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Erfahrungsbericht

für Festung Akershus, Oslo
5 Sterne Oslos Festung Bericht mit Bildern
102 von 102 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Eine schöne Festungsanlage, super Aussicht, kostenlos

Kontra Nichts

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

filfil67 Seit 13 Mrz 2011

Ich persönlich stehe ja auf Berichte mit Fotos ;-) mehr

55 Mitglieder vertrauen mir

Vor drei Jahren hatte ich mal wieder Gelegenheit nach Oslo zu kommen. Eine gute Freundin hatte uns zu ihrer Hochzeit eingeladen und wir haben dann gleich mal drei Tage Kurzurlaub drangehängt. Oslo ist immer einen Besuch wert.
Im Gegensatz zu Frankfurt, wo ich jahrelang gelebt habe und noch immer arbeite, ist Oslo eine Stadt in der zwar viel los ist, über der aber insgesamt diese typisch skandinavische Einstellung liegt: nur keine Hektik.

Ich hoffe und denke, dass die furchtbaren Geschehnisse nichts daran geändert haben. Oslo ist unbedingt eine Reise wert.

Vorstellen möchte ich heute gerne die Festung Akershus.

Wo genau liegt sie:


Die Festung liegt auf der Halbinsel Akersneset und grenzt direkt an den Oslo Fjord, eine strategisch sehr günstige Stelle. Und für Touristen eine wunderbare Position, um einen Blick auf den Hafen und den Fjord zu werfen.

Akershus festning
0015 Oslo

Von der Innenstadt läuft man ungefähr 10 Minuten bis zur Festung.

Internetseite:


http://www.forsvarsbygg.no/festningene/F​estningene/akershus-festning/

Öffnungszeiten:


01.05.2011- 30.09.2011 Mon - Son 06:00- 21:00

01.10.2011- 31.12.2011 Mon - Son 07:00- 21:00

Achtung: An Feier- und Ferientagen können andere Zeiten gelten.

Im Sommer gibt es tägliche Führungen im Freien. Treffpunkt dazu ist das Informationszentrum.

Eintrittspreis:


Der Eintritt in die Festung kostet nichts.

Geschichte:


Die Festung Akershus (oder wie die Norweger sagen "Akershus festning") wurde von König Hakon dem Fünften zwischen 1299 und 1308 errichtet, um Christiania (so der alte Name Oslos) in Zeiten der Dänen- und Schwedenherrschaft vor Plünderern zu schützen.
Natürlich wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und erweitert. So wurde aus der Festung unter dem norwegischen König Christian dem Vierten ein sogenanntes Renaissanceschloss.

Um 1800 war die Festung so verfallen, dass sie eigentlich hätte abgerissen werden sollen. Dagegen mobilisierte sich aber so viel Widerstand, dass entschieden wurde, die Festung auszubauen und zu restaurieren. Sie wurde seitdem vom Militär genutzt und wurde auch als Gefängnis eingesetzt.

1896 war die Festung trotz allem wieder in einem erbarmungswürdigen Zustand und das Parlament beschloss eine umfassende Restaurierung. Diese umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen wurden – mit Unterbrechung in den Jahren 1949 – 1945 – bis 1960 durchgeführt.
Das scheint einem sehr lang vorzukommen – aber die Festung ist wirklich enorm groß.

Während der Besetzung Norwegens (1949 - 1945) übernahmen die Nazis Akershus. Sie erschossen dort mehrere Widerstandskämpfer. Nach dem Krieg wurde der verräterische norwegische Kanzler Quisling an derselben Stelle hingerichtet.

Die Räume des Schlosses werden heute von der norwegischen Regierung zu Repräsentationszwecken genutzt; in der Krypta der Schlosskirche befindet sich die Grablege der norwegischen Könige der Neuzeit.
Außerdem befinden sich dort die Gebeine von Sigurd I. Die Schädel Håkons V. und der Königin Eufemia sind in der Krypta eingemauert.

Was kann man sehen:


Zugang zur Festung:

Leider sind nur des Areals öffentlich zugänglich, da sowohl das norwegische Militär die Festung nutzt, als auch Abteilungen des norwegischen Verteidigungsministeriums darin untergebracht sind. Trotzdem lohnt sich der Weg zur Festung.
Von der Innenstadt sind es ca. 10 - 15 Minuten leichter Fußweg. Eine Eintrittsmöglichkeit gibt es von mehreren Seiten.

Wir hatten im Herbst 2008 das Glück sehr beständiges (kaltes) Wetter zu haben und konnten uns die Festung bei strahlendem Sonnenschein ansehen. Der schönste Weg zur Festung ist meiner Meinung nach hinterm Rathaus vorbei in Richtung Aker Brygge und dann von Aker Brygge hoch zur Festung.
Ich würde auch denselben Rückweg wählen - jedenfalls bei gutem Wetter -, da es in Aker Brygge viele Restaurants gibt, die Sitzplätze draussen haben. Bei gutem Wetter hat man eine wunderbare Aussicht auf den Fjord und auf die Festung.
Und es kostet nichts, einen Spaziergang am Kai zu unternehmen und die Atmosphäre zu geniessen.

Zeitvertreib:

Aber wieder zurück zur Festung. Bei gutem Wetter sind wir also den Weg von Aker Brygge zur Festung hochgelaufen. Gleichzeitig mit uns waren noch etliche Passagiere eines riesigen Kreuzfahrtschiffes auf dem Weg. Oben angekommen haben wir uns erst einmal eine Bank gesucht und uns in die Sonne gesetzt.
Die Aussicht auf den Fjord ist von der Festung wirklich ein Traum. Und das besondere Bonbon für uns war, dass das Kreuzfahrtschiff unterhalb der Festung angelegt hatte. Das Wetter war gut und wir hatten Zeit.
Also haben wir mindestens eine halbe Stunde dort gesessen und uns das Kommen und Gehen um das Schiff angesehen.

Informationszentrum:

Gut erholt und mit einem kleinen Schokoriegel gestärkt haben wir uns dann in Richtung des Informationszentrums aufgemacht. Dort gibt es eine Ausstellung über die Geschichte der Festung. Da wir keine Führung mitmachen wollten, war das eine schöne Gelegenheit mehr über die Festung zu erfahren.
Einen kleinen Abriss über die Geschichte habe ich ja oben schon gegeben.

Die Größe der Festung ist beeindruckend. Eine gute halbe Stunden bis Stunde sollte man für den Besuch einplanen. Für Hobbyfotografen gibt es eine Unmenge an schönen Motiven. Und der Herbst bietet dann auch noch das bunte Laub zum Motiv.

Wachablösung der königlichen Garde:

Sehr hübsch ist auch die Wachablösung der königlichen Garde die täglich um 13.30 Uhr stattfindet. Sie ist von der Größe nicht ganz so beeindruckend, wie die am Schloss - hat aber mehr Atmosphäre.
Norwegisches Widerstandsmuseum:

Ganz in der Nähe der Festung liegt das Norwegische Widerstandsmuseum. Ich war vor ca. 20 Jahren schon einmal drin und auch diesmal haben wir uns einen Besuch gegönnt. Ob man sich das antun möchte, muss natürlich jeder selber entscheiden.
Es hinterlässt bei mir immer ein besonders komisches Gefühl, in einem Land, das derart unter der deutschen Besatzung gelitten hat, solch ein Museum zu besuchen. Der Besuch lohnt sich aber. Außerdem gibt es ein kleines Restaurant, bzw. Bistro, in dem man sich stärken kann.

Fazit:


Ein Besuch der Festung ist bei einem Oslo Besuch unbedingt empfehlenswert, vorzugsweise bei gutem Wetter, da man sich hauptsächlich außerhalb der Gebäude aufhalten wird.
Ich vergebe hier gerne fünf Sterne.


Bilder

für Festung Akershus, Oslo
festung1 - Festung Akershus, Oslo
Ich mag diese Steine...
von filfil67 filfil67
festung1 - Festung Akershus, Oslo

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Kommentare

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  • Jollynchen 25.12.2011 12:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • swissghostly 28.10.2011 22:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Gering 27.10.2011 16:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • miss_chocolate 26.10.2011 15:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    beneidenswert ;)

  • t.schlumpf 25.10.2011 08:50
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    da bin ich wieder ;o)

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