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Erfahrungsbericht

für Eremitorium, Salzburg
4 Sterne Vier Nächte in Salzburg: Das Eremitorium Bericht mit Bildern
96 von 96 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro ...Lage, Ausblick, Eintrittspreis...

Kontra ...sehr steiler Aufstieg...

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Der Autor

The-Wishmaster Seit 14 Okt 2000

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Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute geht es weiter mit einem Bericht über unsren Urlaub in Salzburg. Heute gibt es demnach einen Bericht über das Eremitorium. Was es damit genau auf sich hat, lest ihr in den folgenden Zeilen am besten selbst...


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| ° Eremitorium
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Im Zuge unseres Besuchs im Petersfriedhof wollten wir uns auch das als Katakomben bekannt Eremitorium anschauen. Man findet es im Prinzip rechts nach dem Eingang in den Friedhof und kann es eigentlich kaum verfehlen. Die Katakomben sind leicht erhöht zu finden und in den Felsen eingehauen. Man geht davon aus, dass die Katakomben dabei aus der spätantiken, bzw. frühchristlichen Zeit stammen. Sie sollen dabei aber eher als frühchristlicher Versammlungsort gedient haben und nicht wie man der Bezeichnung "Katakomben" nach vermuten könnte als Begräbnisstätte gedient haben. Der Legende nach sagt man, dass der Priester Maximus im Jahr 477 nach Christus mit 55 Gefährten im Eremitorium zurück blieb, obwohl Severin von Noricums ihn davor warnte, da sich Barbaren im Anmarsch befanden. Maximus starb dabei den Märtyrertod. Doch die Gestalt des Maximus ist geschichtlich nicht belegt. Zudem bezieht sich die Legende eigentlich nicht auf den Raum Salzburg, so dass diese eher mit Vorsicht zu genießen ist. Man weiß allerdings, dass die beiden im Erimitorium befindlichen Kapellen einst komplett in den Festungsberg geschlagen wurden. Nach und nach wurden Teile davon durch Felsstürze frei gelegt. Diese wurden danach wieder zugemauert. Die Getraudenkapelle wurde 1178 dem acht Jahre zuvor ermordeten Thomas Becket geweiht. Die Maximuskapelle wurde den Urkunden nach 1172 geweiht und im Jahr 1659 unter Abt Amand noch einmal renoviert. Sie ist die höher gelegene der beiden Kapelle. Zwischen beiden Kapellen findet man auf ungefähr halber Höhe noch eine kleine Aussichtsplattform, bei der ein hölzerner Glockenturm daran erinnert, wozu die gesamte Anlage einst genutzt wurde.

Von außen wirkt das Eremitorium ehrlich gesagt ziemlich unscheinbar. Im Gegensatz zum Friedhof selbst muss man hier Eintritt bezahlen. Dieser ist mit 1,50 € pro Person aber sehr moderat gehalten. Hat man sein Ticket an der Kasse gelöst, darf man sich an den Aufstieg machen. Dies ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Treppenstufen hoch in die Katakomben sind teils recht steil geworden. Der Aufstieg wird dadurch erschwert, dass es sich um die Originalstufen handelt und diese unterschiedliche Höhe haben. Man kann sich an einem Geländer zwar etwas festhalten, nur mussten wir feststellen, dass gerade ältere Besucher hier teils Probleme haben und mitunter recht langsam auf den Treppen unterwegs sind. Auch mit kleinen Kindern sollte man sich den Besuch vorher gut überlegen, bzw. diese eher auf den Arm nehmen. Allerdings ist der Aufgang auch nicht sonderlich hoch, so dass man hin und wieder auf seinen Kopf achten sollte. Von einer Aussichtsplattform aus in der halben Höhe hat man nicht nur einen tollen Ausblick auf den Petersfriedhof, sondern auch auf den dahinter liegenden Dom. An dieser Stelle kann man auch schöne Fotos als Erinnerung mit einem tollen Hintergrund machen. Hat man den Aufstieg einmal geschafft, darf man sich entscheiden ob man sich zuerst die Maximuskapelle oder die Gertraudenkapelle betrachtet. Die Gertraudenkapelle ist dabei weiter in den Felsen eingearbeitet und wirkt wesentlich kleiner, beengter und dunkler. Ein paar Sitzbänke und ein Altar erinner allerdings stärker daran, dass dieser Höhlenraum wirklich mal als Kirche verwendet wurde. Die Maximuskapelle dagegen wirkt etwas höher und durch ihre größeren Fenster auch heller. Sie besitzt eine Art Altar, der in einer Vertiefung eine Möglichkeit für Opfergaben bot. Beide Kapellen waren je auf ihre eigene Art und Weise ziemlich beeindruckend wie ich finde. Der Abstieg gestaltet sich dann aufgrund der steilen Treppen ebenfalls wie schon der Aufstieg als kleiner Kletterakt. Man sollte hier jedenfalls halbwegs gut zu Fuß sein und keine Höhenangst haben, wenn man die steil nach unten gehenden Treppen wieder hinabsteigt.


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| ° Fazit
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Abschließend kann ich das Eremitorium auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist ein interessanter Ort, der quasi zum Petersfriedhof dazu gehört und den man sich ruhig mal anschauen sollte. Man muss nur wissen, dass man hier Eintritt bezahlt. Die verlangten 1,50 € pro Person sind jedoch angemessen. Nur muss man gut zu Fuß sein, da der Aufstieg über die unebenen Treppenstufen kein Kinderspiel ist. Dafür wird man mit einer tollen Aussicht und zwei interessanten Kapellen belohnt. Ich vergebe vier Sterne und eine Empfehlung.


In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Katakomben-Master

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von den Treppen stürzen... ;)

Shake Heads!

Bilder

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Eremitorium01 - Eremitorium, Salzburg
Eremitorium, Salzburg
von The-Wishmaster The-Wishmaster
Eremitorium01 - Eremitorium, Salzburg

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Kommentare

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  • BlackRose83 11.12.2011 10:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Werner86 16.11.2011 10:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Perserkatze1 02.10.2011 05:31
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Fanatico 27.09.2011 05:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Antonia007 07.09.2011 10:03
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich
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