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Pro Service, Flair, Umgebung, Zimmer, Sauna, Frühstück ... alles!
Kontra nichts
Detailbewertung
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| Behindertenfreundlichkeit |
An dieser Stelle ist man von mir gewohnt, einen Reisebericht aus dem Süden Europas zu lesen, doch aufgrund einiger privater wie beruflicher Chaos-Tage Anfang diesen Jahres und der Option, die Ferienwoche nach Ostern kinderfrei zu haben, da beide bereits für Urlaub mit Oma bzw. Papa verplant waren, war der Entschluss, selbst Urlaub einzureichen und sich einmal Zeit für sich zu nehmen, schnell gefasst und prompt umgesetzt. Vier freie Tage waren genehmigt und über diverse "Googleleien" wurden Ziele zunächst deutschlandweit, später in der Region Sächsische Schweiz und Dresden anvisiert.
Anders als für unsere Jahresurlaube (deren Buchungen in der Regel über ein Reisebüro erfolgten) nahmen wir für die Planung in Eigenregie ausschließlich diverse Internetplattformen zu Hilfe. Unsere Vorstellungen waren recht anspruchsarm, da es uns in erster Linie um gemeinsame Zeit und Erholung ging und so kam es lediglich darauf an, dass die Unterkunft halbwegs vernünftige Kritiken aufweisen, über eine Sauna verfügen und im Raum Dresden/Sächsische Schweiz liegen sollte. Da wir relativ flexibel bleiben wollten, kam als Verpflegung lediglich Frühstück in Frage. Tags- bzw. abendsüber wollten wir uns selbst versorgen. Die Reisedauer sollte 4 Tagen entsprechen, ergo 3 Übernachtungen im Zeitraum vom 27.04.2011 bis 30.04.2011.
Bei Ebay entdeckten wir über den Anbieter Touridat schließlich eine einladend wirkende Unterkunft. Schon die Überschrift "Kurz Urlaub für Zwei 3-Sterne Hotel nähe Dresden(3Ü/2P)" beinhaltete, wonach wir suchten. Mit Anklicken des Angebots bekamen unsere Vorstellungen Gesicht und Namen:Die Ebay-Auktion enthielt einen Gutschein mit folgenden enthaltenen Leistungen: 4 Tage Moritzburg mit 3 Übernachtungen für 2 Personen im Doppelzimmer, Empfang mit einem Welcomedrink, 3 x Frühstück vom Buffet, kostenlose Nutzung der Sauna, kostenfreier Parkplatz sowie W-Lan Nutzung. Optimal für uns und dazu für einen unschlagbaren Preis: Lediglich 111 € (für 2 Personen inkl. aller eben genannter Leistungen!) waren fällig, absolut günstig, wie ich finde, wenn ich daran denke, dass ich für einen beruflichen Aufenthalt in einem vergleichbaren Hotel für eine Nacht inkl. Frühstück 75 € (Einzelzimmer) bezahlt habe. Der Aufenthalt hätte regulär laut Anbieter einen Gesamtwert von 261 €.
Abgesehen von Weihnachten und Silvester wäre der Gutschein ganzjährig buchbar und ab Kaufdatum 3 Jahre gültig gewesen. Doch, wie schon erwähnt, sollte er unmittelbar eingelöst werden. Sinnvoll war hierbei vorab beim Hotel anzufragen, ob im gewünschten Reisezeitraum Zimmer frei waren, da der Eisenberger Hof zwar nicht ausgebucht hätte sein müssen, jedoch für diese Schnäppchen-Gutscheine lediglich ein bestimmtes Zimmerkontingent zur Verfügung steht. Weiterhin wurde in der Auktion darauf hingewiesen, dass pro Aufenthalt nur ein Gutschein eingelöst und mehrere Gutscheine nicht kombiniert werden könnten, um beispielsweise die Reisedauer zu verlängern.
Hierbei ist zu erwähnen, dass uns bei Eingabe der "Kötschenbrodaer Straße 8, Moritzburg" unser Navi in die Irre geleitet hat. Zunächst landeten wir im Nachbardorf Friedewald, ca. 5 km entfernt, auch in der Kötschenbrodaer Straße, jedoch eben nicht in Moritzburg und nicht vor unserem Hotel. Quasi aus der Pampa riefen wir unmittelbar im Eisenberger Hof an, wo man nicht sonderlich überrascht war, da es wohl schon Gästen vor uns so erging. Die nette Frau (= gleichzeitig Chefin) von der Rezeption lieferte uns eine gute Beschreibung und so fanden wir unser Domizil kurze Zeit später und parkten unser Auto auf einem der direkt neben dem Hotel ausreichend vorhandenen, kostenfreien Parkplätze.
Nahe dem Stadtkern und damit nur 5 - 10 Gehminuten vom Barockschloss Moritzburg entfernt, waren wir in absoluter Idylle angekommen. Moritzburg selbst liegt gerade einmal 15 km von Dresden entfernt und damit optimal gewählt für unser tägliches Ausflugsprogramm. Gleich mit der Ankunft erkundeten wir die nahe Umgebung, spazierten um einen der Schlossteiche und abends bei einem ausgedehnten weiteren Spaziergang die anderen Ecken der Ortschaft. Wer Ruhe und Entspannung sucht, gepaart mit ein wenig Kultur, ist hier genau richtig. Das Nachtleben beschränkt sich auf ein paar kleine Kneipen, aus denen jedoch weder Lärm noch Musik hervordringt, auch die Straßen sind am Abend wie ausgestorben.
Beim Eisenberger Hof handelt es sich um ein kleines, familiär geführtes 3-Sterne Hotel umgeben von Wald und Wiese. Es liegt unmittelbar an einer wenig befahrenen Seitenstraße zur Schlossallee, die - wie der Name schon sagt - direkt zum Schloss führt. Das Hotel verfügt über insgesamt 25 Nichtraucher-Gästezimmer, davon 21 Doppelzimmer, 3 Einzelzimmer und 1 Suite, welche auf drei Etagen verteilt sind. Sämtliche Zimmer verfügen über Bad oder Dusche und WC, Fön, Telefon, Kabel-TV, Radio und Minibar. Einige Zimmer sind mit Balkonen ausgestattet, die den unmittelbaren Ausblick ins Grüne bzw. Farbige gewährleisten. Dieser Ausblick sollte, wie nachfolgend näher beschrieben, auch uns zu Teil werden.
In der gepflegten Außenanlage befinden sich neben aureichend vorhandenen PKW-Parkplätzen, auch Busparkplätze, eine große Gartenterrasse, ein Biergarten, eine Liegewiese, ein moderner Kinderspielplatz nebst gemütlichen Sitzgruppen. Den besonderen Flair zu dieser Jahreszeit bot der lila blühende Flieder und die überhaupt sehr idyllische von Wald und Wiese gepägte Umgebung.Das Hotel eignet sich nicht nur für private Urlaube, sondern ist auch der perfekte Ort für eine Tagung, Konferenzen oder Seminare. Während unseres Aufenthalts gab es beispielsweise eine Gruppe von Naturfreunden, die sich morgens im Biergarten mit verschiedenen Pflanzen beschäftigten. Zusätzlich bietet der Eisenberger Hof an, private Familienfeiern, Hochzeiten, Grillabende, Tanzveranstaltungen oder runde Geburtstage nach individuellen Wünschen auszurichten.
Die Rezeption befindet sich in einem kleinen Vor- bzw. Zwischenraum zwischen Restaurant, woran auch das Kaminzimmer angrenzte, und Zugang zu den Zimmern. Die Hotelbeschreibung versprach "echte sächsische Gemütlichkeit und einen wunderbaren familiären Charakter. Ob als Individualurlauber, Familie oder Reisegruppe, wir bieten Ihnen alle Möglichkeiten für einen Ausflug oder Urlaub ganz nach Ihren Wünschen." Das können wir, bereits ab dem Empfang bestätigen: Wir checkten bei der freundlichen Seniorchefin ein und wurden aufgrund ihrer sympathisch wirkenden PC-Unkenntnisse direkt an die Hausherrin, ihre Tochter, die offensichtlich die Fäden in der Hand hält und unsere Buchung direkt zuordnen konnte, weiterverwiesen. Besonders interessierte uns neben unserem Zimmer, dass sich Parterre befand, der "Wellnessbereich", der sich eine Treppe tiefer im Untergeschoß des Gebäudes befand.Als besonderen Service empfand ich, dass wir die Sauna tatsächlich stets für uns allein hatten. Etwa eine halbe Stunde, bevor wir sie nutzen wollten, reichte der Reservierungswunsch an der Rezeption. So war selbst die Buchung per Telefon von unterwegs kein Problem. Lediglich an einem der 3 Abende war die von uns gewünschte Zeit bereits belegt, wobei es uns auf eine Stunde hin und her nicht ankam.
Noch bevor wir im Wellnessbereich Erholung genossen, bezogen wir unmittelbar nach der Ankunft unser Zimmer, das sich Parterre und zentral zwischen dem Zugang zum Keller (in welchem die Sauna war) sowie den anderen Etagen befand. Sehr praktisch, so waren die Gepäckstücke nicht weit und nahezu barrierefrei zu verbringen.
Der erste Schritt ins Zimmer überraschte uns insgesamt recht positiv. Rechts neben der Tür gab es eine Garderobe, gegenüber die Tür zum Bad. Nach einen Blick um die Ecke erschloss sich ein gemütlich modern eingerichteter Schlafbereich mit Doppelbett, angenehmen Matratzen, die weder durchgelegen, noch zu hart oder zu weich waren, eben genau richtig. Links neben dem Bett befand sich das Telefon, ein großer Spiegel sowie ein Kleiderschrank, der von uns jedoch nicht genutzt wurde, da wir die paar Tage lieber aus dem Koffer lebten. Gegenüber des Betts befand ich ein kleines Sideboard mit Fernseher und gut gefüllter Minibar sowie ein kleiner Tisch mit 2 Stühlen, die wir unmittelbar nach draußen auf den Balkon, der nicht mit extra Gartenmöbel ausgestattet war (was jedoch auch nicht störte), beförderten, wohin uns unser nächster Schritt führte. Der Ausblick war herrlich - Natur pur und der Flieder direkt vor der Nase. Der Balkon selbst war kein Einzelbalkon, sondern erstreckte sich über die gesamten Zimmerbereichte auf dieser Etage mit einer Länge von gefühlten 10 - 15 Metern. Seltsamerweise wurde er offensichtlich während unseres Urlaubs kaum und möglicherweise nur während unserer Abwesenheit tagsüber von den Gästen der Nachbarzimmer genutzt. Wir waren - wie gewünscht - wieder einmal mehr für uns.Einziges kleines Defizit am Zimmer waren die offensichtlich dünnen Wände, die mich persönlich kaum störten, da ich - wenn ich schlafe, dann richtig. Doch im Wachzustand war schon einmal das ein oder andere Schnarchgeräusch von nebenan zu vernehmen. Wir haben uns mit zeitweisem Gekicher und Gelächter bei der Tagesauswertung revanchiert ;-).
Des Weiteren haben wir festgestellt, dass das in unserem Gutschein enthaltene Willkommen-Getränk fehlte, stattdessen lag je ein Tütchen Gummibärchen auf dem Kopfkissen und eine Flasche Mineralwasser mit 2 Gläsern stand neben dem Fernseher, jedoch mit Preisauszeichnung, bereit. Eine Nachfrage diesbezüglich an der Rezeption erschien mir kleinlich, sei der Vollständigkeit halber jedoch an dieser Stelle erwähnt.Täglich wurden unser Zimmer gereinigt sowie die Betten gemacht. An Sauberkeit und damit verbundenes Wohlbefinden mangelte es daher nicht. Die Möbel selbst waren buchefarben und zeitgemäß. Farblichen Kontrast boten die schweren lila Vorhänge, die zugezogen den Raum etwas dunkel wirken ließen, jedoch in erster Linie am Abend bei offener Balkontür bzw. angekipptem Fenster Insekten abwehren sollten.
Zum zur Verfügung gestellten WLAN kann ich keine Angaben machen, da dies zwar im Preis enthalten, jedoch von uns nicht genutzt wurde.ist eher unauffällig. Lediglich einmal ist uns eine der Room-Service-Angestellten begegnet, wie erwartet freundlich und zuvorkommend. Die nette Frau mittleren Alters waren sehr bemüht, unser Zimmer aufzuräumen, den Teppichboden zu saugen und die Betten zu machen. Täglich wurde das Bad gereinigt und, wenn wir es signalisierten die Handtücher gewechselt.
Das Restaurant befindet sich direkt rechts neben Eingang und Rezeption und damit abgetrennt vom Hotelbereich. Der Raum hat einen gemütlichen Flair, was meinen persönlichen Gesamteindruck der Anlage unterstreicht. Die Einrichtung mit zeitlosen Möbeln, bestehend aus mit gemustertem Stoff bezogenen Bänken und Stühlen, abgesetzt mit buchfarbenem Holz wirkt leicht rustikal, dennoch aber modern. Am Ende des rechteckigen Raums befindet sich rechts ein Ausgang zum Biergarten und links der Zugang in ein weiteres Zimmer, das Kaminzimmer, in welchem das leckere Buffett aufgebaut wurde. Auch hier gibt es zur Frühstückszeit (zur Mittags- und Abendzeit kann ich keine Angaben machen) 2 - 3 weitere Tische mit je 4 Stühlen, an denen man hätte die erste Mahlzeit am Tag einnehmen können.
Wir nutzten vorzugsweise den letzten Tisch im Restaurant. Der wurde durch die Tür zum Biergarten sowie einer Fensterfront schön sonnendurchflutet und verkürzte den Weg zum einen zum Buffett um nachzuholen, zum anderen nach draußen, für die Zigarette danach. Niemand störte sich daran, dass wir die Kaffeetasse dazu mitnahmen (und selbstverständlich zurückbrachten).Das Restaurant bot überwiegend quadratische Tische mit je 4 Sitzgelegenheiten. Platz und Privatsphäre waren ausreichend gegeben, da der Speiseraum nicht zu steril angeordnet und zu keiner Zeit überfüllt war. Etwa 3 bis 4 weitere Paare frühstückten leicht zeitversetzt mit uns, was zu einer ruhigen entspannten Atmosphäre, abseits von Kinderentertainment und Aufsichtspflicht im Alltag, beitrug.
Die Tische waren jeweils mit einer Kanne Kaffee und 2 Gedecken versehen, welche offensichtlich nach der Anzahl der am Frühstück teilnehmenden Personen abgezählt war. War "unser" Tisch jedoch bereits vor uns benutzt und somit der Kaffee bereits vom Tisch, gab es kein Problem, sich die Kanne von einem anderen Tisch zu nehmen (/bringen zu lassen) bzw. wurde an unserem Wunschplatz frisch eingedeckt.Das kleine Buffet war in L-Form - wie bereits erwähnt - im Kaminzimmer in der Zeit zwischen 7:00 Uhr und 10:30 Uhr aufgebaut und umfasste eine täglich leicht variierende Auswahl an Kuchen, Torte und Brötchen, die mit verschiedenen Sorten Marmelade, Schokolade oder Honig (aus kleinen Portionsbechern) für den süßen Frühstücker sowie verschiedenen Käse sowie Wurst für den, der's herzhaft mag, bestückt werden konnten. Die frische Erdbeertorte vom ersten Tag war besonders lecker. Zudem gab es täglich gekochte Eier, eine überschaubare, jedoch ausreichende Auswahl an Obst und Gemüse. Außerdem durften Vollkornmüsli, Haferflocken, Cornflakes, eine Schüssel Quark und Joghurt nicht fehlen. Die bereitgestellte Milch war angenehm kalt, genau so wie ich es zum Müsli mag.
Für Nichtkaffeetrinker stand heißes Wasser nebst verschiedener Teebeutel (Kamille-, Pfefferminze-, Früchte- und Schwarztee sind mir noch in Erinnerung) sowie Kakao und Säfte für die, die es mögen, bereit. Wir beließen es getränkemäßig jedoch auf unserer Kanne Kaffee. Der Kaffee selbst war vom Geschmack her genau richtig - nicht zu stark und nicht zu schwach.Insgesamt war das Frühstücksbuffet einladend angerichtet. Die Auswahl für ein gesundes und sattmachendes Frühstück war gegeben und dem 3-Sterne-Standard des Hotels absolut angemessen.
Im hauseigenen Restaurant wird, sofern gewünscht, ausreichend das leibliche Wohl bedacht. Laut Speisekarte, die am Rand des Biergartens ausgehängt war, konnte man von Hausmannskost, Fisch- und Wildgerichten bis hin zu vegetarischen Speisen alles zu humanen Preisen (ein Hauptgericht kostete zwischen 9 und 12 €) erwarten.
Wir jedoch waren an sämtlichen Tagen unseres Urlaubs, für die Zeit von nach dem Frühstück bis teilweise spät Abends hotel- und ortsabwesend und kamen nicht in den Genuss des lecker klingenden Angebots.
Abends hätte ebenfalls die Möglichkeit bestanden, noch warme Mahlzeiten im Hotelrestaurant einzunehmen. Doch auch hierzu kann ich nichts zur Qualität sagen, da wir uns unterwegs versorgten und die Abwechslung in diversen Restaurants und Kneipen am Ende unserer Tagestouren in Dresden, Radebeul und der herrlichen Umgebung genossen.
Für unsere 4 Tage Auszeit vom Alltagsstress hatten wir uns eigentlich nur etwas Entspannung vorgenommen. Letztenendes wurde es ein herrlicher Erholungs-Aktiv-Urlaub, in welchem wir jeden Tag spontan tolle Ziele und traumhafte Eckchen Deutschlands ansteuerten, viel wanderten und uns von Natur und Ruhe berauschen ließen. In unmittelbarer Umgebung des Eisenberger Hofs gibt es eine Reitschule, Radwege, einen Tierpark, eine Minigolf-Anlage sowie ein Erlebnisbad - für jeden Geschmack etwas dabei. Doch zunächst waren wir interessiert am kulturellen Highlight, dem
Direkt nach unserer Ankunft führte uns unser Weg zum barocken Jagdschloss von August dem Starken, welches wir nur von außen betrachtet haben. Uns viel auf, da wir zunächst eher nach einer Möglichkeit, einen Kaffee trinken zu können, suchten, dass es diese Option nur direkt im Schloss gab. Extra dafür die 7 € Eintritt pro Person zu bezahlen erschien uns unangemessen, da wir an einem Innenschlossrundgang in dem Moment nicht interessiert waren. Für einen Touristenanziehungspunkt damit ein etwas spärliches Kaffee-Angebot, so unser Eindruck. Gerade im Außenbereich wäre es wesentlich beschaulicher gewesen. Doch offensichtlich sollten kleine Kaffee-Hütten die Gesamtoptik nicht verfälschen. So flanierten wir durstig durch die gepflegte königliche Anlage sowie um 2 idyllische Seen.
Tags darauf führte uns unser erster Ausflug auf die Festung Königstein, mit einer Fläche von 9,5 Hektar eine der größten Bergfestungen Europas. In ihr befindet sich ein ca. 150 Meter tiefer Brunnen, an welchem wir beobachten durften, wie lange Wasser vom Ausschütten aus einem Eimer bis zur Ankunft am Boden des Brunnens brauchte. Der etwa 2 km lange Spazierung um die Festung bot zudem viele beeindruckende Perspektiven auf das wunderschöne Elbsandsteingebirge. Eintritt hierfür lag übrigens bei 6 € pro Person.
Auch die sollte man mal erlebt haben, wobei wir für gerade Mal rund 3 Stunden Schifffahrt pro Person 17 € löhnen mussten, nur für die kurze Strecke von Bad Schandau (wo wir unser Auto parkten) nach Rathen und zurück. Der nostalgischen Schaufelraddampfer ist schon etwas besonderes, doch wohl eher etwas für Senioren oder Familien mit Kleinkindern. Die sächsische Schweiz mit ihren bizarren wuchtigen Sandsteinfelsen, grandiosen Panoramen und beschaulichen Tälern jedoch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten, hatte auch etwas für sich.
auf der oft die Helden Karl Mays agieren, gehört wohl zu einem der schönsten Naturtheater Deutschlands. Die beeindruckende Kulisse, mitten in der Sächsischen Schweiz erlebte ich selbst leider zu letzt als Kind. Da unser Aufenthalt in Rathen auf nur 1 Stunde beschränkt war, verbrachten wir diese alternativ in einem Burg-Cafe mit Blick auf die Elbe.
Natürlich durften während unseres Aufenthalts Besuche in der Landeshauptstadt nicht fehlen. Hier treffen sich Kultur, Shopping-Möglichkeiten und Natur. Zum ersten Mal in meinem Leben hab ich die beeindruckende, wieder aufgebaute Frauenkirche von innen gesehen. Des weiteren zu empfehlen ist ein Besuch des Zwingers und der Semperoper. Ein Bummel durch die Fußgängerzone oder durch die historische Altstadt lohnt sich ebenfalls. Viele Museen, Ausstellungen, Konzerte und Messen leisten ihren Kulturbeitrag. Kinos, Theater, Diskotheken, Kneipen, Bars und Cafés bieten die Abwechslung oder einfach mal mit einem Eis am Elbufer sitzen und den Dampfern hinterherschauen. Besonderes Highlight - und fast wie für uns gemacht - war am letzten Abend, nach einem leckeren Essen in einem ziemlich teuren Restaurant direkt neben der Frauenkirche, ein Feuerwerk direkt am Elbufer. Toll! Doch es gab noch weitere sehens- und besuchenswerte Städte unserer kleinen Reise, beispielsweise
wo wir eine gemütliche kleine Kneipe, "die alte Schmiede" entdeckten, die allein für ihren alternativen Flair, frische Speisen und große Portionen solcher hervorzuheben ist oder
die "Wiege Sachsens" und Herkunftsort des weltweit berühmten Porzellans. Eine größere Ecke weiter
Hier beeindruckte mich der Friedhof, der von einer riesigen Ruine geprägt und an die alte Stadtmauer angeknüpft ist. Kindheitsbedingt fühle ich mich auf Friedhöfen ja wohl und war hier besonders fasziniert. Natürlich hat Bautzen noch andere schöne Ecken zu bieten!
Leider verflogen die 4 Tage gnadenlos schnell und weil's auch landschaftsmäßig so schön war, verlängerten wir um eine Nacht in der Region Bautzen, um dort das Hexenfeuer bei und mit Bekannten erleben zu können. Der Abschied vom Hotel nach einem letzten gemütlichen Frühstück, zu welchem uns die Hauskatze Gesellschaft leistete, war wie die Begrüßung sehr herzlich und wir behalten uns auf jeden Fall diese Unterkunft im Visier, sollten wir irgendwann einmal wieder in der Region sein.
Hier passt Preis-Leistung absolut, würde sogar sagen, dass 111 € für 2 Personen und 4 Tage, inkl. 3 mal Übernachtung und Frühstück ein super Schnäppchen sind. Der gewünschte Erholungsfaktor war - schon allein aufgrund der Ruhe und absolut idyllischen Umgebung gegeben, an Aktivität fehlte es nicht,denn die Region beeindruckt und hat viele schöne Ecken zum Entdecken, Träumen, Kindheitserinnerungen wach werden zu lassen und um abschalten vom Alltagstrott. Der Eisenberger Hof hat bei mir persönlich Eindruck hinterlassen und zu 100% überzeugt. Es entsprach dem versprochenen 3-Sterne-Standard und hatte einen ganz besonders gemütlich-herzlichen Flair. Ob Frühstück, Wellnessbereich, Service und Sauberkeit im Zimmer, alles passte und unsere Wünsche wurden stets erfüllt. Daher gibt es an dieser Stelle eine uneingeschränkte Empfehlung für Kurzurlaub-Fans, die es ruhig, "natürlich" mögen und preiswert gute Leistung erwarten. Besonders empfiehlt sich das Hotel für kleine Reisegruppen, Senioren und Familien mit Kindern. Auch Haustiere sind erlaubt. Wer Party sucht, wird hier wohl eher etwas vermissen. Für unsere Anspruche und Erwartungen war diese Domizil einfach perfekt ... Daher Höchstwertung und definitiv eine weitere Reise wert!
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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Michaela2015 04.05.2012 06:33
Birgit1957 20.04.2012 19:03
B.H.LG
muttibremer 28.03.2012 17:38
allisonbraun 19.03.2012 15:20
bh
Toller Bericht! LG