Bärenrunde - Treks der Welt 8 -
17.12.2007
Pro:
schöne Landschaft
Kontra:
kaum was zu futtern, es regnet häufiger
Empfehlenswert:
Ja
 Kambodscha-Joe
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Im Sommer bin ich den Karhunkierros gelaufen, die wohl populärste Wanderstrecke in Finnland, 82 km lang, im Oulanka NP, an der russischen Grenze bei Kuusamo gelegen, das ist knapp am Polarkreis. Für die Wanderung alleine sollten so 5-6 Tage eingeplant werden, 4 Tage wären noch machbar. Wer zeitig bucht, bekommt einen Flug bei Finnair übers Internet für 120-150 Euro retour, ab -und nur von - Helsinki, mit Bahn und Bus wird es ab Helsinki kaum billiger.
Es gibt diverse Billigflieger nach Helsinki, zb Germanwings ab Köln, aber ich bin diesmal mit Lufthansa von München, das kam auch nur 100 Euro retour. In Helsinki habe ich im Stadionhostel übernachtet, im Dorm war das mit Frühstück nur ca 22 Euro recht erschwinglich, ansonsten ist Helsinki ein teures Pflaster. Vorbuchen ist ratsam.
Von Kuusamo fährt vom Flugahfen direkt en Bus zum Trailanfang, der wahlweise in Ristikallo (machen die meisten Finnen) oder dem weiteren in Hautajärvi (machen die Deutschen) beginnt. Beide Wege treffen aber wieder nach ca 20 km aufeinander. Empfehlenswert ist es meines Erachtens In Hautavjärvi anzufangen, aber einen Abstecher dann zum Aussichtspunkt Ristikallio zu machen, bei der eine sehr schöne Hütte am See liegt.
Die Blockhütten sind zum Übernachtung kostenfrei, es gibt oft einen Gaskocher aber kein Kochgeschirr. Immer ist eine Feuerstelle mit einem Rost sowie Feuerholz mit Axt und Säge vorhanden. in der Hochsaison im august können die Hütten schnell voll werden, in dieser Zeit sollte man ein Zelt mitnehmen, ebenso zur zeit der Laubfärbung (Ruka) Mitte September. Anfang September habe ich mein Zelt aber nicht benötigt. Es gibt auch Kotas (Überdachte feuerstelle) und Lavuus (Windschutz) in denen übernachtet werden kann. Toiletten sind vorhanden (chemisches Plumsklo) aber gewaschen wird im Fluss oder See, die recht kalt sind. Wer Lappland mit seinem Fjell mag, kann von der Bärenrunde enttäuscht sein, im Prinzip geht es immer durch Nadelwald. Die Strecke bietet aber immer wieder Überraschungen, ein See, ein Fels im Wasser, Stromschnellen, tolle Ausblicke auf das Flussdelta des Olanka oder auf die finnische Seenplatte am letzten Abschnitt der Tour.
Mit Verpfegung sieht es sehr schattig aus, unterwegs gibt es mal ein Cafe (Brötchen 4 Euro) und en Restaurant (nicht gerade üppige Portionen, meist geschlossen), ansonsten muss man Verpfegung mitnehmen (kam aber mit einem Brot und etwas Käse recht weit). Dafür wuchsen im September Blau- und Preiselbeeren en Masse. Die Hütten lagen meist in Landschaftlich schöner Lage, so waren die Sonnenuntergänge meist ein Traum, wenn es nicht regnete, was dort auch häufig vorkommt.
Die Beschilderung ist gut, eine Karte wird nicht benötigt. Die Strecke ist flach und dort wo es feucht oder steil ist, sind Planken oder Holzstufen. Nur am letzten Tag geht es auf und ab, die letzten 20 km sind anstrengender als ich dachte. Dafür ist die Aussicht fantastisch. Am Ende kommt man in Ruka an, ein Skigebiet der Finnen mit Skiliften, Bobbahn etc., ein paar Hotels, Restaurants und Läden, aber kaum Wohngegend. Das Zimmer im Sporthotel mit üppigem Frühstück kam 65 Euro (75 Doppel) , das muss man sich schon gönnen können, um mal richtig zu Duschen und zu essen. Unter 40 Euro war sonst auch nix zu machen.
Unterwegs kann man noch eine Bootsfahrt auf dem Olanka Fluß unternehmen, leider macht der Kanuverleih am Besucherzentrum Olanka mit dem Campingplatz erst 2008 wieder auf. mehr infos gibts auf meiner webseite http://home.freiepresse.de/uwdel/karhunkierros.html
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18.08.2008 12:18
bin im JUni 2009 dort, leider hatscht mein l.W. freiwillig keinen Meter...
17.12.2007 20:58
schön mal wieder was von dir zu lesen! Wenn du immer so schöne Resien unternimmst, scheint es dir ja noch gut zu gehen! LG, Elvira
17.12.2007 08:24
Freie Presse - meine Tageszeitung *lol* Liebe Grüße nach Penig aus Frankenberg ;-)