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Erfahrungsbericht

für Doryssa Seaside Resort, Pythagóreion
4 Sterne Hotel Doryssa Seaside Resort - eine Perle auf Samos Erfahrungsbericht mit Diamant-Prämierung Bericht mit Bildern
294 von 294 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Pro: Schöne und interessante Hotelanlage mit gutem Service

Kontra Hohe Getränkepreise und (eingeschränkt) Flughafennähe

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Mundi1 Seit 29 Okt 2003

Hab' unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot, sei über vierzig Jahre... mehr

233 Mitglieder vertrauen mir

Die Insel Samos


Samos (Σάμος) ist mit 47l km² die 8-größte Insel Griechenlands. Sie liegt in der östlichen Ägäis südlich von Athen und nur 1300m von der Küste Kleinasiens. Die ca. 31.000 Einwohner leben vom Tourismus und Weinanbau. Der Wein ist recht teuer und wird vorwiegend exportiert und traditionell, besonders im Vatikan, als Messwein genutzt.
Die Menschen hier sind sehr freundlich, die Kriminalitätsrate ist extrem niedrig.
Samos gehört zu den grünsten Inseln der Ägäis. Sie ist sehr gebirgig und erinnert deshalb etwas an Kreta. Im Oktober herrschen angenehme Temperaturen um 23 °C (im Schatten!), das Wasser ist mit 23°C noch recht warm.
Im Juni/August können die Lufttemperaturen locker die 40°-Grenze überschreiten.
Da die Insel einen internationalen Flughafen (Nähe Pythagorion) besitzt, ist sie praktisch auch von allen Flughäfen Deutschlands leicht zu erreichen.


Die Lage des Hotels


Die Anlage ist vom Stadtrand Pythagórion (Πυθαγόριων) etwa 1 km entfernt und etwa 2 km vom Flughafen. Das Hotel liegt direkt am langen Sand-/Kieselstrand. Zu der Straße mit den Bushaltestellen Richtung Pythagorion, oder Mytilinii (Μυτιλήνη) oder Flughafen sind es etwa 100 Meter.

Nach Vathi (Βαθύ), wie Samos-Stadt genannt wird, kann man sowohl über Pythagórion fahren (3 Euro einfach), als auch den längeren Weg über Mytilinii.

Anlaufstellen für Autoverleih gibt es im Hotel oder in der Hauptstraße von Pythagórion.

Am Strand nach Pythagorion sind es etwa 800 m, zum Zentrum entlang der Straße kann man den Gehsteig nutzen. Nachts ist der Weg beleuchtet.

Die Abflugschneise des Flughafens verläuft direkt über dem Strand. Es sind täglich etwa 6-9 Flugbewegungen. Nachts gibt es keine Flüge.
Ich habe die Flugzeuge nicht als Belästigung empfunden, andere Gäste auch nicht.


Die Hotelanlage


δ Doryssa Seaside Resort *****
Pythagorion
Samos Island 83103
Hellas
Tel: +3022730 88300-400-500
Fax: +3022730 61463
www.doryssa-bay.gr
E-Mail: doryssa@otenet.gr


Resorts sind Hotelanlagen mit Sport- und Freizeiteinrichtungen. Oft sind sie wegen der Sicherheit bewacht und geschlossen.

Die Anlage Doryssa Seaside Resort besteht aus einem Hauptgebäude mit 166 Zimmern und einer Bungalowanlage mit 120 Zimmern.

Diese Bungalowanlage, genannt Village, enthält 1-stöckige Häuser, die in verschiedenen Stilrichtungen Griechenlands gebaut wurden. Die Anlage wirkt wie ein kleines Dorf mit einem Dorfplatz. Dort gibt es ein Kafenion, eine kleine orthodoxe Kirche, eine Boutique, Friseur, Weberei, Töpferei, Juwelier und einen Minimarkt.
Die Besitzerfamilie des Hotels hat in diesem Dorf ein Museum eingerichtet. Es sind Einrichtungen, die im Dorf verstreut sind. Da gibt es eine Schmiede, paar Häuser weiter eine Tischlerei, ein Waschhaus und wieder wenige Häuser weiter, eine Bäckerei mit traditionellem Backofen zu sehen. Die Handwerksbetriebe sind nachgebaut, die Original-Werkzeuge sind echt.
Dieses Museum ist also kein festes Gebäude, sondern soll als Beispiel den samischen Lebensstil in einem Dorf wiedergeben. Sehenswert!

Im „Rathaus“ am Rande dieses Dorfes mit einer Schranke am Eingangsweg ist die Rezeption und mit Polstersessel ausgestatteter Aufenthaltsraum mit Fernseher. Dort halten die Reiseleiterinnen ihre Sprechstunden ab.

Das L-förmige Hauptgebäude, dessen Eingang etwa 50 Meter von der Rezeption entfernt ist, hat 166 Zimmer unterschiedlicher Lage und Ausstattung und einige Tagungsräume.
Das 3-stöckige Gebäude ist um die Poollandschaft und Restaurant aufgebaut. 2 kleine Aufzüge für je 4 Personen verbinden die Etagen. Unten befinden sich eine Pianobar mit dem Ausgang zum Pool und der Eingang zu dem speziellen Wellness-Center, der SPA - ELEMIS THERAPIE.

Je nach Lage der Zimmer, besonders in der 3. Etage, hat man direkten oder seitlichen Meerblick. Auf der Meerseite hat man Poolblick oder schaut über das Dach des Restaurants, zwischen den Bäumen aufs Meer.
Bei diesem „Meer-Dachblick“ kann das Brummen der Klimaanlage des Restaurants durchaus stören.
Die Zimmer auf der Landseite haben zwar auch einen schönen Blick auf die Berge, jedoch stört dort der Verkehrslärm, denn die Straße ist etwa 100m vom Hotel entfernt.

Die Meerwasser-Poolanlage ist sehr großzügig. Sie besteht aus einem ca. 25 x 20 m Schwimmbecken. Es gibt noch einen Kinderpool und einen Whirlpool, der ab und zu in Betrieb genommen wird.
Die Liegen und Schirme am Pool sind kostenlos.

In der Anlage gibt es natürlich auch einen gebührenpflichtigen Tennisplatz mit Flutlicht, eine Minigolfanlage und Tischtennis.

Der kostenlose Parkplatz befindet sich zwischen der Straße und dem Hauptgebäude außerhalb des umzäunten Hotelgeländes und ist ausreichend bemessen.
Autos können im Hotel oder in der Hauptstraße von Pythagorion gemietet werden. Da aber die Buslinien preiswert und pünktlich die wichtigsten Stellen der Insel anfahren, empfiehlt sich ein Mietauto hauptsächlich nur für Familien.


Zimmer


Dieses Zimmer (Nr. 309) wurde im Hotelkatalog als „Juniorsuite“ deklariert.
Zum Betreten des Zimmers braucht man eine Karte. Mit dieser Karte wird auch der Stromanschluss für das Zimmer aktiviert.
Beim Verlassen des Zimmers sind dann die verfügbaren (Schuko-)Steckdosen ohne Spannung.
Dies sollte man beachten, wenn Akkus von Laptop oder Handy aufgeladen werden sollten.
Das Zimmer ist relativ groß. Die Frontbreite mit Verglasung beträgt 6 Meter.
Zur Zimmerausstattung gehören 2 bequeme Betten mit Nachtschränken und Halogenlampen, ein schmaler, aber langer Abstelltisch am Fuße der Betten und eine breite Couch mit einem Sessel.
Der Boden des Zimmers war mit einem neuen Teppich ausgelegt.

Ein geräumiger Kleiderschrank mit einem Spiegel war gegenüber der Tür zum Bad platziert, daneben, in einer Nische mit Ablagefächern, steht ein kleiner Kühlschrank und ein (kostenloser) Safe darüber.
Der Fernseher mit Flachbildschirm ist an der Wand befestigt. Es gab ein Hotelprogramm, 4 Radioprogramme, das ZDF und RTL2. Der Rest war griechisch, bis auf einen englischen und einen holländischen Sender.

Mit der Außenwelt kommunizieren konnte man über das Telefon (auf dem Nachtschränkchen) oder über das Internet. Der Internetanschluss ist kostenpflichtig.

Die Düsen der leistungsfähigen Klimaanlage waren oben über die ganze Zimmerbreite angeordnet. Die Anlage hatte mehrere Stufen und einen Temperaturbereich von 15 bis über 30°C. Sie konnte also notfalls auch Warmluft blasen. Gesteuert wurde die Klimaanlage am Schaltpult über dem Nachtschrank. Sie war in den unteren Stufen bemerkenswert leise. Von diesem Schaltpult aus lassen sich alle Lichtquellen des Zimmers ein- und ausschalten.

Das Bad
Die Abmessung des Bades, das ein 4- Meter- langes (!!) Panoramafenster zum Zimmer hat, ist recht groß. Es hat eine L-Form. Der lange Schenkel am Fenster zum Zimmer hat einen eben so großen Waschtisch, der kurze Schenkel besteht aus einer Badewanne und einer kleinen Garderobe. Eine Schwenktür führt zu einem separaten WC mit eigener Telefonanlage.
Das ganze Bad wird über die an der Decke angebrachten Lautsprecher, die mit dem Fernseher verbunden sind, beschallt. So kann man beim Zähneputzen die Nachrichten der Sendung „Heute“ verfolgen. Aber auch sonst ist die Ausstattung komplett. Es fehlen weder Schminkspiegel noch Haartrockner noch die Steckdose für den elektrischen Rasierapparat. Mittig über dem Waschtisch unterbricht ein schmaler Spiegel das Panoramafenster. Mit der Feststellung, dass auf dem Waschtisch immer kleine Fläschchen mit Duschgel, Shampoo und Hautcreme stehen, bzw. ergänzt werden, endet das Loblied auf die Ausstattung des Bades.

Kritikwürdig ist die Ergonomie der Ausstattung. Der Schmink- und Rasierspiegel befindet sich am linken Ende des 4m-breiten Waschtisches, jedoch am anderen Ende die Steckdose für den Rasierer. So ist man beim Rasieren gezwungen, zwecks Kontrolle, hin und her zu pendeln. Ersetzt zwar die Frühgymnastik, ist aber ärgerlich. Da es keine separate Dusche gibt, muss man in die Badewanne steigen. Die hohe Wand der Wanne (ca. 70 cm) verlangt beim Einstieg hohe Sportlichkeit. Somit ist die Wanne für Behinderte ungeeignet.
Da hilft es wenig, wenn Besucher, die sich im Zimmer aufhalten, eine Alternative zum Fernsehprogramm haben, indem sie das Geschehen im Bad durch die nur unzureichend mit Streifengardinen verhängte "Glaswand“ beobachten können.

Mein Rat an Menschen, die Probleme beim Einsteigen in die Wanne haben könnten, in der Rezeption nach behindertengerechteren Zimmern zu fragen.

Balkon
Der begehbare Teil des Balkons hat eine Breite von 4,5 Metern, hinzu kommt noch der nicht begehbare Teil von 1, 5 Meter Breite. Dieser Teil ist vom Zimmer aus durch die Scheibe einsehbar, jedoch durch eine Wand vom Rest des Balkons getrennt. Es ist ein Puffer zum Nachbarbalkon.
Diese Besonderheit hat den Vorteil, dass keine Geräusche vom Balkon des Nachbars zu hören sind.
Ein runder kleiner Tisch und 2 Plastiksessel bilden die Möblierung des Balkons.
Die Beleuchtung kann man individuell einschalten, sie wird nicht, wie in vielen Hotels leider üblich, zentral gesteuert. Dadurch kann man auch im Dunkeln den Nachthimmel genießen.

Der Ausblick über den Pool aufs Meer ist sehr schön und ungestört. Dies lässt sich nur für die Zimmer 301 – 311 in derselben Etage des Hauptgebäudes sagen. Sonst schaut man über die Dächer des Restaurants und des Seitengebäudes aufs Meer. Im Seitengebäude gibt es nur Zimmer mit seitlichem Meerblick. Eine Ausnahme sind die Suiten an der Stirnseite dieses Gebäudes. Sie liegen direkt am Strand, sind aber im Hotelprospekt nicht aufgeführt.


Strand


Der Hotelstrand ist mit der Blauen Flagge gekennzeichnet und zwischen 10 Uhr bis 18.00 Uhr bewacht.

Der Strand ist etwa 50 m breit und beginnt hotelseitig mit einem Rasenbeet, danach feiner Sand und schattenspendende Tamariskenbäume. Am Wasser wird der Sand immer gröber, mit Kieselsteinen versetzt, so dass dort Badeschuhe zu empfehlen sind.

Der Einstieg ins Wasser ist flach und deshalb auch für Kinder geeignet. Geht man ins Meer hinein, kommt nach etwa 6 Metern zu einer Sandbank. Man kann dort bauchtief im Wasser, parallel zum Strand "Aquajogging“ machen. Eine Strömung gibt es nicht. Die über 5 km weite Bucht schirmt den Strand ab, so dass selten größerer Wellengang herrscht. Freunde des Wellenreitens sind hier fehl am Platz. Für Segler und Windsurfer dagegen sind die Bedingungen sehr gut.

Ein etwa 30 m langer Steg aus Holz dient auch als Anlegestelle für Boote und teilt den Strand mittig auf. Rechts von diesem Steg ist der eigentliche Badestrand, links davon die Anlegerstellen für Tretboote und andere Wassersportarten.

Es sind genügend Liegen vorhanden. Man liegt im Schatten der Tamarisken oder am Wasser.
2 Liegen mit einem Schirm kosten 6 Euro. Der Betrag kann am Strand bezahlt werden, oder man lässt ihn aufs Zimmer buchen.
Eine Besonderheit ist die Klingel am Schirm. Damit kann man eine Bedienung der Bar zum Strand rufen und Getränke bestellen. (Ein Hauch eines 5 - Sterne – Hotels).

Duschen sind am Eingang zum Poolgelände vorhanden. Toiletten, Duschen und Umkleideräume dagegen, befinden sich am Eingang zum Nebengebäude am Restaurant. Sie sind vom Strand leicht zu erreichen.

Zwischen dem Poolgelände und dem Strand befinden sich ein Restaurant und ein Servicegebäude für Wassersport. Es können dort auch Boote, Surfbretter und andere Geräte gemietet werden.

Gleich in der Nähe am Strand, neben den Tría Dóndia ist ein markierter Platz für Beachvolleyball und ein eingezäunter Kinderspielplatz.


Gastronomie


Das Restaurant ist in einem eigenen Gebäude in der Hotelanlage untergebracht. Es besteht aus einem klimatisierten Innenraum mit einer mit Strohdach überdachten Terrasse auf der Meerseite.

Im Innenraum sind 3 Buffets aufgebaut:
Ein etwa 10- Meter-langes Buffet für die warmen Hauptspeisen und Beilagen. Es ist nur von einer Seite zugänglich, was bei einem großen (aber seltenen) Andrang ungünstig ist.

Für die kalten Vorspeisen gibt es eine große, von beiden Seiten zugängliche Kühltruhe und einen Tisch für Gebäck und paar Kleinigkeiten.

Die Mehrzahl der Tische ist für 4 Personen gedacht, wenn sich aber nur 2 Leute hinsetzen, werden die überzähligen Gedecke sofort entfernt.
Entlang der Fenster zur Terrasse gibt es runde Tische für 6-8 Personen, gut geeignet für Familien und Gruppen.

Frühstück

Das Frühstück kann ab 7.00 bis 10.30 Uhr eingenommen werden.
Schon am Eingang stehen die Kellner und kommen gleich an den Tisch, um nach dem Getränkewunsch zu fragen. Sofort werden große verchromte Kaffeekannen gebracht oder in kleineren Behältern heißes Wasser für den Tee. Es gibt aber am Buffet noch Spender mit Wasser, Kaffee und Milch.
Die Fruchtsäfte wirken etwas verdünnt, aber gegen Durst ist es schon o.k.
Das Gebäck besteht aus verschiedenen Brötchen, Croissants und Kuchen. Die Baguette-Brote, aus gleichem Teig wie die Brötchen gebacken, sind von vielen Gästen sehr begehrt. Sie schneiden mit einem großen Messer mühselig eine Schnitte ab, obwohl bereits geschnittenes Brot in Körbchen bereitsteht. Es geht halt nichts über „Handarbeit“. Schnell bildet sich hier eine kleine Schlange. Man kommt ins Gespräch und braucht keine Animation.

Wer was Warmes mag, kann auf frische Omeletts, Rührei mit Speck, Würstchen und heiße Bohnensoße zugreifen. Ein Toastautomat mit Selbstbedienung war auch vorhanden.
Müsli mit verschieden Zutaten gehört wie auch woanders selbstverständlich zum Frühstücksbüffet.

Von den kalten Köstlichkeiten schmeckten mir die verschiedenen griechischen Weißkäsesorten besonders gut. Es gab noch Schinken, Salamiwurst-Scheiben und eine gute, fast fettfreie griechische Wurst.
Wer abnehmen wollte, konnte sich mit Butterbroten und Tomaten begnügen, oder auch mit Marmelade oder Honig.
Fazit: bis auf die Fruchtsäfte, ordentliche Qualität der Frühstücksspeisen.

'Mittagessen

Für Gäste mit Halbpension gab es die Möglichkeit, statt am Abend zu essen, ab 11.30 Uhr auch einen Mittagstisch.
Allerdings musste man sich am Vortag anmelden und aus der Auswahl der angebotenen Speisen wählen. In der Zeit meines Aufenthaltes habe ich nicht gesehen, dass davon Gebrauch gemacht wurde. Vielleicht auch deshalb, weil man im Pool-/Strandrestaurant immer eine Kleinigkeit bekommen konnte.

Abendessen

Das Abendessen konnte man täglich zwischen 18.30 und 22.00 Uhr einnehmen. Die recht große Zeitspanne war deshalb günstig, weil man den Familien mit Kindern, die üblicherweise gerne früher essen, den Vortritt lassen konnte und damit auch ein Gedränge am Büffet und Stress der Bedienung vermeiden konnte,

Erfreulicherweise wurden die Speisebehälter am Buffet bei Bedarf gleich nachgefüllt, so dass es auch mit dem Essen nach 21.00 Uhr keine Probleme gab.

Allerdings war der Speisesaal im Restaurant nicht überfüllt, denn man konnte auf die Terrasse ausweichen. Auf der Terrasse durfte geraucht werden. Man musste bei der Bedienung einen Aschenbecher ordern. Davon haben aber wenige Gäste Gebrauch gemacht, besonders dann, wenn in der Nähe Kinder am Tisch saßen. Ein schönes Beispiel einer guten Erziehung und Rücksichtnahme.

In der Regel wurde beim Betreten des Restaurants von den Kellnern der Tisch vorgeschlagen. Spezielle Wünsche wurden, wenn möglich, gerne berücksichtigt.

Danach konnten Getränke bestellt werden. In der Regel wurden alle anderen Hotelleistungen, auch in der Bar, gerne auch aufs Zimmer verrechnet. Die unterschriebenen Rechnungen wurden gesammelt und vor der Abreise in die Gesamtrechnung einbezogen. Gezahlt werden konnte mit den gängigen Kreditkarten oder bar. Es war üblich, vor der Abreise, im Restaurant der speziellen Bedienung, die besonders gut war, persönlich ein kleines Trinkgeld, z.B. 10 Euro zu geben.

Das Thema Preise ist in griechischen Hotels ziemlich heikel.

Preisbeispiele:
Der Preis für einen Liter Mineralwasser lag bereits bei 3 Euro. Eine 0, 25l-Flasche Mineralwasser mit Gas kostete bereits 3,50€, ebenso eine Flasche Bier. Kein Wunder, dass selten eine Flasche Wein geordert wurde. Wenn schon, so begnügte man sich mit einem Glas Hauswein für 5,90 Euro (pro Glas!).

Da aber das Wasser aus der Wasserleitung unbedenklich getrunken werden kann, beschränken sich besonders die Familien mit Kindern auf das Notwendigste. Zudem sind die Supermärkte in Pythagórion gut gefüllt.

Die Speisen:
Das Angebot an Vorspeisen bestand aus 2 schmackhaften Suppen und Brot, am kalten Buffet gab es Salate, Tomaten, Gurken, Oliven, Paprika, Zaziki (eine Art Quark), Kartoffelsalat und den guten griechischen Weißkäse.

Für die Hauptspeise gab es an dem langen Buffet in recht kleinen Behältern warme Fleischgerichte aus Geflügel, Rind, Lamm oder Schwein und Beilagen wie Salzkartoffeln. Pommes und schmackhafte Kroketten. Am Rande stand ein Topf mit roter Spaghetti-Soße und daneben diese Teigware. Fische waren auch im Angebot, aber nur gedünstet und nicht besonders viel. Sie sind aber auf Samos sehr teuer.

Das Problem aber war, besonders für neue Gäste, dass die Speisebehälter wegen des möglichen Wärmeverlustes immer geschlossen waren. Zwar gab es kleine Zettel auf Griechisch und Englisch die den Inhalt eines Behälters anzeigten, aber wer keine Brille zu Hand hatte oder diesen Sprachen nicht mächtig war, musste zuvor den Behälter öffnen und die Speise begutachten.
Hungrige Gäste nahmen sich einfach einen Teller und bedienten sich ohne Rücksicht auf passende Zusammenstellung aus allen Töpfen von rechts nach links .
Manchmal gab es Show-Cooking am Buffet, nicht so toll wegen des Andrangs in der Nähe. Da kam man an die Töpfe des Buffets gar nicht mehr dran.

Nachspeisen
Die Nachspeisen bestanden hauptsächlich aus süßen Dingen. Torten und verschiedene Kuchensorten waren sehr begehrt. Für das Speiseeis gab es süße Soßen, wie Karamellsirup oder Palmenhonig.
Weniger gut bestückt war die Obsttheke. Es gab täglich nur Melonen und Honigmelonen sowie Mischkompott. Von den berühmten Samos-Trauben keine Spur. Kein Wunder, das Kilo kostet 2,50 Euro, und die Griechen müssen sparen. Zur Not konnte man ein Stück Käse nehmen.
Fazit: schmackhaftes und abwechslungsreiches Essen, mit vielen Angeboten an Vegetarier unter den Gästen. Minuspunkt: praktisch kein Obst.

Hotelservice und Animation


In der Rezeption wird Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind ausreichend vorhanden. Eine Griechin aus Deutschland hilft dann, wenn speziell Gäste aus Deutschland Fragen haben oder eine ganze Gruppe aus Deutschland einreist.

Die Koffer werden mit Zimmernummer gekennzeichnet und von einem Hotelpagen aufs Zimmer gebracht. Deshalb ist die Kraftanstrengung mit Koffertransport zu Urlaubsbeginn nicht nötig. Über die 2 Euro Trinkgeld freut sich der Page. Bei der Abreise kann man in der Rezeption Hilfe bestellen.

Zwar sollten bei der Abreise die Zimmer grundsätzlich um 12 Uhr geräumt sein, aber auf Wunsch konnte ich bis 16 Uhr das Zimmer benutzen.

Sollte ein Zimmer den Wünschen nicht entsprechen, so wird wenn möglich, freundlich ein anderes Zimmer zugewiesen. Dies kann aber 1- 2 Tage dauern.
Das ganze Personal ist hilfsbereit und freundlich.

Im Restaurant ist aufgefallen, dass die Kellner sehr aufmerksam und schnell sind. Bestellungen werden auf Deutsch aufgenommen.

Die Zimmer, Bad und Balkon werden sehr ordentlich saubergemacht, dies geschieht in der Regel am Vormittag. Handtücher werden nur gewechselt, wenn sie auf dem Boden liegen oder offensichtlich stark benutzt wurden. Das Zimmermädchen hat die verbrauchten Kosmetika im Bad immer aufmerksam ersetzt. Wegen der guten Schulbildung in Griechenland sind englische Sprachkenntnisse auch bei dem Zimmerpersonal sehr oft vorhanden.

Eine Animation gab es überhaupt nicht, außer einem Freiluftkonzert am Pool, das ein Sänger unbekannter Herkunft mit Gitarre und Keyboard am Abend 2-mal pro Woche veranstaltete.

Das Konzert missfiel den Zikaden auf den Bäumen, denn sie protestierten lautstark gegen das Programm. Es war herrlich! Da hatte sogar das Wetter ein Einsehen: Das letzte Konzert fiel wegen eines Sturmes aus. Die Zikaden schwiegen und die Traurigkeit der Hotelgäste hielt sich sehr in Grenzen.

Die Welt der Elemis-SPA-Therapie

„Treten Sie ein in den Tempel der Berührung und des Aromas“ ... lesen wir im Prospekt dieser Einrichtung. Es werden exotische Therapien für Damen und Herren angeboten. (Therapien aus der ganzen Welt ... Bali, Tibet, Polynesien, Japan, Marokko und Thailand).Obwohl bekanntlich die Konkurrenz nicht schläft, genügt aber zum Beispiel bereits ein Blick auf den Preis einer 55 minutigen Frangipani-Behandlung für 105 Euro, um die Massen der Kunden dieser Einrichtung stark zu begrenzen. (Ehrliche Meinung: Ich habe keine Ahnung, wie es dort zugeht)


Die Gästestruktur

Erst zu Beginn der Herbstferien in Deutschland kamen Familien mit Kindern in das Hotel. Sonst waren alle Jahrgänge vorhanden, Pärchen und Singles. Die Gäste kamen vorwiegend aus Deutschland, einige Holländer, Briten und Griechen waren auch da. Bei Beachvolleyball gab es nur sehr vereinzelt Gäste, die mit den Griechen spielen wollten.


Was kostete diese Reise?

Ab Nürnberg kosteten Anfang Oktober 2 Wochen Halbpension im Hotel Dorrissa Seaside Resort in einer Juniorsuite mit Meerblick 1.147 Euro/Person, einschließlich Flug und Transfer. (Gesellschaft FTI)
(Reiserücktrittsversicherungen und Ähnliches schließe ich prinzipiell nicht ab.)

Mögliche Ausflüge


Nähere Umgebung
Gleich an der Hotelanlage befinden sich 3 hohe Pfeiler aus Steinquadern, die Tría Dóndia, die zu einer frühchristlichen Basilika gehörten.

Ein paar Schritte weiter, Richtung Pythagórion, sind die Römischen Thermen zu bewundern – das Ziel vieler Ausflügler.

Pythagórion ist ein Ort mit einem der schönsten Häfen der ganzen Ägäis. Das Hafenbecken ist halbkreisförmig. Mit der Mole sieht die Stadt von oben wie eine Pfanne aus, deshalb der frühere Name Tiágani (Pfanne). An der Hafenpromenade, die im Sommer für Autos gesperrt ist, befinden sich lückenlos Cafés, Restaurants unter Mandelbäumen, Akazien und Tamarisken. Dazwischen paar Geschäfte.
Kein Wunder, dass man am Hafen die Hotelgäste wieder begegnet.

Am Kai liegen Yachten, Fischer- und Ausflugsboote. An der langen Mole macht mal ein großes Schiff fest.
Auf der kürzeren Nordmole kann man unter dem Denkmal des Pythágoras, einem berühmten Sohn der Insel (c2 = a2+ b2), neben einem Kinderspielplatz den Hafen und die Stadt betrachten.

Am Hang um die Bucht liegen Häuser mit roten Dächern. Hinauf führen mit Oleanderbäumen gesäumte Gassen, eine davon zum berühmten Kástro auf einen Fels, an dem die erste Siedlung aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. lag.

Wer gut wandern kann, sollte aus Pythagórion den Tunnel des Eupalinos, einem technischen Meisterwerk der Antike, unbedingt besuchen.

Andere Ziele

Da der Hafen der schönen Stadt Pythagorion leicht zu Fuß zu erreichen ist oder Vathi (Samos-Stadt) alle 30 Minuten mit dem Linienbus, ist der Druck, spezielle Ausflüge zu machen nicht sehr groß.

Vielleicht könnte man für 40 Euro eine Inselrundfahrt buchen.
Der Ausflug auf die Insel Patmos (Πάτμος) ist schon recht teuer. (Boot 37€, Klostertour 22€ und Transfer 3€) Man kann aber im Hafen von Pythagórion eines der zahlreichen Angebote der Schiffseigner nutzen.

Fazit


Die Mischung aus Tradition im dörflichen Teil, und dem Modernen im Hauptgebäude dieses Hotels, macht das besondere Flair dieser Anlage aus. Die gute Lage und die reizvolle Umgebung sind die zusätzlichen Pluspunkte.
Im Hotelprospekt und am Eingang prangen neben dem Hotelnamen 5 Sterne.
Im Reisekatalog sind es 4 ½ Sterne.

Persönlich vergebe ich den "Mittelwert": 4 Sterne!Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!

Bilder

für Doryssa Seaside Resort, Pythagóreion
Doryssa Seaside Resort, Pythagóreion
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Doryssa Seaside Resort, Pythagóreion

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Kommentare

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  • rosequeeny 27.05.2012 17:30
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Na da möchte man doch glatt die Koffer packen

  • MOFFt 23.05.2012 17:36
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    top Bericht - hier kann man sich alles vorstellen ... verdienter Diamant ... lg MOFFt

  • Tutti69 18.05.2012 11:13
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Perfekt!!!!

  • Cerafina 09.02.2012 03:20
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wäsche für die nächste Reise...LG

  • Cerafina 30.01.2012 03:32
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Verdienter Edelstein. In en paar Tagen schmeiße ich noch ein Wäschestück drauf...LG

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