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Erfahrungsbericht

für Dom San Geminiano, Modena
5 Sterne Das Prunkstück von Modena Bericht mit Bildern
362 von 362 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Bauweise, Lage, Raumaufteilung, Licht, Atmosphäre

Kontra (temporäre Bauarbeiten)

Der Autor

Viel-Wolter Seit 14 Sep 2003

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Hallo liebe Lesenden !

Da ich mich für sechs Monate in Modena zum Studieren aufhalte wird es langsam mal Zeit, dass ich etwas über die Stadt berichte. Am besten fange ich mit dem Wichtigsten an, quasi dem Mittelpunkt der Stadt: dem Dom.


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Fakten
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Der Dom trägt den Namen des örtlichen Heiligen und Schutzpatrons: San Geminiano. Der Bau des Doms begann im Jahre 1099 und war 1322 fertiggestellt. Der Dom zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. (Quelle: Wikipedia)


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Aufbau
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Der Dom besteht aus zwei wichtigen Bestandteilen: Der Kathedrale (duomo) und dem Glockenturm (campanile). Der Turm (siehe Foto 1) trägt den Namen Torre Ghirlandina und ist ca. 85 Meter hoch. Er ist freistehend, also nicht direkt mit dem Dom verbunden. Er ähnelt farblich dem Glockenturm vom Dom in Lucca (vgl. Ciao-Bericht). Auffällig ist die Schieflage des Turms, der (laut Aussage eines Stadtälteren) auf schlechtem Boden errichtet wurde und dadurch leicht abgesackt ist. Der Turm ist jedoch nicht mit dem in Pisa vergleichbar.

Der Innenraum der Kathedrale ist sehr untypisch für die italienischen Kirchen (zumindest die ich besucht habe). Erstens, weil die Kirche nicht in der typischen Kreuzform gebaut ist. Es gibt nur ein Hauptschiff, keine Seitenschiffe. Zweitens, da die Kirche in drei Ebenen aufgeteilt ist (näheres später).


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Der Dom von außen
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Die Außenwände des Doms sind größtenteils von weißen Marmorsteinen geprägt. Jedoch mischen sich immer mal wieder rötliche und graue Steine dazwischen so dass der Dom ein buntes Aussehen erhält.

Der Dom ist zudem sehr abwechslungsreich in seinem Erscheinungsbild. Die Seite mit dem Hauptportal wird von einem gigantischen runden Fenster in Form eines Rades geprägt. Leider befindet sich diese Seite zur Zeit in Renovierung, so dass man den Anblick nicht genießen kann (siehe Foto 2).

Die Längsseite befindet sich auf dem Piazza Grande, dem schönsten und größten Platz in Modena (siehe Foto 3). Hier kann man den Dom in seiner vollen Gestalt begutachten. Besonders ins Auge stechend sind die weiteren Portale und Säulengänge (sogenannte Zwerggallerien). Besonders schön ist das von Löwenstatuen umgebene Portal zur Mitte des Doms.

Betrachtet man die dritte (und letzte freistehende Seite) des Doms erhält man ein anderes Bild. Waren vorher hauptsächlich eckige Formen zu sehen dominiert hier das Runde. Besonders herausstechend: Zwei kegelförmige Ausbuchtungen ragen schräg aus der Wand heraus (siehe Foto 4).


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Der Dom von innen
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Im Dominneren herrschen wärmere Farbtöne, hauptsächlich dunkle Marmortöne, vor. Die kleinen Fenster und der warme Farbton schaffen eine sehr gemütliche Atmosphäre. Zur Zeit fällt wegen der Bauarbeiten leider im Eingangsbereich zu wenig Licht herein, so dass es hier etwas dunkler ist (siehe Foto 5).

Die Bankreihen in der Kirchenmitte sind von mächtigen Säulen rechts und links begrenzt. Daneben befinden sich Sehenswürdigkeiten wie z.B. Gemälde und Kerzen.

Der Blick richtet sich geradewegs auf den Altar und ein darüber hängendes goldenes Kreuz. Dahinter fängt das eigentlich interessante der Kirche an: Hinter dem Altar teilt sich der Raum auf. Zwei Treppen führen eine Etage tiefer zur Krypta, zwei weitere Treppen führen nach oben zu einer weiteren Ebene.

In der Krypta befinden sich weitere Gebetsbänke und ein kleiner Altar. Tagsüber scheint hier von außen viel Licht herein und lässt den kleinen Raum mit der niedrigen Decke in einem schönen Goldlicht erstrahlen.

Rechts vom Altar befindet sich eine farbenfrohe Statue, die Madonna mit Kind und Schaulustigen zeigt (Foto 6).

Hinter dem Altar befindet sich, in einem gläsernen Tresor gesichert, ein altertümlicher Sarkophag, in dem sich die Gebeine des Heiligen San Geminiano befinden. Der Sarg ist das Heiligtum der Kathedrale, da es sich um den Schutzbefohlenen der Stadt handelt, der hier liegt (siehe Foto 7).

In der oberen Ebene befindet sich ein großer Raum mit vielen edlen Stühlen, der wohl einst als Beratungssaal für die Kirchenoberhäupter gedient hat (oder noch immer dient...Modena ist ein Erzbistum).

Neben diesem Raum befindet sich ein goldener Schrein, der in einem der oben beschriebenen rundlichen Ausbuchtungen untergebracht ist. Über dem Schrein befindet sich ein Fenster und lässt das Gold im rechten Licht erstrahlen.

Weiterhin gibt es in der oberen Ebene noch eine kleine Plattform, von der aus man direkt über dem unteren Altar steht und über den ganzen Innenraum der Kathedrale blickt.


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Tipp
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Auf der Internetseite der UNESCO erhält man einige Informationen über den Dom, beispielsweise über die Geschichte der Erbauung, die Ausmaße etc.

http://whc.unesco.org/


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Fazit
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Für mich ist der Dom in Modena einer der schönsten Kirchen, die ich je besichtigt habe. Die Vielfalt der Bauweise, die warmen Farben, die Lage mit dem Piazza Grande und die Aufteilung des Raums auf drei Ebenen machen den Dom für mich einmalig. Er erhält von mir 5 Sterne und sicherlich noch einige Besuche.

Ich bedanke mich fürs Lesen und Bewerten,
Euer Viel-Wolter.

Bilder

für Dom San Geminiano, Modena
Foto 1
von Viel-Wolter Viel-Wolter

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  • aga6jessica 11.03.2012 13:17
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • boomer0071 23.01.2012 18:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • steff2088 20.01.2012 13:55
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Lupo889 17.01.2012 08:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • fabio15 13.01.2012 07:00
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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