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Erfahrungsbericht

für Fischmarkt, Hamburg
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4 Sterne Der Hamburger Fischmarkt
125 von 125 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro ... Siehe Bericht...

Kontra Nix für Langschläfer! :o)

Der Autor

AsmodinaHamburg

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Seit 1730 gibt es in Hamburg im Stadtteil Altona (am Hafen in der Nähe der Speicherstadt) den Fischmarkt.

Damals gab es hier nur Fisch zu kaufen, in erster Linie Heringe.
Heute kann man hier am frühen Sonntagmorgen fast alles erstehen:
U.a. Diverse Fischsorten, Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Pflanzen, Antiquitäten und Kitsch und Krams, als auch Hühner, Kaninchen, Meerschweine und andere Tiere aus freier Haltung und Tierfuttermittel sind hier zu bekommen.
Allerdings hat sich der Verkauf der lebenden Tiere in den letzten Jahren, auf Grund diverser Tierschutzbestimmungen, sehr vermindert (was ich persönlich gut finde!) und im Herbst und Winter stehen diese Händler auch nicht da.

Viele interessante Menschen kann man hier treffen…
Touristen, nächtliche Szenegänger beim Frühschoppen, Hausfrauen (und Hausmänner) und Wirte die Lebensmittel für das Sonntagsessen einkaufen, Seebären oder solche die so tun und natürlich die Marktschreier.

+++ Marktschreier / „Rappohändler“ +++
Die so genannten „Rappohändler“ sind wirkliche Hamburger Originale.
Einen Moment vor ihren Ständen stehen zu bleiben kann wirklich interessant und meist zum lachen sein.
Da sind zum Beispiel „Aal - Trude“ oder „Aale -Dieter“.
Wenn diese skurrilen Menschen zu ihrer Hochform auflaufen dann erlebt man das wahre Fischmarkt - Feeling.
Da kann es auch mal vorkommen dass der Eine oder Andere Fisch einen Flug in die Menge erlebt, oder das ein kleiner Hering verbal zu einem Wal wird der Geschichten erzählen kann.
Manchmal sind die Späße die gemacht werden auch derb und anzüglich, aber das stört den wahren Hamburger wenig. So ist das eben :o)
Man sollte sich dieses Schauspiel wirklich einmal antun!

Auch die Obstschreier (z.B.: „Bananen – Harry“) sind ein Völkchen für sich – mir ist auch schon mal eine Banane an den Kopf geflogen, da der Händler meinte ich hätte ihm zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt – man nehme es mit Humor und halte dagegen!
So was kommt öfter vor und es kann auch mal ein kleiner Blumentopf sein…
Beliebt ist auch das bekannte Bananenfangen (das habe ich dann wohl verpasst *lach*)

+++ Fischerauktionshalle +++
Mitten auf dem Fischmarkt findet man auch die Altonaer Fischerauktionshalle.
Früher war sie der Hauptanlegeplatz der Deutschen Fischereiflotte, 1937 aber wurde sie „eingemeindet“ und dient heute als Veranstaltungshalle für bekannte und nicht so bekannte Bands.
Das Eisenskelettgebäude wurde 1895 – 1896 gebaut und 1982 – 1984 noch einmal lohnenswert restauriert.

Ist man am frühem Sonntagmorgen aber nun schon einmal aufgestanden und anwesend sollte man hier einkehren und die ausgelassene Stimmung und die Musik (welcher Art auch immer) einfach genießen!

Nebenbei gibt es hier auch oben auf den Rängen Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit gemütlich und ausgedehnt zu frühstücken. Das Krabbenbrötchen mit Rührei und Rollmops dazu kann ich sehr empfehlen *miam*
Preis für dieses Frühstück liegt meines Erachtens irgendwo bei 4 Euro.

Man sollte es auf seinem Bummel einfach nicht verpassen hier einen Stopp zu machen, denn wenn da nichts los ist – dann nirgends!


Der Fisch der auf dem Markt verkauft wird kommt übrigens aus aller Welt.
Er wird geliefert aus Bremerhaven, Skandinavien, den Niederlanden, Mecklenburg-Vorpommern, Rügen oder Usedom.
Man kann zum Teil auch seinen Fisch direkt vom Fischkutter kaufen. …Das mir dabei aber keiner in die Elbe kippt! lol

Nebenbei gibt es auf und um den Fischmarkt auch viele schöne und interessante Skulpturen zu beschauen.
Zum Beispiel die Bronzefarbene Brunnenfigur der Minerva, der römischen Göttin des Handwerks oder die Bronzefigur zweier Marktbeschicker.
Sie spiegeln die gute alte Zeit wieder: Mann mit einem Fischkorb in Bauchladenhöhe und eine schreitende Frau trägt zwei Fischkörbe.
Ganz so wie einst die Leute aussahen die die Geschichte des Hamburger Fischmarkts angefangen haben zu schreiben.


+++ Öffnungszeiten +++
Der Markt findet jeden Sonntagmorgen von 5 – 10 Uhr statt,
im Winter ab 7 Uhr.

+++ Parkmöglichkeiten +++
Wer mit dem Auto kommen möchte dem kann ich nur empfehlen sich trotzdem auf einen kleinen Fußmarsch einzustellen.
Empfehlen würde ich zu schauen einen Parkplatz am Ende der Großen Elbstraße am England-Fährterminal* (Edgar-Engelhard-Kai) in der Van der Smissen Straße zu bekommen.

Man kommt mit dem Auto eh nicht ganz an den Fischmarkt ran, außer man hat einen wirklich plausiblen Grund wie z.B. das man Verkäufer ist.
Dafür sorgen eine Absperrung und 2 bis 3 nette Polizisten *gg*

Eine 2. Möglichkeit sein Auto los zu werden ist irgendwo rund um die Landungsbrücken, dann hat man aber wirklich einen kleinen Spaziergang dabei.

+++ Erreichbarkeit / Lage +++
Der Fischmarkt findet sich in der Großen Elbstraße an der Fischerauktionshalle.
Diese liegt zwischen der Kaistraße im Westen und den St. Pauli Landungsbrücken im Osten und unterhalb der Breite Straße in der Altstadt des Stadtteils Altona.

+++ Öffentliche Verkehrsmittel +++
Entscheidet man sich für
Bus und oder Bahn (was schwierig ist um die Uhrzeit am Sonntag, aber gut) fährt man am besten mit der S-Bahn bis Königsstraße.
Richtung Königsstraße aus dem Bahnhof raus und wieder rechts, ein Stückchen grade zu und wieder rechts den Berg runter und dann immer der Nase nach wo alle hinlaufen und man die Elbe sehen kann *lach*
Fußweg etwa 10 – 15 Minuten.

Oder S- und oder U-Bahn bis Landungsbrücken und dann Richtung Alter Elbtunnel, dran vorbei und immer grade aus.
Fußweg ebenfalls etwa 10 – 15 Minuten.

Busse: Linie 112 (vom Altonaer Bahnhof aus zum Beispiel).

+++ Kleiner Tipp +++
Wer später kommt kann schon mal ein ganzes Bündel Bananen „für ne Mark“ bekommen, oder die letzten Fische die noch weg müssen für „nen Heiermann“ (5,-DM)…
Euro sagt ihr!? Ja leider! Das ist einer der Dinge die dem Fischmarkt in den letzten Jahren leider verloren gegangen sind, denn den Schrei: „Heiermann“ habe ich seit der Einführung des Euros leider nicht mehr gehört :o(

+++ Mein Fazit +++
Ich raffe mich für dieses sonntägliche Vergnügen gerne mal früh aus den Federn.
Alleine schon um an meine geliebten Krebsscheren zu kommen! (Diese gibt es nebenbei nur in den Monaten in denen ein „r“ vorkommt).
Man kann ja auch anschließend wieder ins Bettchen krabbeln, denn immerhin ist es ja Sonntag und das ist bekanntlich ein Ruhetag lol
Billiger und frischer kann ich alleine mein Obst nirgends bekommen, allerdings sollte man auch hier genau hinschauen(!). Für 5 Euro kann man ein prall gefülltes Körbchen mit Obst und Gemüse bekommen und sich das Körbchen dabei auch noch aussuchen.
Das Körbchen ist dann für den Kater nachdem es auch noch für den restlichen Fischmarkteinkauf hinhalten musste :o)
ALSO: Raus aus den Federn, oder einfach durch machen und zack zack auf den Hamburger Fischmarkt *frechgrins*

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*Der England-Fährterminal:
Ehemalig legte die Englandfähre von den Landungsbrücken direkt ab bis im Jahre 1991 ein eigener Terminal für die Fähre (Weiß jemand vielleicht den Namen?) 1 km weiter westlich gebaut wurde.
Dieser Stahl-Beton-Glas-Kollos schaut bald selber aus wie ein Ozeanriese und ist wirklich beeindruckend!
Der Bau kostete seinerzeit um die 17,5 Mio. Euro.

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Vielen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren und viel Spaß beim Bummeln!
Vielleicht trifft man sich ja mal :o)

Gruß
Asmodina


(Update: AsmodinaHamburg @ Ciao, Asmodina @ Yopi)

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Kommentare

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  • joker99 22.04.2008 19:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mhan2002 24.08.2007 10:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Rhodenberg 29.08.2006 08:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Digga1999 26.02.2006 14:12
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • jabberwocky666 22.09.2005 15:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    *Bananewerf* - sehr schöner Bericht zu einem tollen Markt. Nett auch, daß zumindest Aale-Dieter und ein paar Konsorten jedes Jahr auch Stuttgart beehren, damit wir Schwaben auch mal das nordische Flair erleben können. Aber das Original ist doch um Klassen besser (wie im umgekehrten Fall wohl auch das Stuttgarter Weindorf...)

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