County Dublin

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Dublins Orte der Ruhe

5  29.05.2004

Pro:
ruhige Orte etwas ab vom Zentrum, tolle Natur, Buchten

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

kikilotta

Über sich:

Mitglied seit:21.02.2002

Erfahrungsberichte:440

Vertrauende:44

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Huhu! Angeregt durch ein weiteres ciao-Mitglied möchte ich heute mit Euch noch einmal nach Dublin zurückkehren. Allerdings nicht in die Stadt Dublin sondern in das County Dublin, was also die Stadt selber und das Umland umfasst.
Eifrige Leser werden meinen Bericht über das Trinity College und die anderen Sehenswürdigkeiten von Dublin City sicherlich schon gelesen haben, so dass ich mich hier und heute ganz auf den angenehmeren Teil der Grafschaft konzentrieren kann.


LAGE

Die Grafschaft Dublin liegt im Osten von Irland, wobei es recht zentral an der Küste (also weder im Norden noch im Süden des Landes) liegt. Im Norden verläuft die „Countygrenze“ bei Gormanstown hinter Balbriggan, im Süden durch das Strandbad Bray. Wenn man nun etwas entfernt von der M50 mit dem Finger auf der Landkarte fährt, findet man so den Umriss der Grafschaft, die eigentlich recht klein ist, allerdings die höchste Einwohnerdichte von Irland aufweist.
County Dublin grenzt an die Grafschaften Meath (mit Newgrange, ihr wisst ja schon Bescheid!), Kildare (wo auch das Nationalgestüt und der japanische Garten liegen) und Wicklow mit den Wicklow Mountains.
Man soll es zwar gar nicht glauben, aber selbst hier ist die Hälfte der Grundfläche der Grafschaft noch Grünfläche bzw. Ackerland!


ANREISE

Was soll ich hier eigentlich noch viel sagen? Genauso, wie man auch nach Dublin City gelangt, geht es auch zur Grafschaft Dublin! Per Schiff landet ihr im Hafen von Dublin (von Liverpool oder Douglas kommend) oder eben in Dun Laoghaire von Holyhead/Wales kommend. Ganz eilige nehmen da doch lieber den Flieger, denn in einer Stunde und 25 Minuten gelangt man so von Düsseldorf nach Dublin! Wer besonders sportlich ist, kann es ja mal mit Schwimmer versuchen, doch bei den üblichen Wassertemperaturen ist davon eher abzuraten!


SEHENSWERTES

-DUN LAOGHAIRE-
Etwas südlich von Dublin liegt der Hafenort Dun Laoghaire (Dann Liri ausgeprochen). Außenstehende werden gar nicht bemerken, dass sie Dublin City verlassen und Dun Laoghaire erreicht haben, denn die Bebauung ist fast durchgängig. Dun Laoghaire bezeichnet sich gerne als ältester Ort von ganz Irland, allerdings ist dies nie wirklich ganz bewiesen worden.
Den seltsamen

Bilder von County Dublin
County Dublin Bild 27842 tb
Howth
Namen trägt der Ort zu Ehren des Königs Laoghaire, der im 5.Jahrhundert König von Irland war. Die Vorsilbe „Dun“ bedeutet, dass sich hier ein Fort befunden haben muss. Durch König Laoghaires Erlaubnis durfte der Hl. Patrick einst das Christentum verbreiten, was er ja bekanntlich auch zur Genüge dann tat!
Heute ist Dun Laoghaire nicht nur als Hafenort ganz hübsch anzusehen. Hier landen in regelmäßigen Abständen (und bei ruhiger See) die Schnellfähren von Holyhead. Diese Katamarane können in 99 Minuten die See überqueren und sorgen für ein sehr angenehmes Fahrgefühl, denn man fliegt förmlich über das Wasser. Im Juli 2000 konnten wir das recht gut erleben und diese Fahrt genießen. Bei unruhiger See werden aber nach wie vor die altgedienten Fähren eingesetzt.
Außerdem befindet sich hier eine recht schöne Pier, die wirklich zum Flanieren einlädt.
In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der James Joyce Tower, ein graues Museum dessen Inhalt sich mit den Werken und Taten von Irland bekanntesten Schriftsteller beschäftigt. Aber leider war auch hier wieder mal die Tür verschlossen (damals wie auch heute), die Öffnungszeiten in der Vorsaison sind halt nicht besonders flexibel! Laut Prospektmaterial hat hier James Joyce 6 Tage lang gewohnt, bevor er Irland verlassen hat. Nichtsdestotrotz feiern auch heute noch die Iren den Bloomsday, benannt nach der Hauptfigur aus Joyce Roman Ulysses.
Doch noch mal zurück zum Hafen: Hier konnten wir ein Leuchtfeuerschiff sehen, das bereits 1877 gebaut wurde! Aber auch Leuchtturmfans werden hier fündig! Klein aber fein, war wohl die Devise beim Erbauen!

- KILLINEY-

Hier hatten wir im Jahre 2000 ein wirklich schönes Hotel, was ich unbedingt empfehlen möchte: Killiney Bay Hotel mit dem schönen Küstenblick und den megahohen Palmen im Vorgarten. Das Hotel liegt direkt gegenüber der Dartstation und hat somit die beste Anbindung nach Dublin City. In diesem Ort machte sich einst die Prominenz breit und suchte Zuflucht vor der Masse. Eine Villa neben der anderen, hier wohnt Bono Vox, ebenso wie Enya. Aber gesehen haben wir natürlich niemanden von beiden, kein Wunder, denn abends zog es uns an den schönen Sandstrand- mal von den Müllbergen abgesehen. Enya wohnt übrigens in einem nachgebauten Castle, was man ganz gut von der Meeresseite aus sehen kann!
Das herrliche Plätschern der Wellen und das bei Sonnenuntergang! Ich kann Euch nur raten, nehmt Euch die Zeit am Abend, es ist so schön!

- HOWTH-

Auf unserer Suche nach dem B&B in Raheny gelangten wir aufgrund der mangelhaften Beschreibung des Unternehmens auf die kleine Halbinsel Howth, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Diese Landzunge hat nicht nur zwei hübsche Leuchttürme, sondern auch einen idyllischen Ortkern.
Während der kleiner Leuchtturm brav die kleine Hafeneinfahrt von Howth bewacht, warnt das Baily Lighthouse die Schiffe vor den großen Felsen auf der südlichen Seite der Landzunge.
Die Stimmung am Abend war recht entspannt, die Sicht reichte bis fast nach England… (mit viel Phantasie). Hier konnte man die großen Pötte beobachten, ebenso wie die Flugzeuge, die nun im Anflug auf den Dubliner Airport recht tief kommen.
Aber irgendwann kommt auch uns mal der Hunger und so richtig essen gehen in ist eben doch recht teuer in Irland und immer nur Barfood ist auch nicht das Wahre. Also gelangten wir so in eine Fish&Chipsbude, die McDonald´slike auch Sparmenüs anbot. Und so aßen wir gemütlich auf der kleine Kaimauer- von treuen Hundeaugen verfolgt- unsere Backfische mit Remoulade. Schade, dass der kleine Schauer uns zwischen Kopf und Schwanz des Fisches ins Auto vertrieb! Doch ein Schauer ist ja in Irland nicht schlimm, ist ja kein Dauerregen!
So gingen wir frisch gestärkt am Abend noch ein wenig die Landzunger erkunden und folgten den beschriebenen Weg aus unserem Führer. So gelangen wir zu den Ruinen der Abtei und weiter Richtung Golfplatz. Dort vom Steilhang aus hat man einen wunderschönen Überblick über den Hafen. Die eigentlich Tour hätte 3 Stunden bzw. 11km gedauert, ein kleiner Spaziergang davon reicht auch!

- SKERRIES-

In Skerries sollte unsere erste Irlandübernachtung in diesem Urlaub sein. Zugegeben, vom nächtlichen Skerries könnte ich viel mehr berichten, denn wir irrten doch tatsächlich am Tag(Tag?) der Ankunft ca. 45 Minuten immer umher, ohne Straßennamen oder Menschen zu entdecken, die uns irgendwie weiterhelfen konnten.
Skerries liegt ca. 20 km nördlich von Dublin und hat einen wunderschönen Ausblick zum Leuchtturm auf der Felseninsel Rockabill. Hier ist frische Landluft kombiniert mit der herrlichen Seeluft!
In Skerries hat man sich nicht nur der Fischerei sondern auch dem Segelsport verschrieben und so finden an manchen Tagen regelrecht Regatta statt!
Sollte man sich mehr als einen Tag Zeit nehmen, um Skerries zu bewundern, lohnt sich die Besichtigung der Mühlen, die täglich ab 10:30 Uhr aufmachen. Um diese Zeit waren wir jedoch mal wieder auf Achse in Richtung Ennis!
Skerries hat einen schönen Sandstrand, der im Sommer auch bewacht ist. Dieser liegt auf einer Landzunge, die wir in der Nacht mehrfach erkundet haben! Auf der anderen Seite dieser Landzunge befindet sich der kleine Hafen, der den Gezeiten recht heftig ausgesetzt ist.
In Skerries, so erzählte uns unsere B&BBesitzerin Mrs. Clinton, gibt es Seerobben. Allerings konnten wir leider keine sehen, obwohl unser tolles Zimmer im „The Reefs“ einen sagenhaften Seeblick hatte.


Das wars für heute! Hier also meine Tipps für ruhige Tage im County Dublin! Na, alles klar, wisst ihr jetzt, warum mir Dublin zu hektisch war und wir lieber Zeit etwas außerhalb verbracht haben? Ich genieße es, etwas außerhalb zu wohnen und bei Bedarf die Großstadt aufzusuchen.
Ach ja, übrigens hat Skerries recht hohe Bordsteinkanten, die nicht besonders freundlich zu Radkappen und Reifen sind…!


FAZIT

Hier sind Dublins Ruhezonen!

Wer noch weitere Irlandberichte von mir lesen möchte... bitte sehr:
1)In 14 Tagen durch Irland- Reiseerlebnisse
2)Brumm brumm, wir fahren rundherum- Autofahren in Irland
3)Mit Aer Lingus nach Baile Atha Cliath(Dublin)- Flughafen Dublin
4)Entdecke mit mir Irlands Ort der Hektik- Dublin
5)Steine zum Staunen- County Meath
6)Dublins Orte der Ruhe- County Dublin
7)Kommst Du nach Mayo, pack den Reservereifen ein! -County Mayo
8)Im Land der Elfen- Irlands Nordkap Donegal
9) The Town I Loved so well? Nee, ich nicht! Derry
10) Causeway Coast bietet noch viel mehr- Causeway Coast
11) Das Leben, Pferde und ein Garten- County Kildare
12) Basislager für weitere Expeditionen- Killarney
13) Kommt mit auf Irlands Diamantenring!- Halbinsel Iveragh
14) Ringeldingledingle ein Freudenlied für Dingle- Dingle Halbinsel
15) Wer "Mäh" sagt, hat Vorfahrt- County Kerry
16) No tree to hang a man- County Clare
17) Ein Buch mit vielen Exkursen- Dumont Reisetaschenbuch Irland
18) Der Trend geht zum Zweitreiseführer- Spirallo
19) Yield- Irland Wissenswertes

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Saphena

Saphena

30.05.2004 12:47

Muss das schön gewesens ein...*seufz* frohe Pfingsten!!!! Maike

amitom

amitom

30.05.2004 09:46

Würde mir auch gefallen. Schöner Bericht. LG Thomas

carmen

carmen

30.05.2004 00:41

Ich hoffe, mich verschlägts auch mal noch dahin - man soll ja sogar dort tauchen können. gruß, carmen

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