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| Userbewertung | 13 Erfahrungsberichte |
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Chris lernt englisch…
Pro Gute Betreuung schon vorab, prima Organisation vor Ort, sehr gute Lehrkräfte.
Kontra Einige Kursräume haben leider keine Fenster, das Mobiliar könnte moderner sein
Detailbewertung
| Wie lange besucht: | |
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| Kosten pro Tag: | |
| Betreuung vor Ort: | |
| Professionaltät der Lehrer: | |
| Lerneffekt | |
| Freizeitwert: | |
| Land: | Malta |
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Die Schulzeit ist gefühlte hundert Jahre entfernt. Mühsam antrainierte Kenntnisse sind längst verschüttet. Grammatik wird nach Gefühl und bar jeder Kenntnis irgendwelcher Regeln eingesetzt. Und wenn es um meine Deutschkenntnisse schon so schlimm bestellt ist, möchte ich an meine Englischkenntnisse gar nicht denken… :-))
Mal ernsthaft: Englisch wird erstens beruflich und, wenn man so wie ich gerne verreist, zweitens auch privat immer wichtiger. Was liegt da näher, als… aber… wie immer bei mir: Schön der Reihe nach…!Meine Entscheidung stand: Ich wollte zwei Wochen Bildungsurlaub (04.07. – 15.07.2011) dazu nutzen, mein Englisch aufzufrischen. Nicht in Hamburg, denn das hatte ich 2004 schon einmal mehr oder weniger erfolgreich probiert.
Wenn man Englisch in Deutschland lernt, kehrt man nach dem Unterricht in sein deutsches Umfeld mit seinen deutschen Freunden zurück. Im englischsprachigen Ausland dagegen muss man quasi „rund um die Uhr“ englisch sprechen. Das halte ich persönlich für wesentlich effektiver.Malta kenne ich von einer Reise aus dem Jahr 1996. Da ich „alte Steine“ toll finde und ein bisschen Sonne nicht schaden kann, entschied ich mich gegen England und für die Mittelmeerinsel.
Als Internet-Jünger gab ich nun die entsprechenden Stichworte ein und Google spuckte „Elanguest“ als einen der ersten Treffer aus.Die Webside machte auf mich einen aufgeräumten, seriösen Eindruck und versprach genau das, was ich suchte. Also habe ich flugs eine Anfrage geschickt und mich auf eine längere Wartezeit eingerichtet.
Jedoch: Weit gefehlt. Beinahe sekundenschnell kam die Antwort. Und nicht nur eine aus Textbausteinen zusammengefrickelte Standardnachricht, sondern als persönliche Mail, die alle (!) meine Fragen kompetent und freundlich beantwortete. Beinahe schon unheimlich…Wer nun glaubt, dies sei Zufall, dem kann ich versichern, dass auch der nachfolgende Mailverkehr in diesem Stil ablief. Davon kann sich mancher Dienstleister eine dicke Scheibe abschneiden!
Kurz und bündig: Vor allem dieser Vorab-Kundenservice für Noch-nicht-Kunden hat mich überzeugt. Ich habe gebucht!Elanguest – und das wird den einen oder anderen jetzt sicher überraschen – bietet Englischkurse auf Malta an.
Die Sprachschule wurde 1991 von Mr. West gegründet und liegt im Zentrum von St. Juliens. Laut Website (sorry, ich habe sie selbst nicht nachgezählt…!) laden 21 Klassenräume zum Lernen ein. Einige dieser Klassenräume liegen allerdings innen und wirken, da fensterlos, auf mich eher wie ein Lagerraum. Vielleicht, weil ich es gewohnt bin, mich üblicherweise in Räumen mit Fenstern aufzuhalten?Davon abgesehen ist jeder Klassenraum mit einer Klimaanlage ausgestattet, die auch eingeschaltet wird – wenn denn die Schüler einen Konsens über die einzustellende Temperatur erzielen. War schwierig… dass Mädels grundsätzlich eher frieren, als Jungs, ist ja allgemein bekannt. Dass Mädels jedoch schon bei 24° mit dem Frieren anfangen, war mir dagegen neu… *seufz*
Die Möblierung der Klassenräume ist eher schlicht. Ein oder zwei kleine Tische und dort, wo die Tische fehlen, Stühle mit kleinem Klapptisch an der rechten Lehne. Nicht schick oder überkandidelt, aber zweckmäßig.Eine Cafeteria im ersten Obergeschoss versorgt die Schüler in den Pausen mit Getränken. Eine daran anschließende Innenhof sowie eine große Dachterrasse mit toller Aussicht laden zum Sonnen ein. Auch die Raucher finden hier ein Plätzchen.
In der Cafeteria stehen einige Internet-PC’s. Für alle, die mit privatem Notebook reisen gibt’s außerdem WLAN gratis und ausreichend schnell.Ein Sekretariat mit Bücherecke zum Stöbern und Ausleihen (Bücher – nicht Sekretärinnen!) komplettiert die Schule.
Die „Schüler“ sind üblicherweise wenigstens 18 Jahre alt. Wir hatten zwar einen Sechzehnjährigen im Kurs, aber das vermutlich nur, weil er mit seinem älteren Bruder zusammen in die gleiche Schule gehen wollte. Der Altersschwerpunkt liegt nach meiner Erfahrung zwischen 20 und ca. 35 Jahren, wobei ich mit meinen 47 Lenzen zumindest nicht der Älteste war.Vielleicht und um Missverständnisse zu vermeiden noch drei Worte dazu: Das „Alter“ war während der ganzen Zeit nie ein Thema. Weder den Jüngsten noch den „älteren Semestern“ gegenüber. Diese durchgehende Toleranz aller (!) Schüler und Lehrer war fantastisch!
Für einige fensterlose Unterrichtsräume, die insgesamt eher schlicht möbliert sind, ziehe ich mal einen Stern ab – bleiben vier in dieser Kategorie.Elanguest bietet verschiedene Sprachkurse mit zwanzig bis dreißig Wochenstunden sowie Spezialkurse wie „Business-Englisch“, „Mediziner-Englisch“ und Einzelunterricht an. Man kann jeden Montag neu einsteigen.
Da meine Reise als Bildungsurlaub stattfinden sollte, blieb mir nur der Intensivkurs mit 30 Unterrichtsstunden pro Woche. Zusätzlich habe ich mich für die Minigruppe (maximal sechs Teilnehmer) entschieden. So ein Kurs kostet im Sommer rund 560 Euro für zwei Wochen.Das Versprechen „maximal sechs Teilnehmer“ erfüllte sich tatsächlich: In der ersten Woche saßen wir zu dritt in den Grammatikstunden. Alle weiteren Stunden absolvierten wir zu fünft.
In den Pausen trifft man sich auf dem Dach oder der kleinen Terrasse im ersten Obergeschoss. Auch viele Lehrer trinken hier Ihren Instant-Kaffee. Bei der Gelegenheit: RICHTIGEN Kaffee habe ich auf Malta leider nirgends bekommen. Die Farbe stimmte zwar; die Temperatur auch… aber ansonsten… bääähhh!Auf dem Dach kommt man fast zwangsläufig ins Gespräch und es ist spätestens am dritten Tag völlig normal, dies in Englisch zu tun. Muss man auch, denn zumindest die Lehrer sprechen glücklicherweise kein Deutsch und viele der Teilnehmer ebenfalls nicht. In der Schule tummeln sich Deutsche, Schweizer und Österreicher, aber auch Russen, Niederländer, Spanier und weitere Nationalitäten.
Ab dem zweiten Tag haben selbst wir deutschen Schüler angefangen, uns auf Englisch zu unterhalten – schon aus Rücksicht auf Anwesende, die dieser Sprache nicht mächtig waren.Insgesamt von mir fünf Sterne für Kurse und Lehrkörper.
4. Hin und wech…
Unterkunftstechnisch stehen Gastfamilien bereit. Man kann auch günstig gemeinsam in Appartements wohnen oder sich für eins der zahlreichen Hotels (sehr gute Sonderkonditionen, die natürlich nur in Verbindung mit einem Sprachkurs gelten) entscheiden.
Ich habe im Vivaldi gewohnt, LANDESKATEGORIE vier Sterne. Wieso ich das Wort „Landeskategorie“ ausdrücklich hervor hebe, schreibe ich vielleicht noch an anderer Stelle.Von der Abholung vom bis zur Ablieferung am Flughafen hat alles perfekt geklappt.
Fünf Sterne für die Organisation.Der erste Tag beginnt um 08:00 Uhr mit einem fünfseitigen Einstufungstest quer durch die englische Grammatiklandschaft, der direkt bei Abgabe ausgewertet wird. Ein kurzes Gespräch mit einer der Lehrkräfte schließt sich diesem Test an.
Als Ergebnis von beidem wird man auf die Kurse verteilt.Zumindest bei mir passte diese Einteilung perfekt - das Kurs-Niveau war für mich weder zu hoch noch zu niedrig.
In der ersten Pause um 10:30 Uhr findet außerdem ein Treffen aller neuen Schüler auf der Dachterrasse statt. Während dieses Treffens erfährt man alles Wissenswerte rund um die Schule und den Unterrichtsablauf. Selbstverständlich in Englisch!In der zweiten Pause bietet die Cafeteria den „Neuen“ kleine maltekische Snacks gratis an. Sehr viel süßer oder deftiger Blätterteig (Blätterteig = 50% Kalorien; Rest Fett!). Ansonsten beschränkt sich die Cafeteria allerdings auf Getränke. Wer an drei Mahlzeiten pro Tage gewöhnt ist, muss mittags die Schule verlassen und in den umliegenden Läden nach Essbarem stöbern.
Falls jemand von euch auf das große, gelbe „M“ fixiert ist, kann ich beruhigend berichten, dass auch diese Botschafter gepflegter, amerikanischer Gastlichkeit auf Malta siedeln – für den Notfall in unmittelbarer Laufweite zur Schule.Für die gute Organisation des Unterrichts schon wieder fünf Sterne für Elanquest…
6. Alle folgenden Tage
Wenn ihr den 20-Stunden-Kurs bucht, hab ihr um 12:30 Uhr „Feierabend“. Für mich (und alle anderen mit 30 Wochenstunden) schloss sich am Nachmittag eine Doppelstunde „Konversation“ mit Adriana an.
Diese Aufteilung (morgens Grammatik / nachmittags Konversation) finde ich durchaus sinnvoll – morgens ist man wesentlich „aufnahmefähiger“, als nachmittags.Alle Lehrer sind Muttersprachler und verfügen wenigstens über die TEFL, viele zusätzlich über die CELTA oder DELTA Qualifikation.
Unterrichtet wird ohne Bücher. Stattdessen bekommt man in jeder Stunde stapelweise Fotokopien. Vormittags quer durch das Wunderland englischer Grammatik mit vielen vielen Übungen. Nachmittags wurden Zeitungsartikel oder aktuelle Themen aus Wirtschaft und Politik diskutiert. Alles didaktisch gut aufbereitet und in einer überschaubaren Gruppe sehr gut vermittelt.Übrigens: Alle weiteren Arbeitsmaterialien (Block, Kugelschreiber, WörterBUCH oder entsprechende App) müsst ihr selbst mitbringen.
Neben „meinen“ beiden habe ich viele weitere Lehrer in den Pausen auf der Dachterrasse oder dem Innenhof kennen gelernt. Allen gemein ist, dass man sie – auch mit nicht ganz so perfekten Sprachkenntnissen - sehr gut verstehen kann. Im Gespräch gewinnt man außerdem schnell den Eindruck, dass ihnen ihr Job wirklich Spaß macht.Für den Unterricht und die wirklich ausgezeichneten Lehrer mal wieder fünf von fünf Sternen.
7. Beiwerk
Allerdings sind die meisten der professionellen Ausflüge – außer am Wochenende – für Sprachschüler kaum geeignet, da sie ganztägig oder zumindest vormittags stattfinden. Daher bietet Elanguest ein preisgünstiges, eigenes Ausflugsprogramm an, deren Abfahrzeiten an den Unterricht angepasst wurden.
Nachmittags oder abends kann man in einer Gruppe die Hauptstadt Valetta besuchen, im Speedboot nach Comino fahren oder andere der wöchentlich wechselnden Exkursionen buchen.Am Wochenende stehen ganztägige Ausflüge zur Nachbarinsel Gozo oder gar nach Sizilien auf dem Programm.
Wer davon träumt, stattdessen nachmittags relaxt am Strand zu liegen, ist auf Malta allerdings eher falsch. Zwar hat auch Malta einige wenige Sandstrände, allerdings sind diese häufig so überlaufen, dass man zwischen den Handtüchern und Laken kaum noch Sand erkennen kann. „Baden“ ist, meist von Felsen und über eine Leiter, dagegen fast überall (naja, überall am Wasser!) auf der Insel möglich.Was ich jedem von euch ans Herz legen möchte, ist der Besuch eines Restaurants mit landestypischen Spezialitäten. Die Küche ist mediterran geprägt (was vor allem den massiven Einsatz von Olivenöl und Knoblauch bedeutet!). Frischer Fisch ist fast überall einigermaßen preisgünstig erhältlich.
Das Nationalgericht jedoch ist nicht Fisch, sondern (und jetzt müssen jüngere Mädchen ganz tapfer sein…!) Kaninchen! Entweder gekocht als Stew oder in der Pfanne gebraten. Als Vorspeise empfiehlt sich Pasta mit Kaninchen-Sauce. Und: Niemand schaut euch scheel von der Seite an, wenn ihr das Karnickel mit den Fingern esst!Der landeseigene Wein kann zwar mit französischen oder spanischen Gewächsen nicht ganz mithalten, ist jedoch durchaus trinkbar und mit acht bis zwölf Euro pro Flasche im Restaurant (!) auch bezahlbar.
Und abends?Wenn ihr bis ca. 29,8 Jahre alt seid, werdet ihr euch vermutlich pudelwohl fühlen. Die Sprachschule liegt direkt am Rand der Partymeile mit zahlreichen Bars und Clubs und lauter Musik. Da wird getanzt und vermutlich sogar Alkohol konsumiert…
Ich bin 47 Jahre alt und mochte dröhnendlaute Musik schon als neunundzwanzigkommaachtjähriger nicht. Außerdem müsste ich, sollte ich mich je in solche Clubs verirren, vermutlich damit rechnen, dass die Mädels dort zu Hause anrufen und sagen „He, Großmutter, komm schnell her – hier ist einer in deinem Alter…!“.Für Menschen wie mich wurden die Kinos erfunden. Ein sehr schönes findet sich ebenfalls am Rande der Partymeile. Fortsetzung des Unterrichts in den Abendstunden, denn die Filme sind natürlich in englischer Sprache. Ebenfalls eine Entdeckung in Laufweite war ein kleiner, ruhiger Pub mit vernünftigen Preisen, wo man auch mit Einheimischen ins Gespräch kommen konnte. Gelangweilt habe ich mich also nicht!
Und wenn mal etwas passiert? Auch kein Problem: Die Schule hat einen Vertrag mit einer sogenannten „Clinik“. Dort residiert ein Arzt mit Diplomen aus den sechziger Jahren. Lasst euch bitte vom leicht muffigen Geruch im Wartezimmer und den Uralturkunden nicht abschrecken: Dr. Costantino Caruana ist ein fantastischer Arzt, der sich für jeden Patienten sehr viel Zeit nimmt. Kosten pro Arztbesuch: Zehn Euro – auf Wunsch mit Quittung.Über Malta selbst könnte ich selbstverständlich noch viel mehr schreiben. Sehr viel mehr. Aber hier soll es ja um Elanguest gehen und daher belasse ich es mal bei diesem „Überflug“.
8. Der Chris sacht
Von mir insgesamt fünf Sterne und eine klare Empfehlung.
Chris für ciao am 21. Juli 2011.
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muttibremer 24.03.2012 20:50
Kriechtier 17.03.2012 07:04
christianpirker 14.03.2012 13:17
vicki1011 13.03.2012 17:50
Oh mann. Ich hab leider nicht so viele bhs. Aberdas sh steht für ein bh. Ich weiss davon kann man sich nix kaufen, aber ich muss hier echt ein kompliment für deine berichte aussprechen
Londonfootball 12.03.2012 18:52
Da fällt mir ein...man könnte auch mal wieder nen crazy Ground machen. Vielleicht auf Malta ;o)