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Erfahrungsbericht

für Falmouth, Jamaica
5 Sterne Bei Falmouth fällt einem Mund auf vor Staunen Bericht mit Bildern
65 von 65 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro Die Architektur

Kontra Slummy

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

celles Seit 27 Feb 2011

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Im April 2011 verschlug es uns mit der Freedom of the Seas nach Falmouth und zwar in jenes nach Jamaica. Das ist vielen sehr unbekannt, denn bis 2011 kamen alle Schiffe nach Ocho Rios oder Montego Bay, jetzt ist man so 1 Fahrtstunde mit dem Bus davon entfernt.

Wir waren erst die dritte Route 2011, die den Hafen anfuhr.


Allgmeines Zu Falmouth:
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Was kann man schnell über Falmouth sagen ? Es ist die Hauptstadt der Gemeinde Trelawny, was unten bei der Kirche noch vorkommt. Die Stadt wird jetzt wegen ihrer georgianischen Häuser vermarktet. Die sind zumeist aber erst im Reparaturzustand oder nur mit Geschichtstafeln versehen und werden irgendwann mal in Stand gesetzt.
Ja laut historischen Angaben hatten die schon vor New York Leitungswasser. Mag man bei de, Anblick mancher Slumstraßen gar nicht wahrhaben. Immerhin besteht die Stadt seit 1769 und ist mit Zuckerrohr, für Jamaica nichts erstaunliches, hochgekommen. Mit dem Ende des Booms geht es bergab, Armut stellte sich ein, die Häuser verfielen, der Tourismus lässt sie wieder aufblühen.


Der brandneue Hafen:
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Der Hafen von Falmouth wurde 2011 eröffnet. Er bietet zwei Anlegekais, die auch Schiffe wie die Allure of the Seas oder die Oasis of the Seas abfertigen können. Zwischen diesen wurden Hafengebäude und Einkaufsläden errichtet. Diese befinden sich in einer Fußgängerzone. Am Hafeneingang werden Ausflugsschalter, Taxidienstleistungen und Kutschenfahrten geboten. In der Hafeneinfahrt wurden Tafeln zur Geschichte von Falmouth aufgestellt. Sehr gut, um erste Einblicke zu gewinnen und die Stad kennen zu lernen. Alles von den Reedereien mitfinanziert. Der Hafen schließt unmittelbar an die Innenstadt von Falmouth an. Auch Kutscher und Taxifahrer machen gutes Geschäft, wenn Schiffe da sind.


Shoppen zwischen Ruinen:
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Die Falmouth Street führte uns dann ins Zentrum von Falmouth. Sie verläuft vom Hafeneingang ins Stadtzentrum und wurde auf dem Südabschnitt durch Straßenblöcke zu einer Fußgängerzone gemacht. So mal paar Betonklotze hingeknallt fertig ! Entlang dieser Straße reihen sich die Straßenhändler aneinander. Teils haben diese ihr Geschäftslokal in Häuserruinen aufgeschlagen. Das sieht echt skurril aus, wenn man die Händler dort herumkramen sieht. Aber auch reguläre Geschäftslokale sind anzutreffen. An Tagen mit Schiffen im Hafen gibt es auch Livemusik. Soga Schulkinder schauten mit uns gemeinsam zu.


Das Gericht ist das Gelbe vom Ei:
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Das Gerichtsgebäude steht auch wenige Minuten von dort entfernt. Wir sahen es schon vom Schiff aus. Das gelbliche Gebäude wurde im georgianischen Stil errichtet. Das Original von 1817 gibt es aber nicht mehr, sondern beim aktuellen Gebäude handelt es sich um einen Nachbau. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1926 von einem Brand zerstört. Das Bauwerk weist eine Doppeltreppe und toskanische Säulen auf. Es dient auch als Rathaus. Viele Leute standen schon auf den Stufen und warteten auf Einlass. Gleichzeitig witterten die Marktstände davor auch das erste Geschäft des Tages. Es gab Garküche, Hamburger, Fritten, Suppennichts für uns.


Besser als Becquerel:
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Das Fort Balcarres haben wir dann beinahe übersehen. Es befindet sich unmittelbar am Meer und wir mussten durch eine Seitengasse, die auf dem groben Stadtplan nicht ganz herauskam. Das Fort wurde 1811 errichtet und sollte Jamaica vor Eindringlingen schützen. Bis ins 21.Jahrhundert verfiel die Anlage immer mehr, bis der Kreuzfahrttourismus in Falmouth Einzug hielt. Heute steht dort auch eine Volksschule. Das Fort ist frei zugänglich und die Mauern und die dortigen Kanonen erinnern an frühere Zeiten. Leider ist da noch etliches zu tun, denn es wirkt noch recht marod.


Park der Sieger:
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Der Victoria Park um die Ecke war schon viel besser in Schuss. Früher war er ein Cricket Platz und wurde 1808 nur als Grass Piece erwähnt. Zusätzlich wurde die Fläche als Paradeplatz für Soldaten genutzt, die im Fort Balcarres stationiert waren. Als 1902 die Schule im Fort einquartiert wurde, war der Weg zur Schaffung eines Parks frei. Der Park wurde 2008 generalsaniert und auch eine Rotunde steht in der Parkmitte. Die Parkwege werden von Bänken gesäumt. Diverse Blumen und Sträucher sind zusätzlich fürs Parkbild verantwortlich. Wir haben da etliches fotografiert und in der Rotunde Schatten vor der unbarmherzigen Sonne gesucht.


Der Heilige Joseph:
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Die katholische Kirche Sankt Joseph liegt gegenüber vom Park. Sie wird von einem Garten umgeben und verfügt über keinen Kirchturm. Über dem türkisenen Eingang wurde ein Goldkreuz aufgestellt. Die Dachform wurde den Orangenschalen der Oper von Sydney nachempfunden. Die Außenwände der Kirche sind aus Stein, darüber befinden sich aufklappbare Fenster. Im Sakralraum gibt es neben dem Hauptaltar auch zwei Nebenaltäre. Man hat uns gleich herzlichst empfangen und sogar extra alle Jalousien hoch gezogen, bzw, die Fenster gekippt.

Dann wurden wir gebeten, das Gästebuch zu unterschreiben. Man wollte wissen, woher wir sind und ob wir schon mal auf Jamaica waren. Dann wurden wir in die Geschichte der Kirche eingeweiht und erfuhren von ihrer finanziellen Situation. Alles in allem ein sehr netter Empfang. Bautechnisch auffallend ist das Dach, das auch innen stark eingewölbt ist und die große Zahl an Fahnen. Selbst auf türkiser Wand war ein Jesuskreuz auf einer rot-gelben Fahne zu finden.


Die Kathedrale in den Slums:
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Die Falmouth Parish Church befindet sich 5 Gehminuten weiter. Sie verfügt über einen eckigen Kirchturm. Das Land für ihren Bau stellte Edward Barrett zur Verfügung. Die Kirche wurde 1842 erweitert. Als Baumaterial wurden Ziegel und Steine verwendet. Im Inneren finden sich Buntglas und Holzarbeiten wieder. Die vier Säulen sind aus Mahagoni. Die Wände sind mit Monumenten aus dem 19.Jahrhundert dekoriert. Die Orgel wurde von John Thorpe gestiftet. Sehr beeindruckend das Ganze. Auch den alten Friedhof haben wir dann genau inspiziert. Vor dem Kircheneingang waren Münzenverkäufer, die alte Münzen Jamaicas loswerden wollten.


Knibb nicht Knigge:
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Die William Knibb Gedächtniskirche ist durch ein paar Slumgassen zu erreichen. Am 31.Juli 1838 hielt der Prediger William Knibb am Standort der heutigen Kirche seine Rede zur Abschaffung der Sklaverei. Er ließ dort im übertragenen Sinne diese nach 276 Jahren zu Grabe tragen. Die heutige Kirche wurde im April 1837 in Angriff genommen und für eine Besucherzahl von 1600 Gläubigen ausgerichtet. 1944 wurde sie durch einen Hurricane demoliert und 1948 wiedererrichtet. Die Steinkirche mit dem roten Wellblechdach verfügt über keinen Kirchturm. Leider war sie eben geschlossen.


Wasser marsch !
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Der Water Square liegt wieder im Zentrum von Falmouth. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen, der eine runde Steinumfassung hat. Die Tellerfontäne wurde restauriert und neu in weiß bemalt. Der Platz ist mit Steinfliesen ausgelegt und grenzt an der Albert Town Market. Er fungiert auch als Fußgängerzone und dort treten Straßenkünstler und Gesangsgruppen auf. Auch diverse Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe sind anzutreffen. Palmen überhöhen den Platz. Etwas wenig Palmen noch.


Ob Prince Albert dort auch hinkommt ?
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Der Albert Town Market liegt am Water Square. Es handelt sich um ein pistaziengrünes Gebäude in der Fußgängerzone. Der Sims und die Fensterumrahmungen sind dunkelgrün gestaltet. Das Marktgebäude verfügt auch über einen oktogonalen Turm mit schwarzer Zeigeruhr. Im Markt finden sich Souvenirläden, Kleidergeschäfte und gastronomische Einrichtungen wieder. Wir haben leider nichts für uns gefunden. Postkarten von Falmouth gab es keine.


Danke fürs Lesen


Celles

PS:

Wer nicht zu Fuß gehen will hier die Lösung. Die Falmouth Heritage Walking Tour führt durch das historische Zentrum von Falmouth. Diese Stadt wurde im 18.Jahrhundert im Zuge des Zuckerbooms gegründet. Es bietet seinen Besuchern verschiedene Gebäude im georgianischen Stil. Auf der Tour sieht man die Trelawny Parish Church of Saint Peter, die 1796 errichtet wurde. Eine weitere Kirche ist dann die 1844 erbaute Knibb Memorial Baptist Church. Auch der Water Square und das Gerichtsgebäude sind mit dabei. Andere Gebäude, die die Tour mit einschließt sind unter anderem das Davidson’s House und die Baptist Mense. Weitere Informationen gibt es über die Homepage, die kann man mit google finden.

Bilder

für Falmouth, Jamaica
IMG_0123 - Falmouth, Jamaica
das Gerichtsgebäude
von celles celles
IMG_0123 - Falmouth, Jamaica

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Kommentare

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  • Der-Steppenwolf 09.07.2011 14:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Ela675 27.06.2011 20:58
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • ronald-bitterlich 27.06.2011 07:07
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH. LG Ronald

  • gegendenstrich 26.06.2011 16:52
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • x-o-r 21.06.2011 19:14
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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