Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
| Userbewertung | 2 Erfahrungsberichte |
|---|
Südafrika? Ja! Freundeskreis Südafrika? Nein!
Pro Nichts.
Kontra Alles.
Detailbewertung
| Beratungskompetenz: | |
|---|---|
| Zufriedenheit mit Hotel, Appartement etc.: | |
| Kinderfreundlichkeit: | |
| Service | |
| Häufigkeit der Buchung: | |
| Dauer der Reise: | mehr als einen Monat |
| Buchungsort: | direkt bei diesem Unternehmen |
Die neuesten Berichte des Autors
|
|
04.01.2012
Südafrika? Ja... |
|---|
Ich war für drei Monate mit der Organisation FSA-Youthexchange/ Freundeskreis Südafrika in SA, meine Erfahrungen waren jedoch durchweg negativ.
Es begann mit dem Vorbereitungsseminar in Bielefeld, dort sollten wir auf den Aufenthalt in SA vorbereitet werden, wurden wir jedoch nicht. Das einzige worauf wir hingewiesen wurden, war dass das Wort "Danke" in SA sehr hochgeschätzt wird. Die Erfahrungsberichte der ehemaligen Austauschschüler waren zwar sehr schön, doch es war das einzige durch das ich mich ein bisschen vorbereitet fühlte.
Dann ging es los nach SA. Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung leider auch. Schon im Vorfeld fiel mir auf, dass meine Gastfamilie nicht sehr erpicht darauf war Kontakt mit mir aufzunehmen, doch ich schaute positiv in die Zukunft. Aus dem Flugzeug ausgestiegen, erwartete mich ein weniger herzlicher Empfang. Die einzige die an mir interessiert schien, war meine Gastschwester. Bei der Familie angekommen, erwartete mich ein Wilkommensschild, auf dem mein Name falsch geschrieben war (okay, ein kleiner, lustiger Fehler). Doch schnell stellte sich heraus, dass die Gastmutter nicht einmal meinen Namen richtig aussprechen wollte, da ich mich anpassen müsse und mein Name in Afrikaans anders ausgesprochen werde. Als ich die Gastgeschenke verteilte, wurde ich gefragt warum ich nicht Nutella aus Deutschland mitgebracht habe. Die Haribotüten, die Schokoladentafeln, Pralinen und die Spielesammlung wurden vollkommen übersehen.
Der Gastvater war gesundheitlich nicht in der Lage einen Austauschschüler aufzunehmen. Und auch die Gastmutter lag die meiste Zeit im Bett und rief nachmittags und abends durchs Haus "Where is my tea?!", was an mich gerichtet war. Ich habe ja wirklich keine Probleme damit, jemanden eine kleine Freude zu bereiten, doch nicht wenn ich so angesprochen werde.
Im Übrigen war mein Gastbruder schon zweimal wegen Körperverletzung im Gefängnis und nun auf Bewährung draußen.
Auch der Schulweg wurde mir selbst überlassen. Die Familie lebte in einem Township, in dem auch die Schule lag. Morgens musste ich alleine zu einer Freundin gehen, die jedoch einige hundert Meter entfernt lebte. Meine 2. Gastfamilie kippte beinahe hinten rüber als ich ihnen davon berichtete.
Unternehmungen im Umkreis? Fehlanzeige! Die Gastfamilie war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie sich um mich kümmern wollte. Und die Gastmutter erdreistete sich mein Tagebuch zu lesen (da Arikaans und Deutsch sich sehr ähneln, konnte sie so einiges verstehen) und das obwohl es gut versteckt lag.
Des Weiteren akzeptierten sie nicht, dass ich vegetarisch esse, obwohl es im Vorfeld hieß, dass im Haushalt gerne vegetarisch gekocht werde. Im meinem Essen fand sich dann sowohl totes als auch lebendes Fleisch, ganz abgesehen von den Diskussionen über den Vegetarismus und Atheismus. (Die Gastmutter hasste mich dafür, dass ich nicht an Gott glaube.)
Ein "schönes" Ereignis ergab sich in der dritten Woche. Die Gastmutter erzählte mir von Gastfamilien, deren Austauschschüler ihnen später ein Auto oder Haus gekauft hätten, um sich für die Gasfreundschaft zu bedanken. Natürlich wusste ich worauf es hinauslief und letzten Endes fragte mich der Gastbruder und die Gasmutter ob ich dem Gastbruder nicht eine DJ-Ausrüstung finanzieren möchte. Nachdem ich dies ablehnte, sank die Stimmung weiter.
Als ich dann die Austauschorganisation anrief hieß es, dass ich mich nicht genügend angepasst hätte (wie auch einer anderen Austauschschülerin, die SA vorzeitig verließ), meinen Eltern wurde erzählt, dass ich maßlos übertreiben und nachts(!) alleine durch das Township gegangen sei. Hilfe fehlanzeige. Durch einige Freiwillige, die sich auch im Ort aufhielten, gelang es mir eine Gastfamilie zu finden, die mich aufgenommen hätte, doch auch das lehnte die Organisation ab.
Letzten Endes drohte meine 2. Gastmutter, die ich durch einige Freunde kennengelernt hatte, damit die Polizei anzurufen. Diese Aktion führte dazu, dass ich die Gastfamilie 3 Wochen vor Ende des Austausches wechseln durfte.
Im Übrigen hatte ich keinerlei Probleme mit meiner 2. Gastfamilie.
Am Flughafen (Rückflug) erzählte mir dann eine andere Gasmutter, dass die Familien überhaupt nicht geprüft werden, die Familie einen Antrag ausfülle und ein paar Monate später einen Austauschschüler bei sich hätte.
FSA-Youthexchange halte ich nach meinen Erlebnissen auf keinen Fall für empfehlenswert.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
duderally 16.01.2012 14:42
Katzimoto 06.01.2012 23:11
Eine sehr hilfreiche Warnung - wie gut, dass du vor Ort Hilfe gefunden hast :0)
offerendum 05.01.2012 20:08
Viviii 05.01.2012 00:23
Traumelfenkind 04.01.2012 22:00