Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Optimaler Standort, überschaubares Wohlfühlambiente, hauseigenes Restaurant in Ordnung, prädestiniertes Hotel für Golfer |
| Kontra: |
Begrenzte Parkmöglichkeiten, versch . Services nur im Partnerhotel verfügbar |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Vilamoura, ein moderner Küstenort mit grossem Jachthafen, rund 25 Kilometer westlich der Stadt Faro samt Flughafens an der Algarve gelegen, beheimatet insgesamt drei Hotels der portugiesischen Kette "Dom Pedro". Allesamt gehören zur 4*-Kategorie und sind nahe beeinander, in unmittelbarer Nähe der Marina, zu finden. Da mir das Hotel "Dom Pedro Golf" von der Grösse und Bauweise her nicht zusagte und ich auch nicht im Appartementhotel "Dom Pedro Portobelo" wohnen wollte, wurde für den 2-wöchigen Aufenthalt im Juni 2003 erneut, wie schon 1999, das Hotel "Dom Pedro Marina" ausgewählt.
> EINDRUCK
Positiv sticht sofort die nicht allübliche Bauweise und Aussenfarbe ins Auge. Die insgesamt nur 155 Zimmer sind zwar auf 7 Etagen verteilt, nicht jedoch in bekannter Quaderbauform, sondern sternförmig in drei Richtungen mit einem Winkel von 120° zueinander. Zudem verjüngt sich das Gebäude pyramidenförmig nach oben, was den Vorteil bietet, das von den Balkonen bzw. Fenstern der meisten Zimmer Meer- bzw. Hafenblick möglich ist. Die auf den drei steigenden Seiten des Baus liegenden Zimmer bzw. Suiten grösserer Grundfläche haben üppigere Balkone bzw. Terrassen mit Sonnenschutz, vier Zimmer (Präsidentensuiten) bieten sogar einen eigenen Aussenwhirlpool zur Entspannung.
Gehalten ist das Hotel in den "Corporate Design"-Farben der Dom Pedro-Gruppe, somit zeigen terracotta und dunkelrot schon aus der Ferne optisch die Zugehörigkeit an und tragen zudem zu einem hübschen Äusseren bei.
Schön integriert und mit Palmen sowie Blumen bepflanzt ist die dem Haupteingang, leicht abgesenkt, vorgelagerte Parkmöglichkeit für insgesamt leider nur rund 20 Autos zu finden. Die schrägen Parkbuchten sind jedoch sehr eng, sodass portugal-typische Kratzer und kleine Beulen nahezu zwangsläufig entstehen können.
Der Gast betritt die klimatisierte Eingangshalle, die seit meinem letzten Besuch (1999) durch die Auflösung eines dort zur Ergänzung untergebrachten Geschäfts jetzt spürbar grosszügiger ist, und wird schnell wie auch freundlich an der nicht riesigen Rezeption in englischer Sprache enpfangen. Deutsch wird zwar grösstenteils verstanden, aber nur sehr spärlich gesprochen. Zu meiner Verwunderung werden nun, statt vormals sperriger Zimmerschlüssel, codierte Magnetkarten für das eigene Reich innerhalb des Hauses ausgegeben. Auf Nachfrage hin ist es auch machbar, eine zweite Karte zu bekommen, falls hier und da der Wunsch zweier Zimmerbewohner besteht, getrennt bzw. zu unterschiedlicher Zeit die Gemächer aufsuchen zu wollen. Die Karte ist eingesteckt in einen Pappfolder, der neben Namen und Zimmernummer (... die aus Sicherheitsgründen nicht auf der Karte steht) auch die Aufenthaltsdauer und die Art der Verpflegung enthält. Die Rückseite zeigt zwar Ankreuzfelder, die im Restaurant täglich abgehakt werden sollten - doch geschieht dies nur sporadisch.
Wünscht der Gast einen Zimmersafe, wird der hierfür notwendige Aktivatorstift (... mir schon aus dem RIU RG Djerba bekannt) gegen einen Obulus von rund 30.- EUR (für 14 Tage) ausgehändigt. Der beim letzten Besuch noch übliche und unpraktische Schlüssel gehört somit der Vergangenheit an, da nun eine selbst wählbare 4-stellige Zahlenkombination zum Öffnen des Wertdepots ausreicht.
Bei unserer relativ späten Ankunft zur Abendessenszeit war kein Angestellter vor Ort, der uns behilflich war, das sperrige Gepäck auf das Zimmer zu bringen - was aber, wie ich später bemerkte, nicht der Regelfall ist. Zwei Aufzüge stehen bereit, vom mit roten Naturfliesen ausgelegten Fussboden des Eingangs- und Barbereiches in die Stockwerke zu gelangen.
> ZIMMER
Es stehen verschiedene Varianten und Grössen von Zimmern zur Auswahl. Gebucht worden war ein Standard-Doppelzimmer mit seitlichem Meerblick, das als Schlafstätte zwei zusammengeschobene, breite Einzelbetten bietet - was aber völlig in Ordnung geht. In freundlichen Farben sind die Zimmer mit einem leicht rustikalen Touch eingerichtet, denn der Fussboden ist wieder mit grossen, roten Naturfliesen ausgelegt, die Möbel wie auch ein runder Tisch samt zweier Stühle, ein Sideboard mit zusätzlichen Verstaumöglichkeiten, die Betten wie auch die Nachttische zeigen sich in einer Kombination aus hellem Echtholz und Korbmaterialien. Massive, hochglänzende Steinplatten in strukturiertem Hellbraun machen alle Auflageflächen solide, mahnen aber dadurch zur Vorsicht bei der Ablage zerbrechlicher Dinge.
Neben der Sitzecke bietet eine Schiebetür die Möglichkeit, auf den mit Tisch und zwei Stühlen, eher klein dimensionierten, Balkon zu gelangen. Schwere, lichtundurchlässige und raumhohe Stores helfen wirkungsvoll, eventuell nicht erwünschtes Einfallen von Licht zu verhindern.
Eine wirkungsvoll und sehr exakt arbeitende, individuell regelbare Klimaanlage hält die Raumtemperatur auf der gewünschten Höhe. In einem herausgearbeitenden, gemauerten Vorsprung ist eine Minibar eingebaut, deren obere Steinplattenfläche gut als Ablagemöglichkeit häufig benötigter Dinge dienen kann. Die Preise sind ortsüblich und belaufen sich z.B. für ein Mineralwasser auf 2.- EUR, für eine Cola oder ein Bier auf 3.- EUR.
Die Platzverhältnisse im Zimmer sind keineswegs als beengt zu bezeichnen, nur der Stauraum für die Kleidung zweier Personen für 14 Tage erfordert ein gewisses Geschick, alles unterzubringen. Zumindest ist an eine gesonderte Ablage für die Koffer gedacht worden. Die Raumbeleuchtung ist eher etwas gewöhnungsbedürftig, da als Hauptlichtquelle nur ein Deckenfluter zur Verfügung steht - der allerdings, in der Intensität regelbar, sehr hell ist.
Das Bad hat ausreichende Grösse und ist mit ockerfarbenem Steinzeug ausgekleidet. Rund um das integrierte Waschbecken sind glücklicherweise genügend Ablageflächen vorhanden, ein sonst in einem 4*-Hotel üblicher Haartrockner gehört jedoch leider nicht zur Ausstattung. Eine Steckdose zumindest kann das eigene, mitgebrachte Gerät zum Leben erwecken.
Neben der Toilette und einem Bidet ist eine Badewanne mit relativ rutschhemmendem Untergrund kombiniert worden mit einer abnehmbaren Handbrause. Handtücher sind stets in ausreichender Zahl vorhanden, die üblichen Duschgels und Seifen in der Hausmarke stehen ebenso bereit.
Insgesamt fällt dem Betrachter natürlich auf, dass sich die Zimmer nicht mehr im Neuzustand befinden, zeigen aber durch ihr sonstiges Erscheinungsbild, dass sie trotzdessen gut gepflegt werden. Die tägliche Reinigung findet ohne den geringsten Anlass zur Kritik, fast unbemerkt, reibungslos und gewissenhaft statt, sodass ein Trinkgeld sicher angebracht scheint.
> RESTAURANT
Das Frühstück als auch, bei gebuchter Halbpension, das Abendessen werden im hauseigenen Restaurant "Da Pietro" eingenommen. Es ist nett in portugiesischem Stile eingerichtet, die hausüblichen Farben setzen sich auch hier fort. Der Innenraum ist mit Säulen und Halbbögen geziert, die in mehreren Kuppeln enden. Auch hier finden sich, wie an vielen anderen Stellen des Hotels geschickt platziert, antike Möbelstücke, die einerseits bestimmungsgemäss genutzt werden, andererseits auch nur als Blickfang dienen.
In der warmen Jahreszeit sehr begehrt sind die mit Schilf überdachten Aussenplätze des Restaurants, die, wiederum aus Korbmaterialien mit weissen Tischen kombiniert, neben Pflanzen und Pool für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.
- Frühstück
Aus eben genannten Gründen werden Gäste, die spät in der möglichen Frühstückszeit von 7 bis 10 Uhr eintreffen, selten zu einem der Aussenplätze geleitet. Ein Buffet steht zur Selbstbedienung bereit und bietet eine ausreichend grosse Auswahl. Nebst einiger Cerealien und frischem Obst werden mehrere Brot- und Brötchensorten nebst (kalten) Croissants geboten, am nebenan stehenden Toastautomaten ist meist etwas Wartezeit einzuplanen. Verschiedene Käse- und Wurstsorten bieten sich neben in Deutschland nicht mehr unbedingt üblichen Einwegverpackungen mit Marmelade und Honig an, verspeist zu werden. Durch das mittlerweile sehr auffällig zahlreich im Haus wohnende, englische Publikum besteht auch die Wahl zwischen zwei Rühreivarianten, Speck, Würstchen und Bohnen ...
Wie es mich auch schon 1999 störte, muss der Kaffee nach wie vor Tasse für Tasse selbst aus einem der nur zwei vorhandenen Automaten "gezapft" werden - was mitunter einen etwas nervenden Hindernislauf zur Folge hat.
- Abendessen
Da offensichtlich der überwiegende Teil der Hotelgäste nur eine Unterkunft mit Frühstück bucht, es sind ja auch genügend Möglichkeiten vorhanden, extern in anderen Restaurants zu speisen, herrscht beim Abendessen, konträr zum Frühstück, keinerlei Gedränge (Früh aufstehende Golfer haben aber auch am Morgen kein Gedränge zu befürchten ...). Da das Restaurant "Da Pietro" auch ein öffentlich zugängliches, italienisches à-la-carte Restaurant ist, finden sich sporadisch auch andere Gäste ein.
Das Abendessen (19:30 bis 22:00 Uhr) an sich ist ebenfalls in Buffetform angerichtet und bietet neben täglichen Fisch- und Fleischspezialitäten verschiedene Beilagen in Form von Kartoffel-, Nudel- und Gemüsevarianten. Während des 2-wöchigen Hotelaufenthalts gab es nicht eine einzige Wiederholung eines Hauptgerichtes. Da der Aufpreis für die Inkludierung der Halbpension sehr meist sehr moderat ausfällt, kann sie auch gebucht werden, wenn beabsichtigt ist, gelegentlich extern zu essen.
Frisch zubereitete Vorspeisen aus lokalen Gemüsesorten sowie sich abwechselnde Besonderheiten aus Fisch, Fleisch oder z.B. Spargel komplettieren neben teils aufwendigen Kuchen sowie Obst den Umfang der Auswahl.
Die Getränkepreise, extra berechnet und nicht in der HP inkludiert, gleichen denen der Pool- bzw. Innenbar. Eine kleine Flasche roten oder weissen Hausweins ("Vinho Nova") zu 0,375 l kostet 6.- EUR, die grosse Variante à 0,75 l ist jedoch empfehlenswerter, da sie mit 8,50 EUR bezahlt werden muss - aber, falls nicht geleert, für den Folgeabend zurückgestellt werden kann. Wie überall im Haus kann der zu begleichende Rechnungsbeleg auch auf Wunsch, versehen mit der Zimmernummer, unterschrieben und mit der Schlussrechnung beglichen werden, was sich als sehr komfortabel herausstellt.
> SONSTIGE EINRICHTUNGEN bzw. SERVICES
Möchte man am Abend das Hotel ausnahmsweise nicht verlassen, der Hafenbereich bietet sich eigentlich für wiederholte Exkurse an, kann man den Tag auch angenehm im gemütlichen und grossflächigen Bereich der "Piano Bar" ausklingen lassen. An jedem Abend wird Livemusik mit Gesang via Piano oder Keyboard geboten, die vielen mit Sitzkissen ausgestatteten Korbmöbel sind sehr einladend und bequem.
Ein wohlschmeckender Milchkaffee schlägt sich hier mit 2.- EUR nieder, Softdrinks jeglicher Couleur sind zum gleichen Preis erhältlich. Ein kleines Mineralwasser kostet 1,50 EUR, ein grosses (lokales) Bier 3,50 EUR (0,5 l).
Im Aussenbereich, der durch die günstige und zentrale Lage innerhalb des Ortes nicht ganz riesig ausfällt, ist ein übersichlicher Pool neben einem Kinderbecken vorhanden. Die zahlreichen Liegen stehen samt Auflagen und Handtüchern kostenlos zur Verfügung, um sich einen schattigen Platz auf der gepflegten Rasenfläche unter Palmen zu sichern.
Seitlich in das Gebäude integriert, von aussen zugänglich, ist ein ebenfalls frei nutzbarer Whirlpool untergebracht. Die Ober der Poolbar "Tropical" bedienen auch die besonders Faulen direkt an der Sonnenliege oder an einem der Aussentische relativ zügig.
Als positiv hervorzuheben ist der für die Dom Pedro-Gruppe bekannte Service für Golfspieler. Da sich das Hotel und der Ort Vilamoura selbst inmitten einer relativ schnell erreichbaren, grossen Anzahl hochwertiger Golfplätze befindet, bietet der eigens vor Ort arbeitende und sehr freundliche Resident-Pro während zweier Zeiträume pro Tag die sofortige Reservierung von Startzeiten an. Für nahezu alle Plätze an der Algarve hält das Hotel "Dom Pedro ..." reduzierte Greenfees bereit, die entweder direkt im Hotel (gegen Aushändigung eines Vouchers) oder auch vor Ort im Golfclub bezahlt werden können. Für die direkt umgebenden Vilamoura-Plätze arrangiert die Hotelrezeption einen für Golfer kostenlosen Shuttleservice, der vom örtlichen Finanzier und Tourismusvermarkter "Lusotur S.A." getragen wird.
Direkt neben dem Hotel, im Erdgeschoss des Nachbargebäudes untergebracht, befindet sich ein kleiner Supermarkt ("Jafers"), der neben günstigen Getränken und Lebensmitteln auch Dinge wie Sonnenmilch, Shampoo, u.s.f. vorhält. Durch den Standort des Hotels ist natürlich der Besuch des schräg gegenüber liegenden Spielcasinos durchaus eine lohnenswerte Abendbeschäftigung - eben besonders durch die kurze Distanz, die zurückzulegen ist.
Weitere Einrichtungen und Services, die das Schwesterhotel "Dom Pedro Golf" (in Sichtweite) bereithält, können von den Gästen des "Dom Pedro Marina" ebenso genutzt werden. Dazu gehören u.a. ein Friseur, Sauna, Volleyball, Tagesanimation allgemein, Tennisplätze (3) sowie ein Beautybereich. Im Untergeschoss des "Dom Pedro Marina" befinden sich weiterhin 6 schick eingerichtete Konferenzräume, die auch wiederholt und lebhaft genutzt werden.
> FAZIT
Beim Hotel "Dom Pedro Marina" handelt es sich um ein gut überschaubares, nicht hektisches Hotel der gehobenen Mittelklasse mit angenehmer Gästestruktur, das auch einen gewissen portugiesischen Charme bietet. Alle Wünsche und Fragen an der Rezeption werden schnell und freundlich bearbeitet, alle Angestellten agieren, bis auf wenige Ausnahmen, sehr schnell. Sauberkeit und Gepflegtheit des Hotels lassen kaum Wünsche offen, auch, wenn es mittlerweile nicht mehr den Glanz des Neuen vorweisen kann.
Der Aufenthalt in diesem Haus stellt sich als sehr angenehm dar, zudem es durch Standortvorteile wie unmittelbarer Nähe zum Hafen und zum Strand glänzen kann. Mietwagennutzer können, sollte der Hotelparkplatz belegt sein, was in der Hauptsaison häufiger der Fall ist, ihr Fahrzeug auch problemlos auf dem grossen Parkareal vor dem "Dom Pedro Portobelo" abstellen.
Wahlweise kann auch das Abendessen ohne Aufpreis im 2 Minuten entfernt liegenden "Dom Pedro Golf" eingenommen werden. Als bemerkenswert schnell und freundlich empfand ich erneut die Betreuung durch den Golfmanager der Hotelgruppe, was ein deutliches Plus für Golfspieler bedeutet.
Der Preis bzw. das Preis-/Leistungsverhältnis in Relation zum Standort und der Qualität geht meiner Ansicht nach in Ordnung und stellt sich nicht als überteuert dar. Für die Buchung eines 2-wöchigen Aufenthalts in der zweiten Junihälfte über den Veranstalter Thomas Cook waren incl. des Fluges mit der Gesellschaft Hapag Lloyd und eingeschlossener Halbpension insgesamt 2174.- EUR für 2 Personen im Doppelzimmer zu zahlen. Dieses Hotel hat jedoch mittlerweile für deutsche Gäste, auch via anderer Veranstalter, insgesamt nur geringe Kapazitäten, da sich der Publikumsstamm überwiegend aus Besuchern britischer Herkunft rekrutiert.
> DATEN (Stand: 06.2003)
Hotel Dom Pedro Marina
Rua Tivoli, Lote H 4
8125-410 Vilamoura / Quarteira
Algarve/Portugal
Tel.: +351 289 381 000
Fax: +351 289 381 001
eMail: algarve.reservations@dompedro.com
Homepage: http://www.vilamoura.dompedro.pt
Akzeptierte Zahlungsmittel: Bargeld, alle gängigen Kreditkarten sowie Maestro
©TK 15/07/2003 [incl. aller Medien und insbesondere eigener Internetpräsenzen]