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Costa del Sol

Erfahrungsbericht

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3 Sterne Die Orte der Costa del Sol
67 von 67 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro eine schöne Stadt

Kontra die Landschaft fehlt

Der Autor

Winfried Koelsch

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Völlig anders als erwartet, sind die Orte an der Costa del Sol.

In einen kleinen, netten Ort an der Costa del Sol wollten wir fahren. Doch das ging nicht. Warum? Das möchte ich hier beschreiben...

In Malaga landete das Flugzeug, weil ich bei L`tur im Internet die Reise dort ergattern konnte. Ca. 170.-dm pro Person ist ja ein guter Preis und Südspanien ist im April auch genau das richtige.

Angekommen in Malaga, wollten wir, das heißt ich und mein neunjähriger Sohn Torben gleich den nächsten Bus nehmen und in einen kleinen netten Ort raus aus der Stadt fahren.

Doch daraus wurde nichts.

Nicht das es mit dem Busfahren Schwierigkeiten gab. Das Bussystem ist in Malaga genauso unkompliziert, wie in jeder deutschen Kleinstadt auch. Und die Überlandbusse fahren, wie überall in Südeuropa halt vom zentralen Busterminal ab. Ca. alle 30 Minuten geht da der Bus in Richtung Gibraltar oder Cadiz. Und deutsch bzw. Englisch wird überall gesprochen.
Das Problem lag ganz anderswo...

Das Problem war, dass wir nicht aus der Stadt herauskamen, obwohl wir immer weiter in Richtung Süden fuhren.

Zwischen Malaga und Torremolinos ging es entlang der Uferstraße immer an Hochhäusern vorbei.

Torremolinos selber, der ehemalige Hippieort, das Aussteigerzentrum in den 60igern sieht heute aus, wie die Innenstadt von Nizza oder wie die Cococabana in Brasilien. Nun gut dachte ich, dann bleiben wir halt im Bus und fahren eben noch 15 km weiter bis nach Fuengirola. Doch die Landschaft änderte sich bis dorthin auch nicht. Genauer gesagt, die Landschaft von Spanien hatten wir ja bis da noch gar nicht gesehen. Es sah eigentlich genauso aus, wie mitten in Hamburg auf der Mönkebergstraße. Nur eines war anders, die Häuser waren nämlich manchmal höher. Ein Stück fuhren wir direkt am Meer und sahen einen herrlichen Sonnenuntergang.

Zwei Tage blieben wir dann in Fuengirola. Eine Stadt, voller Leben, mit Palmenuferpromenade, vielen Restaurants, Plätzen, einem sauberen Strand und Badewetter ist ja auch nicht zu verachten.

Frühstücken taten wir auf einer der Dachterrassen der Pension. So muss Urlaub sein. Irgendwo an einer kleinen Pension frühstücken, dann noch mal ins Meer und dann die Umhängetasche nehmen zum Busbahnhof und mit dem nächsten Bus einfach irgend wohin fahren.

Und so fuhren wir weiter...
...doch die Stadt nahm noch immer kein Ende. Mein Sohn, das erste Mal in Spanien, fand das eigentlich ganz ok. Spanien sieht halt aus, wie die Hamburger Innenstadt, die halt nie aufhört. Spanien besteht halt aus Hochhäusern die am Wasser stehen.....

Marbella, die Stadt der Reichen mit dem elitären Flair lag vor uns. Ein kurzer Bummel durch die Gassen, die hier etwas idyllischer, gepflegter, ruhiger und touristischer, wie in Fuingirola aussahen. Später ging es dann weiter in das 25km südlich liegende Estepona.

Teilweise fuhren wir nun nicht mehr an Hochhäusern vorbei, sondern an ausgedehnten Feriensiedlungen mit Apartmentwohnungen. Eine neuer, wie die andere, schick und zumeist sehr edel und schon schön gebaut.
Einzelne offene Wiesen sahen wir auch. Es handelte sich jedoch dabei dann immer um Golfplätze.

Estepona bot uns ein anderes Stadtbild. Nur noch 2-4 geschossige Bauten, ein großer Marktplatz, viele ruhigere Straßen und ein relativ einsamer Strand. Die Touristen schienen hier zumeist Spanier zu sein.
Abends ging es dann weiter, denn kurz hinter Estepona befindet sich der einzige Campingplatz zwischen Nerja und Gibraltar, der unmittelbar am Meer liegt.

Dort angekommen, erwartete uns eine nette Zeltgemeinschaft, die uns sofort einlud und uns bis tief in die Nacht Geschichten aus Gibraltar und anderen Orten erzählte. Der Campingplatz selber war „na ja“ nicht so toll. Er war direkt am Meer, jedoch links und rechts von hohen Häusern umgeben und die Hauptstraße lag dann auch noch irgendwo hinter dem Platz.

Nach 2 Tagen fuhren wir weiter und dann ungefähr 20km vor Gibraltar passierte es. Wir fuhren zuerst an vielen, vielen Baukränen vorbei und verließen dann die Stadt und sahen zum ersten Mal

offene, freie, unverbaute Landschaft ...Spanien.


Weitere 10 km später erreichten wir dann die ersten Häuser von La Linea, der Vorstadt von Gibraltar.

Nach Gibraltar blieben wir die letzten Tage in einem Ort, der der schönste an dem ganzen Küstenabschnitt ist- Tarifa.

Tarifa
Ganz am Südende von Spanien, 30km hinter Gibraltar gelegen und von zwei Meeren umspült liegt dieser noch kleine Ort. Er wird umgeben von grünen Berghängen und unverbauter Landschaft. Unser Campinglatz lag ganz einsam in einen kleinen Wäldchen direkt am Meer und zum Einkaufen ging es 2 km den Strand entlang, bis zum Ort.

____________________________
Epilog

Das die Costa del Sol von Malaga bis kurz vor Gibraltar eine einzige Stadt ist, habe ich so nicht gewusst. Kleine idyllische spanische Orte gibt es hier halt nicht mehr. Und deshalb war es uns nicht möglich, in einen kleinen, netten Ort an der Costa del Sol zu fahren.

Eigentlich will ich ja auch gerne zugeben, das ich diese Küste von der Geografie und ursprünglichen Landschaft für ideal halte, um hier einige Monate im Jahr zu leben oder zu arbeiten. Tja - und so ähnlich scheinen halt viele, sehr viele Leute zu denken...

.


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Kommentare

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  • gaenseblume234 24.06.2005 18:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Der-Steppenwolf 26.03.2005 21:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • snuppi78 25.01.2003 13:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Direkt an der Küste sind dort wirklich viele hohe Häuser. Für unberührtere Landschaften empfiehlt sich eine Fahrt ins Hinterland. An der Küste wollen halt die Touristen gerne ihre Hotels haben. adios, stefan.

  • hubbie 17.08.2002 16:46
    Bewertete diesen Bericht als
    hilfreich
  • Unique 19.04.2002 10:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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