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Erfahrungsbericht

für Deutsche BA
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5 Sterne Macht der Bahn ernsthafte Konkurrenz Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Gut und günstig.

Kontra Schnäppchen sind Glückssache.

Der Autor

negendank Seit 21 Nov 2003

Der Neuerwerb meiner Digitalkamera beschäftigt mich auf besondere Weise, denn Bilder haben ja... mehr

66 Mitglieder vertrauen mir

In jüngster Zeit bin ich Wochenendpendler. Zwar wohne ich weiterhin in München, doch mein Arbeitsplatz befindet sich - zeitlich begrenzt - in Remscheid. Das liegt in Nordrhein-Westfalen oder genauer gesagt zwischen Düsseldorf und Köln. Die Reisekosten bekomme ich erstattet, doch dafür entscheidet die Firma über die günstigste Reiseroute. Die Alternativen - Bahn oder auch Auto - wurden überprüft und für zu teuer befunden.

Bisher bin ich 10 mal mit der dba geflogen. Davon 9 mal auf der Strecke München - Köln oder auch zurück und einmal von Düsseldorf nach München. Auf der Grundlage kann ich mir ein gewisses Urteil bilden. Die anderen Strecken habe ich zwar nicht getestet, doch für gewöhnlich verhält sich eine Fluggesellschaft recht einheitlich und so denke ich mir, daß die gleichen Bedingungen auf alle Strecken zutreffen. Doch nun der Reihe nach.

Die Buchung
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Auf manchen Flughäfen sieht man einen winzigen Schalter, an welchem Tickets der dba verkauft werden. So einen Schalter findet man nur, wenn man den Flughafen sehr genau kennt. Ortsunkundigen möchte ich davon abraten und wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben.

An allen möglichen und unmöglichen Orten wird die Internetadresse bekannt gegeben. Sogar noch auf den kleinen Tüchern, die auf den Sitzlehnen als Nackenschoner dienen. Für diejenigen, die es noch nicht gewußt haben, schreibe ich die Adresse dazu: www.flydba.com

Auf der Webseite sieht man ein typisches Grün, an dem man die dba unschwer wiedererkennt. Die Benutzung ist Standard und dürfte kaum Schwierigkeiten bereiten. Es gibt eine Einschränkung, die auf Mitglieder von Ciao allerdings nicht zutrifft: ohne Internet macht die dba wenig Freude. Das sollte man im Hinterkopf behalten, falls man mal die dba an Bekannte weiterempfiehlt.

Selbstverständlich kann man online buchen und bei der dba ist das auch die Regel. Beim ersten Mal wird man nach der Nummer des Personalausweises gefragt und damit hat es eine besondere Bewandnis. Kurz nach der Buchung bekommt man eine Bestätigung per E-Mail. Das nennt sich "Rechnung für Buchungsnummer XYZ". Diese kann man ausdrucken, doch gibt es dabei Hindernisse, die ich auf 10 Flügen schon erlebt habe. Entweder, der Drucker hat seine Macken oder die Tintenpatrone ist ausgegangen. Oder - ich habe die Rechnung vergessen oder auch so gut versteckt, daß ich sie selbst nicht wiederfinde. Ist mir alles schon passiert.

Nun geht man zum Check-In und zeigt ganz einfach seinen Personalausweis. Natürlich sollte man noch wissen, welchen Flug man gebucht hat. Die Angestellte tippt die Daten in ihren Computer ein und erkennt sofort, daß ich den Flug tatsächlich gebucht habe. Auf die Weise bekomme ich meine Bordkarte, die ich zum Einsteigen ins Flugzeug benötige. Alles okay!

Allerdings schließt das Check-In 30 Minuten vor Abflug. Diese Regelung ist knallhart und wird oft genug bekannt gegeben. Diese zwei Punkte muß man unbedingt beachten. Die Anfahrt zum Flughafen so planen, daß man mindestens 30 Minuten vor Abflug am Check-In ist. Und unbedingt den Personalausweis mitnehmen! Im Zweifelsfall ist der Ausweis wichtiger als alles andere.

Daneben gibt es einen Quick-check-in, den ich noch nicht getestet habe. Im Prinzip kann man auch über das Handy reservieren. Das habe ich noch nicht gemacht. Einzelheiten findet man auf der Webseite.

Pünktlichkeit
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Gut finde ich, daß die dba eine Reserve einkalkuliert hat. So beträgt die Flugzeit von München nach Köln laut Flugplan eine Stunde und 15 Minuten. In Wirklichkeit dauert der reine Flug etwa 50 Minuten. Die Differenz von 25 Minuten dient als Puffer, um eventuelle Wartezeiten am Flughafen auszugleichen. So kommt es vor, daß die Maschine frühzeitig landet. Auf dem Rückflug von Köln nach München habe ich das zweimal erlebt. An zwei Abenden war ich bereits 15 Minuten früher da als geplant. An den Abenden wollte ich nach Hause und da freut sich der Mensch, wenn es auch etwas schneller geht. Ein Plus für dba.

Umgekehrt habe ich noch keine Verspätungen erlebt. Doch einmal - da erfolgte das Einsteigen etwa 15 Minuten später. Dann hat der Pilot die Verspätung locker wieder hereingeholt.

Überhaupt zum Einsteigen. Es wird zwar gesagt, man solle bereits 30 Minuten vor Abflug am Gate sein. In der Regel erfolgt das Einsteigen aber erst 10 Minuten vor Abflug. Wenn also der Abflug für 20 Uhr 30 geplant ist, dann kann ich noch bis 20:20 ganz gemütlich mein Bier trinken.

Standzeiten am Flughafen kosten Geld und in dem Punkt ist die dba sehr sparsam. Deswegen sind die Piloten zur Pünktlichkeit gezwungen. Damit verbindet sich nur ein winziger Nachteil. Zur besseren Ansicht wollte ich zumindest mal ein Flugzeug fotografieren - das war in Köln - und wie man sieht, ist das Foto nicht besonders gut. Tja, als die Maschine schon da war, da war sie auch in kürzester Zeit zum Einsteigen bereit. Nun bin ich in erster Linie Passagier und weniger Fotoreporter. Na zumindest will ich zeigen, wie man den Flieger erkennen kann. Immer das typische Grün.

Sicherheit
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Diesen Punkt erwähne nur der Vollständigkeit halber. Ein technischer Laie kann nämlich gar nicht überprüfen, wie sicher ein Flugzeug tatsächlich ist. Dafür gibt es Sicherheitsvorschriften in Deutschland und es gibt auch Fachleute, welche diese Vorschriften überprüfen.

Auf bisher 10 Flügen habe ich keine besonderen Vorkommnisse bemerkt. Nur einmal landete die Maschine in München etwas holprig. Dazu bemerkte die Stewardess sehr treffend: "rauh aber herzlich". So sind sie nun einmal, die Bayern. So kann man das auch sehen.

Die Preise
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Die dba profiliert sich als Billigflieger, doch muß man da etwas aufpassen. Vor allem muß man zwischen brutto und netto unterscheiden können. Es kommen nämlich noch Steuern und Gebühren hinzu, die oftmals mehr ausmachen als der Flugpreis selber. Auf den Flügen von München nach Köln und zurück hatte ich zunächst ein Kontigent von der Firma. Das nennt sich "Aldi-Tarif". Der kostet 49,99 Euro brutto. Das Projekt zog sich unerwartet in die Länge und auf einmal war das Kontingent aufgebraucht. Nun mußte die Firma zum Normaltarif buchen. Auf der genannten Strecke beträgt dieser 40 Euro netto. Hinzu kommen aber weitere 44 Euro für Steuern und Gebühren. Macht also brutto 84 Euro für die einfache Strecke.

Auf der Webseite habe ich auch nachgeschaut. Hier gibt es die Option "Schnäppchen". Demnach könnte ich sogar schon für 47,80 € von Köln-Bonn Flughafen nach München Franz Josef Strauss fliegen. Diese Option gibt es aber nur Dienstags und Mittwochs. Einem Berufstätigen nützt das rein gar nichts. Es sei denn, man ist privat unterwegs und zeitlich fexibel.

Das gleiche Prinzip gilt auch für andere Strecken. So soll der Flug von Stuttgart nach Moskau ab 87 € kosten. Man beachte das Wörtchen "ab". Es kann auch etwas mehr sein. Da müßte man sich schon genauer informieren, unter welchen Voraussetzungen dieser Preis gültig ist. Wahrscheinlich zu unmöglichen Zeiten, zu denen keiner fliegen will.

Nun komme ich zurück zur Strecke München - Köln. Also der Normaltarif von 84 €. Die Bahn verlangt aber im ICE 110 €. Tja, liebe Leute, das macht wiederum den Unterschied aus.

Oder von Stuttgart nach Moskau. Das habe ich 1986, zu DM-Zeiten, mal gemacht. Die Bahn kostet 500 DM oder 250 €. Die 87 € der dba sollte man nicht allzu wörtlich nehmen. Selbst wenn es 100 werden, dann ist es immer noch ein weiter Weg bis 250.

Das Streckennetz
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Die Abkürzung dba bedeutet "die Businesklasse für alle". Viele übersetzen das jedoch anders: "Deutsche Business Airline". Angeflogen werden alle wichtigen Flughäfen in Deutschland. Darüber hinaus hat das Streckennetz sein Zentrum in Europa. Das sieht man auch auf der Webseite, wo nur die Landkarte Europas angezeigt wird.

Darüber hinaus arbeitet die dba mit der LTU zusammen. Das gilt besonders für touristische Ziele. Man kann also auch bei der dba buchen und mit der LTU fliegen. Wegen der Kooperation reicht das Streckennetz wiederum etwas weiter.

Die Ausstattung
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Wie üblich findet man an der Rückseite des Vordersitzes eine Tasche, in der eine Broschüre sowie ein paar Sicherheitsinformationen enthalten sind. (Abgesehen vom Müll, den Mitreisende dort hineinstopfen).

Die Broschüre sagt nur aus, daß zwei Flugzeugtypen im Einsatz sind. Entweder ist es eine Boeing 737-300 oder eine Fokker 100. Der Einsatz beider Typen ist von der Nachfrage abhängig. Die Zeiten Montag früh und Freitag abend sind für Wochenendpendler sehr typisch. Zunächst wurde die große Boeing einegsetzt. Dann kam die Fußball-WM und jetzt haben wir Urlaubszeit. So bin ich auch ein paar mal mit der Fokker geflogen. Der Unterschied macht sich nur in der Größe bemerkbar. Die Fokker ist schon etwas enger.

Der Sitzabstand ist normal - also für großgewachsene Menschen etwas unbequem. Auf kürzeren Flügen macht das nichts aus.

Die Farbe der Sitze ist dunkelblau. Ich zeige das mal im Bild. Es wird ein Sky-Leder verwendet (im Klartext Kunststoff), das ich gar nicht so schlecht finde.

Eigentlich ist die Ausstattung ganz normal. Ich schätze, daß die Flugzeuge eins zu eins übernommen wurden.

Der Service
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Es werden vor allem Frauen beschäftigt. Gerne auch Ausländerinnen. Diese erkennt man an der dunklen Hautfarbe und manche sprechen besser Englisch als Deutsch. Ganz so "deutsch" ist die dba dann doch nicht.

Im Flugpreis inbegriffen sind ein Getränk und ein Snack. Bei den Getränken hat man die Wahl zwischen Cola, Wasser, Tee, Kaffee, Bier und Wein. Wohlgemerkt - es darf nur ein einziges Getränk bestellt werden.

Die Snacks sind eher bescheiden. Chips, Kekse und vielleicht mal eine Laugenbrezel. Die Auswahl ist von der Tageszeit und der Flugstrecke abhängig.

Da ich nur kurze Strecken geflogen bin, fand an Bord kein weiterer Verkauf statt. Auch in der Broschüre steht darüber nichts drin.

Ach so - die Zeitungen: da habe ich nur eine blöde Auswahl. Entweder die Bunte oder das Handelsblatt.

Meine Erfahrung
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Wenn man knallhart nach Preisen rechnet, dann kann die Bahn nicht mehr mithalten. Das gilt selbst noch für reguläre Tarife.

Nun füge ich hinzu, daß ich Raucher bin. Also gehöre ich einer kleinen und verfehmten Minderheit an. Früher einmal war die Bahn raucherfreundlich. Das hat sich längst geändert. Auch auf Bahnhöfen nehmen die Rauchverbote überhand.

Die dba bietet selbstverständlich nur Nichtraucherflüge. Okay - für ein bis zwei Stunden kann ich das aushalten. Dann treten allerdings Entzugserscheinungen ein. Weil ein Flugzeug nun einmal schneller ist, kann ich das eher wegstecken. Deshalb sage ich: seit das Rauchen fast überall verboten wird, ist mir die kürzeste Wegstrecke die liebste. Am Reiseziel kann ich dann wiederum machen was ich will.

Wenn die Bahn wenigstens billiger wäre. Das ist sie aber nicht! Bevor ich für die Bahn mehr Geld ausgebe, will ich Vorteile wahrnehmen, welche mir das Flugzeug nicht bietet. Okay - die Bahn hat das größere Streckennetz. Bevor man sich jedoch für die Bahn entscheidet, sollte man sich lieber ersteinmal die Webseite von flydba.com anschauen. Vielleicht ist schon das gewünschte Reiseziel dabei - oder, es leigt nicht allzuweit entfernt.

FAZIT

Einen echten Nachteil haben nur Reisende ohne Internet. In dem Fall ist mir auch nicht ganz klar, wie das gehen soll. Diese Einschränkung gilt natürlich nicht für Mitglieder von Ciao.

Selbst wenn die Preise etwas unterschiedlich ausfallen, dann meine ich doch, daß die dba ihr Geld wert ist. Bevor man eine Reise unternimmt, könnte man sich zumindest mal auf der Webseite informieren.

Mit dieser Fluggesellschaft hatte ich bisher keine Probleme. Deshalb vergebe ich uneingeschränkt fünf Sterne und auch eine Empfehlung.

Insgesamt hinterläßt die Gesellschaft einen seriösen Eindruck. Wichtige Dinge werden beachtet. Etwaiger Luxus ist in dem Preis natürlich nicht vorgesehen.

Bilder

für Deutsche BA
Ein Flugzeug von DBA
von negendank negendank

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Kommentare

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  • yesup 06.05.2011 21:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • muddled 14.10.2006 16:47
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Sehr guter Bericht weiter so!!

  • kdkf 04.08.2006 08:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    das war auch mein widerspruch in sich deutsch und british, naja, und irgendwie muß die bahn auch was haben, was billiger ist, wir fahren z.b. oft mit der ganzen familie und dem hessenticket, billiger kann man nicht fliegen ;o)

  • schneeweisschen 02.08.2006 18:44
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Tut mir ja echt Leid, dass ich dich so oft korrigiere, aber was das Thema Reisen anbelangt, kann ich falsche Behauptungen einfach nicht so stehen lassen. 1. "Einen echten Nachteil haben nur Reisende ohne Internet. In dem Fall ist mir auch nicht ganz klar, wie das gehen soll." Schon mal was von Reisebüros gehört? Ich buche für meine Kunden oft DBA-Flüge, und dafür brauchen die kein Internet. 2. Die Abkürzung DBA steht für Deutsche BA (also Deutsche British Airways - klingt blöd, ist aber so). Das ist der ursprüngliche Name, der aber heutzutage so nicht mehr verwendet wird. Die "Business-Airlines für alle" ist aber nur ein Werbeslogan, der nichts mit dem eigentlichen Namen zu tun hat.

  • skyfly777 02.08.2006 00:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    zwar hatte ich bereits das Vergnügen, mit einer Fokker 100 sowie der 737-300 zu fliegen, nur waren diese Maschinen nicht mit dem dba-Logo verziert. LG Gabi

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