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Pro sehr sauber,Essen super,Personal freundlich
Kontra Räumlichkeiten sehr nüchtern,Bauweise häßlich
In der letzten Maiwoche führte mich ein Seminar nach Hamburg. Dieses mal sollte ich mit dem Thema Arbeitsrecht beglückt werden und durfte aus diesem Grund eine Woche im Dorint an der Messe verbringen.
Etwas gestresst kam ich mit einem Taxi an und die Fahrerin erzählte mir schon auf der Fahrt dorthin, dass ich ja nicht gerade ein romantisches Hotel für meinen Hamburgtrip gewählt hätte. „Sehen Sie, da vorn der eckige Glaskasten auf der Kreuzung, dass ist das Dorint an der Messe. Das hat erst im August 2002 aufgemacht. Die Hamburger waren stinksauer als die das vor zwei Jahren dahin gebaut haben, weil es gar nicht ins Landschaftsbild passt aber ich wünsche Ihnen trotzdem viel Spaß diese Woche“. Na, die macht mir ja Mut dachte ich so bei mir, doch sie hatte recht, denn auch ich fand den Hotelblock auf den ersten Blick wirklich hässlich und konnte mich auch später nicht dafür begeistern. Eine große mehrspurige Kreuzung befindet sich direkt vor dem Hotel und ich ahnte schon bei der Ankunft, dass es laut werden könnte.
Eingangsbereich und Rezeption
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So ging ich dann mit meinem Koffer zum Eingangsbereich und ebenerdig konnte ich die Rezeption erreichen. Ein heller und für meinen Geschmack sehr nüchtern, jedoch auch moderner Empfang begrüßte mich hier. Geschwungene Ledercouchen für die wartenden Gäste standen in der rechten Ecke vor einer Glasfront, gleich neben dem Eingang. Die Architektur in diesem Raum ist auch hier wieder etwas verwunderlich aber mein erster Eindruck steht: hier hat ein Mann sein Werk hinterlassen. Keine unnötigen Vasen mit verspielten Blumengestecken oder unnötiger Tand mit Verzierungen. Nein, an allen Wänden finden wir Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Gebäuden oder Aufnahmen von Sehenswürdigkeiten aus Hamburg. Die Rezeption passt sich dem an und ich werde schnell eingecheckt von zwei sehr jungen Damen. Ich bekomme meine Schlüsselkarte für das Zimmer und fahre mit dem Aufzug in den dritten Stock.
Fernsehen und Internet
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Das Fernsehprogramm bietet alle aktuellen Sender und auch ausländische kann ich empfangen. Dazu gibt es ca. 3 aktuelle Filme (z.b. Matrix 3, Findet Nemo) und zwei Erotikfilme im Pay-TV. Zudem kann man sich eine Tastatur mit englischem Tastenfeld ausleihen und direkt über den Fernseher ins Internet gehen. Das fand ich sehr praktisch, jedoch sollte man dann keine Passwörter mit Umlauten (ä, ö und ü) haben, da es diese Buchstaben im englischen nicht gibt und unter Umständen sieht man dann dumm aus! Eine halbe Stunde surfen kostet 5 Euro.
In den Pausen wurden uns Obstplatten, Kuchen und Joghurts angeboten. Im Pausenraum selbst befindet sich eine Art Bar und davor ein Tisch mit vielen Barhockern drum herum. Auch eine Terrasse zum gemütlichen draußen sitzen findet man neben diesem Raum.
Die ToilettenRestaurant
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Am Abend ging es dann ins Restaurant und wir bekamen ein Essen serviert aber „holla“ vom feinsten und das zog sich durch das ganze Seminar. Je nachdem wie viele Gäste anwesend waren gab es mal Essen nach Karte oder Buffet aber immer klasse. Sehr abwechslungsreich, sehr reichlich, sehr gut und das machte sich natürlich prima, weil wir ja den ganzen Tag sitzen mussten und dreimal täglich im Restaurant aßen. Der Koch dort weiß wie man Gäste verwöhnt und mindestens 2kg in der Woche nach oben puscht.
Geeignet für Rollstuhlfahrer?
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Tiefgarage
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Wie bereits oben erwähnt hat das Dorint eine Tiefgarage für Gäste die mit dem Auto anreisen. Eine halbe Stunde parken kostet 1,50 Euro und 12 Euro für den ganzen Tag. Die Plätze darin sind durch Betonpfeiler getrennt und es geht daher auch ziemlich eng her.
Fazit und Kritik:
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Das Hotel bietet keine Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten. Weder ein Sportraum noch eine Sauna oder sonstiges ist vor Ort. Wer also nicht aus dem Haus will am Abend, dem bleibt eigentlich nur im Zimmer zu sitzen oder an die Bar zu gehen. Doch wer will das in Hamburg schon?
Das Zimmer war wirklich nur mit dem allernotwenigsten Komfort ausgestattet und bietet keinerlei Annehmlichkeiten die den Gast verwöhnen. Fenster öffnen ist einfach unmöglich, weil es wahnsinnig laut ist dort. Das Gleiche gilt für die Tagungsräume. Man wird als Gast das Gefühl nicht los, dass man tatsächlich hier nur ein „Durchgangsgast“ ist und so fühlt man sich dann auch mit den Kleidern die nicht aus dem Koffer heraus können. Meine Gedanken dazu waren: ich bin hier auf einem etwas besseren Campingplatz beim Zelten.
Vom Restaurant aus schaut man direkt auf die Kreuzung. Ein nicht wirklich erquickender Ausblick und zudem können die Autofahrer die an der Ampel parken einem direkt auf den Teller schauen. Nicht wirklich erbaulich.
Der gegenüberliegende Park bietet sich zwar zu einem Spaziergang an aber alleine würde ich dort als Frau keinesfalls herumlaufen wollen und schon gar nicht morgens zum Joggen oder ähnlichem, da dort schon ziemlich finstere Gestalten herumlungerten (man möge mir den Ausdruck verzeihen aber es entspricht der Tatsache!). Zudem macht das Kreuz am dort befindlichen Wasserturm mit dem Hinweis darauf, dass dort vor zwei Jahren ein Junge umgebracht wurde auch nicht unbedingt Mut. Nix für mich!Bei jedem Seminar das ich in den letzten Jahren besuchte fanden Gruppenarbeiten statt. Das heißt, dass Gruppen eine Aufgabe gestellt bekommen, die man dann in einem separaten Zimmer gemeinsam löst ohne den Moderator. In guten Seminar- und Tagungshotels werden dafür Räume oder Gruppentische angeboten. Dies war hier nicht der Fall und deswegen musste sich eine Gruppe an die Tische im Eingangsbereich zurückziehen und die andere Gruppe blieb im Tagungsraum. Das war eher eine Notlösung aber auch schlecht durchdacht vom Hotel aus und für mich ein Minuspunkt, da sich das Dorint insbesondere als Tagungshotel anbietet.
Ins Internet konnte ich im Zimmer und auch der Preis von 5 Euro für eine halbe Stunde fand ich so viel nicht. Wem das zu teuer ist, der muss dann in ein Internetcafe gehen aber ich fand das eigentlich bequem und würde das Hotel über eine deutsche Tastatur verfügen, so wäre das wirklich prima gewesen, weil die englische Tastatur nicht über ä, ö ü verfügt und auch die Aufmachung anders gestaltet ist. Da ging dann natürlich eine halbe Stunde fix vorbei und das ärgerte mich. Die Anregung gab ich dann dem Personal an der Rezeption weiter, die das sofort notiert haben.Mir fiel auf, dass zwei drittel des Personals im Service junge Männer waren. Das weibliche Personal arbeitet an der Rezeption, das männliche Personal fast nur ausschließlich im Service. Das Reinigungspersonal wurde ausgesourct und die Zimmerreinigung wird von einer Fremdfirma übernommen.
Mich konnte das Dorint nicht überzeugen und privat würde ich dort nur bedingt für ein paar Tage „einziehen“ wollen. Das Hotel hat drei Sterne die ich jedoch in der oberen Liga der Dreisterne-Hotels ansiedeln würde, denn ich habe am Wochenende nach dem Seminar in einem anderen Drei-Sterne-Hotel übernachtet und das war unter aller Kanone! Daher weiß man was man hat, wenn man im Dorint gewohnt hat. Das Hotel ist sehr sauber, das Personal sehr zuvorkommend und freundlich und das Essen ist super. Trotzdem fand ich es nicht so toll, schon alleine weil man zu keiner Zeit die Fenster länger geöffnet haben kann wegen dem Krach. Also, Dorint an der Messe nur wenn es noch mal sein muss.Eine Übernachtung kostet für ein Einzelzimmer 86.00 Euro pro Nacht zzgl.
Frühstück 13.00 Euro. Telefonisch erreichen kann man das Hotel über 040-450690-0 und im Internet kann man sich das anschauen über www.dorint.de.
Das muntere Ratespiel: Wo ist der Schrank?
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Compu27 12.10.2004 17:22
TurboFranky 07.09.2004 10:20
Federico2 13.08.2004 06:54
Kieslaster 10.08.2004 09:31
gracie2 06.08.2004 22:53
Ein sehr guter Bericht, mit interessanten Bildern. lg Sylvia
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