Erfahrungsbericht über

Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee

 

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So viel Dreck auf einem Fleck

1  17.09.2010 (20.09.2010)

Pro:
-  -

Kontra:
dreckig, dreckig, dreckig UND teuer

Empfehlenswert: Nein 

esposa1969

Über sich: Bin aus REHA wieder zurück, aber noch total im Endstress

Mitglied seit:03.01.2005

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Hallo meine lieben Leser, Freunde und Bewerter,

auch dieses Mal bekommt ihr wieder einen Hotel-Bericht von mir, der wahrlich kein Augenschmaus bzgl. Fotos werden wird. Ich habe über sämtliche Hotels unseres letzten Urlaubes bereits Berichte verfasst. Das hier wird mein schwerster, weil er Erinnerungen wachruft, die bis an meine Ekelgrenze gingen, aber von Anfang an über das:

Hotel Santa Fe, Disneyland Paris

schaut euch die Bilder lieber hinterher nach dem Lesen an ...

Die Planung/ Buchung:

Ursprünglich war ja der Reisebeginn in Porto geplant, da unsere Route aber durch Paris verlief und mein 6-jähriger Felipe noch nie den Eiffelturm gesehen hatte, planten wir Paris mit ein. Ja und weil Felipe gerade noch unter 7 Jahre alt ist, bot es sich an auch noch Disneyland Paris zu besuchen, denn Kinder unter 7 Jahren sind noch kostenlos. Wer meinen Buffalo Bill´s Diner Show Bericht gelesen hat, weiss, dass ich bereits zuvor in den Jahren 1997 bis 2001 5 Jahre in row im Park samt Hotel verbracht hatte mit meinem damals kleinen, heute großen Sohn Denis. Da nächtigte ich bereits in den Disney Hotels New Port Bayclub, 2 x im Sequoia Lodge, Dave Crocket Ranch und eben im Santa Fe. Da das Santa Fe damals nur wenige Jahre alt war und wir seinerzeit immer im Winter dort waren, weil Kinder damals immer bis Ende März frei waren, störte es mich nicht, dass das Hotelzimmer über keine Klimaanlage verfügt und recht sauber und ordentlich war es damals ja auch noch. Da ich für August mit vollem Buchungskalender rechnete, buchte ich also zeitig, nämlich Anfang März diesen Jahres.

Der Preis:

Eine Nacht kostet 468.00 Euro für 2 Personen, Felipe war also gratis. Der Übernachtungspreis beinhaltet das Frühstück, das recht gering an Auswahl, in Buffetform dargereicht wird - und eben den Eintritt in beide Parks. Ja und da dann die Verlängerungsnacht zum Spottpreis von "nur" 230.00 Euro angeboten wurde, buchten wir gleich 2 Nächte, um im Park nicht hetzen zu müssen. Zzgl. Reiserücktrittsgebühr lagen die beiden Nächte dann bei knapp 800.00 Euro - wohlgemerkt mit 2 Kindern, die noch älter als 6 Jahre alt sind, fast unbezahlbar - im günstigsten Hotel des Parks. Unsere Rate nannte sich die Classic-Pauschale im Standardzimmer.

Die Hotels im Disneyland Paris:

Von oben nach unten gestaffelt beginnt das mit dem
  • Disneyland Hotel
  • Hotel New York
  • Hotel New Port Bayclub
  • Hotel Sequoia Lodge
  • Hotel Cheyenne
  • Hotel Santa Fe
  • Dave Crocket Ranch

Bis auf die Dave Crocket Ranch, die damals schon siffig war und auch 15 Autominuten entfernt liegt und zwischen der und dem Park kein Shuttle Bus verkehrt, war das Santa Fe das günstigste. Dann gibt es noch Partner Hotels, die aber auch alle ausserhalb liegen und preislich teilweise noch höher angesiedelt sind.

Die Anfahrt:

Zuerst nächtigten wir also direkt in Paris, um Felipe die Stadt zu zeigen, dann fuhren wir früh morgens Richtung Park. Von Paris aus ist das sehr gut ausgeschildert von - egal woher - fährt man mit dem Auto immer Richtung Paris bis man auch dann lange vorher schon die Ausschilderungen sieht "Sortie 14" mit einer Mickey Maus daneben. Das sind ca. 20 Fahrminuten von Paris Centre aus. Züge fahren keine bis an die Hotels vor, nur eben bis zum Parkeingang und von da aus könnte man dann einen Shuttle Bus nehmen, der kostenlos fährt.

Als wir jedenfalls mit dem Auto immer näher Richtung Disney -Terrain gelangten, merkte man schon beim Abfahren von der Autobahn: Jetzt beginnt eine andere Welt. Gepflegte Seitenstreifen, parkähnliches Ambiente, viele Pflanzen. Man wird immer weiter geleitet, bis ein Schild eben dann das Santa Fe anzeigt. Vorbei an einem Pförtner, dem man die Buchungsunterlagen zeigen muss, geht es Richtung Rezeption.

Die Anschrift:

Die ist schwer rauszubekommen, denn das Areal ist so riesig, dass auf unseren Buchungsunterlagen nur steht:

Hotel Santa Fe
Disneyland Resort
B.P. 115
Marne-la-Vallee , 77777
Frankreich

Tel: (+ 33) 01 60 45 78 00
Fax: (+ 33) 01 60 45 78 33

und dann noch eben die GPS-Daten:
Breitengrad: 48.872416 - Längengrad: 2.795463
Internet: http://hotels.disneylandparis.de/hotels/hotel-santa-fe/index.xhtml

Aber man findet es, keine Sorge.

Das Ein- und Aus-checken:

Also Zeiten, ab wann man Ein-Checken darf und bis wann man Aus-checken muss, waren trotz größter Recherchen schwer zu finden. Auch auf den Buchungsunterlagen findet man wenig darüber. Wir waren gegen 9.30 Uhr an der Rezeption. Da diese zu diesem Zeitpunkt bereits brechend voll war, schickte sich mein Mann an einen Parkplatz zu suchen und ich derweil anzustehen. Felipe entdeckte in einer Fotoshooting-Ecke in der Hotelhalle direkt Mickey Maus und wollte mit ihr für ein Foto posieren. Unmöglich,
Bilder von Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee
  • Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee Orchidee 628 - Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-V
  • Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee Orchidee 626 - Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-V
  • Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee Orchidee 627 - Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-V
  • Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee Orchidee 624 - Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-V
Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-Vallee Orchidee 628 - Disney's Hotel Santa Fe, Marne-la-V
Schimmel an den Fugen
denn auch davor hatte sich bereits eine Warteschlange gebildet, die mehrere Stunden Warten verhiess. Ich stellte mich also geduldig in die Reihe. Wartezeit ca. 1 Stunde, ebenso lange benötigte mein Mann zum Parkplatz suchen und kam dann gerade rein in die Halle, als wir dann an der Reihe waren. Über den Rezeptionisten ( es waren so ungefähr 6 bis 8) prangten Länderflaggen, die wohl andeuten sollen, welche Sprache hier gesprochen wurde. Zufällig gelangten wir an eine Dame mit portug. Flagge über ihrem Kopf. Mein brasilianischer Ehemann legte sofort los. Aber man verstand kein portugiesisch. Wieso dann die Flaggen? Naja mit englisch kamen wir dann soweit, dass wir uns verständlich machen konnten. Zimmer war noch nicht fertig, war noch am geputzt werden (ich muss im Nachhinein herzhaft darüber lachen!), aber wir bekamen wenigstens die Chip-Karten hierfür. Sie zeigte uns das Zimmer auf dem Plan: Es lag genau entgegengesetzt hierzu, wo mein Mann parkte. Er fragte, ob man uns kein Zimmer in der Nähe des Parkplatzes geben könne. Das sei aus organisatorischen Gründen aber leider nicht möglich. Dann bekamen wir auch noch die Parktickets. Und wir mussten ad hoc entscheiden, wann wir frühstücken wollten. Da der Frühstücksraum nur ein gewisses Kontingent an Besucher zulässt, muss man bei Anmeldung minitiös genau sagen, wann man frühstücken möchte. Sie empfahl uns morgens gegen 7.00 Uhr festzulegen, dann wären wir zeitig um 8.00 Uhr bereits im Park. Der öffnet regulär erst ab 10.00 Uhr, für Hotelgäste aber bereits ab 8.00 Uhr. In der Hoffnung, wir könnten dann etliche Fahrgeschäfte vor Einlass der Menschenflut genießen, was ein Trugschluss war, wir zu diesem Zeitpunkt aber ja noch nicht wussten, legten wir für beide Mal das Frühstück auf 7.00 Uhr fest und bekamen auch hierfür farbige Frühstückskarten. Auch bekamen wir noch Hotel Karten, die einem berechtigen früher - eben um 8.00 Uhr - den Park zu besuchen.

Dann fuhren wir erst einmal mit dem Shuttle Bus in den Park. Unser Gepäck so lange im Auto zu lassen, gefiel uns ganz und gar nicht, denn es hätte eine Gepäck-Aufbewahrungsstelle im Hotel gegeben, aber nochmals elendig weit zum Auto zu laufen und mit viel Gepäck wieder an die Rezeption und abends dann von der Rezeption elendig lang ins Hotel .... dann lieber einen Einbruch riskieren.

Das Aus-checken ging schnell. Auf der Hotelkarte stand "Verlassen Sie bitte Ihr Zimmer vor 11.00 Uhr". Wir waren gegen 9.00 Uhr fertig und dann werden die Zimmerkarten einfach in eine Aus-check-Box geworfen.

Die Parkplatzmöglichkeit:

Die habe ich oben ja bereits angerissen. Als wir abends dann gegen 22.00 Uhr nach der Buffalo Bill Diner Show vom Park zurück gehrten, hatte sich die Parkplatz-Situation gebessert. Hotelgäste, die den Tag noch zum Parkbesuch nutzen waren bereits abgereist, neue Gäste würden erst am nächsten morgen anreisen, so fanden wir dann doch ziemlich nah an unserem Zimmer einen Parkplatz, den ich unter Einsatz meines Lebens mit Daraufhocken blockierte.

Das Hotel-Gelände:

Es ist so angelegt, dass man auf dem Gelände hinter der Rezeptionshalle, in der sich eine Bar, ein Restaurant, eine Souvenir-Shop, eine Spielehölle und das Foyer befanden, viele Bungalows findet, die dem Stil von Mexiko nachempfunden wurden in Farbe und Optik. Vor den "Bungalows" die ich hier einfach mal Pavillions nenne, wuchern Kakteen neben Unkraut. In den Pavillions befinden sich dann eben diese Zimmer jeweils ca. 20 an der Zahl. Ich schätze mal es gibt mind. 200 solcher Pavillions, gezählt habe ich sie nicht, so weit aber wie mein Auge reicht, waren es mind. soviele. Die Pavillion-Gänge waren mit stark abgetretetem Teppichboden ausgelegt, die Wände tapeziert. Aufzüge gibt es keine, da sich alle Zimmer ebenerding oder im 1. OG befinden.

Im Empfangsgebäude gibt es also:
  • Kinderecke im Innenbereich (unter Aufsicht der Eltern)
  • Pow Wow Game Arcade, lärmend laut
  • Videospielraum
  • TV  vor der Rezeption mit Disney Filmen
  • Der Souvenir-Shop, der all dasselbe verkaufte wir mind. hundert andere Shops im Park auch.

Die Zimmer:

"Die Zimmer sind geräumig und fröhlich und mit den leuchtenden Navajo-Farben und Stilelementen dekoriert. Alle Zimmer sind mit Badezimmer, Telefon, TV mit internationalen Programmen, Radio und Deckenventilator ausgestattet.
Zimmer Rio Grande : genießen Sie die Ruhe des Rio Grande.
Zimmer Eldorado : praktische Lage in Nähe des Restaurants, der Bar und des Shops. " ... so wird auf der homepage damit geworben und so war es wirklich:

Als wir dann - inzwischen war es halb 11 vorbei - ins Zimmer traten, ging ich nur noch auf die Toilette und dann ab ins Bett. Ich war so müde und erschlagen, dass Licht im Bad war funzelig, weil Energiesparlampe, die langsam anbrennt und erst nach vielen Minuten hell wird. Im Zimmer waren an der Decke nur ein Deckenventilator, eine Tischleuchte, die gar nicht funktionierte und ebenso funzelige Nachttischlampen. Also nur noch in mein Nachtzeug geschlupft und rein ins Bett. Am morgen dann der helle Wahnsinn. Ihr seht es ja auf den Fotos. Verdreckte Badezimmer, Überbettdecken mit Blut oder Kacke oder Schokolade dran. Der uralt Fernseher zugestaubt. Irgendwie bemerkte ich dann auch den modrigen Geruch. Die Fenster verschmiert mit Eis und Dreck, sämtliche Tapeten angedreckt und abgenutzt. Das "Duschgel" in Form von Mickey Maus, was (1 einziges) im Bad stand, war bereits benutzt, halb leer und Shampoo lief hinunter. Die Duschbrause verkalkt, überall Schimmel, ein Lüfter im Bad hing aus der Wand. Ich ekelte mich und heulte fast. Und ich sagte zu meinem Mann: JETZT gehen wir erst einmal frühstücken, denn wenn ich nun den Hotel-Manager kommen lasse, dann brauchen wir gar nicht mehr in den Park und unser Aufstehen um 6.30 Uhr (!) war vergeblich und Frühstück bekämen wir dann ja auch keines mehr. Also, erst einmal in den Park gehen, zeitig zurück kommen und dann den Verantwortlichen einen Kopf kürzer machen.

Im übrigen nun nochmals eine Zimmerbeschreibung, abgesehen vom Dreck. Alles was ihr lest über Haartrockner im Bad, Wasserkocher usw. - stimmt nicht. Es gab - wie bereits erwähnt - keine Klimaanlage und auch keine Mini-Bar oder Kühlschrank. Es gab einen Raum mit 2 Betten, die jeweils 160 cm breit waren, also keine richtigen Doppelbetten, mehr Queensize, denn Kingsize. Dann eben den Deckenventilator, die benannte Beleuchtung, ein altes kleines TV-Gerät, das nur Disney Programme und Werbung rauf und runter dudelte, dann noch einen Schreibtisch und eine Garderobe. Mein Bett wackelte und hatte auch nur 1 Kissen, das meines Mannes hatte auch nur 1 Kissen, wackelte aber nicht. Da Felipe immer sein eigenes Kuschelkissen dabei hat, ging das mit dem Schlafen.

Dann war da noch das Bad mit Ekelbadewanne, in der man sich hinter einem Schimmelvorhang zum Duschen stellen kann, den Waschtisch und das WC-Becken. Weiterhin zum Badezimmerinventar zählen unzählige Haare, die den Fußboden zieren. Kein Tageslichbad - aber in Hotels auch eher unüblich. In einigen Pavillions habe ich im Vorübergehen Getränkeautomaten stehen sehen.

Rollstuhlgerechte Zimmer auf Anfrage verfügbar. 

Das Restaurant:

"Beginnen Sie den Tag mit einem herzhaften kontinentalen Frühstück und genießen Sie später im Büffet-Restaurant "La Cantina" die mexikanische Küche. Lassen Sie sich  in der "Rio Grande Bar" bei einem Cocktail musikalisch unterhalten." ... so wird das auf der homepage beworben und nun meine Version:

Das Frühstück:

Als wir in den Frühstücksraum kamen, war auch da bereits die Hölle los. Dank unserer farblich gekennzeichneten Karten wurden wir gerade so durchgewunken. Auch hier war es schwer Platz zu finden. Da weder abgeräumt noch weggewischt wurde, mussten wir das Geschirr vom Vormann in den Geschirrwagen bringen und nahmen dann Platz. Das Buffet war in etwa so aufgebaut: Brötchen, Würfelkäse, Formfleischschinken, Marmelade, Butter, lapprige Croissants mit oder ohne Schoko, Brötchen, Würfelkäse, Formfleischschinken, Marmelade, Butter, lapprige Croissants mit oder ohne Schoko, Brötchen usw... Es sah viel aus, wiederholte sich aber nur so ca. 5 x. In der Ecke standen Automaten mit Kaffee, Milch, Schokoladengetränk oder Orangenektar. Ich glaube auch Cornflakes und Nutella gefunden zu haben.

Eigentlich genug, um satt zu werden, aber der Schinken war echt eklig, der Käse (so ganz gelber Chesterkäse) eben in groben Würfeln und alles andere echt weich und lapprig. Ich nahm dann immer so 10 Scheiben Schinken, schnitt das fasrige Fleisch für mich raus, schnitt die Käsewürfel in Scheiben und haute mir Senf und Salsa (wohl vom Vorabendbuffet, war mir aber egal) drauf. Felipe ass nur trockenes Brötchen mit Marmelade und mein Mann ebenso. Wie gesagt: Man wird satt, aber lecker ist anders. Und müsst gar nicht dort auf Toilette müssen! So mit Felipe geschehen. Wir durch die dafür gezeichnete Pendeltür raus in den Hotelflur zum WC. Aber rein in den Frühstückssaal kommt man nicht mehr, weil die Pendeltür nur in Richtung WC aufschwingt und nicht umgekehrt, so mussten wir an die Frühstückseinlasserin vorbei, hatten dafür ja aber - weil Uhrzeit später als vorher - die falschen farblichen Karten. Das dann klar zu machen, dass wir ja bereits drin waren und nur wieder zu unserem Platz wollen, ist mühseelig und schwer verständlich.

Restaurant La Cantina:

War abends dann der selbe Raum wie morgens zum Frühstück. Da wurde nur Abendbuffet gereicht für ca. 25 Euro pro Person. Ich ging da mal rein, dann wurde ich gleich aufgehalten ich müsse hier im voraus bezahlen für das Buffet. Ich sagte der Dame, dass ich doch wohl, bevor ich bezahlen würde, mal schauen dürfe, was es da so gibt. Es war ebenso lieblos wie das Frühstücksbuffet und so ließen wir es dann.

Rio Grande Bar:

In diesen "Genuss" kamen wir, NACHDEM ich den Hotel-Manager ein bisschen, aber nur ein klitzekleinesbisschen angeraunzt hatte, weil er - während er spätabends unser Zimmer putzen liess! - uns Freigetränke ohne Alkohol spendiert hatte. Mein Mann trank dennoch Bier und bezahlte es lieber - ich glaube 8.00 Euro war der Preis, ich bestellte Cola Zero, einen Orangensaft Minute Maid im Peter Pan Becher für 8,50 Euro und einen Kinder-Mix-Cocktail im Shaker für 6,50 Euro. Da wir 3 Getränke frei hatten - als Entschädigung wählte ich bewusst die 3 teuersten Getränke. In der Bar lernten wir im übrigen ein deutsches Ehepaar kennen, die ein wenig den Disput mit dem Manager mitbekamen und wie er uns den Gutschein übergab und die meinten ihr Zimmer sei genauso verdreckt, als ich die Bilder zeigte, deren Wasserkocher wäre so verkalkt, dass er nicht mehr heizen würde. "Ach, ihr habt sogar einen Wasserkocher ..." witzelte ich, wir hatten nämlich keine. "Ihr könnt unseren liebend gerne haben" witzelte die Frau zurück.

Die Reklamation:

Als wir dann zeitig abends so gegen 20 Uhr zurück kamen vom Park ging ich erst einmal ins Zimmer. Auch hier hatte man wieder kaum geputzt. Die dreckige Decke wieder übers Bett geworfen. Meine Zahnpasta, Schminke usw. lag noch neben dem Waschtisch wie ich sie hatte liegen lassen. Also auch dort hat man wieder nicht geputzt. Ich ging an die Rezeption und verlangte nach dem Hotelmanager, was denn wäre meinte die Dame. Als Antwort zeigte ich ihr kommentarlos die Fotos, die ihr unten seht. Sie wurde bleich und telefoniert auf französisch. ich verstand soviel, dass sie sagte, sie habe Bilder gesehen. Sie wies mich im Zimmer zu warten. Dann kam wenige Minuten später der Putzkolonnen-Vorgesetzter. Ein kleiner dunkelhäutiger Mann, der NUR französisch sprach und verstand. "Seulement voire" sagte ich dann und zeigte auf das, was ich bemängelte. Er nickte und ging. Wenige Minuten später stand er mit dem Hotelmanager wieder bei uns. Ich legte los, in englischem und französischem Kaudawelsch wie mir der Schnabel gewachsen war. Ich sagte ihm, dass ich bei 468 Euro die Nacht erwarte, dass es einfach sauber ist. Es lagen überall Haare, die nicht meine waren. ich habe auch lange Haare und verliere sie, aber das waren nicht meine, weil anders farbig und davor ekle ich mich. Alles sei verdreckt. Ich habe Verständnis dafür, wenn tausende von Leute Monat um Monat hier durchgeschleust werden, dass man nicht jedesmal renovieren lassen kann, aber puzten kann man. Die Putzfrau bekommt Geld, u.a. mein Geld und auch ich muss für mein Geld meine Leistung bringen und für soviel Geld - er unterbrach mich, dass das eben das "low-class Hotel" sei. ICH unterbrach IHN... dafür habe es keine Klimaanlage im August, keine Mini-Bar keinen Komfort nichts, aber Sauberkeit ist das A und O. Normalerweise lege ich mich nach einem anstrengenden Tag in die Badewanne und entspanne. Hier hatte ich Angst sogar vor dem Duschen, weil ich vermutete, dass mir die Kalkplatten auf dem Kopf rieseln. Ich zeigte ihm den Waschplatz, wie man es richtig macht, die Beauty-Utensilien in eine Ecke stellen und den Rest putzen !

Ich zeigte ihm die Flecken auf der Decke und dass solch eine Decke nach jedem Gast gereinigt gehört, weil die Unterseite der Decke auf meinem Kissen liegt und auf dem liegt wiederum mein Gesicht. Die sei angeblich gereinigt, aber das sei nicht rausgegangen. Im Leben nicht, die Flecken waren frisch, andere waren abgeschwächt, wegen Reinigungsversuch, die aber frisch und intensiv. Ich zeigte im die verschimmelten Fugen und fragte, ob das ein Problem sei einmal im Jahr diese zu entfernen und zack eine neue Fuge zu ziehen, das könne ich ihm ja sogar machen. Und dass der Lüfter aus der Wand hängt und dahinter die blanken Kabel im feuchten Badezimmer. Die verdreckten Fenster, der Mief, das angematschte Shampoo usw. Ich war sachlich, aber s e h r aufgebracht. Ob wir ein anderes Zimmer wollten, fragte er dann. Mitnichten. In Erwartung dass das andere Zimmer keinen Deut besser sei, als das hier und wir Gottlob einen Parkplatz vor der Tür hatten und in Anbetracht dessen, dass wir morgen früh direkt abreisen würden, mochte ich kein anderes Zimmer, sondern .... Ob er es putzen lassen solle, jetzt? Das war genau mein Begehr.

Daraufhin dann der Bargutschein. Nach unserer Rückkehr war das Zimmer kaum wieder zu erkennen. Frisches Bettzeug, sogar noch je ein Kissen zum Doppelbett hinzugefügt, Überdecke ganz weggenommen. Einen neuen Brauseduschkopf montiert, wo vorher keiner war stand ein neuer Wasserkocher. Alles geputzt, ca. 10 neue Shampoos und Seifen neben den ordentlich weggeräumten Beauty-Utensilien drappiert, auf Felipes Bettseite saß ein süßer Plüsch-Pluto als Geschenk, überall lagen Schoko-Taler, Mickey Maus Keks-Verpackungen, Toy Story Vittelwasserflaschen, Kaffee, Tee, die Lampen funktionierten dann alle ....

So konnten wir beruhigt schlafen.

Desweiteren:

Lasst euch nicht auf das Lockangebot ein, dass ihr früh frühstücken sollt, weil ihr dann um 8.00 Uhr bereits in den Park könnt. Ausser ein paar Baby-Bahnen fährt nichts. Nur der Dumbo-Flug, Sir Lanzelots Karussell, Orbitron, Toy Story und die Magic Cups von Alice Wunderland, sonst ist alles geschlossen und die Bereiche sogar abgesperrt. So fuhren wir am Folgetag bereits nach dem Frühstück gegen
9.00 Uhr los und nutzten nicht einmal mehr unsere Parkkarten.

Also für soviel Geld werde ich dort nicht mehr buchen, zumal uns der Park auch nicht mehr gefallen hat. Zuviel Wartezeiten, Fast Pass Tickets nur etwa 1 bis max. 2 x pro Tag nutzbar, Felipe erster Satz im Park war: "Ich hasse Eurodisney, ihr fahrt mit mir nur Sachen, die gruseig sind ...!" Nichts ist mehr wie es mal kurz nach der Eröffnung war. Weder Park noch erst recht nicht Hotel, sehen und je wieder.


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by esposa1969
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
jojodinchen

jojodinchen

09.02.2013 17:40

bh

Rentier08

Rentier08

11.07.2012 18:29

BH, das ist ja echt eklig

cocosflocke1

cocosflocke1

26.05.2012 01:33

das hätte ich nicht gedacht!! BH

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