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Dubai - Eine Region Im Wandel

3  29.10.2007

Pro:
faszinierende Bauten

Kontra:
unterschätzte Risiken

Empfehlenswert: Ja 

Natze

Über sich:

Mitglied seit:10.09.2000

Erfahrungsberichte:49

Vertrauende:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kein Reisebericht aber eine kurze Zusammenfassung über Dubai und sein Wandel. Vom Ölstaat zum Tourismusmekka.


Geographische Lage

Dubai liegt 6 Flugstunden von Frankfurt entfernt am Persischen Golf in den vereinigten arabischen Emiraten. Mit 1.4 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 3.900 Quadratkilometern ist Dubai das Emirat mit der höchsten Bevölkerungsdichte.

Geschichte

Schon 1580 wird Dubai das erste Mal schriftlich im Bezug auf den Perlenhandel erwähnt. Neben der Perlenfischerei ist Dubai auch noch eine Handelsstation für die arabische Welt und auch Fischer haben sich, angelockt durch die günstige Lage am Dubai Creek, angesiedelt. 1833 begann die Herrschaft der Al Maktoum Dynastie, die bist heute an der Macht ist. Zurzeit ist Mohammed bin Rashid al Maktoum Prinz von Dubai.
Durch das zweite Standbein als Handelsnation traf der Zusammenbruch des weltweiten Perlenhandels Dubai nicht so stark wie die anderen Emirate. Trotzdem atmete die Al Maktoum auf, als 1966 auch in Dubai Öl gefunden wurde.

Umdenken

Doch es gab ein Problem. Die Ölreserven im relativ kleinen Dubai langten nur für ca.50 Jahre. Die Al Maktoum suchten nach einer Lösung und fanden sie. Handel, Banken und Industrie musste angesiedelt werden. Wir lockt man Geschäftsleute? Mit optimalen Handelsbedingungen. Keine Zölle und kaum Steuern, kaum Umweltauflagen, neue Straßen und Büros schossen aus dem Boden und ein neuer Überseehafen wurde gebaut. Die Preise für Strom, und selbst für das im Wüstenstaat Dubai kostbare Wasser, wurden niedrig gehalten.
Als zweites Standbein neben der Wirtschaft wollte man Touristen anlocken. Doch 365 Sonnentage im Jahr reichen für Touristen nicht aus um sich für ein Ziel zu entscheiden. Doch die Touristen kamen, durch waghalsige und spektakuläre Bauten. 2006 waren es bereits 6 Millionen, bis 2010 sollen 15 Millionen Touristen jährlich kommen. Der Staat fördert die Tourismusindustrie zwar, doch es sind meist private Investoren die in die Wüste Geld pumpen. Angelockt unter anderem von geringen Bauvorschriften. Doch wieder gab es ein Problem, das von den al Maktoum genial gelöst wurde. Jeden Sommer gab es in Dubai das Sommerloch, doch 1997 führte Scheich Mohammed die "Dubai Summer Surprises" ein. Unter dem Motto "Dubai Miles of Smiles" und mit dem Maskottchen Modhesh finden in Dubai eine Vielzahl von Aktivitäten statt. Über ein Shopping Festival und die Fifa Beach Soccer World Cup, wie verschiedene Dinge speziell für Kinder. Die Hotelbelegung schnellte dadurch von 40% auf 90% in die Höhe.

Abgeschlossene Projekte

Um Touristen anzulocken, sparte man keine Kosten und Mühen. So baute man zum Beispiel das Burj al Arab, mit 321 Metern das höchste Hotel der Welt, und mit 7 Sternen zählt es zu den luxuriösesten. Mit de, Burj Dubai kam Dubai das erste Mal groß in die Schlagzeilen. Ganze Reportagen wurden dem Luxus Hotel gewidmet und es wurde zum Wahrzeichen für die Stadt, zum Beispiel ist es auch auf den Autokennzeichen vertreten.

Ein weiteres riesiges Projekt ist "The Palm Jumeirah". 2001 begann man mit riesigen Schiffen Sand auf das Kontinentalschelf von Dubai aufzuhäufen. So entstand nach und nach eine Insel in Form einer Palme. Man baute "The Palm Jumeirah" um die natürliche Küstenlinie Dubais zu verlängern, denn sie misst nur etwa 75 Kilometer. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 3 Milliarden Dollar. Doch die Investition hat sich scheinbar gelohnt. Schon knapp drei Wochen nach Verkaufsstart waren die Grundstücke für Villen und Appartements auf der Palmeninsel ausverkauft.

Projekte und Planungen für Die Zukunft

Doch mit einer Palme gab sich der Prinz von Dubai nicht zufrieden. 2008 wird "The Palm Jebel Ali" fertig gestellt, und in 10-15 Jahren gesellt sich die dritte im Bunde "The Palm Deira" zu den anderen zwei hinzu. Am Ende wird die Küstenlänge von Dubai durch die 3 Palmen um 520 Kilometer erhöht. Außerdem wird bald das nächste Projekt im Meer fertig gestellt. "The World". Die Shilouette der Welt wird vor der Küste Dubais entstehen. 300 Inseln bilden jeweils ein Land/ Staat, kleinere Länder werden zusammengefasst. "The World". Zwischen den kleinen Inseln werden ca. 100 Meter Platz sein. Sie werden nur mit Hubschrauber oder Boot erreichbar sein. Und obwohl das Projekt noch nicht abgeschlossen ist, sind auch hier bereits 150 der 300 Inseln verkauft. Möchte man eine Insel kaufen und hat das nötige Geld, dann muss man sich mit seiner Idee beim Scheich bewerben. Er entscheidet persönlich ob das Konzept für die Insel, in das Gesamtkonzept von "The World" passt.

Ein anderes riesiges Projekt in Dubai ist "Dubailand" ähnlich wie Disneyland entsteht in der Wüste ein Freizeitpark der 6 Themengebiete verbindet, wie Sport und Freizeit, mit der größten Skihalle der Welt, aber auch eine Shoppingmall und Luxushotels zum Übernachten. Täglich sollen 200 000 Touristen nach Dubailand kommen.

Außerdem soll an der Küste noch die "Dubai Waterfront" entstehen. Das größte von Menschenhand geschaffene Ufer würde größer als die Stadt Köln seit und Platz haben für 400 000 bis 750 000 Menschen. Auf der Dubai Waterfront soll außerdem der höchste Wolkenkratzer der Welt entstehen, mit 1050Metern.

Des Weiteren befindet sich gerade der "Burj Dubai" im Bau. Im Februar 2004 wurde der Grundstein für das Fundament gelegt. Mittlerweile ist der Burj Dubai das höchste freistehende Gebäude der Welt. Mit 585,5 Metern (Stand 24.Oktober 2007, www.burjdubai.com) ist er größer als der Taipeh 101 mit 508 Metern. Die genaue Höhe wird von den Bauherren streng Geheim gehalten, damit die Konkurrenz nicht einfach höher baut. Mittlerweile geht man allerdings von einer Endhöhe von 818Metern aus.

Kritik und Gefahren

Doch auch in Dubai ist nicht alles Gold was glänzt. So wird zum Beispiel bei den Palmenprojekten zwar darauf geachtet das Keine Korallenriffe zerstört werden, doch man weiß nicht was passiert wenn man von einer Stelle mehrer Millionen Kubikmeter Sand wegschaufelt. Es ist zu befürchten das das Gleichgewicht im Ozean kaputt geht und somit auch viele der sensiblen Korallen. Ganz zu schweigen wie viel Energie es kostet eine solche Masse Sand (fast) sinnlos von einer Ecke zur anderen zu Karren.

Ein Weiteres Problem ist das kopieren vom Westen. Man muss bedenken, dass man immer noch in einem arabischen, muslimischen Land ist, indem die einheimischen Frauen verschleiert sind und auch die terroristischen Zellen und Unruheherde sind nur einen Katzensprung entfernt. Hier tauchen gleich mehrere Probleme auf. Einmal finden die Terroristen den Größenwahn des Scheichs nicht gut, denn er ist eigentlich typisch westlich. "Das größte Gebäude"; "Die größte von Menschenhand geschaffene Insel"; " Disneyland" und so weiter. Auch die Abschottung der Reichen und privilegierten auf Inseln stellt für die meisten Terroristen ein Problem dar, denn auch das ist typisch westlich, siehe Malibu. Wenn die Region Dubai zu gefährlich für Touristen wird, bleiben sie aus. Egal mit was für Schnäppchen und Luxus Dubai lockt.

Es bleibt abzusehen was passiert. Der Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum jedenfalls sieht optimistisch in die Zukunft und glaubt an das Märchen von 1001 Nacht, in Verbindung mit westlicher Moderne.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
elguwi

elguwi

13.03.2011 08:36

Trotz der wissenswerten Fakten und dem gelungenen Schreibstil ohne Bewertung. Bei Ciao geht es vorrangig um eigene Fakten. Auch mit Mühe kann ich keine herausfiltern.

Miamibeach-Mike

Miamibeach-Mike

30.10.2007 08:45

Sorry zu der harten Wertung, aber hier geht es um persönliche Erlebnisse und Erfahrungen. Dein Bericht ist sicherlich informativ, hat doch aber nichts wirklich mit einem eigenen Aufenthalt und Erlebnissen zu tun?! Sorry!

AliAsAliAs

AliAsAliAs

29.10.2007 17:13

Dubai ist so dekadent. danke für die Bilder und die Infos. gruß vom alias

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