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Pro Gigantische Festungsanlage in sehr gutem Erhaltungszustand
Kontra nix
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Öffnungszeiten | |
| Spaßfaktor |
Es war einmal ein Filmproduzent, der eine 3D-Version von „Die drei Musketiere“ drehen ließ. Von Ende August bis Anfang Oktober 2010 entstanden die Außenaufnahmen für den Film an verschiedenen Orten in Bayern. Unter anderem wurde auch auf der Festung Marienberg gedreht, was in Würzburg für großes Aufsehen sorgte. Schließlich gehören die Dreharbeiten eines Hollywood-Films in Würzburg nicht zum alltäglichen Geschäft. Im Oktober 2011 soll der Film in den USA erscheinen. Mindestens bis dahin müssen sich die Würzburger wohl noch gedulden, bis ihr Wahrzeichen auf den Leinwänden zu sehen ist. Heute will ich mit meinem Bericht über die Festung Marienberg einen kleinen Vorgeschmack liefern…
2. GESCHICHTE DER FESTUNG
- Allgemeines
- Bauernkrieg
- Der Umbau zum Renaissance-Schloss
- Der Beschuss durch die Preußen
- “Nutzung” durch die Nationalsozialisten
4. BESICHTIGUNG DER FESTUNG
- Die Burg
- Die Museen
- Kontakt
6. VERANSTALTUNGEN IN DER FESTUNG
7. WO ERHÄLT MAN WEITERE INFORMATIONEN8. MEINE ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG
- Der erste Eindruck
- Burgführung und Museen
- Die Parkanlage und der Ausblick
- Der zweite Eindruck
_ANFAHRT_
Die öffentlichen Buslinien 9 und 18 fahren von der Innenstadt aus bis auf die Festung Marienberg und bis zum Mainfränkischen Museum.
Wer mit dem Auto anreisen will, kann direkt bis an die Vormauern der Festung fahren. Parkplätze sind direkt an der Festung in ausreichendem Maße vorhanden. Allerdings sind diese kostenpflichtig.
_BAUERNKRIEG_
Während des Bauernkriegs, genauer gesagt im Jahre 1525, wurde die Festung Marienberg erfolglos berannt. Aufständische Bauern trieben im ganzen Bistum ihr Unwesen und belagerten schließlich auch noch die Festung. Diese blieb aber für den Bischof Konrad II. von Thüngen und seine Anhänger der Rückzugspunkt in einem ansonsten total verwüsteten Bistum. Letztendlich konnten Truppen des Schwäbischen Bundes und ein Heer des Bischofs die militärisch schlecht organisierten Bauern besiegen. Der Aufstand der Bauern wurde somit niedergeschlagen, wodurch diese eine schwere Niederlage erlitten. Festungskommandant während der Belagerung durch die Bauern war Dompropst Markgraf Friedrich von Brandenburg gewesen. Er hatte Truppen aus dem ganzen Umkreis zusammengezogen und dadurch die Festung vor der Zerstörung bewahrt.
Am Hang der Festung Marienberg erinnert noch heute ein kleines Denkmal an die Haufen der Bauern und ihre Anliegen. Das historische Gasthaus „Hof zum Stachel“ soll damals ein Treffpunkt der aufbegehrenden Bürger und Bauern gewesen sein. Der bekannte Künstler Tilman Riemenschneider war zu dieser Zeit Mitglied des Stadtrates und soll sich angeblich auf die Seite der Bauern gestellt haben. Deshalb soll er nach der Niederschlagung des Bauernaufstandes für sechs Wochen auf der Festung inhaftiert worden sein.
_DER BESCHUSS DURCH DIE PREUßEN_
Im Mainfeldzug (1866) nahm die preußische Armee den Marienberg, der als bayerische Festung diente, unter Beschuss. Dadurch wurde ein heftiger Brand auf dem Marienberg ausgelöst. Glücklicherweise konnte die bayerische Festungsartillerie das Feuer wirksam erwidern, wodurch der Marienberg unbezwungen blieb. Noch am gleichen Tag wurde ein Waffenstillstand geschlossen.
Glücklicherweise konnte durch die aufwendigen und bestimmt kostenintensiven Restaurierungsarbeiten ein Großteil der Festung erhalten werden. Hoch über dem Main thront also noch heute die Festung Marienberg und gilt als eindrucksvolles Wahrzeichen Würzburgs.
Das heutige Erscheinungsbild der Kernburg erinnert an ein Barockschlösschen, das allerdings von dicken Mauern umgeben ist, welche wiederum mehr an eine mittelalterliche Burg erinnern - eine richtige Festung eben. Der älteste Teil, der heute noch erhalten ist, ist sicherlich die Marienkirche aus dem beginnenden 8. Jahrhundert. Brunnenhaus und Bergfried, die bei den Umbaumaßnahmen entstanden waren, sind ebenfalls noch erhalten. Auch den Fürstengarten kann man heute noch betreten und bestaunen.In den Räumlichkeiten der Festung Marienberg sind heute unter anderem zwei Museen untergebracht, nämlich das Mainfränkische Museum Würzburg und das Fürstenbaumuseum. Das Mainfränkische Museum bezog nach dem 2. Weltkrieg das barocke Zeughaus der Festung. Es zeigt seitdem eine hervorragende Sammlung fränkischer Kunstwerke, unter anderem einige bekannte Plastiken von Tilman Riemenschneider. Außerdem warten dort eine vorgeschichtliche Sammlung, Zeugnisse fränkischer Weinkultur und eine Volkskunde-Abteilung. Das Fürstenbaumuseum ist im Ostflügel eingerichtet. Dort sind die fürstbischöflichen Wohnräumen, die Schatzkammer und eine Abteilung zur Stadtgeschichte Würzburgs zu finden.
Außerdem befinden sich auf dem Gelände das Stadtarchiv, ein Tagungszentrum, eine Burggaststätte sowie einige Wohnungen, die von der Bayerischen Schloss- und Gartenverwaltung vermietet werden._DIE BURG_
Zu den regulären Öffnungszeiten ist die Festungsanlage frei zugänglich. Der Eintritt für selbstständige Rundgänge auf dem Gelände der Festung ist frei. Brunnenhaus, Marienkirche und Bergfried können auch ohne Führung besichtigt werden. Allerdings kann man den Bergfried leider nicht mehr wirklich besteigen. Man kann ihn zwar über einige Stufen betreten, mehr aber auch nicht.
Es können aber auch Führungen durch die Burganlage gebucht werden. Schwerpunkte der Führung sind das Scherenbergtor, die Marienkirche, der Bergfried, das Brunnenhaus, das Riemenschneiderverlies, der unterirdische Wehrgang und der Fürstengarten.
Öffentliche Burgführungen finden von April bis Oktober regelmäßig statt und können auch spontan besucht werden:
- Dienstag bis Freitag: 11, 14, 15 und 16 Uhr
- Samstag, Sonn- und Feiertag: 10, 11, 13, 14, 15 und 16 Uhr
- Treffpunkt: Museumsladen
- Dauer: in etwas 45 - 50 Minuten
- Preis: Erwachsene 4,50 € , Gruppen ab 15 Personen 3,50 € pro Person.
_KONTAKT_
Schloss- und Gartenverwaltung
Residenzplatz 2
97070 Würzburg
Tel.: 09 31 / 35 51 70
Fax: 09 31 / 3 55 17 25
E-Mail: sgvwuerzburg@bsv.bayern.de
Internet: www.schloesser.bayern.de
Vor einigen Jahren fand auf der Festung mal ein Xavier-Naidoo-Konzert statt. Damals saßen auf den Wiesen vor der Festung hunderte von Menschen, weil man die Musik auch unterhalb der Festung noch laut genug hörte, um dort zu feiern. Ich war damals auch dabei und habe den Abend sehr genossen. Leider ist dieses Konzert meines Wissens nach das Letzte in dieser Größenordnung geblieben.
Kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel Museumsfeste finden gelegentlich aber schon statt und werden im Vorfeld über die örtliche Presse und das Internet angekündigt. In diesem Jahr stehen beispielsweise noch einige „Krimidinners“ auf der Festung an. Krimidinner soll eine spannende Mischung aus Krimi und kulinarischem Genuss sein. Die Veranstaltungen finden in ganz Deutschland, in den schönsten Schlössern und Hotels Deutschlands statt. Dieses Jahr sind auch einige Termine auf der Festung Marienberg geplant. Karten dafür können im Internet gebucht werden.
_DER ERSTE EINDRUCK_
Schon von der Autobahn (A3) aus, sieht man die gigantische Festung hoch oben über Würzburg thronen. Die Anfahrt zum Parkplatz verläuft das letzte Stück über Pflastersteine. Der Parkplatz ist recht großzügig angelegt und liegt zwischen den Vormauern. Man steigt also aus dem Auto und befindet sich direkt in der Festungsanlage. Der Weg bis zum eigentlich Burgtor dauert dann aber trotzdem noch circa 10 Minuten. Man muss durch verschiedene Torbögen gehen und zunächst mal die ganzen Festungsmauern und das barocke Zeughaus hinter sich lassen, bis man eben das Tor zur Kernburg erreicht. Hinter dem Burgtor stößt man auf einen Innenhof. Von diesem aus kann man durch unterschiedliche Eingänge die einzelnen Teile der Kernburg betreten: das Brunnenhaus, den Bergfried, das Museum, die Marienkirche, usw.
_DIE PARKANLAGE UND DER AUSBLICK_
Von der Kernburg aus gibt es mehrere Treppen, die einen in die Parkanlage führen. Die Parkanlage ist großzügig geschnitten. Rund um die Kernburg herum liegen - noch innerhalb des Mauerrings - zahlreiche, großzügig Grünflächen, die stellenweise auch mit Bäumen und Büschen bepflanzt sind. Bänke und Mauervorsprünge laden zum Hinsetzen und Verweilen ein. Durch die Parkanlage führt ein kleiner Weg. Auf diesem kann man komplett um die Festung herumlaufen, was ein wirklich schöner Spaziergang ist. Denn an einigen Stellen kann man über die Vormauern hinweg auf die Stadt schauen. Besonders schön ist der Ausblick auf den Main und das gegenüberliegende sogenannte „Käppele“, das meiner Meinung nach wie ein kleines Schloss aussieht. Auch unterhalb des Mauerrings liegen mehrere Grünflächen, von welchen zur Festungsanlage hinaufblicken kann. Die Anlage um die Festung herum ist wirklich traumhaft schön und lässt einen den Trubel der naheliegenden Innenstadt recht schnell vergessen.
Die Festung Marienberg ist eine gigantische Anlage, die man meiner Meinung nach gesehen haben sollte - und zwar nicht nur im Kino, sondern auch “live”!
Ich vergebe für die Festung Marienberg gerne die vollen 5 Sterne *****
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Klopsie 28.08.2011 09:52
Herrlich vorgestellt! Liebe Grüße...Bernd
evafl 24.08.2011 14:41
wunderbarer Bericht über unsere tolle Festung. :)
0Laggy0 07.08.2011 09:37
t.schlumpf 29.07.2011 13:25
So da bin ich wieder ;o)
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