Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro gute Lage, Housekeeping freundlich, Ambiente
Kontra unfreundlicher Service in Restaurant und Empfang, geringe Statusakzeptanz, fehlende Wellnessausstattung
Im Vorfeld meiner USA Reise im Januar 2006 hatte ich überlegt welches der Häuser des Hilton Konzerns ich in Chicago aufsuchen wollte. Mehrere Berichte in verschiedenen Foren im Internet gaben ein sehr geteiltes Bild, von Lob bis Verriß war alles dabei. Es sollte ein etwas besseres Haus sein, andererseits aber auch im preislichen Rahmen bleiben. Damit was das ″Conrad″ aus dem Rennen, blieben noch ″Palmer House Hilton″ und das ″The Drake Hotel″. Letztlich gab dann die günstigere Rate den Ausschlag für das Drake und ich wollte es auch selbst einfach mal ausprobieren.
Das Drake Hotel liegt am nördlichen Ende der Magnificent Mile, wie die Michigan Avenue im nördlichen Teil genannt wird, in der sie Haupteinkaufsstraße ist. Das Drake liegt dabei direkt hinter dem John Hancock Center am East Walton Place und direkt am See (an dessen Rand sich allerdings noch der Lake Shore Drive entlang schlängelt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Erreichbarkeit mittelpächtig, die Busse die über die Michigan Avenue fahren halten alle am oder in der Nähe des John Hancock Centers bzw. des Water Tower Place. Die Red Line Bahn verläßt man am besten an der Station ″Chicago″, muß dann allerdings noch gute zehn Minuten zu Fuß gehen, was ich mit großem Gepäck eher nicht empfehle. Es gibt allerdings Airport Shuttle Busse die das Drake direkt anfahren, von Midway Airport braucht man ca. 45 bis 60 Minuten, von O'Hara etwa fünfzehn bis dreißig Minuten länger, je nach Verkehrslage.
Damit liegt das Drake zwar eher am Rande der Innenstadt, aber die City con Chicago ist nicht so groß, als daß man nicht alles recht bequem zu Fuß erreichen könnte. Wer shoppen will, ist in dem Hotel gut aufgehoben, gilt doch die nahe Oak Street als Nobelstraße und auch das Water Tower Plaza mit unzähligen Geschäften ist noch keine fünf Minuten entfern. Das Geschäftsviertel bzw. die "Loop" sind etwas weiter weg. Weiter ist relativ, man braucht gemütlich ca. eine halbe Stunde dann ist man auch dort per Pedes.
Das 537 Betten Haus (darunter 74 Suiten) wurde in den zwanziger Jahren erbaut und zuletzt 2003 renoviert. Auf einem quadratischen Sockelgeschoß thront das zehngeschossige Hotel in Form eines H. Von außen macht es nicht so viel her, man sieht dem Hotel das Alter durchaus an. Dies ändert sich wenn man den Eingang durchschreitet. Im Erdgeschoß befinden sich einige Geschäfte und Restaurants, die Lobby erreicht man über eine breite mit rotem Teppich ausgelegte Treppe. Der Portier empfängt einen und nimmt sich des Gepäcks an, ganz wie man es von einem upscale Hotel erwartet.
Wer die Treppe nach oben geschritten ist steht in einer größeren Halle. Linker Hand, einige Treppenstufen nach oben ist die Bar und die "obere Lobby". Hier geht es auch zum Restaurant Drake Brothers und einigen Konferenzräumen. Rechter Hand ist die Rezeption und das eher kleine Business Center. Das Interieur kann sich sehen lassen, es ist opulent allerdings auch amerikanisch verspielt. Die Belle Epoque läßt grüßen, wer Design a la W-Hotels erwartet ist hier definitiv verkehrt. Es wirkt etwas plüschig und erinnert dann auch eher an die europäischen Grand Hotels der zwanziger Jahre als an die designorientierten asiatischen Häuser wie das Westin Kuala Lumpur, das J.W. Marriott oder Conrad in Hongkong oder auch das Mandarin Oriental in New York.Die Zimmer erreicht man über sechs zentrale Aufzüge. Auch hier, rote Sitzbänke in den Aufzügen und Deckenleuchten lassen mich in die 20er Jahre zurückversetzt fühlen. Die Aufzüge schienen allerdings zumindest modernisiert worden zu sein. Die Etagen Flure sind erstaunlich breit und setzten den in der Lobby gewonnen Eindruck fort. Auch hier erinnert vieles in Design an die Erbauung des Hauses. Ordentlich gepflegt, nicht ganz so opulent wie die Lobby.
Ein Tribut an das Alter des Hauses ist der fehlende Pool, das Fitneßcenter wird gerade renoviert, es gab aber einen Ersatz in einem Besprechungsraum in der zweiten Etage. Das dort aufgestellte Equipment war von unterschiedlichem Alter aber durchaus akzeptabel. Wie so oft sorgte auch hier "Life Fitness" für die Ausstattung; dies hat immerhin den netten Vorteil, daß ich die Geräte mittlerweile bedienen kann. Obst und kleine Evian Wasserflaschen ersetzten hier den fehlenden Wasserspender, auch Handtücher lagen bereit. Nervig indes die immer auf- und abdimmende Deckenbeleuchtung, einzig die Wandleuchten leuchteten konstant. Die im Raum erscheinenden Mitarbeiter des Hotels bemerkten dies, unternahmen aber keinerlei Anstrengungen dies abzustellen.Das Hotel verfügt im Straßengeschoß über einige Geschäfte in einer Shopping Arcade und auch ausgezeichnete Restaurant. Das ″Coq d'Or″ ist von 11.00 Uhr bis 02.00 Uhr geöffnet und serviert neben Cocktails, Wein und Bier auch kleine internationale Gerichte. Das ″Drkae Brothers″ ist von 06.30 bis 11.30 Uhr geöffnet und von 17.30 bis 22.30 Uhr und hier gibt es neben dem morgendlichen Frühstück vor allem Steak Gerichte. Wer Glück hat erwischt einen Tisch mit Blick auf den See, der von einem `breathtaking` wie die Anpreisung im Hotelprospekt behauptet weit entfernt ist. Das eher formelle und u.a. vom Zagat Report ausgezeichnete Restaurant ″Cape Cod Room″ ist bekannt für Fischgerichte. Es ist mittags geöffnet von 11.30 bis 14.30 Uhr und abends von 17.30 bis 23.00 Uhr, freitags und am Wochenende durchgehend, geöffnet. Der ″Palm Court″ ist ein klassisches Lobby Restaurant in dem u.a. HIghtea serviert wird und mittags zwischen 14.00 und 16.20 Uhr eine Harfinistin spielt (Gruß an das Waldorf=Astoria). Die Restaurants sind in Ausstattung und Ambiente genau wie der Rest des Hauses. Opulent in Dekor und Ausstattung ganz im Stil des restlichen Hauses. Allerdings setzen hier und dar auch einige Lampen oder Objekte moderne Akzente.
Insgesamt stehen 16 Tagungs-, Ball- und Konferenzräume zur Verfügung, die individuell eingerichtet werden können. Modernen Tagungs- und Konferenztechnik, so das Hotel, stehen zur Verfügung.
--------------
SERVICE / CHECK-IN
--------------
Ich machte mich also auf dem Weg zu meinem Zimmer. Dies lag direkt neben dem Aufzug gegenüber der Wäscheklappe und dem Zugang zum Serviceaufzug. Das Housekeeping noch bei der Arbeit war konnte ich auch sofort einen Eindruck davon gewinnen, das die Lage zwar ´verkehrsgünstig´ war, aber nicht gerade ruhig. Das Zimmer hatte Blick auf den See, allerdings befand sich vor dem unteren Fenster ein feines Gitter, wahrscheinlich um Vögel daran zu hindern sich auf dem Fenstersims niederzulassen. Insoweit war der Blick auf den See etwas getrübt. Ansonsten war es ein Standardzimmer. Okay, ich habe Hilton Honors Gold Status (es gibt Blaus als Grundstufe, dann Silber (ab 4 Nächten), Gold (ab 16 Nächten) und Diamond (ab 28 Nächten)) und einer der Benefits ist falls vorhanden Executive Floor oder zumindest ein Upgrade. Aber neben dem Aufzug und damit einem der unruhigsten Zimmer bin ich noch nie gelandet, schon gar nicht als Gold. Ich akzeptiere ja viel und bin sicherlich nicht derjenige der wegen jeder Kleinigkeit meckert, aber Zimmer nicht auf Executive Floor, unruhiges Zimmer und Standardzimmer ließen mich in Anbetracht des schon beim Einchecken gewonnen schlechten Eindrucks dann doch zum Check-In zurückkehren. Dort trieb dann der Mensch am Empfang auf meinen Einwand der unruhige Lage und des fehlenden Executive Floor Zimmers meine Laune endgültig auf den Nullpunkt. Er erklärte verstehe nicht was ich hätte. Sie würden nur Diamonds auf den Executive Floor upgraden und ich hätte doch Seeblick. Dann wandte er sich wieder dem Computer zu. Bei allem Respekt, so behandelt man nicht mal Standardkunden. Das Hotel was nicht voll gebucht, eine Zimmertausch daher das mindeste gewesen. Lounge Access ist Benefit, aber ich hätte es noch akzeptiert, wenn ich zumindest ein anderes Zimmer bekommen hätte.
Gute Miene zum bösen Spiel machen, zurück aufs Zimmer. Das Gepäck wurde prompt gebracht. Immerhin lächelte der Doorman zur Abwechslung mal.Ich habe mich mit Frustkäufen und Tempotraining auf dem Laufband abreagiert.
Ich muß allerdings ehrlicherweise einschränken, ich hatte diese Berichte im Vorfeld gelesen. Es scheint hier wirklich darauf anzukommen, an wen man gerät. Amerikanische Freunde berichteten mir, dies könne einem im Drake auch als Diamond passieren. Das Hotel würde noch immer von dem Ruf zehren, den es mal gehabt hat. Gerade wer eher die günstigen Raten bucht, braucht nicht damit zu rechnen irgendwelche der eigentlichen zustehenden Benefits in Bezug auf Zimmer zu bekommen.
--------------
ZIMMER
--------------
Das Zimmer ist groß, verfügt aber nur über ein kleines Fenster und war daher eher dunkel. Vor dem Fenster ein Sessel nebst Beistelltisch. An der einen Wand das Bett mit zwei Nachttischen nebst großer Nachttischlampe, davon eine mit Fehlfunktion; sie ließ sich erst mit dem zweiten Dreh anschalten. Gegenüber dem Bett ein Schrank in dem sich der Fernseher nebst Safe verbarg. Rechts daneben der Schreibtisch, ausreichend groß zum arbeiten, aber er hätte etwas größer sein können. Der Schreibtischstuhl war unbequem Modenanschluß war vorhanden, benutzt indes habe ich ihn nicht. Links neben dem Fernseher die Minibar. Das Angebot war ausreichend, die Preise verhältnismäßig hoch (Evian 4,50 USD, Bier 6,00 USD, kalifornischer Weißwein 18,00 USD, Erdnüsse 4,00 USD). Überrascht und verärgert, es gab eine Kaffeemaschine für eine Tasse. Gut, akzeptiere ich ja noch. Aber der Kaffee kostete 1 USD und das fand ich dann doch eher ein "rip off". Der ist in jedem Holiday-Inn und in jedem Hampton-Inn im Zimmerpreis drin. Besonders ärgerlich, dies sah man erst dann, wenn man einen Blick auf die Preisliste der Minibar tat, was ich grundsätzlich mit als eines der ersten Dinge tue, da ich bei jedem Zimmer, das ich bewohne einer Art Checkliste durchgehe. Der Schrank war ein großzügiger Wandschrank mit regulären Bügeln, in dem sich auch das Bügelbrett und die beiden Bademäntel befanden.
Die Atmosphäre im Raum war irgendwie ungemütlich. Die dunklen Möbel und die fehlenden Bilder an der Wand gepaart mit der schlechten Beleuchtung ließen mich hier nicht richtig heimisch fühlen. Vielleicht war auch meine Grundeinstellung mittlerweile dermaßen auf dem Nullpunkt, aber ich denke ich bin noch objektiv. Denn der Grund hierfür liegt m.E. in dem Zimmer selbst. Die Zimmer sind, insoweit typisch für einen Gebäude aus dieser Zeit, hoch. Das heißt die Wandflächen sind gleichfalls groß. Wahrscheinlich hätte ich den Eindruck nicht, wenn der Raum nicht so hoch wäre, daß auch über Fernsehschrank und Schreibtisch noch viel Platz wäre. Vielleicht hätte auch eine andere Beleuchtung etwas gebracht oder ein zweier Sessel, aber so wirkte der Raum insgesamt etwas verloren.Das Mobiliar war in tadellosem Zustand, einzig die Türen zum Einbauschrank waren etwas abgenutzt und wirkten durch das häufigere Überstreichen (so meine Vermutung) etwas billig und unattraktiv. Insgesamt merkte man die noch nicht lange zurückliegende Renovierung doch noch anhand des guten Gesamtzustandes der Zimmer.
Wie für viele amerikanischen Hotels gilt auch hier die Lampen sind nicht zentral zu steuern sonder nur an der Lampe selbst. .Die Matratze war noch okay, sie hätte ruhig etwas härter sein können.
Die Aussicht auf den See und den Lake Shore Drive sind eigentlich recht schön, es stört lediglich das feinmaschige Netz vor der unteren Hälfte der nicht zu öffnenden Fenster. Das Hotel ist klimatisiert und die Klimaanlage recht modern. Sie arbeitet elektronisch und temperaturgesteuert und schaltet sich ein wenn notwendig. Sie läuft leise, effektiv und zugfrei und was mal ein positiver Punkt. Der weitere positive Punkt das Ameniti in Form einer kleinen Schachtel Pralinen, die mir ein freundlicher Keller brachte. Auch das Zimmermädchen für Turndown war freundlich und ließ mir gleich die doppelte Menge Schokolade da als ich sagte ich liebe Schokolade.
--------------
FRÜHSTÜCK
--------------
--------------
PREISE
--------------
--------------
FAZIT
--------------
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
eyesinfog 20.04.2008 20:28
sunflower76 22.02.2006 11:29
offerendum 19.02.2006 13:32
Nicht mal tod.... Nee, das brauche ich wirklich nicht!
cathana 13.02.2006 17:08
Sehe Du bist schon selber darauf gekommen, Dich zu beschweren. ;)
ciao2002 10.02.2006 10:52
AUSGEWÄHLTER PARTNER
|
Mit einem beeindruckenden Blick auf den Lake Michigan befindet sich dieses historische und charakteristische Hotel nur 2,5 km vom Navy Pier... |
39,99 € * Händler kann Preis erhöht haben |
Booking.com
|
Versandkosten: keine Angabe Verfügbarkeit: Preis für DZ pro Nacht / Angebot kann je nach Buchungsdatum abweichen |
|
123,94 € * Händler kann Preis erhöht haben |
Hotels.com
|
Versandkosten: keine Angabe Verfügbarkeit: Preis für DZ pro Nacht / Angebot kann je nach Buchungsdatum abweichen |