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Da Lat und Umgebung
Pro anders als der Rest der Landes
Kontra warmer Pullover von Vorteil
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
In Reiseführern wird Da Lat immer als das Paris Vietnams bezeichnet.
AllgemeinesVielleicht hab ich mich während meines Aufenthalts dort an den falschen Stellen aufgehalten. Aber bestätigen kann ich diese Aussage nicht. Nichts desto trotz hat Da Lat durchaus seinen Charme und ist bei einer Vietnam Reise einen Aufenthalt wert.
Da Lat liegt im Hochland Vietnams, auf 1475m, und ist umgeben von Wasserfällen und Wäldern. Im Gegensatz zu dem Rest Vietnams sind die Temperaturen dort sehr gemäßigt. Die Tageshöchstwerte liegen in der Regel bei circa 24°C, die Tiefstemperaturen bei 15°C. Nachts kann es durchaus kalt werden. Es ist kein seltenes Bild, die Einwohner der Stadt im August mit Daunenjacken und Pudelmütze auf der Strasse anzutreffen.
Die Stadt selbst hat nicht viel Sehenswertes zu bieten. Es gibt einen großen Markt auf dem von Lebensmitteln bis hin zu Kitsch in seiner schlimmsten Form alles angeboten wird.
Hinter dem Marktplatz steht ein Eiffelturm in Miniaturformat. Mit diesem wirbt Da Lat. Drum sei er hier kurz erwähnt. Mehr als ein Foto aus der Ferne war bei uns aber nicht drin.
Was für uns aber ein wirkliches Highlight während unseres Aufenthalts dort war, war ein Ausflug in die Umgebung von Da Lat mit den so genannte Easy Ridern.
Diese Easy Rider stehen überall in der Stadt und bieten ihren Service an. Ein Tagesausflug kostet circa 8 Dollar und ist sein Geld wirklich wert. Zum einen ist das Umland wirklich sehenswert und zum anderen sprechen die Easy Rider recht gut Englisch. Man kann die Gelegenheit also nutzen und alles nachfragen wozu man bis dahin aufgrund der Sprachschwierigkeiten keine Möglichkeit hatte. Werde meinen weiteren Bericht auch auf diesen Ausflug beschränken da die Stadt selbst nicht so viele Sehenswürdigkeiten bieten und solch ein Ausflug wirklich empfehlenswert ist.
Wir haben also eine Tour für den nächsten Tag gebucht. Auf einen Helm mussten wir explizit hinweisen. Was unsere Guides wohl komisch fanden, aber auch wirklich mitgebracht haben.
Der erste Stop auf dieser Tour war das so genannte Crazy house. Dieses Haus ist eine Kopie der Sagrada Familia in Barcelona. Jedes der ca. 10 Zimmer ist nach einem Motto eingerichtet. In einem Zimmer z.B. steht ein Riesen Holzkänguru.
Weiter ging es dann zu einem Buddha Tempel und dem Paradise Lake im inneren des Landes. Wir wurden unten am See abgelassen und mussten knapp 15 Minuten bergauf zum Tempel laufen. Es ist aber keine große Steigung so das es ein Spaziergang für jede Fitness ist.
Der Tempel selbst liegt in einem wunderschönen Blumengarten. Hier finden sich übrigens auch viele frisch vermählte für ihre Hochzeitsfotos ein.
Nach unserer Tempelbesichtigung warteten unsere Guides bereits auf uns und weiter ging es zu einem Wasserfall. An den Namen kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich aber noch sehr gut daran das man sich dort Indianer Kleidung ausleihen konnte um sich dann mit einem entsprechend dekorierten Pferd fotografieren zu lassen. Das klingt für uns Europäer vielleicht etwas komisch. Aber die Asiaten stehen auf solch eine Form des Entertainment. Auch hier waren wieder einige frisch verheiratete vor Ort zum Fotos machen.
Nach diesem Erlebnis ging es weiter zum Chicken Village. Der Name klingt zugegeben recht untypisch. Er hat diesen von einem riesigen Holzhuhn was am Eingang des Dorfes steht. Warum das Huhn dort steht konnte uns keiner sagen. Sein korrekter Name lautet Lang Con Ga. Die Einwohner dort zählen zur ethnischen Minderheit der Koho.
Das Dorf selbst lebt in großer Armut. Es gibt eine "Schule" für alle Dorfkinder. Diese Schule geht bis zur 4. Klasse und besteht aus genau 2 Räumen die aussehen wie ein Kuhstall (wörtlich gesprochen!) Dennoch gibt es keine Bettler dort. Die Bewohner leben durch die Einnahmen die sie durch den Verkauf von Webarbeiten erhalten. Der Aufenthalt dort ist mir persönlich am meisten im Gedächtnis geblieben.
Bevor es wieder zurück zum Hotel ging hielten wir noch an einer Kaffeeplantage und alten französischen Kolonialhäusern.
Nach Angaben unseres Guides gehört Vietnam zu den größten Kaffee Exporteuren der Welt. Ob das stimmt weiss ich nicht. Allerdings möchte ich hierzu kurz anmerken das der vietnamesische Kaffee wirklich gut schmeckt. Er wird direkt am Tisch zubereitet. Dazu kommt ein kleiner siebartiger Aufsatz auf die Tasse in dem sich der Kaffee befindet. Darüber wird dann das kochende Wasser gegossen.
Die französischen Häuser sind heute nur noch Ruinen. Trotzdem lohnt es sich ein bisschen dort spazieren zu gehen. Denn so bekommt doch einen Einblick wie es in der Zeit der Besetzung durch die Franzosen dort war.
Die Tour dauert insgesamt gut 6 Stunden. Am Ende der Tour wird man von seinem Guide gebeten etwas über die Tour in sein Buch einzutragen. In seiner Landessprache natürlich. Damit werden dann nachfolgende Touristen von ihren Diensten überzeugt.
Unsere Tour mit den Easy Ridern war wirklich ein Highlight auf unserer Reise durch Vietnam. Wer möchte kann diese Leute auch für längere Touren buchen. Das ist zwar etwas teurer als das herkömmliche Reisen mit Bus oder Bahn, aber auch auf jeden Fall sehr viel individueller. Man lernt das Land und die Leute auf ganz andere Weise kennen. Gutes Sitzfleisch ist allerdings Voraussetzung. Uns hat das Gesäß nach 6 Stunden Fahrt schon ganz schön zu schaffen gemacht.
Ich hoffe der Bericht hat euch einen kleinen Einblick gegeben. Wenn ihr noch weitere Fragen habt könnt ihr mir gerne schreiben.
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cathana 24.11.2009 14:41
ytraveller 08.10.2008 10:08
Hört sich interessant an. Schade, dass du keine Bilder hochgeladen hast, das würde den Bericht anschaulicher machen. Was ist eigentlich ein Easy Rider? LG, Stephan
Sonnenblume125 24.01.2008 17:50
Torombolina 03.09.2007 20:26
Da will ich trotzdem nicht.... lg Tiziana
Newstone 01.09.2007 12:56
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