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Im Oktober habe ich eine Woche auf der schönen Insel Malta verbracht. Gebucht hatte ich mit einer Freundin eine sogenannte Standortrundreise, dass heißt, dass man immer in einem Hotel bleibt und von dort die Ausflüge beginnt. Malta ist nicht sehr groß, da wäre ein Hotelwechsel auch wirklich nicht nötig. über dieses Hotel möchte ich heute berichten Der Name des Hotels ist
Dolmen Resort & SpaAnfahrtDa haben es die Pauschalurlauber einfach, denn sie werden am Airport erwartet und mit einem Bus direkt vor das Hotel gefahren. mit dem Bus geht es sicher auch, doch müsste man in jedem Fall in Valletta umsteigen, denn alle Buslinien führen über Valletta.
Zimmer 1Die eifrige, deutschsprachige Rezeptionistin empfing uns mit einem besonderen Angebot. Statt der zwei gebuchten Einzelzimmer zur Alleinbenutzung könnte sie uns ohne Aufpreis eine Suite im neu erbauten Obergeschoss mit großer Dachterrasse und tollem Meerblick anbieten. Einigermaßen erstaunt willigten wir ein, uns dieses Zimmer anzuschauen. Durch endlose Gänge ging es in die angepriesene Suite, das Stockwerk sah wirklich ganz neu aus.
Wir sahen zunächst ein riesiges Doppelzimmer mit großer Fensterfront, rechts führte eine Tür in das Bad. Das zweite Zimmer erreichten wir durch eine Tür rechts, ein Zimmer ohne Fenster und wesentlich kleiner als das vorher, ein eigenes Bad lag nebenan. Das kam überhaupt nicht in Frage, schließlich hatten wir einen saftigen Aufpreis für die Einzelzimmer bezahlt
Wir kehrten um und fuhren in den zweiten Stock, hier sollten dann unsere Zimmer liegen. Die Teppiche auf dem Flur wurden immer zerschlissener, je näher wir kamen. Sie schloss ein Zimmer auf und machte Licht. Alles sah sehr verwohnt aus und nicht gerade einladend, sauber war es aber. Ergeben sagte ich, dass ich dieses nehmen werde, meine Freundin bekam dann eins zwei Türen weiter. Obwohl kaputt von der reise, schaute ich jetzt genauer. Der winzige Balkon gab den Blick auf die elektrische Anlage des Hotels frei, reichlich abenteuerlich die ganzen Kabelstränge, dazwischen lag allerhand Müll.Ich ging in das Bad, Schimmelflecken in den Ecken, der halbe Türrahmen war schon vermodert. Mein Blick viel auf das Bett, das höchstens 1,4 Meter breite hatte, dies konnte im Leben kein Doppelzimmer sein. Ich nahm meine Tasche und ging zu meiner Freundin. Ihr Zimmer war zwar ein richtiges Doppelzimmer, doch auch bei ihr gab es Schimmelflecken. Wir gingen zur Rezeption. Und erklärten, dass wir nicht einverstanden waren. Nach kurzem lamentieren wurde versprochen, dass wir am nächsten Tag vielleicht ein anderes Zimmer bekommen könnten.
Bei der abendlichen Begrüßung informierten wir die Reiseleitung, die sofort das Zimmer sehen wollte. Sie ging mit uns anschließend zur Rezeption, um unserem Änderungswunsch nochmals Nachdruck zu verleihen.
Am nächsten Tag hatten wir einen Ganztagsausflug, sodass unser Gepäck vom Personal in die neuen Zimmer gebracht werden musste.
Gespannt kehrten wir abends vom Ausflug zurück. Die neuen Zimmer lagen im Erdgeschoss und waren bestimmt 35 qm groß. Ein großes Doppelbett, ein Schrank, Schreibtisch, Kofferablage, ein kleiner Abstelltisch und eine kommode mit bunten Scheiben standen darin. In der Kommode befand sich der Fernseher, Fernbedienungen sucht man allerdings vergeblich. Alle Möbel waren aus dunklem, schweren Mahagoni , Vorhänge und Bettüberwurf in beige und rot gehalten, der Boden war gefliest.
Das Bad war reell groß, mit beigen Fliesen gekachelt. Über dem Waschtisch nahm ein großer Spiegel die ganze Front ein. Badewanne und Dusche waren kombiniert. Der Duschvorhang war im unteren Bereich braun und ausgefranst, nicht sehr hygienisch.. An der Toilettenbrille war auf einer Seite die Farbe schon abgescheuert, sodass das braune holz durchschaute, auch so etwas wirkt immer nicht hygienisch, finde ich.
Die Fensterfront bestand aus eine großen Schiebetür, die nur nach kräftigem ziehen den Weg nach draußen frei gab. Eine geflieste Terrasse mit einer gemauerten Brüstung bot gerade Platz für die zwie Stühle und den Tisch. Der Blick viel hier auf die antike Ausgrabungsstätte, die bei den Bauarbeiten gefunden wurde und hier im Innenhof erhalten blieb. Leider gab es viele streunende Katzen, sodass ich mich nie traute, die Tür ohne Aufsicht offen zu lassen. Das ist schade, denn nachts hätte ich gern bei offenem Fenster geschlafen.
Das Buffet- und Hauptrestaurant des Hauses findet man rechts neben der Lobby. Auch hier findet man neben einer Treppe eine geflieste Rampe, die Rollstuhlfahrern den Zugang erleichtern. Links neben der großen Glastür sitzt eine Angestellte des Hauses und hakt die Zimmernummer auf einer Liste ab--Ordnung muss sein. Der Saal ist einfach riesig, nach meiner Schätzung passen hier bestimmt 500 Personen rein. Im Oktober hatten wir freie Platzwahl, ob es in der Hauptsaison genauso ist, kann ich nicht beurteilen. Wir hatten immer Glück, dass wir einen Platz vor der Fensterfront bekamen. Von hier kann man schon morgens den Blick auf die Bucht genießen und die Wetterlage einschätzen.
Das kalte Buffet steht an der Innenwand des Raumes, warme Gerichte findet man in der Mitte des Saales. Hier bereiten die Köche die Spiegeleier ganz nach Wunsch zu. In den Rechauts warten weitere Köstlichkeiten auf die hungrigen Gäste. Da das haus zu 70 % von Engländern besucht wird, kann sich jeder vorstellen, was es dort gab. Ich habe lieber nicht so genau geschaut, denn Würstchen oder Bohnen zum Frühstück, allein der Geruch verdirbt mir den Appetit. Doch ließ es sich nicht verweiden, dass ab und zu jemand mit seinem dampfenden Teller an unseren Tisch vorbei lief.
Jedenfalls gab es für uns auch das Richtige. Drei Brötchensorten, vier Brotsorten, Marmeladen, Honig, Vier Sorten Quark, frisches Obst und Müsli. Für Teetrinker gab es reichlich Auswahl, während der Kaffee nicht besonders war. Dafür spukte der Automat nebenan frischen Orangensaft aus und uach andere Sorten. Viele süße Teilchen gab es auch zum Frühstück, heiß begehrt von den französischen Gästen.
Das Abendessen wurde immer vor dem Restaurant angeschlagen, sodass wir öfter einen prüfenden Blick darauf warfen. Es gab verschiedene Suppen, Salate vom Buffet und immer mehrere Vorspeisen und Hauptspeisen zur Wahl. Oft wurde das Abendessen unter ein bestimmtes Motto gestellt Die Teilnahme am Buffet kostete zwischen 18,50 und 19,50 Euro pro Person. Für Vielesser ist das sicher geeignet, doch wir hatten immer mittags eine Kleinigkeit unterwegs gegessen, sodass wir sicher nach der Vorspeise schon gestreikt hätten, deshalb haben wir darauf verzichtet.
Das Cafè an dem Pool hatte schon ab 7,30 geöffnet. Nach dem Frühstück war mein erster Weg zum Tresen , um einen doppelten Espresso zu bestellen. Der wurde dann erstmal mit eine Zigarette am Pool genossen, dann konnte das Ausflugsprogramm beginnen.
Am vorletzten Tag haben wir auch dort ein Pastagericht gegessen, einfach köstlich. Frische Nudeln mit Öl und Knoblauch für 6,30 Euro, das Wasser dazu hat 1,40 gekostet. Am letzten Abend wollten wir nur noch eine Kleinigkeit und haben eine Bruccetta bestellt, auch das war ein Gedicht.
Hier haben wir immer unseren Abend ausklingen lassen. Die Einrichtung erinnert an einen englischen Pub, also schwere, dunkle Möbel und viele Spiegel. Es gab jeden Abend Live-Musik und war immer brechend voll. Zwischen 20 und 24 Uhr wurde gespielt und das überwiegend englische Publikum hat begeistert das Tanzbein geschwungen. Absolut preisverdächtige Tanzpaare sah man Abend für Abend auf der Tanzfläche und alle hatten ihren Spaß. Wir haben unseren Weisswein getrunken und mit Vergnügen dem Treiben zugeschaut..
PoolbereichDer hauseigene Strand
Neben dem Delos Pool liegt eine Treppe die zu einem Tunnel führt, durch ihn gelangt man unter der Uferstraße direkt zum hauseigenen Strandabschnitt. Auch hier gibt es eine Strandbar, diesmal aus rustikalem Holz. Über Treppen gelangt man dann direkt an das Wasser. Sandstrand gibt es hier allerdings nicht, wie überall auf der Insel ist es felsig. Treppen sind an den Felsen angebracht, sodass die Badenden hier gut in das Wasser gehen können.. Das Wasser ist tief, für Nichtschwimmer also nicht geeignet. Liegestühle und Schirme gab es auch überall, sodass sicher jeder einen bekommt.Spa Bereich
Von der Lobby führt eine Treppe in den Spa Bereich, einen Fahrstuhl gibt es natürlich auch. Natürlich haben wir uns auch hier umgeschaut, neugierig, wie wir sind. Der Gang führt an dem Trainingsraum vorbei zu einer Rezeption, angenehme Gerüche schlugen uns schon vorhin entgegen. Die Behandlungsräume sind sternförmig um diese Rezeption gruppiert. Hinter dem Empfangsbereich kann man durch ein Glasfenster den Innenpool sehen. Der poll ist allerdings mehr ein Becken, mit zwei Schwimmzügen ist man schon am anderen Rand. Verlockend wäre eine Massage hier schon gewesen, doch die Preise liegen deutlich über dem allgemeinen Preisniveau in Malta. In den Zimmern liegen Preislisten, sodass wir bestens informiert waren. Ab 30.- Euro aufwärts bewegten sich hier die Preise.Umgebung
In den Hotelkomplex ist ein Casino integriert. Wer also noch Urlaubsgeld übrig hat, hier wird er es sicher los. Ebenfalls zum Hotel gehört die Weinbar, die Bodega heißt und auch kleine Gerichte anbietet. Sie ist sowohl von der Uferpromenade, als auch direkt vom Cafè Delos zu erreichen.Klima
Mitte Oktober lagen die Tagestemperaturen zwischen 22 - 25 Grad und das soll, so versicherte man uns, noch bis Mitte November so sein. Trotzdem muss man immer eine Jacke parat haben, denn es weht immer ein kräftiger bis sehr starker Wind auf Malta.Also:
Das Haus könnte in einem besseren Gesamtzustand sein, denn zerschlissenen Beläge auf Hotelfluren, braune Ränder und angemoderte Türrahmen gehören nicht in ein 4 Sterne Haus. sicher haben die Maltesen mit der feuchten Meeresluft ihre Last, doch man hat auch andernorts nicht den Eindruck, dass die Einheimischen es besonders stört. Und es geht auch anders. ausgerechnet der oben beschriebene schottische Gourmettempel, der wirklich direkt am Wasser liegt, beeindruckte mit einer geradezu klinischen Sauberkeit, von Moder oder Schimmel keine Spur.
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trixibelle 22.04.2010 19:09
gartenkindchen 20.04.2010 09:32
technofreak1988 15.04.2010 15:29
und noch ein b.h.
Xivender 07.03.2010 19:06
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Wenn ich die schönen Bilder von Dir sehe und nach draussen schaue wie es mal wieder regnet, bekomme ich Fernweh. LG Andy