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Erfahrungsbericht

für Dresden
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5 Sterne Vielleicht eine der schönsten Städte Deutschlands Bericht mit Bildern
55 von 55 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander...

Kontra ... aber viel zu viele um sie an einem Tag zu entdecken

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

andreasloy Seit 10 Nov 1999

Bin 34 Jahre alt, Bürokaufmann und gehe als Ausgleich zum Alltag ins Fitness-Studio... mehr

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Dresden liegt von den meisten Bundesländern aus gesehen nicht allzu zentral erreichbar - vor allem nicht, wenn man mit der Bahn anreist. Recht gute Verbindungen gibt es zwar aus Richtung Berlin, Wiesbaden - Mainz - Frankfurt - Fulda - Eisenach - Erfurt - Weimar - Leipzig, aber aus Bayern? Von Nürnberg und Würzburg gehts ja noch, aber von München oder Augsburg fährt man schon lange. Mit einem Umstieg in Fulda ab Augsburg etwas über sechs Stunden (ICE auf ICE), mit einem Umstieg in Nürnberg (ICE auf IC) sechseinhalb Stunden. Doch das soll sich ändern - zwar werden die IC-Züge Nürnberg - Dresden ab Ende 2006 gestrichen, aber dafür ein 2-Stunden-Takt mit Regionalzügen eingeführt. Kurioserweise sollen diese Regionalzüge die Strecke Nürnberg - Dresden in 4 Stunden und 20 Minuten schaffen (die IC brauchen für die Strecke heute fünf Stunden). Damit müßte ab Augsburg eine Reisezeit von 5 Stunden 45 Minuten möglich sein, ehrlich gesagt auch noch lang. Vor allem wenn man bedenkt, dass ein ICE für die Strecke Augsburg Hbf - Würzburg - Kassel - Hannover - Hamburg Hbf 5 Stunden 20 Minuten benötigt. Der Bahnhof Dresden Hauptbahnhof wird zur Zeit umgebaut und erhält eine DB-Lounge. Im Bahnhof Dresden-Neustadt halten Fernverkehrszüge aus/nach Richtung Leipzig und Berlin.

Dresden liegt im Bundesland Sachsen (120 Meter über dem Meer) vor den Toren der Sächsischen Schweiz und hat 478.000 Einwohner. Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut - es gibt drei S-Bahn-Linien, 12 Straßenbahn- und 27 Buslinien. Zusätzlich gibt es zwei Bergbahnen, Elbfähren und die Dampfer der säschischen Dampfschiffahrt. Das Klima in Dresden ist vor allem im Sommer mild, im Hochsommer auch mal heiß (selbst Mitte September sind Temperaturen von 25 Grad durchaus noch normal). Eine natürliche Dunstglocke verhindert die nächtliche Auskühlung. Im Winterhalbjahr allerdings sollte man sich warm anziehen - je nach Wetterlage kann es auch mal längere Zeit Dauerfrost geben.

DRESDEN-NEUSTADT

Meinen Ausflug nach Dresden habe ich in Dresden-Neustadt begonnen. Rund um den Albertplatz befinden sich schöne Häuser und Brunnen, an der Elbe gibt es das Museum für Völkerkunde, das Japanische Palais und das Königsufer. Wer die Elbe zum Beispiel an der Augustus- oder der Carolabrücke (gute Sicht auf Elbe, Dampfer und Frauenkirche!) überquert, kommt in die

INNENSTADT

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dresdens liegen nahe beieinander. Terrassenufer und Brühlsche Terrasse laden zu Spaziergängen an der Elbe ein, an der Brühlschen Terasse befindet sich auch eine Freitreppe mit den vier Skulpturengruppen "Die Tageszeiten". Im nahem Umkreis finden wir den Zwinger (eines der bekanntesten Baudenkmäler der Welt sächsischen Barocks - auch der Innenhof ist sehenswert), Residenzschloss, die wiederaufgebaute Frauenkirche, Schinkelwache und Semperoper. An die Sehenswürdigkeiten schließen sich die Einkaufsmeilen Altmarkt und Prager Straße an, wobei letztere als Fußgängerzone zum Hauptbahnhof führt. Unweit des Hauptbahnhofs befindet sich das Deutsche Hygiene-Museum (es ist interessanter als der Name vermuten lässt, ausgestellt ist dort auch der "Gläserne Mensch" und es gibt viele Themenbereiche) und der knapp 2 km lange und 1 km breite Große Garten, durch den auch eine 5,6 km lange Parkeisenbahn fährt (5 Bahnhöfe, Rundfahrt ca. 45 Minuten, www.liliputbahn.de). Im großen Garten gibt es auch einen zoologioschen und botanischen Garten, das Restaurant Carolaschlösschen und der Carolasee lädt zu einer Bootsfahrt ein.

Zwischen den Stadtteilen Blasewitz und Loschwitz steht das "Blaue Wunder" - eine strompfeilerfreie Brücke über die Elbe mit einer Weite von 141,5 m. Die bläuliche Stahlkonstruktion wiegt beachtliche 3500 Tonnen. Seit 1893 kann man hier die Elbe überqueren. Über der Elbe, in Loschwitz gibt es am Körnerplatz die Standseilbahn hinauf zum Restaurant Luisenhof mit Aussichtsterasse auf Elbe und Blaues Wunder, wenige Minuten vom Körnerplatz entfernt die Schwebebahn nach Oberloschwitz. Wer statt über den "Großen Garten" entlang der Elbe Richtung Blaues Wunder geht (oder es bei einer Schiffahrt gemütlich angehen lässt) sieht drei Elbschlösser nah beieinander: Schloss Albrechtsberg, Villa Stockhausen und Schloß Eckberg.

UMGEBUNG

In der Umgebung von Dresden befinden sich weitere lohnenswerte Ziele, die meist alle gut mit der S-Bahn oder Bussen zu erreichen sind: Meißen, das Wasserschloss in Moritzburg, Radebeul (auch mit der Straßenbahn zu erreichen, Überlandlinie) mit Umsteigemöglichkeit zur dampfbetriebenen Schmalspurbahn mit Namen "Lößnitzdackel" bzw. "Lößnitzgrundbahn". Pirna und Bad Schandau sind ebenfalls lohnenswerte Ziele, selbst die Bahnfahrt Dresden - Bad Schandau mit S-Bahn oder EuroCity ist ein Highlight, führt die Bahnstrecke doch fast stets an der Elbe entlang (Richtung Bad Schandau in Fahrtrichtung links sitzen), kurz vor Bad Schandau wird die Fahrt sogar im EuroCity gemächlich, einige Kurven und Felshänge zwingen zu langsamer Fahrt. Bad Schandau ist Grenzbahnhof, von hier aus ist die Tschechei nicht weit. Fast direkt am Bahnhof von Bad Schandau gibt es eine Fähre zur Innenstadt (beides sehr sehenswert, vor allem der Stadtpark/Kurpark wo auch eine historische Straßenbahnlinie an Felsen entlang zum künstlich angelegten Lichtenhainer Wasserfall fährt).

FAZIT

Auch wenn in Dresden alle wichtigen Sehenswürdigkeiten nahe beieinander liegen - es war ein Trugschluss zu glauben, das ich fast alles in einem Tag sehen kann. Deshalb werde ich wiederkommen und dann direkt in Dresden Urlaub machen, beim ersten Besuch hatte ich eine Übernachtungsmöglichkeit in Leipzig). In Dresden selbst hat mir vor allem die Innenstadt/Altstadt gefallen und der Ausblick von der Carolabrücke aus auf Elbe und Frauenkirche war einfach überwältigend. Ich bin froh, diese NICHT per Trambahn sondern zu Fuß überquert zu haben. Mein Geldbeutel war weniger froh, ich habe allein von der Carolabrücke aus gut fünfzehn Bilder fotografiert die dann auch fast alle zum Entwickeln gingen ;-)

UPDATE vom 02.04.2006

Als ich im September 2005 in Dresden war, hatte die Elbe Niedrigwasser, der Pegel dürfte knapp unter dem Normalwert von 2 m gelegen haben. Im August 2002 stieg der Elbpegel in Dresden nach tagelangen Regenfällen (die auch in Bayern schwere Schäden anrichteten) auf die Rekordmarke von 9,40 m.

Ende März 2006 schwoll die Elbe wieder an - nach langem Winter kam das Tauwetter, und damit die Schneeschmelze. Und nicht nur die, immer wieder sorgten auch teils heftige Schauer und manchentags Dauerregen für das Steigen der Pegel. Am Sonntagmorgen des 02.04.2006 wurde in Dresden ein Pegelstand von 7,35 m gemessen, er stieg bis zum Dienstag morgen (04.04.2006) noch auf 7,49 m bevor er ganz langsam zu sinken begann. Der Rekordpegel von 2002 wurde glücklicherweise nicht erreicht - das ist allerdings nur ein schwacher Trost, wenn man bedenkt dass der normale Pegelstand etwa 2 m beträgt.

Die Bilder im Fernsehen machen betroffen - auch die aus Bad Schandau, da wo in den ZDF-Nachrichten vom 31.03.2006 das Tor eingeblendet war konnte ich ein halbes Jahr vorher noch trockenen Fußes gehen, da war die Elbe noch etwa 500 Meter weit weg und gut 400 Meter tiefer gelegen.

Andreas

Bilder

für Dresden
Augustusbrücke mit Straßenbahn
von andreasloy andreasloy

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Kommentare

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  • bcll 19.10.2007 11:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • emem 10.06.2006 19:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • michay 13.05.2006 12:18
    Bewertete diesen Bericht als
    hilfreich

    Schöner Bericht, allerdings - wenn du Neustadt schon erwähnst, warum nicht das Kneipenviertel? In der Neustadt gibt es zwischen Louisen - Alauenstraße, Bischoffsweg eine Kneipe an der anderen und das ist für Touristen sicher auch interessant. Dann wäre es hilfreichen wenn man zur Villa Stockhausen auch den weitaus gängigeren Namen: Lingnerschloss erwähnen würde. Viele Grüße aus Dresden

  • DamonaKing 04.04.2006 17:17
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ein wirklich tadelloser Bericht zu einer schönen Stadt, ein BH von mir, Gruss Damona

  • b.jupiter 04.04.2006 08:44
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Sollte es mir mal ansehn, z.Z. liegt ja alles unter Wasser. Guter Bericht, LG Birgit

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