingen in "it´s a small world" segeln, wo Puppen von überall aus der Welt für uns gesungen haben, wir haben Arielle in ihrer Grotte getroffen, sind mit Schneewittchen der bösen Hexe entflohen, sind mit Winnie the Poo durch den Hundert Morgen Wald gereist und sahen uns die Show Cinderellabration vor dem Schloss an, wo wir einige der berühmtesten Disney-Paare bewundern konnte. Ich persönlich habe schon bessere Disney-Shows gesehen, aber den Kindern hat´s gefallen. Einige Sachen haben wir hier zwar versäumt, aber da war dann die Warteschlange einfach zu lange. Danach sind wir in "Mickey´s Toontown Fair" und haben uns zum Beispiel das Haus von Minnie Mouse angesehen, da meinte Angelina: "Mama, wann kommt denn die Minnie Mouse nach Hause? Macht ihr das gar nichts, wenn da alle in ihrem Haus herummarschieren?" Sie hat bis zum Schluss gedacht, dass alle Disney Figuren wirklich im Disneyland wohnen, bei solchen Momenten weiß man wenigstens wieder, warum man mit kleinen Kindern dorthin fährt.

Dann ging es mit der Walt Disney World Railroad direkt rüber zum Frontierland, um uns einen Fastpass (ein Ticket, wo draufsteht, wann man wiederkommen soll, dafür braucht man dann nicht zu warten) für den Big Thunder Mountain zu holen, denn da wollten wir alle vier fahren, na okay, meine drei wollten fahren und ich musste wohl oder übel mit, ich mag so etwas im Grunde ja nicht. Dafür mussten wir etwas warten und um die Zeit zu überbrücken, haben wir uns mal Liberty Square und Tom Sawyer Island angesehen, alles nicht so berauschend, aber okay. Nun wurde es Zeit, unseren Fastpass einzulösen und wollten von der Tom Sawyer Insel mit der Fähre rüber - auf einmal ein Gewitter, wie aus dem Bilderbuch und die paar Minuten, die wir auf dem Floß verbrachten haben es zusammengebracht, dass wir von den Haarspitzen bis zu den Zehenspitzen so nass wurden, dass wir halb erfroren wären. Es war gerade der Tag, an dem Hurricane Dennis auf gleicher Höhe mit Orlando war und so haben auch wir etwas abbekommen. Tja, der Big Thunder Mountain wurde bis auf weiteres geschlossen und uns blieb nichts übrig, als um 17.00 Uhr nach Hause zu gehen, denn es hat sehr abgekühlt und auch der Regen ließ nicht nach. Ein schlimmer Nebeneffekt war, dass sogar alles, was wir in unseren Rucksack eingepackt hatten, nass wurde, u.a. die geborgte Digital-Kamera meines Vaters, die daraufhin leider den Dienst verweigert hat - und immer noch verweigert!

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****UNIVERSAL STUDIOS****
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Dieser Hurrikan hat unsere Planung total durcheinander gebracht und statt am nächsten Tag in das Animal Kingdom zu fahren, ging es erstmal in die Universal Studios. Gott, ich weiß nicht, wie oft ich diese drehende Kugel schon im TV gesehen habe und endlich standen wir davor. Von den Studios waren wir alle beeindruckt und wir haben auch fast keine Attraktion ausgelassen. Wir haben Shrek geholfen, seine Fiona zu befreien, wir sind mit der Zeitmaschine "Zurück in die Zukunft" geflogen (meine Lieblingsattraktion übrigens), wir sind unzählige Male mit der Woody Hochschaubahn gefahren (vormittags waren in der Kidzone noch fast keine Leute), wir haben das Erdbeben miterlebt, sind mit dem Rad durch E.T.´s Welt gefahren und beinahe hätte uns der Weiße Hai gefressen. Das war das einzige, das den Kindern, aber vor allem Angelina nicht gefallen hat. Wir sind mit dem Boot so dahin gefahren mit einem Führer und da ist viermal oder so dieser Hai aufgetaucht, das ging ja noch. Nach dem vierten Mal meinte der Führer, die Gefahr ist vorbei, wir kommen zum Schluss, er bedankt sich, dass wir mitgefahren sind, blablabla als auf einmal dieses Vieh von links aus dem Wasser herausgeschossen kommt und beinahe für meinen ersten Herzinfakt verantwortlich war. Claudia hat geschrien, Angelina geweint und ich musste mich zusammenreißen, dass ich halbwegs wie ein erwachsener Mensch reagiere. Gruselig, wirklich. Aber ansonsten ist dies wirklich ein toller Themenpark.

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****ANIMAL KINGDOM****
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Am Tag darauf hat sich das Wetter wieder beruhigt und wir konnten endlich ins Animal Kingdom fahren. Wir waren sehr früh dort und so haben wir gleich einen Jeep für die Safari ergattert. Das war echt wunderbar und wir waren begeistert, wie nah man den Tieren wirklich kommt. Die Giraffen standen ohne Übertreibung höchstens zwei Meter von uns entfernt, eine Gazelle hat seelenruhig neben uns Blätter vom Bau gefressen und der Löwe ruhte sich an einem schattigen Platz aus. Es gibt eine Vielfalt an Tieren, die Affen haben uns aber am besten gefallen. Außerdem waren wir überrascht, wie lange diese Fahrt gedauert hat, das war ein echtes Erlebnis. Danach haben wir Rafiki´s Planet Watch ausgelassen und sind direkt nach vor zur "Discovery Island" und haben uns "It´s Tough to be a Bug", einen 3 D Film, der die Welt mit den Augen eines Insektes zeigt. Gruselig war es nur, als auf einmal zahlreiche Spinnen von der Decke herunter baumelten. Generell sind diese 3 D Filme aber darauf aufgebaut, dass man erschrickt, ist ihnen bei mir und meinen Kindern auf alle Fälle gelungen. Es gibt da auch immer so Nebeneffekte, z.B. wird dir Wasser ins Gesicht gespritzt, wenn ein Hund niest, oder du wirst mit irgendetwas in den Rücken gestochen, oder es werden Schnüre unter dem Sitz hervorgeblasen, wenn gerade Spinnen wo kraxeln,.....

Danach sind wir ins Camp von Minnie und Mickey und da gerade eine Show lief, hatten wir das riesige Glück, zu Mickey Mouse, Minnie Mouse, Donald Duck und Goofy ohne anstellen hinzukommen und wieder ein paar Autogramme einzuholen. Ach ja und auf den Weg dorthin haben wir Lilo und Stich getroffen. Dann haben auch wir uns die Shows "Pocahontas" angesehen. Hier war toll, dass die ersten vier Reihen in der Mitte nur für Kinder reserviert waren und wo saßen unsere? Na klar, gleich in der ersten. Den Kindern hat gefallen, für Peter und mich war allerdings die Show von "Der König der Löwen" das Highlight. Das war echt der Wahnsinn, ich habe mir die Hände wund geklatscht.

Dann wurde es langsam Zeit für "Asien", wo wir natürlich mit "Kali River Rapids" fahren wollten. Wir haben uns gewundert, wieso wir bei allen Attraktionen nicht warten mussten, aber dort angekommen, wussten wir warum. So ziemlich alle Leute des Parks standen hier angestellt. 90 Minuten Wartezeit, wenn man sich gleich anstellt, 3 Stunden (das war knapp vor Parkschluss) mit dem Fastpass. Okay, so lange wollten wir auch nicht waren und sind dann ins DinoLand USA gegangen und haben uns "Tarzan Rocks" angesehen. Das war mehr ein Konzert als eine Show, doch nicht minder schön, vor allem wenn man an die Bauchmuskeln von Tarzan denkt. Mir gefallen auch die Phil Collins Lieder und so war auch dies ein Erlebnis. Da haben wir dann so ziemlich jede Attraktion ausprobiert nuur in den Primeval Whirl durften die Kinder noch nicht rein und so haben wir den ausgelassen. Irgendwie ist die Zeit so verronnen und es war schon eine Stunde vor Parkschluss, da haben wir uns entschlossen, doch noch einmal zum "Kali River Rapids" zu gehen und zu sehen, wie es mit der Warteschlange aussah. Glücklicherweise war es jetzt nur noch eine halbe Stunde und so haben wir beschlossen zu wartenj. Es ging dann auch ganz fix und ich habe gesehen, dass viele da auch wieder relativ trocken raus kommen, also nichts wie rein. Wir hatten unheimlichen Spaß, wie wir da die Stromschnellen hinunter geflitzt sind und schnell waren wir auch dort, wo es richtig bergab ging, das Wasser spritze nach allen Seiten. Ich habe irgendwo gelesen, dass es die, die mit dem Rücken zum Abhang sitzen, am meisten trifft - und das kann ich nur bestätigen, denn wir waren zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen total durchnässt! Glücklicherweise war Parkschluss und mir mussten ohnehin nach Hause.

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****TYPHOON LAGOON****
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Tags darauf war es wieder heiß wie eh und je und so stand am Vormittag mal ein Wasserpark - Typhoon Lagoon - auf dem Plan. Der Park war toll angelegt mit zahlreichen Rutschen und einem großen Kinderareal. Das Beste war allerdings die Riesenwelle, die alle paar Minuten über die Menschenmassen hereinbrach. Das negative an der ganzen Sache war, dass dich die Leute dort ertreten haben, in keinem der Themenparks war so viel los, wie in diesem Wasserpark. Wir sind zu Mittag wieder gegangen. Ursprünglich wollten wir danach in die Disney-MGM Studios, aber da uns vom Magic Kingdom ungewollter Weise noch so viel gefehlt hat, haben wir beschlossen, die Studios zu streichen und nochmals ins Magic Kingdom zu fahren.

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****MAGIC KINGDOM DIE ZWEITE****
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Dieses Mal sind wir mit der Monorail gefahren und auch das hat wunderbar geklappt. Wir kamen gerade rechtzeitig zur ersten Parade, sie war wirklich schon, aber nichts im Vergleich zur "SpectroMagic" Lichterparade, die wir am Abend gesehen haben. Nachdem "Share a Dream Come True" vorbei wir, sind wir wieder ins Frontierland gefahren und haben uns erneut einen Fastpass für den Big Thunder Mountain geholt. Die Wartezeit haben wir dann im "Adventureland" verbracht, dort sind wir ins Baumhaus der Familie Robinson geklettert, haben Aladdin und Yasmine getroffen, haben uns in "Pirates of the Caribbean" gegruselt und haben außerdem $ 20,-- für zwei Filme für den Fotoapparat bezahlt. Soviel haben die 9, die ich von zu Hause mitgebracht haben, zusammen nicht gekostet. Endlich war es dann soweit. Die reguläre Wartezeit beim Big Thunder Mountain betrug eine Stunde, aber wir sind ganz easy hinauf spaziert. Allerdings, man soll es nicht glauben, das war die einzige Attraktion, für die man sogar mit Fastpass noch etwas warten musste. Okay, viele werden jetzt lachen, aber das war für mich schon wirklich das höchste der Gefühle, in "Splash Mountain" oder gar "Space Mountain" hätte mich niemand hinein bekommen. Dafür hat es den Kinder gefallen, nur Angelina ist trotzdem schreiend herausgekommen, allerdings nicht, weil sie Angst hatte, sondern weil sie beim Aussteigen gegen einen Posten gelaufen ist und sich den Kopf richtig schlimm gestoßen hatte. Nur wussten das die ganzen Leute nicht, die sich sicher gefragt haben, was wir diesem Kind damit antun, wenn wir sie dort hinein schleppen. Dabei hat die Kleine MICH dahinein geschleppt.

Als letztes fehlendes Land stand jetzt noch "Tomorrowland" auf unserer Liste. Es wurde schon immer dunkler, aber richtig angenehm. Mit dem Transit Authority, einer Bahn, die das ganze Tomorrland von oben abfährt, sind wir insgesamt 3 Mal gefahren, weil es uns so gefallen hat. Da konnte man nämlich bei allen Attraktionen vorbei fahren und "von außen" zusehen, z.B. wie die Leute durch den Space Mountain geflitzt sind. Wir haben uns auch noch "Carousel of Progress" angesehen, das just als wir drinnen waren, steckenblieb. Aber schlussendlich haben auch wir es bis zum Schluss ansehen dürfen wie sich die Welt, vor allem aber der Haushalt, in den letzten 100 Jahren verändert hat. Dann wollten wir noch zu Stitch, aber die Zeit drängte für die Lichterparade und die war uns 10 Mal lieber, also haben wir uns da einen tollen Platz an der Main Street gesucht. Das war vielleicht ein Glitzern und Funkeln, echt toll. Während sich nach der Parade die Leute wieder in alle Richtungen verstreut haben, sind wir in der Main Street geblieben und haben den absolut besten Platz für das "Wishes" Feuerwerk ergattert. Was sich da abspielte zu beschreiben, ist einfach nicht möglich. Feuerwerke gibt es viele, aber nicht vor so einer Kulisse unter so einer Stimmung, es war der absolute Wahnsinn und wir waren alle froh, noch ein zweites Mal ins Magic Kingdom gegangen zu sein. Ich kann nur hoffen, dass sich das "See ya real soon", das die Angestellten beim allgemeinen Verlassen des Parks hochhielten, sich wirklich erfüllt.

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****EPCOT****
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Nun hatten wir noch nur ein Ticket für einen Hauptpark und so haben wir uns am nächsten Tag nach Epcot aufgemacht. Eigentlich war ja Epcot der größte Traum von Walt Disney. Seiner Vorstellung nach sollten hier im "Experimental Prototype Community of Tommorrow" Lösungen für alle Übel der Welt erarbeitet werden. Das hat zwar so nicht geklappt, dennoch ist es ein herrlicher Park, zumindest war er es für mich. Für Peter und die Mädels war es nicht ganz so toll, denn es wurde viel in Englisch erklärt und besprochen und so haben sie viel leider nicht verstanden. In Epcot haben wir so ziemlich viele Filme angesehen, für mich am beeindruckensten war "The Circle of Life" Hier wurde viel von Umweltschutz gesprochen und davon, dass wir auf unsere Welt aufpassen müssen, dazu wurde ein tollen Film gezeigt und ich war echt bewegt. Die Leute haben geklatscht und ganz nebenbei beim Hinausgehen, ihren Schmutz im Filmraum "vergessen". Ich dachte, ich sehe nicht richtig, da wird eine halbe Stunde erklärt, wie wichtig es ist, seinen Schmutz wegzuräumen und jeder sah ganz ergriffen aus, allerdings BE-griffen dürften sie nichts haben.

Den zweite Teil des Tages verbrachten wir dann in "World Showcase Lagoon", wo 11 Länder - aus amerikanischer Sicht - vorgestellt wurde. Neben Kanada hat mir Japan am besten gefallen. In U.S.A. haben wir dann den berühmt "berüchtigten" Patriotismus der Amerikaner kennengelernt. Bei einer Show wurde die Nationalhymne gespielt und einige haben tatsächlich angefangen zu weinen. Ich meine, ich bin auch stolz Österreicher zu sein, dennoch habe ich noch nie bei unserer Hymne geweint. Übrigens, Deutschland hat sich da "unsere" Mozartkugeln einverleibt und die Schweizer Toblerone. Und eine Milka-Schokolade kostet um die $ 4,--. Ganz schön heftig.

Den Abschluss fand dieser Tag durch die "Illumination" Show, eine Mixture aus Lichtershow und Feuerwerk. Sie war zwar nicht schlecht, kam aber meiner Meinung nach nicht an das Spektakel in Magic Kingdom heran.

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****LETZTER TAG****
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Schnell ging es und schon war der letzte Tag unseres Orlando-Aufenthaltes dar. Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch in den zweiten Wasserpark, da wir aber das Getümmel umgehen wollten, haben wir beschlossen, diesen Tag entspannt am Hotelpool zu verbringen, wozu haben wir denn so ein sündhaft teures Hotel gebucht, wenn wir die Annehmlichkeiten nicht ausnützen. Dieses Hotel war wirklich der Wahnsinn. Von unserem Zimmer aus konnte man tagsüber das Treiben am Golfplatz beobachten und in der Nacht sah man die Feuerwerke von Magic Kingdom und Epcot direkt vom Balkon aus: Am Abend kam dann meine französische Brieffreundin extra aus Miami, wo sie Urlaub machte, angereist und wir haben zusammen den Abend verbracht, was wirklich ein wunderbarer Abschluss unserer Reise war. Wir haben uns gut verstanden und herrlich gegessen, dafür zwar eine Unmenge an Geld bezahlt, aber was kostet die Welt?

Der Rückflug verging genauso schnell wie der Hinflug und viel zu schnell hatte uns die Realität wieder. Dies war der erste Urlaub in meinem Leben, wo mir das Herz schwer wurde, dass ich wieder nach Hause musste.

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****RESÜMEE****
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Also wie ihr unschwer erkennen könnt, kann ich euch Florida nur ans Herz legen. Viele, die die USA wirklich kennen, sagen mir, Florida ist nichts im Vergleich zum Südwesten der USA und so machen wir uns im nächsten Jahr auf um diese Ecke der Welt zu erkunden. Der ganze Spaß hat uns EUR 8.000,-- gekostet und im Leben hätte ich nie gedacht, dass ich jemals soviel Geld für eine Reise ausgeben würde. Tja, für den Südwesten würden wir uns auch so einen Betrag wünschen, geht aber nicht, liegt aber vor allem daran, dass wir einen Monat bleiben werden - und danach werde ich euch alles in meinen Berichten haargenau beschreiben!!! Florida wird mich bestimmt wieder sehen - am besten wenn ich von Miami aus eine Kreuzfahrt in der Karibik buche ;-D Aber das ist noch in weiter Ferne.

Was uns nun nur bleibt sind massenhaft Fotos, ein paar Erinnerungen und der unbändige Wunsch, bald wieder nach Amerika zu reisen!

Wie immer vielen herzlichen Dank für´s Lesen, Bewertung und Kommentieren. Ich hoffe sehr, ich habe euch nicht gelangweilt. Wenn ihr mehr Wissen wollt, stehe ich gerne Rede und Antwort oder ihr schaut in meinen diversen "Kleinberichten" nach! LG, Dani

Bilder

für Florida - Allgemeines
Kennedy Space Center
von sunflower76 sunflower76

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  • esposa1969 21.10.2010 19:44
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • jerryscat 10.05.2009 21:04
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wir fliegen auch nach Florida - sogar zur gleichen Zeit wie ihr!! Von 22.Juni bis zum 9.Juli! Danke für den Bericht, der war wirklich sehr, sehr hilfreich!!!!

  • hexenhammer_121 04.03.2009 18:43
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Nicht ganz mein Reiseziel, aber ein wunderbar geschriebener Bericht, der nix anderes als ein BH verdient! LG

  • LSR_Online 21.11.2008 16:52
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wunderbarer Bericht, tolle Fotos ! BH & LG

  • manuelmama 14.11.2008 12:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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