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Firenze

5  26.10.2008 (26.11.2013)

Pro:
Bevor man stirbt, muss man Florenz einmal gesehen haben .

Kontra:
s .  Bericht

Empfehlenswert: Ja 

salseranatter

Über sich: Was finde ich toll: Psychologie, Salsa tanzen, Schlangen, Bücher, ...

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Erfahrungsberichte:172

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Wie schon einigen LeserInnen hier versprochen, beginne ich nun einige meiner Lieblingsreiseziele zu beschreiben. Als erstes ist Florenz dran - eine meiner liebgewordenen Städte - die ich sehr gut kenne, weil ich eine Zeit lang dort gewohnt habe und die meiner Meinung nach eine der schönsten, geschichtsträchtigsten und vielseitigsten Städte der Welt ist.
Der folgende Text stammt aus meiner eigenen Feder und basiert auf meiner langjährigen Erfahrung mit meiner Lieblingsstadt.

***Daten und Fakten***

Florenz, auf Italienisch Firenze, liegt im Herzen der Toskana, hat ca. 370.000 Einwohner und eine Gesamtfläche von ca. 100 km2.
Die Stadt wird durch den Arno Fluss in zwei grobe Stadthälften geteilt, die Domseite und die Altrarno Seite. Die beiden Stadtseiten werden durch viele Brücken verbunden, von denen im Zentrumsgebiet 3 Brücken die Hauptverbindungen bilden: Ponte Vecchio, Ponte a Santa Trinita und Ponte alla Carraia.
Jährlich ist die Stadt Ziel unzähliger Touristen aus der ganzen Welt. Der größte Ansturm beginnt im Frühjahr um Ostern und hält bis in den Herbst hinein an. Im Sommer ist die Stadt am allermeisten überlaufen, was das Sightseeing-Vergnügen etwas dämpft. Dies ist auch die Zeit in der viele Florentiner aus der Stadt flüchten und ans Meer oder in die Berge fahren. Dies war zumindest bei meiner italienischen Familie immer so. Sobald es warm wurde, verlegten sie den Lebensmittelpunkt aufs Land, da sie ein Landhaus im Casentino besitzen.
Das "Stemma", das Wappen von Florenz ist die Lilie, die als dekoratives Element auf allen möglichen Gegenständen zu finden ist - seien es Briefpapier, Gebäude, Souveniers, Möbelstücke in Privathäusern, Pflastersteine, wenn man die Augen etwas offen hält, kann man diese Blume nicht übersehen.
Der Patron der Stadt ist Johannes der Täufer, weshalb der 24. Juni ein wichtiger Feiertag in Florenz ist. Es findet an diesem Tag immer ein großes Feuerwerk statt. Um den 24. 6. ist auch das historische Fußballturnier "Calcio Storico", bei dem die 4 historischen Stadteile (Santa Maria Novella, San Giovanni, Santa Croce und Santo Spirito) gegeneinander in einer Fußballschlacht ohne klar ersichtliche Regeln antreten.

***Geschichte***

Die ganze Geschichte von Florenz zu beschreiben, würde hier eindeutig zu weit führen, da diese lang und voller Ereignisse und wichtiger Personen ist.
Hier sei nur soviel gesagt:
Florenz - damals Florentia - wurde unter Julius Caesar gegründet. Eigentlich war das heutige Stadtgebiet von Florenz um 59 v. Chr. nicht gerade einladend, da es durch die Mäander des Arno ein sehr sumpfiges Gebiet war.
Doch die Lage an den früheren Straßen der Etrusker in Richtung Meer und in Richtung Rom war günstig.

Im 12. Jahrhundert begann die große Zeit der Stadt. Unter dem Markgrafen Hugo (ca. 100 Jahre zuvor) und dem aufkommenden Feudalsystem wurde die Stadt eigenständig und deren Bürger gewannen ziemlich stark an Einfluss. Dies führte allerdings auch zu Machtkämpfen zwischen den Ghibellinen und den Guelfen. Die Ghibellinen (unter ihnen waren eher Adlige) waren dem Kaiser treu, während die Guelfen (meist reiche Kaufmänner) zum Papst hielten. Letztere gingen letztendlich als Sieger hervor.
In Florenz zeugen Straßennamen und historische Plätze immer noch von dieser Vergangenheit.

Ab dem 14. Jahrhundert wird Florenz zu einer Metropole der Renaissance-Kunst. Viele Künstler und Gelehrte wie z.B. Michelangelo oder Leonardo da Vinci, Galileo Galilei oder Botticelli finden ihren Weg in die Stadt und prägen sie nachhaltig.

Kein Name ist mit Florenz so unzertrennlich verbunden wie jener der Medici. Unter dieser (einfluss)reichen Familie steigt Florenz auch zu einem wichtigen Handelszentrum auf. Eigentlich waren die Medici eine Ärztefamilie - daher der Name: Medico = Arzt auf Italienisch - aber es waren vor allem die Bankiers und Kaufleute unter ihnen, die die politische Macht in Florenz an sich rissen. Es gab viele Mitglieder, die als Kunstmäzene allerdings auch die kulturelle "Szene" der Stadt förderten und die bedeutendsten Künstler unterstützten. Allerdings waren sie auch als Machthaber gefürchtet.

Als nach ca. 300 Jahren Herrschaft die Familie der Medici ausstarb, kam Florenz unter österreichische Herrschaft, nämlich unter den Habsburgern. Diese waren allerdings nicht beliebt.

Im 1861, als Italien, das bis dahin aus einer Vielzahl an Fürstentümern bestand, zu einem Staat geeint wurde, wurde auch Florenz Bestandteil dieses neuen Staatengebildes. Es wurde vorübergehend (1865-1871) sogar Hauptstadt Italiens.

Im vergangenen Jahrhundert wurde Florenz zu DEM Tourismus-Ziel Italiens (neben Rom und Venedig natürlich) und lebt bis heute von seiner großartigen Vergangenheit.
Nach der Besetzung während des zweiten Weltkriegs, gab es nur 1966 noch einen Rückschlag: die Jahrhundertflut des Arno. Dabei wurden zahlreiche Kunstwerke zerstört - die Uffizien beispielsweise, die direkt am Arno-Ufer liegen, waren besonders betroffen.

***Anreise***

Da ich schon unzählige Male nach Florenz gefahren bin, kann ich so gut wie alle Varianten beschreiben:

Eine, die ich am billigsten und feinsten fand, war die Zugfahrt, allerdings fahre ich gern Zug. Dazu kann ich ein kontingentiertes Ticket der ÖBB empfehlen. Man muss allerdings früh genug buchen, da die Ticketzahl limitiert ist. Auch muss man Abstriche in Punkto Flexibilität machen, da die Tickets nur für einen ganz bestimmten Sitzplatz in einem vorher gewählten Zug, zum genauen Termin gültig sind. Dafür ist das Ticket sensationell günstig:
ÖBB SparSchiene für Euro 29 ab Innsbruck bis Florenz inkl. Sitzplatzreservierung, was vor allem im 11.26 EC Zug Michelangelo (München-Rom) wirklich nötig ist.

Einmal hab ich nur für die Hinreise ein so billiges Ticket bekommen und habe daher die Rückfahrt von Italien aus gebucht.
Am besten geht das im American Express Büro in der Altstadt. AmEx, Piazza Cimatori/Via Dante Alighieri 22r, 50122 Firenze (tel. 055-50-981) Öffnungszeiten Mo bis Fr von 9-17:30 Uhr. Man zahlt dort zwar eine kleine Gebühr, es ist aber immer noch besser als am Bahnhof ewig anzustehen und dann immer noch nicht die richtige Info und das gewünschte Ticket zu kriegen. Vor allem Leuten die nicht Italienisch sprechen, würde ich vom Bahnhof abraten. Im AmEx sprechen sie auch Englisch.

Weitere Anreisemöglichkeiten:

Per Flugzeug nach Pisa: Florenz hat keinen eigenen internationalen Flughafen und Pisa ist nur ca. 1 Stunde entfernt, also durchaus in Stadtnähe für einen Flughafen. Vom Flughafen Pisa kann man mit einem Shuttlezug nach Florenz fahren - sehr bequem, einfach und preislich okay. Ich bin damals mit Intersky die Strecke Friedrichshafen-Pisa geflogen. Diese Verbindung wurde allerdings leider aufgelassen.

Per PKW: über die Autostrada del Sole (A1) über Bozen-Verona-Bologna nach Florenz oder von Mailand kommend über Parma und La Spezia der Küste entlang bis Viareggio und dann ostwärts nach Florenz. Großer Nachteil sind dabei die hohen Mautgebühren und die Benzinkosten. Weiters ist es die Hölle in Florenz einen sicheren Parkplatz zu finden, für den man nicht extrem viel bezahlen muss. Die vielen verkehrsbeschränkten Zonen, in die man nur mit Erlaubnis einfahren darf, erleichtern das natürlich keineswegs.

Per Überlandbus: Es gibt auf gewissen Strecken quer durch Europa Busse nach Florenz, allerdings habe ich diese Anreisevariante noch nicht genutzt, da ich von der nächsten Großstadt zu weit weg wohne. Eine Freundin ist allerdings von Warschau nach Florenz mit einem solchen Bus gefahren und hat es als durchaus angenehm und billig beschrieben.


***Sehenswürdigkeiten***

Da man die Sehenswürdigkeiten eigentlich auch im Reiseführer nachlesen kann, halte ich mich mit dem typischen Wissen aus Reiseführern und Co zurück und beschreibe euch, was mir an den einzelnen Sights besonders gefällt und was ich als sehenswert einstufen würde. Den Rest gibt der Reiseführer preis.

# Il Duomo, Battistero, Cupola

Santa Maria del Fiore, der Dom von Florenz ist meiner Meinung nach ein beeindruckendes Bauwerk mit einer Fassade aus weißem und dunklem Marmor, einer riesigen Kuppel, dem Campanile di Giotto und dem Battistero di San Giovanni daneben.

Das Battistero di San Giovanni ist die Taufkirche der Stadt und dem Patron Johannes dem Täufer gewidmet. Irgendwie sieht das Battistero von seiner Form her eher einem römischen Tempel ähnlich, als einem katholischen Gotteshaus. Besonders beeindruckt hat mich die sogenannte Paradiespforte, ein golden glänzendes Portal mit 10 Bronzereliefen, welche das Paradies und 9 weitere alttestamentarische Szenen darstellen. Die Paradiespforte ist wirklich beeindruckend, leider finden das auch Horden von Japanern, Amerikanern, Deutschen, etc. Wenn man im Sommer 2 Minuten davor stehen kann ohne weggedrängt zu werden, grenzt es an ein Wunder.

Der Dom mit seiner Kuppel ist schon von weitem sichtbar. Immer wenn ich mit dem Zug einfahre, begrüßt mich die Kuppel als erstes, weshalb mir der Dom besonders ans Herz gewachsen ist. Am Dom selbst bauten mehrere Architekten, die die Baupläne immer wieder änderten. Die Kuppel wurde von Filippo Brunelleschi gebaut und im 15. Jahrhundert fertiggestellt. Die Domfassade mit den drei Eingängen ist reich verziert und wunderschön. Besonders toll finde ich die große Rosette in der Mitte oben.
Die Kuppel, die fast 100 Meter hoch ist, besteht eigentlich aus zwei ineinander gebauten Kuppeln. Diese Konstruktion wird durch "sproni", frei übersetzt "Verstrebungen" gestützt. Acht dieser sproni sieht man auch als dekoratives Element aus Marmor an der Außenseite der Kuppel. Zwischen der Innen- und der Außenkuppel kann man zur Laterne hochsteigen. Auch wenn es Anstrengend ist, würde ich das unbedingt empfehlen. Von dort aus hat man den wohl allerschönsten Blick auf die Stadt und die Umgebung. Obwohl ich das schon lange kenne, mache ich ritualmäßig bei jedem Florenzbesuch diesen Aufstieg und bin jedesmal wieder beeindruckt - nicht nur vom Panorama, sondern auch von der gewaltigen Bauleistung des Architekten. Beim Aufstieg hat man auch einen tollen Blick auf das Kuppelfresko. In dieser Darstellung des Jüngsten Gerichts kann man auch ziemlich viele (auch obszöne) Details erkennen, man achte auf die Darstellung der Hölle!
Ein Fresko, das mir als Literaturinteressierte besonders gefällt, ist die Darstellung von Dante Alighieri und der Göttlichen Komödie. Im roten Mantel, mit Hakennase und Lorbeerkranz auf dem Kopf ist er nicht zu verkennen. Lustig finde ich die Darstellung von Florenz mit seinem Dom rechts von Dante - so hätte Dante den Dom nie sehen können, sonst hätte er alt werden müssen. Erschreckend sind die Fratzen der gepeinigten nackten Sünder, die ins Inferno, die Hölle absteigen.

Der Campanile die Giotto, der Glockenturm neben dem Dom ist wunderschön. Wenn man allerdings zur Laterne hochgestiegen ist, rentiert es sich nicht wirklich auch noch die Aussichtsplattform des Campanile zu besuchen. Nach diesem Glockenturm und seinem Architekten Giotto ist eine bekannte Süßigkeit benannt. Wenn man auf der Packung genau schaut, erkennt man den Campanile.

Für Interessierte der sakralen Kunst, kann ich das Museo dell'Opera del Duomo empfehlen.

Die Piazza del Duomo ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Florentiner gleichermaßen. Dementsprechend voll ist er immer.

# Il Palazzo Vecchio

Der Palazzo Vecchio war lange der Regierungssitz der Medici. Auch heute noch beherbergt er Teile der Stadverwaltung sowie ein Museum. Ich habe jedoch nur den schön geschmückten Innenhof besucht. Der Hof ist von Lauben gesäumt und hat einen Springbrunnen in der Mitte. Der Versammlungsraum "Sala dei Cinquecento" ist besonders bekannt.


# La Piazza della Signoria

Diese Piazza war und ist ein Versammlungsort, der vor allem für die Loggia dei Lanzi, den Palazzo Vecchio, den Neptunbrunnen und die David-Imitation berühmt ist.
Die Reiterstatue links vom Palazzo Vecchio zeigt Cosimo I. der Medici.
Der Neptunbrunnen wurde anlässlich der Hochzeit von Francesco de' Medici mit einer Österreicherin erbaut.

# La Loggia dei Lanzi

Man könnte meinen, dass dies die Loggia der Lanzen wäre, wozu einem der Name verleitet. Allerdings wurde die Loggia nach den Landsknechten ("lanzichenecci" = Leibgarde Cosimo des I.) benannt. Heute enthält sie eine Sammlung toller Statuen.

# Gli Uffizi

Die Uffizien, am Arno-Ufer gelegen, sind Heimat einer der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Das langgestreckte Gebäude ist unglaublich imposant, wird aber bei weitem von dessen "Inhalt" übertroffen. Am meisten haben mich die Botticelli Gemälde der "Primavera" und "Nascita della Venere" beeindruckt, aber auch der Saal der Frührenaissance mit der Schlacht von San Romano und Piero della Francesca mit seiner Adlernase und den Warzen sind sehenswert. Leonardo da Vincis Verkündigung darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen und sollte sie unbedingt mit Fra Angelicos Verkündigung (siehe dazu San Marco weiter unten) vergleichen.
Raffael, Michelangelo, Caravaggio, Rubens, Tizian, Rembrandt...die Liste wäre lang und jede/r muss sich das herausnehmen was ihm/ihr gefällt.

Noch eine organisatorische Anmerkung: Ich würde mich nie in die elendslange Schlange vor den Uffizien anstellen. Es gibt die Möglichkeit im Internet und per Telefon Karten für den Eintritt vorzureservieren. Man hat dann ein Zeitfenster von genau 15 Minuten, um das Museum zu betreten, also nicht sehr flexibel, aber man muss dafür nicht 3 Stunden anstehen.

# Il Ponte Vecchio

Ponte Vecchio ist ein Wahrzeichen von Florenz und die berühmteste Brücke der Stadt. Die Brücke ist mit kleinen Holzhäusern bebaut, in welchen heute unglaublich teure Juweliergeschäfte untergebracht sind. Die Leute flanieren gern über diese Brücke, die den Palazzo Pitti mit der Domseite der Stadt direkt verbindet. Man kann dort den Sonnenuntergang betrachten und die im Arno schwimmenden Riesenratten suchen. Wenn man wie die meisten Touristen die Eiswaffeltüten hinunterschmeißt, sieht man sie vielleicht.
Früher waren auf Ponte Vecchio die Metzger tätig, die die Fleischreste im Arno versenkten. Man stelle sich den Gestank vor!

# Il Corridoio Vasariano

Dieser Verbindungsgang zwischen Palazzo Pitti, über Ponte Vecchio, den Uffizien zu Palazzo Vecchio wurde von den Medici in Auftrag gegeben und lange nur von dieser Familie und den Lothringern benutzt. Der Corridoio sollte als Fluchtweg dienen, war aber auch ganz bequem, da die Herrscher ja nicht gern mit dem Fußvolk über Ponte Vecchio (wo die Metzger arbeiteten) gehen wollten.

# Il Palazzo Pitti

In Auftrag gegeben von Luca Pitti war dieser überdimensionale Palast nach Pittis Pleite im Besitz der Frau Cosimos I. Heute beherbergt er Museen und Gallerien. Ich liebe es vor allem an lauen Sommerabenden auf dem Platz vor dem Palazzo Pitti zu sitzen und die Abendluft zu genießen.

# Il Giardino di Boboli

Beim Palazzo Pitti ist ein absolut sehenswerter Garten, der symetrisch angelegt wurde: der Boboli Garten. Diese Parkanlage ist sehr gepflegt und ein richtiger Erholungs- und Ruhepol in der Stadt. Leider muss man dafür Eintritt bezahlen.

# Il Piazzale Michelangelo

Über der Stadt hinter dem Giardino di Boboli befindet sich der tollste Aussichts- und Fotopunkt der Stadt: Piazzale Michelangelo. Von dort aus kann man den Dom, Palazzo Vecchio, Ponte Vecchio, etc. alles auf ein Foto bringen.
Benannt nach dem Universalgenie der Renaissance, ist dieser Platz Anziehungspunkt für alle Touristen und speziell viele Bustouristen machen dort Halt. Die David-Imitation ist in der Mitte des Platzes ein ebenfalls beliebtes Fotomotiv.

# San Miniato al Monte

...ist eine wunderschöne Kirche in der Nähe von Piazzale Michelangelo, die dem Heiligen Minias gewidmet ist. Die Kirche musste viele verschiedene Verwendungszwecke über sich ergehen lassen, so war sie Lager für Pestkranke oder auch Heimstätte für Obdachlose. Heute ist dort ein Kloster der Olivetaner.
Besonders gefällt mir dort der Fußboden, der wie ein orientalischer Teppich aussieht.

# Santa Croce vs. Santa Maria Novella

Santa Croce ist eine Franziskanerkirche, die auf dem Ort einer Kirche erbaut wurde, die ursprünglich noch zu Lebzeiten des Heiligen Franz von Assisi gebaut worden war. Santa Croce ist ein riesiges Bauwerk, ca. in der Größe der Basilica di Santa Maria Novella (Dominikanerkirche in der Nähe des Bahnhofs). Die beiden konkurierenden Orden wollten sich wohl nichts schenken, was das Ansehen ihres Baus betraf.
Auf der Piazza von Santa Croce ist ein Dante Denkmal - eine Marmorstatue des wohl berühmtesten Dichter der Stadt, welcher zeitweise ins Exil verbannt worden war. Auf dieser Piazza findet auch alljährlich der Calcio Storico, das historische Fußballturnier statt.
Im Inneren von Santa Croce befinden sich die Gräber und Denkmäler für große Künstler, Wissenschaftler und Gelehrte, wie z.B. Michelangelo, Galilei, Macchiavelli, Dante und auch Giacomo Rossini. Mich persönlich wunderte ja, dass er nicht in Lucca begraben ist.

Die Kirche Santa Maria Novella kenne ich eigentlich nur von außen, da sie auf meinem "Heimweg" vom Bahnhof in die Via de' Serragli liegt. Auffallend ist der große Vorplatz (ähnlich wie bei Santa Croce) mit den beiden Obelisken.


# Piazza della Repubblica

Diese Piazza ist ein riesengroßer Platz mit einer Art Triumphbogen. Irgendwie passt dieser Platz überhaupt nicht zu Florenz. Als Florenz kurz einmal die Hauptstadt Italiens war, wollten die Florentiner offensichtlich architektonisch "klotzen" und haben dabei echt daneben gegriffen. Was an der Piazza della Repubblica toll ist: die Edison-Buchhandlung, die Giubbe Rosse und das Café Paszkowski, wo meine "Gastschwester" Törtchen und andere Leckereien bäckt, die zu einem unverschämten Preis verkauft werden.


# Orsanmichele

Orsanmichele würde ich vor allem wegen der Marmorstatuen, die in den Nischen der Außenfassade stehen, besichtigen. Es sind allesamt Werke der florentinischen Frührenaissance. Früher war dort im oberen Stock ein Getreidelager.


# Il Porcellino

Das Porcellino ist ein Bronze-Wildschwein-Brunnen in der Nähe von der Loggia del Mercato Nuovo. Es soll anscheinend Glück bringen über den Schweinerüssel zu streicheln und einem zurück nach Florenz bringen. Deshalb ist die Schnauze des Schweins das einzige was vom vielen Abrieb bronzefarben glänzt.

# Santa Trinità

Diese von außen komplett unspektakuläre Kirche nahe der Brücke Ponte Santa Trinità, ist einen Blick ins Innere absolut wert, da dort in der Cappella Sassetti ein Bild von Domenico Ghirlandaio ist, das mir sehr gefällt. Es zeigt die Anbetung des Jesukindes. Maria schaut so lieb auf das Kind, wie es eben nur eine Mutter tut.

usw. usf. siehe dooyoo.de

Ci vediamo a Firenze!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
pinkdawn

pinkdawn

18.05.2010 08:50

du hast sehr viel enzyklopädisches wissen über florenz zusammengetragen. schade, dass du fast nichts über deine persönlichen eindrücke und empfindungen zu dieser stadt berichtest. es wäre interessant, warum diese stadt von dir so geschätzt wird und wie du deine liebe zu ihr entdeckt hast. erwähnenswert wären auch die berühmten medici-gräber gewesen. lg

DieBrummelhexe

DieBrummelhexe

18.02.2010 17:05

Gestern haben die Fußballer jedenfalls ne sehr ordentliche Vorstellung abgegeben, wie ich finde. Nun müsste ich nur noch italienischen Fußball mögen ;-) Schöner Bericht!

tommynews

tommynews

15.02.2010 19:57

Ich liebe diese Stadt!

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