Fähre Friedrichshafen, Romanshorn

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Fähre Friedrichshafen - Romanshorn

5  08.04.2009

Pro:
Direkte und vergleichsweise schnelle Verbindung

Kontra:
Nicht ganz billig

Empfehlenswert: Ja 

squarerigger

Über sich: Besonders am Herzen liegt mir derzeit meine Meinung zur (Nicht-)Zukunft der Atomkraft. - Besucht me...

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Fährschiffe können schon praktisch sein. Mit einer kleinen Schiffsfahrt kann man häufig lange Landstrecken umgehen. Dies gilt auch für die Bodensee-Region. Wollte man auf dem Landweg vom deutschen Friedrichshafen ins schweizerische Romanshorn fahren, müsste man um den halben Bodensee herum fahren. Mit der Fähre dagegen nimmt man den direkten Weg und ist nur rund 40 Minuten unterwegs.

Betrieben wird die Fährlinie Friedrichshafen – Romanshorn von den Bodensee-Schiffsbetrieben GmbH, www.bsb-online.de. Diese setzt auf dieser Route zwei Fährschiffe ein. Hierbei handelt es sich zum einen um die 1966 gebaute MF „Friedrichshafen“ (55,50 m lang, 12,20 m breit, 120 Sitzplätze innen und 90 Sitzplätze außen), zum anderen um die 1996 gebaute MF „Euregia“ (60,00 m lang, 13,4 m breit, 263 Sitzplätze innen und 36 Sitzplätze außen). Beide Fähren haben als Heimathafen Friedrichshafen. Es handelt sich hierbei um Roll On-/Roll-Off-Fähren, was bedeutet, dass auch Kraftfahrzeuge an Bord rollen und am Zielhafen ohne Wenden das Schiff verlassen können. Vom Konzept (und zumindest im Falle der „Friedrichshafen“ auch von der Optik her) erinnern die Fähren ein wenig an die Wattenmeer-Fähren der Wyker Dampfschiff-Reederei (W.D.R.) im Verkehr zu den Inseln Föhr bzw. Amrum. Bei beiden Fähren findet man ein halboffenes Fahrzeug-Deck vor, über welchem sich das Passagierdeck mit Außen- und Innenbereich befindet.

Auf der Route Friedrichshafen – Romanshorn (bzw. umgekehrt) verkehren die Schiffe im Regelfall von früh morgens bis spät abends. Unter der Woche ist die erste Überfahrt zwischen 05.00 und 06.00 Uhr, die letzte je nach Wochentag und Saison zwischen 20.00 und 22.00 Uhr. An den Wochenenden startet man etwas später. Kurz gesagt: man findet hier auf jeden Fall eine ausreichende Anzahl an Verbindungen vor.

Die Preise für eine einfache Überfahrt liegen bei 7,50 Euro (Erwachsene) bzw. 3,70 Euro (Kinder), für eine Hin- und Rückfahrt an einem Tag bei 14,60 Euro bzw. 7,40 Euro. Hinzu kommen diverse weitere Angebote wie Wochen-, Monats- oder Gruppenkarten. Eine Hin- und Rückfahrt mit dem PKW an einem Tag kostet je nach Fahrzeuglänge zwischen 25,50 Euro und 36,00 Euro. Auch hier gibt es Wochen- und Monatskarten. Neben EUR werden auch SFR akzeptiert.

Bezahlt wird, sofern kann keine Zeitkarte hat, direkt an Bord. Man geht bzw. fährt zunächst auf das Schiff. Während der Überfahrt kommt dann der Zahlmeister vorbei und bittet zur Kasse…

… außer man kann bereits ein gültiges Ticket vorweisen. Dies kann auch ein Bahnticket sein, denn wenn man beispielsweise von St. Gallen in der Schweiz nach Stuttgart in Deutschland per Zug reist, so kann man je nach gewählter Verbindung auch ein Ticket, welches eine Teilstrecke per Fähre beinhaltet, nutzen.

Ich kam bei meiner Fährüberfahrt per Zug im schweizerischen Romanshorn an. Vom Bahnhof aus ist der Fußweg zur Fähre (geschätzte 200 Meter) eindeutig ausgeschildert, so dass man die Fähre kaum verfehlen kann. An der Verladerampe lag die „Friedrichshafen“ bereit. Wir durften das Schiff über das Fahrzeugdeck betreten; separate Passagiereinstiege gab es nicht. Mein Weg führte mich direkt auf das Oberdeck, wo ich einen recht windgeschützten Platz an der Steuerbordseite ergattern konnte. Alternativ hätte ich mich auch in den Salon begeben können. Dort werden übrigens auch kleine Speisen und Getränke serviert, wobei ich über die Preise keine Aussagen treffen kann. Auch findet man dort die sanitären Einrichtungen, welche ich jedoch nicht getestet habe.

Die Fahrt dauerte rund 40 Minuten. In dieser Zeit wurde meine Fahrkarte von einem freundlichen Crew-Mitglied geprüft. Ich nutzte die Zeit, um mir die Fähre ein wenig näher anzuschauen. Okay, man sieht der „Friedrichshafen“ an, dass sie schon mehr als 40 Jahre auf dem Buckel hat. Etwas Rost darf man da schon mal ansetzen. Die an Bord befindlichen Rettungsmittel dagegen machten einen gepflegten Eindruck, was auch durch die aktuellen Prüfsiegel bestätigt wurde. Auch die Crew machte einen routinierten Eindruck, so dass ich mich als Hobby-Seemann, der ja ein wenig von der Materie versteht, mich an Bord sicher und wohl fühlen konnte.

Recht schnell ging die Fahrt über den an diesem Tag sehr ruhigen Bodensee zu Ende. Wie sich die Fähre bei rauer See, die es ja am Bodensee häufiger geben soll, verhält, vermag ich leider nicht zu beurteilen. In Friedrichshafen angekommen war der Fußweg zum Hafenbahnhof (mit direkter Anbindung an den Hauptbahnhof) ebenfalls erfreulich kurz (wiederum geschätzte 200 Meter).

Bleibt als Fazit, dass die Überfahrt von Romanshorn nach Friedrichshafen sehr angenehm war. Das Schiff machte einen guten Eindruck, die Fahrt war angenehm kurz und der Preis in meinem Fall (mit DB-Ticket) absolut okay. Sollte ich jemals wieder in Versuchung geraten, diese Fährverbindung zu nutzen, würde ich das jederzeit wieder tun. Ich vergebe hier vier Sternen; einen Stern ziehe ich für die nicht ganz günstigen Preise ab.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
andreasloy

andreasloy

12.04.2009 09:50

Auf der Fähre hab ich sogar schon kostenlose Brezen am Tisch gefunden. Ich nutze diese schwimmende Brücke ganz gerne, letzten Sommer hab ich sie mit der Tageskarte Euregio Bodensee benutzt

Ria1

Ria1

10.04.2009 01:16

Verköstigung unterwegs?

jansdarling2002

jansdarling2002

09.04.2009 16:18

Die Preise liegen durchaus in der europäischen Norm, da gibt es weitaus teurere Fährpreise, wenn ich mal so an Norwegen zurückdenke oder Schottland....lg Chrissy

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