Easyjet Airline

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Easyjet Airline

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Mit Easyjet günstig durch Europa

5  10.02.2006 (11.02.2006)

Pro:
Günstige Preise, Stadtflughäfen, guter Service

Kontra:
teurer Bordservice

Empfehlenswert: Ja 

ChristianausBo

Über sich:

Mitglied seit:16.08.2003

Erfahrungsberichte:29

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Dieser Bericht soll über die britische Airline "Easyjet" informieren.
Da ich schon häufiger mit dieser Airline geflogen bin, beschränke ich mich hierbei nicht auf einen bestimmten Flug, sondern fasse das Erlebte zusammen.

*** 1. Geschichte und allgemeine Informationen ***

Easyjet ist Mitglied der Easygroup welche in Großbrittanien so ziemlich alles anbietet. Vom Bustransport über Kinos, eine Schmuckkollektion, einen Pizzaservice bis hin zur Kreditkarte.

In Deutschland ist die Easygroup mit einem Mobilfunkunterneheen (Easymobile) und eben der Easyjet Airline vertreten.

Doch die Geschichte der Easygroup begann mit Easyjet als vor gut 10 Jahren, der griechische Milliardärssohn Stelios, auf den Gedanke kam, die Flugpreise in Großbrittanien zu revolutionieren. Am 10. November 1995 hob eine Maschine der Easyjet von London Luton zum Erstflug nach Glasgow ab.
Noch im selben Jahr, nämlich exakt fünf Tage später war der Flughafen in Edinburgh der zweite Flughafen, der die orangfarbenen Maschinen der Airline von nun an regelmäßig begrüßen durfe.
Im Jahre 1996 folgten weitere Routen nach Aberdeen, Amsterdam, Barcelna, Inverness und Nizza und 1997 wurden Palma de Mallorca und Genf mit in den Flugplan genommen.
Aber 1997 war auch das Jahr in dem Easyjet Liverpool zu ihrem zweiten Standbein in England machte. Nizza und Amsterdam wurden von dort aus nun regelmäßig angesteuert. Erstmals in Easyjets Geschichte wurde die Millionengrenze an Passagieren übertroffen.

Ein nicht ganz unwichtiges Jahr für Easyjet war das Jahr 1998. Man wandte sich nämlich dem bis dahin eher verschlafenen Flughafen Stansted im Norden Londons zu, von wo aus auch das erste Ziel in Deutschland angeflogen wurde: München!

Ende 1998 flog Easyjet schon auf neunzehn Routen. Doch von nun an war die bis dahin eher kleine Airline nicht mehr aufzuhalten. Im Jahre 1999 nahm Easyjet auf 22 weiteren Strecken den Betrieb auf und das Streckennetz wurde dadurch innerhalb von 12 Monaten mehr als verdoppelt, wobei alle neuen Flüge auf den Flughäfen in Genf, Stansted oder Liverpool starteten und landeten.
Ende 1999 besaß die Airline mit Genf, Stansted, Liverpool und der Heimat in Luton also 4 Basen.

Das neue Jahrtausend kam und Easyjets Höhenflug war weiterhin nicht zu stoppen. Zwar wurde das Streckennetz im Jahr des Milleniums nur um fünf weitere Routen ergänzt, doch die Passagierzahl stieg von 3,6 Millionen (1999) auf fast 6 Millionen im Jahre 2000.

Ein weiterer Meilenstein für die noch junge Airline war dann das Jahr 2002. British Airways, die mit ihrem Ableger Go! den Einstieg in den Low-Cost-Markt nicht erfolgreich gestalten konnte, verkaufte die Gesellschaft an Easyjet. Als Folge wurde Easyjet kurzzeitig größte Low-Cost-Airline Europas, bis Ryanair mit dem Kauf von Buzz, von der niederländisch-britischen Gesellschaft KLM UK, die Orangenen wieder überflügelte.

2004 wurde dann das Jahr, indem Deutschland plötzlich einen wichtigeren Platz auch der Landkarte von Easyjet einnahm.
Neben dem Zielort München, der ja schon seit 1998 von der britischen Low-Cost-Airline angeflogen wurde, entstanden in Berlin und Dortmund erste deutsche Easyjet-Basen und Köln/Bonn wurde mit drei Zielen in England ebenfalls in den Easyjet-Flugplan aufgenommen.

Zur kurzen Erklärung des Begriffs Basis: Bei den Low-Cost-Airlines spricht man von einer Basis, wenn am Flughafen eigene Flugzeuge stationiert sind.

Die Basis in Berlin wurde am 28. April 2004 mit Flügen nach London Luton und Liverpool eröffnet. Schnell folgten weitere Ziele wie Paris, Athen oder Newcastle.
In Dortmund, auf der sogenannten "Startbahn Ruhrgebiet", wurde der erste Easyjet-Flug nach Palma de Mallorca am 15. Juli abgefertigt. Paris und Rom folgten noch am selben Tag, Alicante und Nizza einige Wochen später.
Als Reaktion auf die Ankündigung des Flughafen Dortmunds Easyjet würde in Dortmund eine Basis errichten, zog Air Berlin einen großen Teil seiner Routen vom Flughafen ab um den Konkurrenzkamp mit Easyjet auf Strecken wie nach London zu vermeiden.

Easyjet bietet heute 222 Routen zu 67 Flughäfen in ganz Europa an. Die Flotte bestand Ende 2005 aus 55 Airbus A319 und 54 Boeing 737, wobei die Boeings in den nächsten Jahren komplett durch die fabrikneuen Airbus ersetzt werden und die Flotte, sowie das Streckennetz weiterhin ausgebaut wird.


*** 2. Routen ab Deutschland ***

Ab Deutschland bietet Easyjet zur Zeit folgende Routen an:

Berlin Schönefeld nach:
Athen, Barcelona, Basel, Belfast, Bristol, Budapest, Genf Kopenhagen, Krakau, Liverpool, Ljubilana, London (Luton und Gatwick), Maastricht, Madrid, Mailand, Malaga, Neapel, Newcastle, Nizza, Olbia auf Sardinien, Palma, Paris (Orly), Pisa, Riga, Rom, Tallinn und Valencia

Dortmund nach:
Alicante, Barcelona, Budapest, Genf, Krakau, London (Luton), Mailand, Malaga, Nizza, Palma, Paris (CDG), Prag, und Rom

Köln/Bonn nach:
Liverpool, London (Gatwick) und Nottingham East Midlands

Hamburg nach:
Basel und Bristol

Bremen nach:
London (Luton)

München nach:
London (Stansted)


***3. Buchung***

Nun wisst

Bilder von Easyjet Airline
Easyjet Airline Bild 7914612 tb
Easyjet Machine - Bild von easyjet Airline limited!
Ihr also wer Easyjet ist und wohin ihr mit der Airline fliegen könnt. Doch was nützt einem das Ganze, wenn man nicht weiß wie, wo und wann man buchen soll.

Die Buchung geht direkt über die Easyjet Webseite (easyjet.com) oder über deren Telefonhotline. Das telefonische Buchen macht allerdings nicht unbedingt Sinn, da dort jeder Flug 7,50 Euro teurer ist, als wenn man das Ganze über die Webseite bucht.

Die Frage ist dann zu welchem Zeitpunkt man einen Flug buchen sollte. Diese Frage ist nicht ganz einfach und den wirklich optimalen Zeitpunkt zur Buchung zu finden, also den Tag, an dem es das günstigste Angebot gibt, das ist verdammt schwer.

Es gibt ja das hartnäckige Gerücht, dass derjenige welcher zuerst bucht, auch den günstigsten Platz bekommt. Dieses ist jedoch nicht ganz richtig. Häufig ist es so, dass die "normalen" Tarife durch Sonderaktionen nochmals unterboten werden. Über Sonderaktionen informiert die Seite von Easyjet selbst, oder der Newsletter, welcher dort kostenlos bestellt werden kann.
Wer etwas flexibel ist und vielleicht sein Reiseziel noch gar nicht so genau kennt, der kann beruhigt auf die Sonderaktionen warten. Wer allerdings an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Ziel möchte, dem empfehle ich möglichst früh zu buchen. Zwar kann es sein, dass es danach trotzdem noch eine Sonderaktion gibt, welche den Flugpreis unterbietet; dies ist allerdings reine Glückssache.

Die Flugpreise bei Easyjet beginnen (ohne Sonderaktionen) bei Flügen ab Berlin oder Dortmund bei 18,99 Euro (inkl. Steuern und Gebühren); bei Sonderaktionen kann man aber durchaus schonmal ab 11 Euro durch Europa jetten.

Ob man sich nun entschieden hat zu warten und dann während einer Sonderaktion bucht oder sich dafür entscheidet direkt zu buchen; der Buchungsablauf ist immer der Selbe.

Wie bei fast jeder Low-Cost-Airline beginnt man damit, sich den Start- und Zielflughafen, sowie die Reisedaten, über ein Pulldown-Menü auszusuchen.

Nach dem Klicken des "Jetzt Flüge suchen" - Buttons werden einem die Flüge des entsprechenden Tages, der Tage vor und nach dem gewünschten Datum, sowie die jeweiligen Preise (ohne Steuern und Gebühren) angezeigt.

Nach einem Klick auf den "Bestätigen" Button wird der Gesamtpreis (inkl. Steuern und Gebühren - in Dortmund etwa 9 Euro bis 10,50 Euro p.P.) angezeigt.

Man hat nun die Möglichkeit weitere Flüge (was sich vor Allem beim Zahlen per Kreditkarte lohnt - später mehr), eine Reiseversicherung oder Sportgepäck (Preis 22,50 Euro pro Stück und Flugsegment) der Buchung hinzuzufügen.

Für diejenigen, die schonmal bei Easyjet Airline einen Flug gebucht hat, besteht nun die Möglichkeit, sich in das eigene Profil einzuloggen. Wer noch nie dort gebucht hat, klickt den Button "Ohne Anmeldung" und kann dort seine Buchung fortsetzen.
Bei der Einwahl ins eigene Profil spart man sich die Eingabe der eigenen Daten, da sie schon gespeichert sind und kann später seine Buchung bequem von zu Hause abrufen.

Nach Klicken des Buttons für (noch) nicht registrierte Kunden, wird man nun aufgefordert ein Passwort und seine Emailadresse anzugeben. Dadurch ist man dann auch registriert und kann so, seine Buchung online einsehen und ändern.

Es folgt die Eingabe der Kontaktangeben der zahlenden Person, der Passagiernamen und der Zahlungsinformationen (also Kreditkarteninfos).

Nun kommt aber ein Haken:
Die Zahlung per Kreditkarte kostet 7,50 Euro, egal wie viele Personen auf wie vielen Strecken mitfliegen. Hat man nun nur ein One-Way-Ticket gebucht, dann kann dies schon den halben Flugpreis ausmachen. Bei Kreditkartenzahlungen macht es also Sinn möglichst viele Flüge zu buchen, wenn man denn öfters mal verreisen will.
Die Zahlung mit Debitkarten (also vorher aufgeladene Kreditkarten) kostet übrigens nur 1,50 Euro, die Zahlung mit Visa Electron ist sogar kostenlos.

Der Vorteil für deutsche Kunden:
Hey, welch Glück für uns Deutsche. Wer ein Bankkonto bei einer Bank in Deutschland besitzt kann auf den Button "Bezahlung mit Lastschriftverfahren" klicken. Die Bezahlung hierüber erfolgt ohne Gebühren. Man muss allerdings mindestens 14 Tage vor dem geplanten Abflug buchen und sollte den bei Flügen VON außerhalb der Eurozone erst auf Euro umstellen. Eine entsprechender Button befindet sich auf der vorherigen Seite.

Nachdem man alle Zahlungseingaben eingegeben hat und seine Flugroute nochmals überprüft hat, steht dem Flug eigentlich nichts mehr im Wege. Nach einem weiteren Klick auf den "Bestätigen" - Button dauert es einige Sekunden, bis man seine Bestätigungsnummer bekommt. Diese kann man direkt ausdrucken, bekommt den Flugplan aber auch nochmal per Email (nach einigen weiteren Sekunden) und kann über sein eingerichtetes Profil das Ganze ja auch nochmal online über die Easyjet - Homepage begutachten.

Wer seine Flugdaten online ändern möchte der kann dies übrigens auch über sein Profil auf der Easyjet-Homepage tun. Man spart sogar 7,50 Euro im Gegensatz zur Änderung durch das Call-Center, wobei sie immernoch 22,50 Euro + die Differenz zum neuen Flugpreis kostet.

Ein Umtauschen des Tickets ist nicht erlaubt.

Easyjet stellt wie alle Low-Cost-Airlines keine Papiertickets aus. Die Buchungsnummer und der Ausdruck ist das Einzige, was man bekommt.


***4. Jetzt gehts los - Das Einchecken***

Wer einen Flug gebucht hat, der möchte diesen sicherlich auch antreten. Los gehts wie bei jedem Flug mit dem Einchecken. Das Einchecken ist für alle Easyjet-Flüge 2 Stunden vor dem Start möglich. 30 Minuten vor dem Start wird der Fluggeschlossen.
ACHTUNG: Wer 29 Minuten vor dem Start am Easyjet-Check-In-Schalter auftaucht, der wird garantiert NICHT mehr mitgenommen. Also: Pünktlich sein!

Das Einchecken funktioniert eigentlich wie bei fast allen Airlines: Das Wichtigste ist allerdings, dass man einen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass...) zur Identifikation dabei hat . Welche Ausweise dafür gültig sind ist auf der Easyjet-Homepage genau beschrieben. Mit Personalausweis oder Reisepass kann man aber nichts falsch machen.

Nachdem man die üblichen Sicherheitsfragen (Haben Sie Waffen dabei, haben sie spitze Gegenstände im Handgepäck) "richtig" beantwortet hat, bekommt man seine Bordkarte, wo zwar kein Sitzplatz aber ein Buchstabe von A-D und eine Nummer aufgedruckt sind.

Was es damit auf sich hat, dazu später mehr.

Easyjets Freigepäckgrenze beträgt im übrigen 20 kg, sowie ein Stück Handgepäck in der Größe 55x40x20 cm, wobei darauf keine Gewichtsbegrenzung herrscht.
Für Übergepäck bezahlt man 8,50 Euro pro Passagier, wobei Gepäckstücke höchstens 32 kg wiegen dürfen und der Passagier nie mehr als 50 kg mitnehmen darf. Sportgepäck kostet 22,50 Euro kann und sollte aber schon bei der Buchung bezahlt werden. (siehe oben)

Auf der Boardingcard wir man nun aufgefordert sofort die Sicherheitskontrollen zu passieren, was natürlich nicht unbedingt Sinn macht, wenn man schon 2 Stunden früher eingescheckt hat. Zu viel Zeit sollte man sich allerdings auch nicht nehmen, denn bei einigen Zielen wird noch ein zweiter Sicherheitscheck durchgeführt und Easyjet gehört nicht zu den Airlines, die wegen eines Passagiers einen Slot (Zeitpunkt des Fluges) verpassen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Schlangen beim Check-In nicht unbedingt voll waren. Um nichts zu verpassen sollte man - gerade in Stoßzeiten (Ferien etc.) - allerdings spätestens 90 Minuten vor Abflug am Airport eintreffen.

Neu bei Easyjet sind die Eincheckautomaten, die man auch von großen Airlines wie British Airways oder Lufthansa kennt. Mit Hilfe seiner Kreditkarte oder Buchungsnummer kann man sich identifizieren, danach Bordkarte und Gepäckanhänger ausdrucken. An einem speziellen Schalter muss man seine Koffer dann nur noch abgeben. Selbst die Sicherheitsfragen kann man am Bildschirm beantworten.
Leider gibt es diese Möglichkeit bisher nur an den Flughäfen East Midlands, Genf und Berlin Schönefeld.


5. ***Boarding***

Nach Eincheck- und Sicherheitsprozedur kann es nun also losgehen. Wer das erste Mal mit Easyjet fliegt wird feststellen, dass gerade an den Basen Wände etc. "schön" orange gestrichen sind. Eine Allergie gegen diese Farbe sollte man also nicht unbedingt haben.

Wenn man am Gate ankommt, wird einem außerdem auffallen, dass dort vier veschiedene "Schlangen" aufgebaut sind.

Diese sind mit den Buchstaben A-D versehen, die auch schon auf der Boardingcard zu finden sind. Das System ist einfach: Die ersten 30 Passagiere, welche eingecheckt haben, bekommen den Buchstaben A auf ihrer Bordkarte, die Passagiere 31-60 bekommen ein B, von 61-90 bekommt man ein C und der Rest ein D.

Als erstes werden immer Passagiere mit kleinen Kinder oder hilfsbedürftige Passagiere (alte Leute, Rollstuhlfahrer...) zum Boarding aufgerufen.

Danach kommen Passagiere mit dem Buchstaben A, danach diejenigen mit dem Bustaben B, dann C, und zum Schluss die Leute mit dem Buchstaben D.

Praktisch gilt also: Wer zuerst eincheckt, darf auch zuerst ins Flugzeug. Es kann sich also lohnen etwas früher am Flughafen zu sein, wenn einem der Sitzplatz nicht egal ist.

Ich war übrigens immer etwa 60-90 Minuten vor Flugbeginn am Flughafen und hatte meist die Buchstaben B oder C. Wer als Erster reinwill muss also schon ziemlich früh sein.

Was mir an Easyjet sehr gefällt ist, dass das Personal sehr darauf achtet, dass auch wirklich nur diejenigen einsteigen, welche dazu auch berechtigt sind und Leute, die meinen sich mit Gruppe C-Boardingpass in die A-Schlange zu mogeln, rigoros zurückgeschickt werden.

Bei Boarden sollte man neben seiner Boardkarte übrigens auch sein Lichtbildausweis bereit halten, da dieser noch einmal gezeigt werden muss.


***6. Ich bin drin - Der Flug***

Bei den meisten Flughäfen und Flügen hat man nun die Möglichkeit entweder die Vorder- oder Hintertür zu benutzen um in das Flugzeug einzusteigen. Meine Erfahrungen zeigen, dass vorne immer mehr Gedränge herrscht als hinten, weshalb es Sinn macht den hinteren Eingang zu benutzen.
Nachdem man der Stewardess oder dem Steward noch einmal seine Boardkarte gezeigt hat kommt man nun in die Kabine.

Sofort fällt auf, dass diese schon ziemlich voll zu sein scheint. Aber der Eindruck täuscht. In der Angst keinen Sitzplatz mehr zu bekommen, setzen sich die Meisten Leute gerne in die Vorderen Fünf und die Hinteren zehn Reihen und versperren den Durchgang weil sie noch schnell ihr Handgepäck verstauen wollen, dann aber doch nochmal an die Tasche müssen, weil sie ihre Wasserflasche, Zeitung oder sonst irgendwas in dieser vergessen haben.

Aber keine Panik. Nachdem man sich den Weg in die Mitte der Kabine freigeschaufelt hat, kann man sich getrost in eine der leeren Reihen setzen. Oftmals ist es wirklich so, dass man während des gesamten Fluges eine Reihe für sich hat, während sich vorne und hinten alles zusammenquetscht.

Nachdem das Boarding abgeschlossen ist, beginnt auch schon die Sicherheitsvorführung und diverse Ansagen. Mir ist bei Easyjet sehr positiv aufgefallen, dass diese meist in der Sprache des Abflugortes, in Englisch und des Zielortes gehalten werden, wenn auch in einer der Sprachen meist nur über Band.
Trotzdem ein guter Service.


***7. Die Maschinen***

Easyjet setzt immer mehr auf Maschinen des Typs A 319 und bestellt diese Fabrikneu in Toulouse.
Bisher bin ich - wenn ich Easyjet geflogen bin - auch immer mit diesem Typ geflogen.
Die Maschinen sind brandneu, sehr leise und bisher waren sie - verglichen mit Ryanair - auch immer sehr aufgeräumt und sauber. Der Sitzabstand ist okay. Mit meinen 185cm hatte ich da noch kein großes Problem mit, zumal innereuropäische Flüge ja auch nicht ewig dauern. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass der Abstand größer ist als bei Germanwings oder HLX.


***8. Der Bordservice***

Wer kennt das nicht? Kaum ist Maschine in der Luft, schon bekommt man etwas zu Essen und zu Trinken. Bei Easyjet bekommt man dies auch, muss dieses aber bezahlen.
Günstig sind die Produkte des "Easykiosk" allerdings nicht gerade.

Ein Bier kostet stolze 5 Euro, Kaffee oder Tee 2,50 Euro. Die Cola (0,15l) ist für 1 Euro zu haben.

Snacks gibt es ebenfalls ab einem Euro, eine Tasse Suppe für 3 Euro und ein Baguette kann man für 5 Euro erstehen.

Man kann sich allerdings - außer alkoholhaltige Getränke - auch seine eigene Verpflegung mit an Bord nehmen.

Auch einen Shop gibt es an Bord. Neben diversen Easyjet Fanartikeln gibt es Perfum und auf Strecken außerhalb der EU (Schweiz...) auch Zigaretten oder Spiritousen zu kaufen.
Wirklich günstiger als am Boden sind sie allerdings auch nicht wirklich.


***9. Der Weiterflug***

Wer die Absicht hat einen Weiterflug zu buchen, dem sei geraten mindestens drei Stunden Zeit zwischen Landung und Start des nächsten Fluges zu lassen. Nach einem Easyjetflug muss in jedem Fall das Gepäck wieder abgeholt und neu eingecheckt werden. Ein "druchcheken" bietet Easyjet nicht an.
Aus eigener Erfahrung weiss ich (es war allerdings nicht mit Easyjet) wie teuer ein Flug werden kann, wenn man einen anderen auf Grund einer Verspätung verpasst. Easyjet - wie alle Low-Cost-Airlines - zahlen einem dann keinen Schadensersatz und man muss neu buchen, was am Flugtag sehr teuer sein kann.


***10. Pünktlichkeit***
Meine Flüge mit Easyjet waren stets Pünktlich. Eine Verspätung von 10 Minuten war das Meiste was ich bisher erlebt hatte. Dies ist aber in der Fliegersprache immer noch "on time" - also pünktlich.
Die Pünktlichkeitsstatistik von Easyjet ist nicht schlecht, hingt dem Wettbewerber Ryanair allerdings hinterher. Dies liegt allerdings auch daran, dass Easyjet meist die großen oder mittelgroßen Airports bedient. Ryanair dagegen fliegt Flughäfen in der Provinz an, wo oft nur deren Flieger anzutreffen sind und somit immer "Vorfahrt" haben.


***11. Sicherheit***
Das Sicherheitsempfinden in den Maschinen war immer ausgezeichnet. Es handelte sich immer um sehr neue Maschinen und Easyjet engagiert für die Wartung der Maschinen wird unter Anderem von Lufthansa Technik übernommen. Also: Absolut kein Grund zur Sorge. Easyjet spart an anderer Stelle.


***12. Probleme***
Ein großes Problem bei Low-Cost-Carriern entsteht meist dann, wenn es zu Flugverspätungen oder Ausfällen kommt. Diese weigern sich dann oft Anschlusstickets, Hotelübernachtungen etc. zu bezahlen. Zwar ist mir dies selbst bei Easyjet noch nicht passiert, dennoch habe ich gehört, dass diese Forderungen auch bei Easyjet oft auf taube Ohren stoßen.
Die EU hat jetzt allerdings Abhilfe geschafft und die Passagiere haben diverse Rechte bei Verspätungen und Flugausfällen verbindlich bekommen.
Welche Rechte das sind kann man an den Flughäfen oder direkt bei der EU bekommen.
Einfach mal bei Google "EU Passagierrechte" eingeben.
Falls es dann mal zu einem Problem kommt, ist es ratsam sich SOFORT an die Airline zu wenden, damit man seine Forderungen im Rahmen des EU-Rechts auch durchsetzen kann.
Sollten Sie vom Mitarbeiter der Airline darauf hingewiesen werden, dass die Airline solche Leistungen durch Ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen ausschließt, so ist das nicht richtig. Gesetze oder Verordnungen kann man nicht ausschließen, auch nicht durch AGBs!


***13. Fazit***
Ich war mit Easyjet immer sehr zufrieden. Sie haben brandneue Maschinen, welche meist sehr sauber sind, fliegen von größeren Flughäfen, die gut zu erreichen sind und waren meist pünktlich. Einziger Kritikpunkt ist die Verpflegung an Bord, welche bei anderen Low-Cost-Carriern (HLX, Germanwings) doch günstiger angeboten wird und die Unklarheit die bei Problemen auftreten kann, wobei das nicht nur ein Phänomen der Easyjet ist.

Nichts desto trotz - Easyjet hat sich die 5 Sterne redlich verdient. Ich kann diese Airline uneingeschränkt empfehlen und wünsche Euch allseits "Guten Flug!"
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
suju09

suju09

06.02.2009 18:24

Schöne Geschichte mit dem EU-Recht. Nur Recht haben und bekommen sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Easyjet hält sich systematisch nicht an geltendes Recht. DAS braucht man nur mal zu googeln!

Exlibris

Exlibris

30.05.2006 20:26

BH, sehr interesanter Bericht, viele Infos und schön geschrieben...

BigDaniel

BigDaniel

08.03.2006 02:53

Sehr ausführlicher Bericht; Klasse. Gruß aus Berlin

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