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München - Berlin - München

4  25.10.2001

Pro:
Bequem und viiiiel Beinfreiheit .  Preis - Leistungsverhältnis bei zwei Personen stimmt .

Kontra:
Ständige Fahrkartenkontrolle !

Empfehlenswert: Ja 

DottiGross

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Über die deutsche Bahn gibt es - in verschiedenen Kategorien - viel zu berichten. Ich habe selbst schon meine Erfahrungen über die Internetseite *bahn.de* kund getan und möchte heute die User-Welt mit einem Bericht über meine IR/ICE-Fahrt nach Berlin *langweilen*. Der ein oder andere kann vielleicht ein paar interessante Infos herauslesen.


Los geht’s...
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Ein Samstag im Oktober 2001 - 6.58 Uhr - ein Hauptbahnhof im Allgäu/Bayern. Der Interregio der deutschen Bahn setzt sich Richtung München in Bewegung. Die Reisenden werden über Lautsprecher von einem netten Schaffner begrüßt und über Fahrtziel und Fahrtdauer informiert. Trotzdem wir ein Nichtraucherabteil gewählt haben, reißen wir erst einmal die Fenster auf, um den Gestank von Zigarettenrauch hinaus zu lassen. Fünf Minuten später schließen wir die Fenster wieder und warten drauf, dass das Abteil warm wird. Die Heizung leistet gute Arbeit und so lassen wir uns - noch etwas verschlafen - nach München transportieren.

Irgendwann taucht auch schon der Schaffner auf, um unsere Karten - die wir nicht per Internet, sondern direkt am Bahnhof gekauft haben - zu kontrollieren. Er informiert uns über unseren Anschlusszug in München-Pasing und das richtige Abfahrtsgleis und wünscht uns eine schöne Reise.

In München angekommen, bleiben uns noch fast eine halbe Stunde Zeit, in der wir in der *(Bahnhofs)bäckerei Müller*, zwei Mozzarella-Tomaten-Baguettes und zwei Softgetränke (je 0,3 Ltr.) für 13,70 DM kaufen.


ICE - soft und seicht
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Dann fährt auch schon unser ICE ein und wir steigen in einen Großraumwagen mit etwa 56 Plätzen. Über jedem Sitzplatz befindet sich eine elektronische Anzeigentafel auf dem die reservierte Fahrstrecke leuchtet. München - Berlin, Platz 31 und 33, jawohl, das passt. Wir verstauen meine große Reisetasche in der Ablage über unseren Köpfen, die aus einem durchsichtigen Plexiglas besteht. Dadurch - und durch die modernen, blauen Sitze - wirkt der Wagen großzügig und bequem. Den extrem großen Koffer stellen wir doch lieber hinter unsere Sitze. Dort treffen zwei gegeneinander ausgerichtete Sitzreihen zusammen, so dass ein Zwischenraum entsteht, in dem ein großer Koffer gerade so Platz hat.

Wir setzen uns und genießen die große Beinfreiheit. Auch ein größerer Mensch stößt nicht an den Vordersitz an und der *Fenstersitzer* kann ohne Probleme auf den Gang treten, ohne das der am Gang sitzende Platz machen muss. Ein großes Lob an die Bahnkonstrukteure!

Ohne dass wir es bemerken, fahren wir auch schon aus dem Bahnhof und ich bin erstaunt, wie leise und sanft der ICE sich vorwärts bewegt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu dem lauten Interregio, der uns nach München gebracht hat. Das einzige laute Geräusch wird durch ein quengeliges Kind verursacht. Ich habe nichts gegen Kinder und weiß, dass man sie nicht einfach abstellen kann. Der ICE verfügt aber über ein eigenes Kinder-Abteil, wo Spielsachen und eine Krabbelecke untergebracht sind. Dieses Angebot scheinen aber nur wenige zu nützen.

Ist das Kind endlich einmal still, stört uns garantiert irgendein Fahrkartenkontrolleur. Insgesamt vier Mal steht ein Schaffner vor dem Sitz und verlangt nach den Platzkarten. Grund sei wohl der Schichtwechsel des *Begleitpersonals* (wie sich der Kontrolleur nennt). Uns geht das schrecklich auf die Nerven und die Deutsche Bahn sollte sich wirklich etwas einfallen lassen. Vielleicht könnte sich ja eine Lösung mit Hilfe der elektronischen Anzeige über den Sitzen finden lassen.

Nun, es kommt der Zeitpunkt, wo ich mal *für kleine Königstiger* muss. Der Weg zu den Toiletten ist gut ausgeschildert. Schon von weitem leuchtet das elektronische WC-Schild. Es dauert eine Weile, bis ich begreife, dass das Schild nur dann leuchtet, wenn die Toilette frei ist. Ist das *Örtchen* besetzt, erlischt auch die Anzeigentafel. Ich erwarte einen beengten Raum, als ich die Tür öffne und bin erstaunt, das die Toilette angenehm groß ist und man/frau sich bequem um die eigene Achse drehen kann. Nun ja, ein Tänzchen will ich eigentlich nicht aufführen... und deshalb finde ich die Haltegriffe sehr nützlich, an dem man sich während des Zug-Geschaukels festhalten kann. Da der Zug *Neigetechnik* hat, kann man sich während des WC-Aufenthalts auf Komplikationen einstellen (*lach*).
Die Toiletten sind auch nach 4,5 Stunden Fahrt noch sauber, was ich erstaunlich finde. Denn gerade Damentoiletten neigen zu einer abschreckenden Verschmutzung. Hier sind die Damen- und Herrentoiletten auch noch zusammengelegt - nur die Behinderten-Toilette liegt separat.
Klopapier und Papierhandtücher sind zum Zeitpunkt meines Besuches noch vorhanden, ebenso die Flüssigseife im Spender. Der Wasserhahn wird elektronisch bedient, so dass man keine Griffe anfassen muss, was ich sehr hygienisch finde. Jedoch muss man das Papiertuch in den Mülleimer schmeißen, der nur mit der Hand zu öffnen ist. Somit muss man doch wieder etwas berühren.

Sieben Stunden später haben wir es geschafft. Da wir in dieser Zeit *Eigenversorger* waren, kann ich leider keine Informationen über das Bordrestaurant geben. Ich habe nur gehört, dass ein Pärchen mit einem Kleinkind zum Schluss der Fahrt kein heißes Wasser mehr bekommen konnte, um den Brei anzurühren.

Am Bahnhof Zoo in Berlin angekommen verlassen wir den Zug und das Bahnhofsgebäude um zur U-Bahn-Station zu gelangen. Nach einem Gepäckwagen sehen wir uns nicht um. Es ist uns lieber, alles fest im Griff zu haben. Denn unser Weg wird von zahlreichen Junkies und Stadtstreichern begleitet - zugekifft und sturzbesoffen -, die uns ständig ansprechen und um ein paar Groschen betteln. Welcome in Berlin.


Fazit
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Die zwei Fahrkarten vom Allgäu bis Berlin und zurück haben uns (inkl. Sitzplatzreservierung im ICE von 10.- pro Person) 394.- gekostet. Die Karten haben wir etwa sieben bis acht Wochen vorher am Bahnhofsschalter gekauft. Für eine Autofahrt nach Berlin hätten wir auch ungefähr 350.- berappen müssen. Daher denke ich, dass sich die Fahrt mit zwei Personen schon gelohnt hat.
Auch über Verspätungen oder Ähnlichem *bekannten* Problemen bei der Bahn können wir uns nicht beschweren. Es verlief alles reibungslos.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
annonymus

annonymus

05.11.2001 01:29

Dem 'Glück gehabt' kann ich mich nur anschließen... Liebe Grüße, anno

makz

makz

29.10.2001 13:18

Da hast Du aber Glück gehabt. Ich fahre fast jedes Wochenende mit der Bahn und jedes zweite mit dem ICE. Meine Erlebnisse z.B. vom vergangenem Wochenende im ICE: zwei Toiletten gesperrt, wegen Reservierung fürs Personal - Platzreservierungsanzeigen funktionieren nicht - Papierkorb am Platz fehlt weil rausgerissen - 15 min. Verspätung! Im Inter Regio: Wagenfolge stimmt nicht - Toiletten stinken, eine ist übergelaufen - REISEPLÄNE fehlen - Verspätung 35 min.

andreasw01

andreasw01

29.10.2001 10:03

Bin neulich ICE gefahren und bin sichtlich angetan gewesen. Klasse Zug mit viel kompfort. Hut ab DB. Andreas

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