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Erfahrungsbericht

für Festung Marienberg, Würzburg
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5 Sterne Wie die Würzburger Festung nach Hollywood kam… Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Gigantische Festungsanlage in sehr gutem Erhaltungszustand

Kontra nix

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

jinmil2006 Seit 13 Nov 2009

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Es war einmal ein Filmproduzent, der eine 3D-Version von „Die drei Musketiere“ drehen ließ. Von Ende August bis Anfang Oktober 2010 entstanden die Außenaufnahmen für den Film an verschiedenen Orten in Bayern. Unter anderem wurde auch auf der Festung Marienberg gedreht, was in Würzburg für großes Aufsehen sorgte. Schließlich gehören die Dreharbeiten eines Hollywood-Films in Würzburg nicht zum alltäglichen Geschäft. Im Oktober 2011 soll der Film in den USA erscheinen. Mindestens bis dahin müssen sich die Würzburger wohl noch gedulden, bis ihr Wahrzeichen auf den Leinwänden zu sehen ist. Heute will ich mit meinem Bericht über die Festung Marienberg einen kleinen Vorgeschmack liefern…

ÜBERBLICK ÜBER DEN INHALT DES BERICHTS

1. LAGE UND ERREICHBARKEIT DER FESTUNG
- Lage
- Anfahrt

2. GESCHICHTE DER FESTUNG
- Allgemeines
- Bauernkrieg
- Der Umbau zum Renaissance-Schloss
- Der Beschuss durch die Preußen
- “Nutzung” durch die Nationalsozialisten

3. WAS IST HEUTE NOCH VON DER FESTUNG ÜBRIG?

4. BESICHTIGUNG DER FESTUNG
- Die Burg
- Die Museen
- Kontakt

5. VERPFLEGUNGSMÖGLICHKEITEN VOR ORT

6. VERANSTALTUNGEN IN DER FESTUNG

7. WO ERHÄLT MAN WEITERE INFORMATIONEN

8. MEINE ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG
- Der erste Eindruck
- Burgführung und Museen
- Die Parkanlage und der Ausblick
- Der zweite Eindruck

9. MEIN FAZIT___________________________________​________________


1. LAGE UND ERREICHBARKEIT DER FESTUNG

_LAGE_
Die Festung Marienberg liegt in Würzburg auf einer Bergzunge direkt am Main, oberhalb der Innenstadt. Die Westseite ist die einzige flache Seite des Berges. Zwei Berghänge sind Weinberge. Auf der Nordseite sind außerdem schöne Gärten zu finden, die 1990 im Rahmen der Landesgartenschau angelegt worden waren.

_ANFAHRT_
Die öffentlichen Buslinien 9 und 18 fahren von der Innenstadt aus bis auf die Festung Marienberg und bis zum Mainfränkischen Museum.
Wer mit dem Auto anreisen will, kann direkt bis an die Vormauern der Festung fahren. Parkplätze sind direkt an der Festung in ausreichendem Maße vorhanden. Allerdings sind diese kostenpflichtig.

2. GESCHICHTE DER FESTUNG

_ALLGEMEINES_
Da die Festung Marienberg nicht nur eine spannende Historie, sondern auch eine beeindruckende Erscheinung aufzuweisen hat, zählt sie meiner Meinung nach zu den ausdrucksstärksten, bayerischen Baudenkmälern aus alter Zeit. Die Geschichte der mächtigen Burganlage lässt sich über drei Jahrtausende hinweg verfolgen. Bereits um 1000 v. Chr. wurde an der Stelle der heutigen Festung eine keltische Fliehburg errichtet. In keltischer Zeit soll sich in Nähe der Fliehburg außerdem ein heidnischer Kultplatz befunden haben. Den Kern der heutigen Festungsanlage bildete dann aber erst die zu Beginn des 8. Jahrhunderts errichtete Marienkirche, die 706 geweiht wurde und somit eine der ältesten Kirchen Würzburgs ist. Anfänglich wurden dort die Würzburger Bischöfe bestattet, wovon heute noch einige Grabplatten zeugen. 1201 wurde die eigentliche Burg gegründet - aus dieser Zeit stammt auch ein mächtiger Bergfried und ein tiefer Brunnen. Zwischen 1253 und 1719 diente die Festung Marienberg als Residenz der Würzburger Fürstbischöfe. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Festung mehrfach umgebaut. Die Hauptburg, die von einem mittelalterlichen Bering umgeben wird, wurde im 17. Jahrhundert zum Renaissanceschloss umgebaut. In dieser Zeit entstanden auch die Echterbastei und das Brunnenhaus. Nach der Eroberung durch die Schweden im Jahre 1631 wurde die Burg zur Barockfestung ausgebaut. Außerdem legte man den Fürstengarten an, der im Sommer wundervoll bepflanzt ist und zudem einen traumhaften Ausblick auf die Stadt bereit hält.

_BAUERNKRIEG_
Während des Bauernkriegs, genauer gesagt im Jahre 1525, wurde die Festung Marienberg erfolglos berannt. Aufständische Bauern trieben im ganzen Bistum ihr Unwesen und belagerten schließlich auch noch die Festung. Diese blieb aber für den Bischof Konrad II. von Thüngen und seine Anhänger der Rückzugspunkt in einem ansonsten total verwüsteten Bistum. Letztendlich konnten Truppen des Schwäbischen Bundes und ein Heer des Bischofs die militärisch schlecht organisierten Bauern besiegen. Der Aufstand der Bauern wurde somit niedergeschlagen, wodurch diese eine schwere Niederlage erlitten. Festungskommandant während der Belagerung durch die Bauern war Dompropst Markgraf Friedrich von Brandenburg gewesen. Er hatte Truppen aus dem ganzen Umkreis zusammengezogen und dadurch die Festung vor der Zerstörung bewahrt.
Am Hang der Festung Marienberg erinnert noch heute ein kleines Denkmal an die Haufen der Bauern und ihre Anliegen. Das historische Gasthaus „Hof zum Stachel“ soll damals ein Treffpunkt der aufbegehrenden Bürger und Bauern gewesen sein. Der bekannte Künstler Tilman Riemenschneider war zu dieser Zeit Mitglied des Stadtrates und soll sich angeblich auf die Seite der Bauern gestellt haben. Deshalb soll er nach der Niederschlagung des Bauernaufstandes für sechs Wochen auf der Festung inhaftiert worden sein.

_DER UMBAU ZUM RENAISSANCE-SCHLOSS_
Im Februar 1572 kam es durch den Fürstbischof Friedrich von Wirsberg zu einem Brand, der Teile der Burg mit ihrer Hofbibliothek zerstörte. Ab 1573 wurde dann vom neuen Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die Umgestaltung zu einem Renaissanceschloss begonnen. Im Südflügel wurde Julius Echters neue Bibliothek untergebracht. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Festung von Schweden erobert. Der Umbau zur barocken Festungsanlage konnte daher erst vorangetrieben werden, nachdem die Schweden vertrieben worden waren und die fränkischen Fürstbischöfe nach Würzburg zurückkehren konnten. Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn und auch seine Nachfolger ließen zahlreiche weitere militärische Befestigungen und Bastionen errichten. Insgesamt sollen Mauern auf zwölf Kilometer Länge angelegt worden sein. Außerdem wurden in dieser Zeit (16.-18. Jahrhundert) eben auch der Bergfried, das Brunnenhaus, der Fürstengarten und der Maschikuliturm errichtet. Den damaligen Umbaumaßnahmen verdankt die Festung ihr heutiges Erscheinungsbild.

_DER BESCHUSS DURCH DIE PREUßEN_
Im Mainfeldzug (1866) nahm die preußische Armee den Marienberg, der als bayerische Festung diente, unter Beschuss. Dadurch wurde ein heftiger Brand auf dem Marienberg ausgelöst. Glücklicherweise konnte die bayerische Festungsartillerie das Feuer wirksam erwidern, wodurch der Marienberg unbezwungen blieb. Noch am gleichen Tag wurde ein Waffenstillstand geschlossen.

_„NUTZUNG“ DURCH DIE NATIONALSOZIALISTEN_
Die Nationalsozialisten nutzten die Festung als „SA-Hilfswerklager“, in dem junge, arbeitslose SA-Kameraden umgeschult wurden. Beim Bombenangriff auf Würzburg, im März 1945, wurde die Festung stark beschädigt und brannte nahezu aus. Ab 1950 wurde mit dem Wiederaufbau der gigantischen Festungsanlage begonnen. Erst 40 Jahre später, im Jahr 1990, konnten die Arbeiten endgültig abgeschlossen werden.
3. WAS IST HEUTE NOCH VON DER FESTUNG ÜBRIG?

Glücklicherweise konnte durch die aufwendigen und bestimmt kostenintensiven Restaurierungsarbeiten ein Großteil der Festung erhalten werden. Hoch über dem Main thront also noch heute die Festung Marienberg und gilt als eindrucksvolles Wahrzeichen Würzburgs.

Das heutige Erscheinungsbild der Kernburg erinnert an ein Barockschlösschen, das allerdings von dicken Mauern umgeben ist, welche wiederum mehr an eine mittelalterliche Burg erinnern - eine richtige Festung eben. Der älteste Teil, der heute noch erhalten ist, ist sicherlich die Marienkirche aus dem beginnenden 8. Jahrhundert. Brunnenhaus und Bergfried, die bei den Umbaumaßnahmen entstanden waren, sind ebenfalls noch erhalten. Auch den Fürstengarten kann man heute noch betreten und bestaunen.

In den Räumlichkeiten der Festung Marienberg sind heute unter anderem zwei Museen untergebracht, nämlich das Mainfränkische Museum Würzburg und das Fürstenbaumuseum. Das Mainfränkische Museum bezog nach dem 2. Weltkrieg das barocke Zeughaus der Festung. Es zeigt seitdem eine hervorragende Sammlung fränkischer Kunstwerke, unter anderem einige bekannte Plastiken von Tilman Riemenschneider. Außerdem warten dort eine vorgeschichtliche Sammlung, Zeugnisse fränkischer Weinkultur und eine Volkskunde-Abteilung. Das Fürstenbaumuseum ist im Ostflügel eingerichtet. Dort sind die fürstbischöflichen Wohnräumen, die Schatzkammer und eine Abteilung zur Stadtgeschichte Würzburgs zu finden.

Außerdem befinden sich auf dem Gelände das Stadtarchiv, ein Tagungszentrum, eine Burggaststätte sowie einige Wohnungen, die von der Bayerischen Schloss- und Gartenverwaltung vermietet werden.
4. BESICHTIGUNG DER FESTUNG

_DIE BURG_
Zu den regulären Öffnungszeiten ist die Festungsanlage frei zugänglich. Der Eintritt für selbstständige Rundgänge auf dem Gelände der Festung ist frei. Brunnenhaus, Marienkirche und Bergfried können auch ohne Führung besichtigt werden. Allerdings kann man den Bergfried leider nicht mehr wirklich besteigen. Man kann ihn zwar über einige Stufen betreten, mehr aber auch nicht.
Es können aber auch Führungen durch die Burganlage gebucht werden. Schwerpunkte der Führung sind das Scherenbergtor, die Marienkirche, der Bergfried, das Brunnenhaus, das Riemenschneiderverlies, der unterirdische Wehrgang und der Fürstengarten.
Öffentliche Burgführungen finden von April bis Oktober regelmäßig statt und können auch spontan besucht werden:
- Dienstag bis Freitag: 11, 14, 15 und 16 Uhr
- Samstag, Sonn- und Feiertag: 10, 11, 13, 14, 15 und 16 Uhr
- Treffpunkt: Museumsladen
- Dauer: in etwas 45 - 50 Minuten
- Preis: Erwachsene 4,50 € , Gruppen ab 15 Personen 3,50 € pro Person.

_DIE MUSEEN_
Der Eintritt für die beiden Museen ist natürlich nicht kostenlos, auch nicht für selbstständige Rundgänge ;). Pro Person werden hier 4,50 Euro fällig.
Die Museen sind von 16. März bis Oktober täglich, außer Montags, von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Für Besucher, die sich sowohl für die Burgführung als auch für das Fürstenbaumuseum interessieren, empfiehlt sich der Kauf einer Gesamtkarte für 6 Euro.

_KONTAKT_
Schloss- und Gartenverwaltung
Residenzplatz 2
97070 Würzburg
Tel.: 09 31 / 35 51 70
Fax: 09 31 / 3 55 17 25
E-Mail: sgvwuerzburg@bsv.bayern.de
Internet: www.schloesser.bayern.de

5. VERPFLEGUNGSMÖGLICHKEITEN VOR ORT

Direkt auf dem Gelände der Festung befindet sich eine Burggaststätte, von deren Terrasse aus man einen wundervollen Ausblick auf Würzburg hat. Dort erhält man leckere Speisen und Getränke, die man sich allerdings selbst zu seinem Platz holen muss - denn in der Burggaststätte herrscht absolute Selbstbedienung. Als ich mit meinem Tablett zur Kasse marschierte, kam da zugegebenermaßen schon ein leichtes Gefühl von Autobahnraststätte auf. Das Essen hat dann aber besser geschmeckt als bei meinem letzten Aufenthalt auf einem Autobahnrasthof, die Preise waren auch moderater und der Ausblick um einiges spektakulärer - deshalb will ich mit meiner Bewertung mal nicht zu streng sein…
Montags hat die Burggaststätte übrigens Ruhetag. Wer noch weitere Fragen hat, erreicht die Burggaststätte unter der Telefonnummer: 09 31 / 4 70 12.
6. VERANSTALTUNGEN IN DER FESTUNG

Vor einigen Jahren fand auf der Festung mal ein Xavier-Naidoo-Konzert statt. Damals saßen auf den Wiesen vor der Festung hunderte von Menschen, weil man die Musik auch unterhalb der Festung noch laut genug hörte, um dort zu feiern. Ich war damals auch dabei und habe den Abend sehr genossen. Leider ist dieses Konzert meines Wissens nach das Letzte in dieser Größenordnung geblieben.
Kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel Museumsfeste finden gelegentlich aber schon statt und werden im Vorfeld über die örtliche Presse und das Internet angekündigt. In diesem Jahr stehen beispielsweise noch einige „Krimidinners“ auf der Festung an. Krimidinner soll eine spannende Mischung aus Krimi und kulinarischem Genuss sein. Die Veranstaltungen finden in ganz Deutschland, in den schönsten Schlössern und Hotels Deutschlands statt. Dieses Jahr sind auch einige Termine auf der Festung Marienberg geplant. Karten dafür können im Internet gebucht werden.

7. WO ERHÄLT MAN WEITERE INFORMATIONEN

Neben den bisher genannten Kontaktdaten bietet auch das Internet eine Vielzahl von Informationen über die Festung Marienberg. Folgende Seiten können bei der Recherche behilflich sein:
www.wuerzburg.de
www.mainfraenkisches-museum.de
www.rudis-kunstgeschichten.de
8. MEINE ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG

_DER ERSTE EINDRUCK_
Schon von der Autobahn (A3) aus, sieht man die gigantische Festung hoch oben über Würzburg thronen. Die Anfahrt zum Parkplatz verläuft das letzte Stück über Pflastersteine. Der Parkplatz ist recht großzügig angelegt und liegt zwischen den Vormauern. Man steigt also aus dem Auto und befindet sich direkt in der Festungsanlage. Der Weg bis zum eigentlich Burgtor dauert dann aber trotzdem noch circa 10 Minuten. Man muss durch verschiedene Torbögen gehen und zunächst mal die ganzen Festungsmauern und das barocke Zeughaus hinter sich lassen, bis man eben das Tor zur Kernburg erreicht. Hinter dem Burgtor stößt man auf einen Innenhof. Von diesem aus kann man durch unterschiedliche Eingänge die einzelnen Teile der Kernburg betreten: das Brunnenhaus, den Bergfried, das Museum, die Marienkirche, usw.

_BURGFÜHRUNG UND MUSEEN_
Im ersten Moment ist man vielleicht von den gigantischen Ausmaßen der Anlage etwas überfordert. Deswegen finde ich es auch echt sinnvoll, sich zuerst im Museumsladen eine Burgführung zu buchen. Die Führung durch die Anlage dauert eine knappe Stunde und verschafft dem Besucher einen ersten Überblick über die Festung, was zur Orientierung echt hilfreich sein kann. Der Preis ist mit 4,50 Euro pro Person meiner Meinung nach auch in Ordnung. Wenn man sich sowieso auch noch für das Fürstenbaumuseum interessiert, sollte man sich bestenfalls gleich die Gesamtkarte für 6 Euro kaufen, was für Burgführung und Museumseintritt zusammen meiner Meinung nach ein recht günstiger Preis ist. Im Fürstenbaumuseum kann man eben noch Wohnräumen der Fürstbischöfe besichtigen und sich in einer eigenen Abteilung über die Stadtgeschichte Würzburgs informieren. Das Fürstenbaumuseum halte ich persönlich für sehr interessant und spannend, da durch die Besichtigung der früstbischöflichen Wohnräume die geschichtliche Bedeutung der Festung viel anschaulicher wird. Zudem betten die Informationen, die dort über die Stadtgeschichte Würzburgs zu finden sind, die Entstehung und Entwicklung der Festungsanlage in einen größeren Zusammenhang. Den Besuch des Fürstenbaumuseums kann ich also auf jeden Fall empfehlen. Das Mainfränkische Museum, das neben einer Sammlung fränkischer Kunstwerke eine vorgeschichtliche Sammlung sowie eine Volkskunde-Abteilung für seinen Besucher bereit hält, ist sicherlich auch sehenswert. Gerade Kunstliebhaber werden hier ihre Freude haben, nicht nur aufgrund der Plastiken von Tilmann Riemenschneider. Allerdings muss ich zu bedenken geben, dass das Mainfränkische Museum nach Burgführung und Fürstenbaumuseum fast eine Reizüberflutung darstellt. Man hat dann schon so viel über die Geschichte der Festung und des Bistums gehört, dass man eigentlich nicht mehr aufnahmefähig ist. Für den ersten Besuch der Festung ist es daher wohl eher empfehlenswert, nach der Burgführung nur das Fürstenbaumuseum zu besuchen - denn zum einen passen die beiden thematisch zusammen und zum anderen erhält man durch die Gesamtkarte einen guten Preis. Das Mainfränkische Museum kann man sich dann für seinen zweiten Besuch aufheben, falls es einen thematisch gesehen überhaupt interessiert.

_DIE PARKANLAGE UND DER AUSBLICK_
Von der Kernburg aus gibt es mehrere Treppen, die einen in die Parkanlage führen. Die Parkanlage ist großzügig geschnitten. Rund um die Kernburg herum liegen - noch innerhalb des Mauerrings - zahlreiche, großzügig Grünflächen, die stellenweise auch mit Bäumen und Büschen bepflanzt sind. Bänke und Mauervorsprünge laden zum Hinsetzen und Verweilen ein. Durch die Parkanlage führt ein kleiner Weg. Auf diesem kann man komplett um die Festung herumlaufen, was ein wirklich schöner Spaziergang ist. Denn an einigen Stellen kann man über die Vormauern hinweg auf die Stadt schauen. Besonders schön ist der Ausblick auf den Main und das gegenüberliegende sogenannte „Käppele“, das meiner Meinung nach wie ein kleines Schloss aussieht. Auch unterhalb des Mauerrings liegen mehrere Grünflächen, von welchen zur Festungsanlage hinaufblicken kann. Die Anlage um die Festung herum ist wirklich traumhaft schön und lässt einen den Trubel der naheliegenden Innenstadt recht schnell vergessen.

_DER ZWEITE EINDRUCK_
Die Festung Marienberg ist meiner Meinung nach ein gigantisches und absolut beeindruckendes Zeugnis vergangener Zeiten. Die riesigen Mauern, Türme und Tore schinden echt Eindruck. Die Kernburg mit den verschiedenen Gebäudeteilen ist auch echt großzügig gehalten und hält viele Entdeckung bereit. Dass der Bergfried nicht mehr ganz bestiegen werden kann, ist zwar etwas schade, aber dafür wird man durch Brunnenhaus und Marienkirche gut entschädigt. Außerdem ist der Ausblick über Würzburg auch so schon überwältigend.
Der Erhaltungszustand der Festungsanlage ist insgesamt wirklich spitze - ich möchte allerdings auch nicht wissen, wie viel Geld in den letzten Jahrzehnten insgesamt für die Restaurierungsarbeiten aufgebracht wurde. Wirklich verlässliche Zahlen konnte ich hierzu nicht finden. Eines ist jedenfalls sicher: jedes Geld der Welt war es wert, dieses eindrucksvolle Zeugnis zu bewahren!
9. MEIN FAZIT

Die Festung Marienberg ist eine gigantische Anlage, die man meiner Meinung nach gesehen haben sollte - und zwar nicht nur im Kino, sondern auch “live”!

Ich vergebe für die Festung Marienberg gerne die vollen 5 Sterne *****

Bilder

für Festung Marienberg, Würzburg
1 - Festung Marienberg, Würzburg
vom Mainkai aus
von jinmil2006 jinmil2006
1 - Festung Marienberg, Würzburg

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Kommentare

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  • duderally 30.08.2011 03:08
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • Klopsie 28.08.2011 09:52
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Herrlich vorgestellt! Liebe Grüße...Bernd

  • evafl 24.08.2011 14:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    wunderbarer Bericht über unsere tolle Festung. :)

  • 0Laggy0 07.08.2011 09:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • t.schlumpf 29.07.2011 13:25
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    So da bin ich wieder ;o)

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