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Erfahrungsbericht

für Die Küche in Südafrika, Kapstadt
5 Sterne Essen wie Gott in.......Südafrika Bericht mit Bildern
133 von 133 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro leckere Wildgerichte, feine Gewürze, frischer Fisch

Kontra nichts

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

Thueringerin Seit 21 Dez 2004

Sehr schleppende Lesungen hier......früher gabs an die 200 in 2-3 Tagen......wo sind die schönen... mehr

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Vorgeschichte


Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht, so heißt es im Volksmund. Ich drehte im diesjährigen Urlaub den Spieß um. Was ich nicht kannte, kostete ich und das war ganz schön viel.
Wenn man eine Reise tut, so kann man was erleben, so kennt man ein nächstes Sprichwort....und das konnten wir, denn die südafrikanische Küche ist durchaus ein Erlebnis. Auch, wenn viele von euch sagen werden, igitt, das hätte ich nie gegessen.....eins vorweg....mir hat echt alles gut geschmeckt und ich hatte nie irgendwelche Magen-Gegenanzeigen.
Deshalb werde ich im Folgenden versuchen, euch ein paar Gepflogenheiten der südafrikanischen Küche näher zu bringen, euch ein paar Gerichte aus Südafrika vorstellen und etwas zu den Gewürzen sagen. Lasst euch meinen Bericht schmecken......


DIE KÜCHE IN SÜDAFRIKA

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich nicht nur über die Kapstädter Küche sprechen möchte, aber die Küche Südafrikas wird als Kap-Küche bezeichnet. Sicher deshalb hat man Kapstadt in den PV übernommen.

Allgemeines untermalt mit unseren Erfahrungen


In Südafrika treffen sich die besten Küchen aus drei Kontinenten, denn man findet asiatische, europäische und afrikanische Gerichte auf den Speisekarten. Unsere klassische Küche aus Europa vermischt sich mit zahlreichen Aromen und Gewürzen der anderen Kontinente. Das geht nicht, sagt ihr? Das geht wunderbar, behaupte ich. Einwanderer aus aller Herren Länder brachten ihre Kochkünste mit nach Südafrika und dort entstand daraus eine überaus leckere Mischung.
Die Südafrikaner haben eines mit mir (mit uns Thüringern) gemeinsam....sie lieben es zu grillen. Als wir eines Sonntags unterwegs waren, konnten wir das erleben. Überall duftete es nach gebratenem Fleisch. Das so genannte Braai ist also gleichzusetzen mit einer Grillparty, zu der man viele Freunde und Verwandte einlädt.
Und hergehört, ihr Frauen.......ihr dürft nur die Zutaten einkaufen und Saucen vorbereiten, der Mann ist Chef am Grill. Besonders beliebt in Südafrika sind Fisch und Meeresfrüchte. Wir haben des öfteren den Line Fish gegessen, das bedeutet nichts weiter als Fisch des Tages. Dabei hatten wir einen Favoriten, das war der Kingklip, er hat wunderbar festes Fleisch und ist sehr fettarm, schmeckt aber hervorragend. Gleich mehrere Male verzehrten wir ihn, meist in der sehr bekannten Fischrestaurantkette Ocean Basket.Das Frühstück


...habe ich bereits mehrfach in meinen SA-Berichten erwähnt. Hier mussten wir nichts entbehren, im Gegenteil, wir hätten so viel essen können, dass wir das Mittagessen wegfallen lassen konnten. Meist taten wir das aber nicht....zu neugierig waren wir auf die Speisen. In den Lodgen haben wir bis auf einmal ein wunderbares Frühstück genossen. Die meisten Anteile waren als Büffet aufgebaut, die warmen Speisen haben wir bestellt. Alles an Eierspeisen war möglich, vom Rührei, über Spiegelei, pochiertem Ei, gekochtem Ei.....alles wurde ganz frisch zubereitet. Ich mag Spiegelei sunny side up, also nur von einer Seite gebraten. Das Eiweiß möchte ich fest haben und die Dotter muss oben schön flüssig sein. Dazu konnte man sich Speck, Wurst, Baked Beans, gegrillte Tomaten oder Pilze bestellen. Gerne aß unser Guide ein Omelette, gefüllt mit Käse.
Reichhaltig, sättigend und liebevoll angerichtet war das Frühstück überall. Brötchen gibt es nicht, man kann nach englischer Art Toast brown or white bestellen, Croissants gab es oft auch. Marmeladensorten variierten, die aus Zitrusfrüchten mag ich nicht, die sind mir zu bitter.

Mittag- oder Abendessen


Ich habe mehrfach in Südafrika Lamm gekostet. Lamm-Kotelett, Lamm-Curry oder Bobotie, das ist ein Hackfleischauflauf mit Curry, Linsen und ab und an auch Rosinen. Hier stellten wir verwundert fest, dass man zum Beispiel in einem indischen Restaurant nicht wir hier, mild, medium oder hot bestellen kann, es gibt nur eine Möglichkeit. Hot, hotter, hottest....kann ich da nur sagen....puh, beim Inder schwitzte ich aus allen Poren, mir lief die Nase und ich merkte überhaupt nichts vom Geschmack des Hähnchens, was ich hatte. Ich liebe indisches Essen, aber in SA würde ich nicht wieder beim Inder einkehren. Man soll ja Kokosraspeln kauen, wenn das Essen zu "hot" ist, aber leider wurden keine serviert.
Die Boerewors, eine Burenwurst, ähnlich unserer Bratwurst schmeckte gut, ich habe 2 Stück gegessen. Sie ist kräftig gewürzt, mit Thymian, Koriander, Muskatnuss und manchmal Worcestersoße
Besonders gern habe ich Wild gekostet.....Fleisch von wilden einheimischen Tieren. Sehr lecker, würzig und unserem Gulasch ähnlich war ein Gericht vom Warzenschwein. Springbock hat ein recht dunkles Fleisch, aber das Steak davon war auch sehr zart und wohlschmeckend. Auf einer PIrschfahrt hatten wir ja ein BBQ und dort gab es gegrilltes Rindfleisch. Absolut genial gebraten wurde es von unserem Ranger. Ich mag es überhaupt nicht, wenn das Fleisch noch blutet, aber well-done ist mir auch zu trocken....der Fleischgeschmack ist für mich am besten, wenn es medium gegart ist. In Südafrika tendiert man zu durchgebratenem Fleisch. Zebras habe wir massig gesehen, einmal auch gekostet, ich fand das Fleisch sehr würzig. Impalas, diese zahlreichen Antilopen schmecken auch richtig gut. Das Fleisch der Jungtiere ist von einem zarten Rot und es ist sehr mager.
Bei einer anderen Safari gab es zum Sonnenuntergang Biltong, das ist getrocknetes Fleisch, oft vom Wild. Dafür lasse ich jegliche Chips oder Schokolade stehen.
Der Fisch war, wie oben bereits erwähnt, sehr lecker. Ob Kingklip oder Seezunge, Krabben oder Garnelen....an der Küste von Südafrika kann man sicher sein, dass man fangfrische Produkte vorgesetzt bekommt.
Da ich ein Suppen-Fan bin, wollte ich auch darauf nicht verzichten. Oft bei meiner Familie verpöhnt, nehme ich mir bei irgendwelchen größeren Feiern immer zuerst eine Suppe. In Südafrika stand jahreszeitgemäß oft eine Kürbissuppe auf der Karte. Butternut eine Kürbisart....die es neulich bei Lidl zu kaufen gab, wurde dort meist verwendet. Die Kürbissuppe war mir aber etwas zu lasch und ich würzte nach, sie hatte eine sehr hübsche kräftige orange Farbe und man schmeckte den Ingwer darin. Besser mundete mir eine Art Eintopf mit Straußenfleisch und Süßkartoffeln, die in SA weit verbreitet sind. Darin waren grüne Bohnen, Möhren, mit Sicherheit auch Knoblauch und viele Kräuter. Dieser Eintopf war kräftig würzig und genau nach meinem Geschmack, denn das magere Straußenfleisch fand ich sehr passend in der Suppe.
Süßspeisen


....sind ja nicht mein Ding. Aber ein paar Mal habe ich einen leckeren Obstsalat genossen. Die Kapstachelbeeren sind hier einheimisch, Bananen werden reichlich angebaut, Ananas wächst am Boden (das wusste ich noch gar nicht). Sehr gern nahm ich zum Frühstück eine Passionsfrucht, auch als Maracuja bekannt, und ich stelle immer voller Bedauern fest, dass es in unseren Supermärkten kaum welche zu kaufen gibt....ich liebe ihren Geschmack.
Auf vielen Büffets stand bereits am Morgen Kuchen, nichts für mich, aber wer es mag....Koeksisters, eine Art Ingwerkekse gab es auch öfter. Sie waren mir viel zu süß, fettig und klebrig. Ansonsten scheint es mir keine richtigen süßen Spezialitäten zu geben, die als einheimische gelten, man nimmt von jedem Kontinent ein bisschen....Manches wird mit Amarula-Likör getränkt, der wird aus den Früchten des Marulabaumes gewonnen.


Mein Fazit


Die Küche in Südafrika hat meinem Gaumen richtig entsprochen. Ich esse gern deftig, mag Fleisch. Überall, in jedem Restaurant hat es mir gut geschmeckt, alle Fleischvarianten konnte man gut essen. Ein Essen werde ich nicht vergessen....in Kapstadt waren wir in Camps Bay, unserem vornehmen Stadtteil, in dem wir wohnten, abends essen. Ich entschied mich für Spareribs...euch sicher bekannt. Ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen.....ich hatte wohl überlesen, dass es sich um 500 g handelt. Der Wahnsinn.....echt der Hammer das Fleisch, super eingelegt in eine würzige Soße, aber echt Hammer auch die Portion....ich bin keine zimperliche Esserin, aber das konnte ich nicht schaffen. Mein Mann und unser Verwandter halfen mir gern, denn deren Fisch war super, aber nicht so reichlich.
Abends musste ich mich an den Spruch meines Opas erinnern....'''Nach dem Essen sollst du ruh´n oder 1000 Schritte tun.''' Ob ihr es glaubt, oder nicht, ich machte an diesem Abend 1000 Schritte im Zimmer....so satt war ich.
Logisch und betrüblich natürlich nach dem Urlaub der Gang auf die Waage.......sie zeigte 2 kg mehr an.....das soll euch als Beweis dienen, dass das Essen in Südafrika hervorragend ist.


Bilder

für Die Küche in Südafrika, Kapstadt
100_1287 - Die Küche in Südafrika, Kapstadt
Chickenvariation
von Thueringerin Thueringerin
100_1287 - Die Küche in Südafrika, Kapstadt

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Kommentare

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  • Futzi100 20.02.2012 19:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • austin1977 11.12.2011 10:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • muttibremer 02.12.2011 07:32
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ich würde auch alles probieren um mitreden zu können.LG Angelika

  • BellaSwan 25.11.2011 20:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Finetta12 19.11.2011 18:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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