Durres, Albanien

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Durres, das albanische Tor zu Adria

5  21.06.2012

Pro:
exotisch

Kontra:
nicht viel

Empfehlenswert: Ja 

celles

Über sich:

Mitglied seit:27.02.2011

Erfahrungsberichte:992

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Grüß Gott aus Wien !

Die Stadt Durres war die zweite Station auf unserer Albanienreise im Mai 2012. Durres ist auch die zweitgrößte Stadt Albaniens und hat rund 115.000 Einwohner. Wenn man eine schönere Stadt zum Baden sucht, dann dort. Sie liegt direkt an der Adria und ihr Strand erstreckt sich meilenweit nach Süden. An diesem schönen Sandstrand liegen auch Hotels der gehobeneren Kategorie.


A L L G E M E I N E S

Die Stadt Durres gibt es schon sehr lange. Im 7.Jahrhundert vor Christi von den Griechen gegründet, hatte sie viele Funktionen. Die Via Egnatia begann in Durrës und führte bis Konstantinopel, was den Römern zu verdanken war. 1501 wurde sie von den Osmanen erobert, davor sogar von den Serben. Aber nur die Osmanen hinterließen ihre islamischen Spuren im Lande. Die Italiener tauften die Stadt Durrazzo. 1914 war Durres sogar eine gewisse Zeit Hauptstadt von Albanien.


K L I M A

Das mediterrane Klima hat sehr warme Sommer auf Lager, wo die Temperaturen im Oktober noch über 20 C liegen können. Im November fällt der meiste Niederschlag.


H A F E N

Der Hafen von Durrës befindet sich im Zentrum der Stadt. Er liegt in einem künstlichen Becken, das zwischen zwei Molen angelegt wurde. Die Einfahrt ist rund 180 Meter breit. Die gesamte Hafenfläche ist rund 760 Meter lang. Der Hafen wird derzeit renoviert und erweitert. Von ihm aus bestehen Bahnverbindungen nach Tirana.


B A H N H O F ::: V O N ::: D U R R E S

Der Bahnhof von Durres liegt im Stadtzentrum. Er ist ein modernes Gebäuden in Erdtönen. Vor dem Bahnhof findet sich ein Busbahnhof wieder. Im Bahnhof gibt es einen Imbiss. Auch ein Schild mit weißen Lettern lässt wissen, wo man sich befindet. Von Durres aus verlaufen Zugstrecken nach Vlora und Tirana.

Der Bahnhof machte eher einen sehr schlichten Eindruck. Er ist ja ein moderner Zweckbau ohne große Besonderheiten. Der Bahnhof hat nur einen Stock und ist in erster Linie Gelb bis so eine Erdtonfarbe. Die Fenster mit weißen Rahmen waren vereinzelt zu sehen. Die Bahnsteige waren in ganz gutem Zustand und waren zweckdienlich. Viele Züge standen dort nicht. Kein Wunder, auf vielen Strecken verkehrt nur ein Zug pro Tag in einer Richtung, z.B. nach Tirana oder Vlora. Der Vorbau in die Bahnhofshalle ist durch schöne, blauen Säulen gestützt.

Der Eingang vom Vorplatz in den Bahnhof ist sehr schmal und führt direkt in die Kassenhalle. Auch am Vorplatz war nicht so viel los. Hie und da stand ein Bus, der auf Fahrgäste wartete. Das für meine Augen
Bilder von Durres, Albanien
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Durres, Albanien 0001 - Durres, Albanien
Durres, Albanien
schönste, waren die einzelnen Palmen vor dem Bahnhof, die ihm einen tropischen Touch gaben. Was noch sehr auffiel, war der sehr große Absperrzaun entlang der Gleise. Auf einer gewissen Strecke nahm eine orangene Mauer den Bahndamm ein. Auf dem Zaun waren rund drei Meter hohe, weiße Buchstabe, die überdeutlich D U R R E S stand. Der Bahnhof ist durch die Palmen etwas schöner, als ohne, aber er bleibt nun mal ein Zweckbau.


I N N E N S T A D T

Downtown Durrës ist ein historischer Bereich der Hafenstadt. In ihr befinden sich das Amphitheater, die Ruinen der Stadtmauer, die Moschee, das Rathaus und der Bulevard Epidamn. In Downtown finden sich Geschäfte, Cafés und Restaurants wieder. Auch Märkte werden veranstaltet und zusätzlich gibt es etliche Grünflächen und Parks sowie Monumente.


A M P H I T H E A T E R

Bei unserem Aufenthalt in Durres musste uns natürlich das Amphitheater gezeigt werden. Als gilt von den Attraktionen her als das Aushängeschild der albanischen Hafenstadt. Wir kamen vom Bulevard Epidamn dorthin. Wir zweigten ab und nach einer Bauruine sahen wir schon die ersten Ausgrabungen. Alles soll so aus der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. stammen. Für 15.000 Leute soll das Theater geschaffen worden sein und hat eine Größe von 130 x 105 m. Es wäre noch größer, wenn man es weiter ausgraben könnte, aber die Anwohner verkaufen ihre Grundstücke nicht und daher steht man momentan an und es geht nichts weiter. Die Arena, die von Gras bedeckt ist, misst so 65 x 40 Meter. Sie haben wir eigentlich nicht betreten und das ist auch nicht vorgesehen.

Bei der Kassa erfuhren wir, dass das Theater in den 60er Jahren nur rein zufällig entdeckt wurde. Unter der Herrschaft von Enver Hoxha ging nicht viel voran und jetzt bestünde großer Nachholbedarf. Auch dürften die Stufen des Theaters sehr geschändet worden sein, weil sie heutzutage einen abgeschlagenen Eindruck machen und eher schwimmend ineinander übergehen.

Der Eintrittspreis war bei uns inklusive aber der an dem Holzkassenraum angeschlagene lag unter einem Euro. Wir waren nicht allein. Eine große englische Gruppe drängte sich die Stufen hinunter, genauso wie ein Hochzeitsfotograf mit seinem Model.

Unten angekommen konnten wir kurze Gänge unter den Tribünen bestaunen, die teils abgedeckt oder gestützt wurden. Auch ein kleiner Brunnenschacht war vorhanden. Die Wandmalereien waren in einem erbärmlichen Zustand und ich konnte die Heilgendarstellungen nur mit Mühe erkennen. Viel besser sah es da mit den Mosaiken aus, die abermals Heilige zeigten. An manchen Stellen konnte man wieder ins Freie gelangen. Auch zeigte man uns den mächtigen Hauptdurchgang in die Arena. Der ist nur teils ausgegraben, weil die Nachbargrundstücke in Privatbesitz sind.

Als Fazit würde ich sagen, dass das Amphitheater sich nicht von anderen stark abhebt. Es bietet auch nichts Außergewöhnliches, außer dass es in Albanien liegt. Der begehbare Teil ist relativ klein und mäßig gesichert. Man kann gerade mal über zwei Treppen rauf und runter gehen und einem längeren Gang folgen, das war es auch schon. Die Anlage ist leider in keinem guten Allgemeinzustand und viele historische Merkmale wurden kaputt gemacht oder wurden so vernachlässigt, dass sie kaum noch zu retten sind. Schade, denn es ist auch die Hauptattraktion der Stadt Durres, die sonst noch das Schloss und die Stadtmauern zu bieten hat.


M A U E R ::: D E S ::: A N A S T A S

Die Mauer des Anastas liegt im Zentrum von Durres. Sie ist eine Ziegelmauer, die heutzutage von einem Garten umgeben ist. Dort finden sich auch Palmenhaine und Sitzbänke wieder. Die Mauer wird von mehreren Toren durchbrochen. Entstanden ist sie zwischen 491 und 518.


B U R G ::: V O N ::: D U R R E S

Die Burg von Durrës liegt im Stadtzentrum. Sie wurde erstmals unter hellenistischer Herrschaft erbaut. Während der römischen Periode wurde sie wiederbefestigt. Die Hauptschutzmauern stammen aus der byzantinischen Zeit. Die Ottomanen haben die Anlage verkleinert. Im 16.Jahrhundert wurde sie zu einer Garnison. Sie ist noch immer mit ihren Türmen eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Durres. Am besten hat mir ein gut restauriertes Durchgangstor gefallen.


T O R R A ::: D U R R E S

Das Torra Durrës liegt im Zentrum von Durrës. Das Café ist in einem venezianischen Turm der Burg von Durrës untergebracht. Seinen Gästen bietet das Lokal einen Gastgarten auf der Aussichtsplattform des Turms. Neben warmen und heißen Getränken werden auch Kuchen und Imbisse serviert. Dies sah sehr schön aus, obwohl es uns oben fast zu windig war. Aber die Aussicht auf den Hafen und die Uferpromenade war unschlagbar.


S H E T I T O R J A

Die Shetitorja liegt im Zentrum von Durrës. Sie ist die Strandpromenade am Meer, die von einem Park begleitet wird. Neben einem Befreiungsdenkmal sind auch Säulen aus der hellenistischen Zeit anzutreffen. Die Promenade ist auch eine reine Fußgängerzone mit Sitzbänken und Straßenhändler. Auch eine Reihe an Cafés und Restaurants sowie Hotels sind dort vorzufinden.


E P I D A M N

Der Bulevardi Epidamn verläuft durch Durres. Er ist eine Einkaufsstraße, die von Palmen gesäumt wird. An ihm liegen etliche historische Gebäude und Ruinenreste sowie Cafés und Restaurants. Daneben haben sich auch Einzelhändler aller Couleur angesiedelt. Der Boulevard findet an der Hafeneinfahrt von Durres sein Ende.

Der erste Blick fiel auf die Moschee hoch über dem Boulvard, die nur über eine Reihe an Stufen zu erreichen war. Sie sah gut aus und war in einem tadellosen Gesamtzustand. Gegenüber stand ein Gebäude in einem italienischen Baustil, das über einen kleinen Glockenturm verfügte.

Die Straße strahlte für mich sofort ein exotisches Flair aus. Das war darauf zurückzuführen, dass die gesamte Straße von Palmen gesäumt war. Diese hatten eine dicken Stamm und gesund aussehende, wuschelige Palmblätter. Der Gehsteig darunter war mit Steinen ausgelegt, die auch etwas rutschig sein konnten.

Unser erster Stopp war die Behari Pasticeria. Die hatten neben Kaffee und Mehlspeisen auch offenes Eis zu bieten. Weil die Preise für eine Kugel nur bei 30 Cent lagen, kauften wir uns eine Tüte mit Erdbeere und Vanille, die sehr gut schmeckte.

Als sehr angenehm empfand ich, dass alle Häuser entlang der Straße in einwandfreiem Zustand waren. Sie sahen zum Großteil so aus, wie man es von italienischen Städten her kennt. Diese waren in verschiedenen Farben gehalten, hatten teils Erker oder kleine Türme, manchmal auch Balkons.

In diesen waren auch viele Einzelhändler untergebracht. Ich erinnere mich an Modegeschäfte, Optiker oder Läden für Haushaltsbedarf. Einen Supermarkt oder einen Souvenirladen suchte ich vergebens. Dafür gab es viele Bars und Cafés, die alle einen sehr sauberen und meist modernen Eindruck machten.

Eine nette Sache war auch, dass man am unteren Teil der Straße ausgegrabene Säulen aufstellte, was ein südländisches Flair noch weiter unterstrich.

Weniger gute Erinnerungen kamen beim Betrachten der beiden, jetzt bunt bemalten Bunker, von Enver Hoxha hoch, der sein Land immer vom Ausland bedroht sah und es jahrelang total abschottete.

Als Fazit sehe ich den Bulevard als sehr angenehme Flaniermeile mit Palmen, die man auch in einer italienischen Stadt vermuten könnte.


O R T H O D O X E ::: K I R C H E

Die Orthodoxe Kirche befindet sich im Zentrum der Stadt. Es handelt sich hierbei um eine weiße Kirche, mit roten Ziegeldächern. Die Kirche verfügt über einen mehrstöckigen Kirchturm mit Fenstern. Auch eine zentrale Kuppel ist vorhanden. Das Eingangsportal besteht aus sechs Rundbögen. Die Kirche liegt in einem eingezäunten Garten nahe des Hafens.


Anschließend verließen wir Durres und fuhren nach Vlora weiter.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
t.schlumpf

t.schlumpf

09.11.2012 02:22

LG von der Schlafmütze ;o)

miss_chocolate

miss_chocolate

21.08.2012 22:16

bh

Silberrakete1812

Silberrakete1812

29.06.2012 17:15

Hier ist das nachgereichte BH. LG Jan

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