Drake Hotel, Chicago

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Drake Hotel, Chicago

Hotel - 140 E Walton Place, Chicago, IL 60611 - Mittelklassehotel - 537 Zimmer mehr

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Servicewüste Upscale Hotel
Erfahrungsbericht von KlJa über Drake Hotel, Chicago
8. Februar 2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: gute Lage, Housekeeping freundlich, Ambiente
Kontra: unfreundlicher Service in Restaurant und Empfang, geringe Statusakzeptanz, fehlende Wellnessausstattung

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Im Vorfeld meiner USA Reise im Januar 2006 hatte ich überlegt welches der Häuser des Hilton Konzerns ich in Chicago aufsuchen wollte. Mehrere Berichte in verschiedenen Foren im Internet gaben ein sehr geteiltes Bild, von Lob bis Verriß war alles dabei. Es sollte ein etwas besseres Haus sein, andererseits aber auch im preislichen Rahmen bleiben. Damit was das ″Conrad″ aus dem Rennen, blieben noch ″Palmer House Hilton″ und das ″The Drake Hotel″. Letztlich gab dann die günstigere Rate den Ausschlag für das Drake und ich wollte es auch selbst einfach mal ausprobieren.


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LAGE
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Das Drake Hotel liegt am nördlichen Ende der Magnificent Mile, wie die Michigan Avenue im nördlichen Teil genannt wird, in der sie Haupteinkaufsstraße ist. Das Drake liegt dabei direkt hinter dem John Hancock Center am East Walton Place und direkt am See (an dessen Rand sich allerdings noch der Lake Shore Drive entlang schlängelt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Erreichbarkeit mittelpächtig, die Busse die über die Michigan Avenue fahren halten alle am oder in der Nähe des John Hancock Centers bzw. des Water Tower Place. Die Red Line Bahn verläßt man am besten an der Station ″Chicago″, muß dann allerdings noch gute zehn Minuten zu Fuß gehen, was ich mit großem Gepäck eher nicht empfehle. Es gibt allerdings Airport Shuttle Busse die das Drake direkt anfahren, von Midway Airport braucht man ca. 45 bis 60 Minuten, von O'Hara etwa fünfzehn bis dreißig Minuten länger, je nach Verkehrslage.
Damit liegt das Drake zwar eher am Rande der Innenstadt, aber die City con Chicago ist nicht so groß, als daß man nicht alles recht bequem zu Fuß erreichen könnte. Wer shoppen will, ist in dem Hotel gut aufgehoben, gilt doch die nahe Oak Street als Nobelstraße und auch das Water Tower Plaza mit unzähligen Geschäften ist noch keine fünf Minuten entfern. Das Geschäftsviertel bzw. die "Loop" sind etwas weiter weg. Weiter ist relativ, man braucht gemütlich ca. eine halbe Stunde dann ist man auch dort per Pedes.


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AMBIENTE
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Das 537 Betten Haus (darunter 74 Suiten) wurde in den zwanziger Jahren erbaut und zuletzt 2003 renoviert. Auf einem quadratischen Sockelgeschoß thront das zehngeschossige Hotel in Form eines H. Von außen macht es nicht so viel her, man sieht dem Hotel das Alter durchaus an. Dies ändert sich wenn man den Eingang durchschreitet. Im Erdgeschoß befinden sich einige Geschäfte und Restaurants, die Lobby erreicht man über eine breite mit rotem Teppich ausgelegte Treppe. Der Portier empfängt einen und nimmt sich des Gepäcks an, ganz wie man es von einem upscale Hotel erwartet.

Wer die Treppe nach oben geschritten ist steht in einer größeren Halle. Linker Hand, einige Treppenstufen nach oben ist die Bar und die "obere Lobby". Hier geht es auch zum Restaurant Drake Brothers und einigen Konferenzräumen. Rechter Hand ist die Rezeption und das eher kleine Business Center. Das Interieur kann sich sehen lassen, es ist opulent allerdings auch amerikanisch verspielt. Die Belle Epoque läßt grüßen, wer Design a la W-Hotels erwartet ist hier definitiv verkehrt. Es wirkt etwas plüschig und erinnert dann auch eher an die europäischen Grand Hotels der zwanziger Jahre als an die designorientierten asiatischen Häuser wie das Westin Kuala Lumpur, das J.W. Marriott oder Conrad in Hongkong oder auch das Mandarin Oriental in New York.

Die Zimmer erreicht man über sechs zentrale Aufzüge. Auch hier, rote Sitzbänke in den Aufzügen und Deckenleuchten lassen mich in die 20er Jahre zurückversetzt fühlen. Die Aufzüge schienen allerdings zumindest modernisiert worden zu sein. Die Etagen Flure sind erstaunlich breit und setzten den in der Lobby gewonnen Eindruck fort. Auch hier erinnert vieles in Design an die Erbauung des Hauses. Ordentlich gepflegt, nicht ganz so opulent wie die Lobby.

Ein Tribut an das Alter des Hauses ist der fehlende Pool, das Fitneßcenter wird gerade renoviert, es gab aber einen Ersatz in einem Besprechungsraum in der zweiten Etage. Das dort aufgestellte Equipment war von unterschiedlichem Alter aber durchaus akzeptabel. Wie so oft sorgte auch hier "Life Fitness" für die Ausstattung; dies hat immerhin den netten Vorteil, daß ich die Geräte mittlerweile bedienen kann. Obst und kleine Evian Wasserflaschen ersetzten hier den fehlenden Wasserspender, auch Handtücher lagen bereit. Nervig indes die immer auf- und abdimmende Deckenbeleuchtung, einzig die Wandleuchten leuchteten konstant. Die im Raum erscheinenden Mitarbeiter des Hotels bemerkten dies, unternahmen aber keinerlei Anstrengungen dies abzustellen.

Das Hotel verfügt im Straßengeschoß über einige Geschäfte in einer Shopping Arcade und auch ausgezeichnete Restaurant. Das ″Coq d'Or″ ist von 11.00 Uhr bis 02.00 Uhr geöffnet und serviert neben Cocktails, Wein und Bier auch kleine internationale Gerichte. Das ″Drkae Brothers″ ist von 06.30 bis 11.30 Uhr geöffnet und von 17.30 bis 22.30 Uhr und hier gibt es neben dem morgendlichen Frühstück vor allem Steak Gerichte. Wer Glück hat erwischt einen Tisch mit Blick auf den See, der von einem `breathtaking` wie die Anpreisung im Hotelprospekt behauptet weit entfernt ist. Das eher formelle und u.a. vom Zagat Report ausgezeichnete Restaurant ″Cape Cod Room″ ist bekannt für Fischgerichte. Es ist mittags geöffnet von 11.30 bis 14.30 Uhr und abends von 17.30 bis 23.00 Uhr, freitags und am Wochenende durchgehend, geöffnet. Der ″Palm Court″ ist ein klassisches Lobby Restaurant in dem u.a. HIghtea serviert wird und mittags zwischen 14.00 und 16.20 Uhr eine Harfinistin spielt (Gruß an das Waldorf=Astoria). Die Restaurants sind in Ausstattung und Ambiente genau wie der Rest des Hauses. Opulent in Dekor und Ausstattung ganz im Stil des restlichen Hauses. Allerdings setzen hier und dar auch einige Lampen oder Objekte moderne Akzente.

Insgesamt stehen 16 Tagungs-, Ball- und Konferenzräume zur Verfügung, die individuell eingerichtet werden können. Modernen Tagungs- und Konferenztechnik, so das Hotel, stehen zur Verfügung.


--------------
SERVICE / CHECK-IN
--------------

Es begann recht gut, als das Taxi hielt eilte einer der Doorman zum Taxi und nahm sich meines Gepäcks an und drückte mir im Gegenzug zu der überreichten Dollarnote den Gepäckschein in die Hand. Am Empfang nannte ich wie üblich meinen Namen und daß ich ein Zimmer reserviert hätte. Der Mitarbeiter am Hilton Honors Desk schaute im PC und fragte dann nach der Kreditkarte. Es wäre nett, wenn er mich zunächst begrüßt hätte. Zudem wird dann doch meist angefragt ob man eine gute Anreise hatte und es wird rückgefragt ob die Buchung für eine Nacht ist. Von Freundlichkeit keine Spur, eher etwas versnobt. Ich muß dazu sagen, daß ich eigentlich nicht underdressed war (dunkle Hose, Hemd mit Manschetten, dunkler Wintermantel) und auch nicht nach Tourist sonder eher nach Geschäftsreisenden ausschaute. Verstanden hätte ich den Snobismus des Menschen am Empfang allerdings auch dann nicht. Nun gut, nach kurzer Zeit erhielt ich dann die Keycard für das Zimmer. Keine Erklärung zu Frühstückszeiten und dem Restaurant, in dem es serviert wird, kein Hinweis auf das temporarily relocated Gym. Ich mußte nachfragen, auch dies halte ich für eher ungewöhnlich. Hinweise auf das gebuchte Zimmer gab es auch nicht, nur der Hinweis, daß es in der vierten Etage liegt, aber darauf wäre ich anhand der 400er Nummer auch allein gekommen. Ich entschloß mich meine weiteren Fragen hinten anzustellen und mir zunächst das Zimmer anzuschauen. Immerhin hatte er sich des Gepäckscheines angenommen, mit Namen wurde ich kein einziges Mal angesprochen. Gerade dies hätte ich hier eigentlich erwartet.

Ich machte mich also auf dem Weg zu meinem Zimmer. Dies lag direkt neben dem Aufzug gegenüber der Wäscheklappe und dem Zugang zum Serviceaufzug. Das Housekeeping noch bei der Arbeit war konnte ich auch sofort einen Eindruck davon gewinnen, das die Lage zwar ´verkehrsgünstig´ war, aber nicht gerade ruhig. Das Zimmer hatte Blick auf den See, allerdings befand sich vor dem unteren Fenster ein feines Gitter, wahrscheinlich um Vögel daran zu hindern sich auf dem Fenstersims niederzulassen. Insoweit war der Blick auf den See etwas getrübt. Ansonsten war es ein Standardzimmer. Okay, ich habe Hilton Honors Gold Status (es gibt Blaus als Grundstufe, dann Silber (ab 4 Nächten), Gold (ab 16 Nächten) und Diamond (ab 28 Nächten)) und einer der Benefits ist falls vorhanden Executive Floor oder zumindest ein Upgrade. Aber neben dem Aufzug und damit einem der unruhigsten Zimmer bin ich noch nie gelandet, schon gar nicht als Gold. Ich akzeptiere ja viel und bin sicherlich nicht derjenige der wegen jeder Kleinigkeit meckert, aber Zimmer nicht auf Executive Floor, unruhiges Zimmer und Standardzimmer ließen mich in Anbetracht des schon beim Einchecken gewonnen schlechten Eindrucks dann doch zum Check-In zurückkehren. Dort trieb dann der Mensch am Empfang auf meinen Einwand der unruhige Lage und des fehlenden Executive Floor Zimmers meine Laune endgültig auf den Nullpunkt. Er erklärte verstehe nicht was ich hätte. Sie würden nur Diamonds auf den Executive Floor upgraden und ich hätte doch Seeblick. Dann wandte er sich wieder dem Computer zu. Bei allem Respekt, so behandelt man nicht mal Standardkunden. Das Hotel was nicht voll gebucht, eine Zimmertausch daher das mindeste gewesen. Lounge Access ist Benefit, aber ich hätte es noch akzeptiert, wenn ich zumindest ein anderes Zimmer bekommen hätte.

Gute Miene zum bösen Spiel machen, zurück aufs Zimmer. Das Gepäck wurde prompt gebracht. Immerhin lächelte der Doorman zur Abwechslung mal.

Ich habe mich mit Frustkäufen und Tempotraining auf dem Laufband abreagiert.

Ich muß allerdings ehrlicherweise einschränken, ich hatte diese Berichte im Vorfeld gelesen. Es scheint hier wirklich darauf anzukommen, an wen man gerät. Amerikanische Freunde berichteten mir, dies könne einem im Drake auch als Diamond passieren. Das Hotel würde noch immer von dem Ruf zehren, den es mal gehabt hat. Gerade wer eher die günstigen Raten bucht, braucht nicht damit zu rechnen irgendwelche der eigentlichen zustehenden Benefits in Bezug auf Zimmer zu bekommen.


--------------
ZIMMER
--------------

Das Zimmer selbst ist klassisch aufgeteilt. Man betritt das Zimmer und befindet sich in einem recht langen Flur. Von diesem geht es in das Badezimmer ab, das für ein Hotelbadezimmer recht groß ist. Ein großer Waschtisch mit eingelassenem Waschbecken, Badewanne in Nische und daneben Toilette. Der kleine Spiegel mit zwei altmodischen Leuchten, daneben der typische Hotelföhn. Die Decke im Badezimmer recht hoch, dort eine gleichfalls altmodische Lampe. Handtücher lagen bereit, ausgelegt für zwei Personen. Duschgeld, Lotion und Seite waren gleichfalls vorhanden, wurden indes beim abendlichen Turndown nicht aufgefüllt; dies mag aber auch daran liegen, daß ich zugegen war, als der Turndown durchgeführt wurde.

Das Zimmer ist groß, verfügt aber nur über ein kleines Fenster und war daher eher dunkel. Vor dem Fenster ein Sessel nebst Beistelltisch. An der einen Wand das Bett mit zwei Nachttischen nebst großer Nachttischlampe, davon eine mit Fehlfunktion; sie ließ sich erst mit dem zweiten Dreh anschalten. Gegenüber dem Bett ein Schrank in dem sich der Fernseher nebst Safe verbarg. Rechts daneben der Schreibtisch, ausreichend groß zum arbeiten, aber er hätte etwas größer sein können. Der Schreibtischstuhl war unbequem Modenanschluß war vorhanden, benutzt indes habe ich ihn nicht. Links neben dem Fernseher die Minibar. Das Angebot war ausreichend, die Preise verhältnismäßig hoch (Evian 4,50 USD, Bier 6,00 USD, kalifornischer Weißwein 18,00 USD, Erdnüsse 4,00 USD). Überrascht und verärgert, es gab eine Kaffeemaschine für eine Tasse. Gut, akzeptiere ich ja noch. Aber der Kaffee kostete 1 USD und das fand ich dann doch eher ein "rip off". Der ist in jedem Holiday-Inn und in jedem Hampton-Inn im Zimmerpreis drin. Besonders ärgerlich, dies sah man erst dann, wenn man einen Blick auf die Preisliste der Minibar tat, was ich grundsätzlich mit als eines der ersten Dinge tue, da ich bei jedem Zimmer, das ich bewohne einer Art Checkliste durchgehe. Der Schrank war ein großzügiger Wandschrank mit regulären Bügeln, in dem sich auch das Bügelbrett und die beiden Bademäntel befanden.

Die Atmosphäre im Raum war irgendwie ungemütlich. Die dunklen Möbel und die fehlenden Bilder an der Wand gepaart mit der schlechten Beleuchtung ließen mich hier nicht richtig heimisch fühlen. Vielleicht war auch meine Grundeinstellung mittlerweile dermaßen auf dem Nullpunkt, aber ich denke ich bin noch objektiv. Denn der Grund hierfür liegt m.E. in dem Zimmer selbst. Die Zimmer sind, insoweit typisch für einen Gebäude aus dieser Zeit, hoch. Das heißt die Wandflächen sind gleichfalls groß. Wahrscheinlich hätte ich den Eindruck nicht, wenn der Raum nicht so hoch wäre, daß auch über Fernsehschrank und Schreibtisch noch viel Platz wäre. Vielleicht hätte auch eine andere Beleuchtung etwas gebracht oder ein zweier Sessel, aber so wirkte der Raum insgesamt etwas verloren.

Das Mobiliar war in tadellosem Zustand, einzig die Türen zum Einbauschrank waren etwas abgenutzt und wirkten durch das häufigere Überstreichen (so meine Vermutung) etwas billig und unattraktiv. Insgesamt merkte man die noch nicht lange zurückliegende Renovierung doch noch anhand des guten Gesamtzustandes der Zimmer.

Wie für viele amerikanischen Hotels gilt auch hier die Lampen sind nicht zentral zu steuern sonder nur an der Lampe selbst. .

Die Matratze war noch okay, sie hätte ruhig etwas härter sein können.

Die Aussicht auf den See und den Lake Shore Drive sind eigentlich recht schön, es stört lediglich das feinmaschige Netz vor der unteren Hälfte der nicht zu öffnenden Fenster. Das Hotel ist klimatisiert und die Klimaanlage recht modern. Sie arbeitet elektronisch und temperaturgesteuert und schaltet sich ein wenn notwendig. Sie läuft leise, effektiv und zugfrei und was mal ein positiver Punkt. Der weitere positive Punkt das Ameniti in Form einer kleinen Schachtel Pralinen, die mir ein freundlicher Keller brachte. Auch das Zimmermädchen für Turndown war freundlich und ließ mir gleich die doppelte Menge Schokolade da als ich sagte ich liebe Schokolade.


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FRÜHSTÜCK
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Das Frühstück ist für Mitglieder des Hilton Honors Programm, die mindestens Gold sind, im Preis enthalten. Entweder über den Zutritt zur Lounge oder als Voucher. Der Voucher gilt kraft Regeln für ein kontinentales Frühstück, aber sehr häufige bietet das Hotel nur ein amerikansiches Buffet an (wie z.B. das Millenium Hilton am Ground Zero in New York oder viele europäische Häuser) oder man kann auf das große aufzahlen oder es ist wenig los und das Hotel lädt einen ein (wie z.B. im Newark Gateway Hilton). Im Drake wird das Frühstück im ″Drake Brothers″ ab 6.30 serviert. Ich war nicht ganz so früh sondern eine gute Stunde später. Ich mußte kurz warten bis ich plaziert worden bin. Die Frühstückskarte hatte ich bereits am Eingang erhalten. Da es nach einem langen Tag aussah, wollte ich auf das amerikanische Buffet für 21,00 UDS aufzahlen. Ich hätte auch verschiedene Gerichte a la carte wählen können. Nachdem ich zehn Minuten auf einen Kellner gewartet hatte bemühe man sich dann doch mal um mich. Ich orderte also das Buffet und bekam ein "Sehen Sie das hier irgendwo?" als Antwort. "Es wird nicht angeboten. Bitte wählen Sie etwas anderes!" Die Kellner schienen beim Mitarbeiter, der mich gestern eingecheckt hat in die Lehre gegangen zu sein und wieso konnte mir die Servicemitarbeiterin, die mir den Tisch zugewiesen hatte und so was wie die Servicechefin zu sein schien, nicht beim Übergeben der Speisekarte sagen, daß das American Buffet nicht verfügbar sei. Ich orderte also erst einmal eine Kanne Tee und bliebe dann beim kontinentalen Frühstück. Hier kann man wählen zwischen Donut, Croissant und Toast sowie Grapefruit und Melone. Wohlgemerkt wählen, nicht alles. So bekam ich also zwei Croissant, eine Achtel Melone und vier kleine Töpfchen mit Erbeerkonfitüre. Ich liebe es eine so reichhaltige Auswahl zu haben … Es gab dann noch ein Glas Orangensaft. Der Tee schien das Haus vor ernste Probleme zu stellen, er kam erst nach weiteren zehn Minuten mit einem Beutel in der Kanne. Es war schwarzer, man schien es nicht für notwendig zu halten mich nach dem Tee meiner Wahl zu fragen. Einschütten durfte ich mir selbst, das schien die Keller zu überfordern. Dafür nahmen sie mir das leere Orangensaft Glas mitten im Frühstück weg, die Frage ob ich vielleicht noch ein Glas wollte, schien nicht mehr im preislichen Rahmen zu sein.
Ich denke, wenn ich hierfür 15 USD hätte zahlen müssen hätte ich nach meinen Herztropfen suchen müssen, so war es immerhin im Preis enthalten.
Trinkgeld habe ich für diesen Service keines hinterlassen, auch in den USA erwarte ich etwas mehr als das hier gebotene.


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PREISE
--------------

Die Preise variieren und als Paket bei einem der Veranstalter erhält man meist recht günstige Raten. Bezahlt habe ich knappe 100 USD ohne Taxen, wobei das Frühstück für mich als Hilton Honors Gold im Zimmerpreis enthalten war. Sonst schlägt das kontinentale Frühstück mit 15,00 USD zu buche, das American Breakfast Buffet mit 21,00 USD und wer eine American Breakfast serviert bekommen möchte zahlt 18,00 USD. Auch hier gilt, es sind alle angegebenen Preise Nettopreise.


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FAZIT
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Nun, das was ich hier erlebt habe, war ein Reinfall sondergleichen. Ich erwarte als Gast mit hohem Status eine andere Behandlung als das, was die meisten Mitarbeiter im Drake geboten haben. Aber auch als einfacher Gast wäre ich mit dem hier gebotenen nicht zufrieden gewesen. Ich bin zwar im Verhältnis zum durchschnittlichen Gast dieses Hotels recht jung (das durchschnittliche Publikum würde ich auf mindestens 50 bis 55 Jahre schätzen), aber das rechtfertigt das versnobte Auftreten des Servicepersonals im Restaurant genausowenig wie das des Mitarbeiters beim Check-In. Ich weiß, was mir zusteht, ich muß mich auch nicht anraunzen lassen, ich bin Gast und kein ungezogenes Kind. Weder vom Kellner noch vom Empfang, das Hotel war nicht ausgebucht, ein anderer Raum hätte machbar sein sollen. Und ich kann es nicht haben für blöd verkauft zu werden. Ich weiß welche Kategorie ich buche und was ich bekomme und dies sollte eigentlich auch dem Empfang klar sein, wenn er einen Gast vor sich hat, der häufiger in Hiltons absteigt …. Ich persönlich denke nicht, daß ich zu hohe Ansprüche habe, auch wenn ich vielleicht für den ein oder anderen selbst etwas versnobt klinge.
Das Preisniveau in einem Hotel dieser Kategorie ist hoch, darüber bin ich mir im klaren. Trotzdem, für den Kaffee im Zimmer sollte man eigentlich nicht zahlen müssen. Die Preise im Restaurant wären eher akzeptabel, wenn der Service erstklassig war. Aber hiervon war er leider meilenweit entfernt. Beim Überreichen der Karte wäre ein Hinweis auf das fehlende Buffet angebracht, wenn er später kommt, dann bitte nicht in diesem Ton und unter Service verstehe ich etwas anderes als mir beim Essen das Geschirr wegzunehmen und mir viermal die gleiche Konfitüre zu bringen. Kleinigkeiten sicherlich, aber es macht die Anzahl der Kleinigkeiten die mich ärgern. Und diese Kleinigkeiten haben mich veranlaßt etwas zu machen, was ich bislang noch nie gemacht habe: ein saftiges Beschwerdeschreiben an den Manager zu faxen. Auf Antworte warte ich nach zwei Wochen allerdings noch immer … Außerdem lege ich in upscale Häusern einen anderen Maßstab an, als in Mittelklassehäusern. Und es gibt in Chicago einige Alternativen wie z.B. das Intercontinental, das Peninsula, ein Four Seasons und das Conrad. Auch die Westin Häuser würde ich noch zählen. Gut ich kenne sie nicht alle selbst, aber ich war in einigen Häusern drin und der Eindruck den ich hier beim Gespräch mit dem Empfang gewonnen habe war ein durchweg anderer. Die Konkurenz ist also da und der Ruf ist nicht alles, insbesondere weil die Insider die Schwächen des Hotels kennen.
Ich werde dem Hotel wahrscheinlich bei Gelegenheit eine zweite Chance geben, aber bis dahin sollte sich einiges geändert haben. Es gibt in Chicago wie gesagt eine ganze Menge Häuser, die doch wohl mehr Service fürs Geld bieten.
 

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.... Der Hinweis auf den hervorragenden Service "on your fingertip" wirkte hier wie ein schlechter Scherz. Das Amenitie mußte ich zweimal in Erinnerung rufen, ehe es dann am späten Nachmittag des zweiten Tages gebracht wurde. Die Obstplatte war einmal etwas billig verglichen mit dem, was andere Hotels bieten, das Obst noch dazu nicht gerade besonders frisch. Alles in allem eine miserable Leistung, definitiv nicht das, was ich von Top Hotels gewöhnt bin und dem Drake in Chicago in negativer Weise kaum nachstehend. ZIMMER Die 600 Zimmer und 86 Suiten sind 2000 renoviert worden. Vom Stil her auch hier eher etwas altmodisch, insbes. in Bezug auf Ambiente und Dekor, für die Möbel selbst galt dies nicht. Man betrat das Zimmer und befand sich in einem kleinen Flur, in dem sich der Wandschrank befand, wie üblich mit Bügeleisen und -brett sowie... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich

sehr hilfreich
19.04.2008
Eine Reise wert
Bewertung für Chicago von  world_assistance

Pro: Architektur, Lebensgefühl
Kontra: im Winter eher kalt

...revitalisiert - und das auf eine sehr gelungene Weise. Die Downtown hat wirklich viel zu bieten, auch das Nachtleben ist nicht schlecht. Aber man sollte nicht vergessen, dass auch weiter nördlich vom Drake Hotel die Stadt noch nicht zu Ende ist - und einen Besuch wert ist. Und die Taxis, um dorthin zu gelangen, sind wirklich billig in Chicago. Die Leute sind äusserst freundlich und umgänglich, es ist leicht, Kontakte zu knüpfen. Abschliessend möchte ich nochmals darauf hinweisen, unbedingt eine oder 2 Bootsfahrten zu unternehmen (eine am Chicago River, wie oben erwähnt, eine andere am Lake Michigan)... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
14.09.2000


Chicago

Haupteigenschaften

Klassifikation: Mittelklassehotel

Zimmer: 537

Typ: Hotel

Adresse: 140 E Walton Place, Chicago, IL 60611

Stadt: Chicago

Land: USA

Region/Bundesland: Illinois

Ciao

auf Ciao gelistet seit : 08/02/2006


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