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Erfahrungsbericht

für Der König der Löwen, Hamburg
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3 Sterne König der Löwen - eingeschränkter Musicalgenuss
70 von 83 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Kostüme, Musik

Kontra Raumklima, Preise

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

esp1 Seit 21 Apr 2000

Ich würde mich freuen, wenn es wieder mehr Kommentare geben würde zu den Berichten und bedanke... mehr

99 Mitglieder vertrauen mir

Vor rund 3 Jahren haben wir die wunderschöne Hafenstadt Hamburg besucht. In dem Zusammenhang musste ich als eingefleischter Musicalfan natürlich auch dem Musical König der Löwen einen Besuch abstatten.

Theater im Hafen Hamburg
Norderelbstraße 6
20457 Hamburg
www.theaterimhafen.de
www.loewenkoenig.de


Die Vorfreude war groß, jedoch begannen die ersten Probleme bereits bei der Ankunft im Hotel. Eigentlich hatten wir im Arrangement auch 2 Tickets für König der Löwen enthalten, doch das Hotel hatte die Buchung vergessen. So wurde nun hektisch versucht noch 2 Tickets für uns aufzutreiben. Letztendlich ist das auch gelungen, jedoch konnten wir nicht beisammen sitzen, aber da wir ja unbedingt das Musical sehen wollten, war uns das vorerst egal.


Die Anreise und das Theater:

Mit U-Bahn oder S-Bahn kommt zu den Landungsbrücken und von dort wird man mit der Fähre von den St. Pauli Landungsbrücken zur Musical Halle übergesetzt. Die Fähre strahlt im König der Löwen Design und es ist doch mal etwas außergewöhnliches, auf diese Weise zum Musical chauffiert zu werden.

Das Theater im Hafen wurde extra für das Musical gebaut und ist sicher ein ungewöhnlicher Platz für ein Theater, jedoch wunderschön im Hamburger Hafenwasser, sicherlich eine einmalige Sache. Von außen sieht die Halle auch sehr interessant aus. Es handelt sich dabei um eine moderne Zeltkonstruktion, die vor allem am Abend, wenn sie beleuchtet ist, einen wunderschönen Anblick bietet.

Es gibt insgesamt 7 Bars und das Skyline Restaurant in dem auch 3 bzw. 4 Gang Menüs (30,50 bzw. 41 Euro) vor der Show angeboten werden oder auch jeden Freitag Dinner & Ticket um 90 Euro.

Der Theatersaal biete für ca. 2000 Personen Platz, als gewaltige Ausmaße für ein Musicaltheater, zumindest für österreichische Verhältnisse. In den Wiener Theatern, die natürlich alle deutlich älter sind und nicht extra fürs Musical errichtet wurden, passen maximal knapp 1000 Besucher.

Der Beginn:

Im Saal angekommen ist man erst einmal überwältigt von den Dimensionen. Es gibt Plätze im Parterre und im Rang. Leider sind die Platzverhältnisse vor allem im Rang sehr eng. Ich saß ziemlich weit hinten im Rang auf der rechten Seite, hatte aber Gott sei Dank einen Außensitz, so dass ich zumindest abwechselnd meine Füße ausstrecken konnte. Der Mann neben mir war die ganze Zeit am Jammern und Stöhnen und meinte nur, dass sei eine echte Prüfung. Es war auch ziemlich heiß, so dass alleine von den Platzverhältnissen und Temperaturen der Musicalgenuss, schon stark einschränkt war. Vielleicht war das mit der Hitze auch so gewollt, da man uns die Temperaturen unter afrikanischer Sonne veranschaulichen wollte.

Das Musical:

Ich war dem Musical wirklich wohl gesonnen und voller Vorfreude, da ich ja einen Großteil der Musik bereits von der Elton John CD kannte. Auch auf die Umsetzung bzw. die Darstellung der Tiere war ich sehr gespannt.

Der Beginn reißt einen natürlich noch von den Sitzen mit dem Lied "Der ewige Kreis", hier werden bereits alle Register von Musik und Kostümen gezogen, natürlich erwartet man, dass es in dieser Tonart weitergeht, aber im Laufe des ersten Aktes hat die gesamte Story einen gewissen Durchhänger, dafür kann die Crew natürlich nichts.

Zumindest an diesem Abend und von meinem Sitzplatz aus, war es so, dass die Akkustik nicht besonders gut war, der Großteil der Sänger mit der deutschen Sprache kämpfte und auch stimmlich nicht sehr überzeugend wirkte. Kurz vor der Pause wäre ich dann aufgrund der Wärme und des ganztägigen Sightseeings fast eingenickt.

Der 1. Akt:

Königlicher Nachwuchs ist geboren! Im geweihten Königreich von Musafa, dem König der Löwen, wird Simba geboren, inmitten einer farbenprächtigen und fruchtbaren Landschaft, in dem die natürliche Ordnung der Tiere gilt und alle friedlich zusammenleben.

Simba ist ein übermütiger und ungeduldiger junger Kerl, der es nicht erwarten kann die Welt zu entdecken und erwachsen zu werden. Ständig begibt er sich in Schwierigkeiten, lässt sich auf Mutproben ein und unternimmt gewagte Ausflüge mit seiner Freundin Nala. Alles wäre in bester Ordnung würde da nicht Scar sein, der hinterlistige und eifersüchtige Bruder Mufasas. Scar spinnt eine tödliche Intrige, um Musafa zu töten und Simba zu vertreiben. Scar bringt Simba in eine lebensgefährliche Situation, aus der ihn Mufasa nur unter Einsatz seines Lebens retten kann. Scar macht Simba für den Tod Mufasas verantwortlich und vertreibt ihn durch das schlechte Gewissen und die Selbstvorwürfe, die er in Simba schürt, aus dem Königreich.

Jetzt ist der Weg frei für Scar, um den Thron zu besteigen, um der König der Löwen zu werden. Simba flüchtet in einen fernen Dschungel, wo er jedoch bald Freunde findet und sein schweres Schicksal vergisst. Das Erdmännchen Timon und das Warzenschwein Pumbaa lehren ihn ihre Lebensphilospohie "Hakuna Matata", was soviel heißt, man soll sich keine Sorgen machen über dinge, die man nicht ändern kann.


Der 2. Akt:

Der zweite Teil war dann aus meiner Sicht um einiges abwechslungsreicher und auch von der Bühne her interessanter.

Scar führt eine Schreckensherrschaft und das ehemals fruchtbare und geweihte Königreich verkommt zu einem trockenen und leblosen Ödland, in dem alle Tiere Hunger leiden müssen und nur die Hyänen zufrieden leben können. Sie tyrannisieren das Land und werden von Scar als Wächter seiner Schreckensherrschaft geduldet.

Inzwischen ist aus dem geflohenen Simba im fernen Dschungel, ein kräftiger junger Löwe geworden, als er seiner Jugendliebe Nala begegnet, wird er sich seiner Verantwortung und seiner Pflicht bewusst, die er gegenüber dem Königreich seines Vaters hat. Nala und die weise Schamanin Rafiki überzeugen Simba schließlich in sein Königreich zurück zu kehren und dafür zu kämpfen.

Simba kehrt gemeinsam mit den beiden in das verödete, geweihte Land zurück und kann es kaum wieder erkennen. In einem spannenden Kampf gelingt es ihm, das Königreich von Scars Herrschaft zu befreien. Natürlich findet das Land unter Simbas und Nalas Herrschaft zu seiner natürlichen Ordnung zurück und der Kreislauf des Seins schließt sich erneut.


Fazit:

Im Großen und Ganzen war es mir für diese Preise (50 + 70 Euro) zu wenig, das bezieht sich in erster Linie auf den Sitzplatz und auf das Bühnebild. Die einzelnen Kostüme waren auf jeden Fall sehenswert und auch die Schauspieler, in den Kostümen verdienen höchstes Lob.

Die Musik ist bekannt und es gibt einige echte Hits, dazwischen aber auch einige Längen. Die Akustik, das Raumklima und der Sitzkomfort waren eindeutig unterdurchschnittlich und das Geld nicht wert. Das Theater, die Fährüberfahrt und Hamburg im Allgemeinen waren natürlich eine Reise wert.

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Kommentare

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  • imjustme 15.07.2009 12:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Mal wieder toller Bericht, ich war da mehrmals drin aber total begeistert :) LG

  • Oldenburgerin 04.08.2008 21:44
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Charlymotz 17.03.2008 01:28
    Bewertete diesen Bericht als
    hilfreich

    Ich werde kommendes Wochenende auch nach Hamburg fahren und mir das Mucical anschauen. Allerdings hat mich der Bericht jetzt etwas abgeschreckt... Naja, ich hoffe mal das Beste... Amsonsten guter Bericht, gefällt mir!

  • t.schlumpf 10.10.2007 11:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Mein Bruder hat mir auch schon vorgeschwärmt und liegt mir in den Ohren. Ich glaub irgendwie muss ich das mal schaffen, lg schlumpf

  • strubbelmiez_1975 04.10.2007 19:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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