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Pro Personal, Lage des Hotels, Preis ist i. O., Frühstück und Serviceleistungen
Kontra Türschlüsselkarten spinnen oft, teilweise mangelhafte Zimmer
Langsam aber sicher hab ich mich wieder in Düren zurückgefunden.... was im Grunde bedauerlicher ist, als es vermutlich klingt. Vom 16. bis zum 20. Dezember verbrachte ich meinen "Urlaub" in London, genauer gesagt, mit Carrie711 im
//COMFORT INN KENSINGTON//
Gezahlt haben wir für unser Zweifrauzimmer 295 EUR inkls. Frühstück und mehrfachen Umzügen ~ dazu aber später mehr!"Das Comfort Inn Kensington ist ideal gelegen, für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen, in der Nähe von vielen Attraktionen und Geschäftsvierteln Londons. Das Earls Court and Olympia, das Victory & Albert Museum und das Natural History Museum, Kings Road Chelsea und das Harrods befinden sich gleich in der näheren Umgebung. Das Hotel ist die perfekte Adresse für Tennisfans, nur ein paar Minuten von der Earls Court U-Bahn Station entfernt, die direkt mit dem Wimbledon Park verbunden ist. Wir freuen uns Ihnen eine erschwingliche Unterkunft während der Wimbledon Championships anbieten zu können. (www.hotel.de)"
Ausgestattet sind die (Raucher und Nichtraucher-) Zimmer mit dem üblichen Badezimmer (mit Wanne!); Fernseher, Fön, teilweise zusätzlicher Roll-Heizung, Kaffee-/Teekocher, Klimaanlage, Lärmschutzfenster, Kabel sowie Pay-TV, Radio(-Wecker), Schreibtisch, Stühlchen, Telefon
sowie einem PlaystationSpiel.
Bezüglich der günstigen Hotellage wurde schon mal nicht gelogen ~ selbst mit schweren Koffer war die Strecke von der U-Bahn Station zu schaffen. Aufgrund der Abzäunung der Straßen mussten wir zwar 4mal über die Fahrbahn fallen, bis wir vor der Tür waren; aber auch das ändert nichts daran, dass das "Comfort Inn" wirklich sehr gut gelegen ist. Nicht absolut im Schuss, aber auch nicht weit weg ~ die richtige Mischung zum Party machen und anschließendem ruhigen Schlaf. Besonders drollig der Hinweis auf einer Internetseite, dass "ein Fenster, welches man öffnen kann", in jedem Zimmer vorhanden ist. Ich war eigentlich der Ansicht, dass das nur logisch wäre ~ es sei denn, man befindet sich ab den 4. Stock aufwärts, wo es oftmals lediglich Kippvorrichtungen gibt.
Zudem war auf diversen Internetseiten die Rede von Internetzugängen; ob das nun für den einzelnen PC Richtung Frühstücksraum gelten sollte oder ich doch hätte über den Boden robben müssen, kann ich leider nicht sagen. Ohnehin denke ich, dass wir trotz der 4 Tage dafür einfach keine Zeit oder gar Muße gehabt hätten! Oder auch nur den "richtigen" Stecker für solche Späße; die Briten ticken da ja anders....Wie dem aber auch sei; der
/Fernseher/entpuppte sich als Kiste mit 4 Programmen; das Pay-TV bot einen vermeintlichen Grusel- und einen Nackisch-Film; die Playstation war nicht zu sehen (außer der Joypad in unseren letzten beiden Zimmern!) und hätte ohnehin noch mal extra bezahlt werden müssen. Zwar nicht viel, aber wenn man nichtmal weiß, welches Spiel angeboten wurde, macht das erst recht keinen Spaß.
Das/Zimmer Nr. 1/
war der Knaller ~ Carrie war die erste, die mitten in einen angeblichen Wasserfleck latschte und auch fleißig dabei war, die Stelle trocken zu föhnen oder ein Handtuch draufzuwerfen. Als das weiße Handtuch braun wurde, einigten wir uns einstimmig auf einen Kaffeefleck; über die anderen Möglichkeiten schwiegen wir uns einvernehmlich aus.Über mangelnde Sauberkeit konnte man hier ebenfalls nicht klagen ~ sogar unter dem Bett waren nur wenige Wollmäuse zu sichten. Die weißen Handtücher hatten zwar stellenweise Brandflecken; aber es war beileibe nicht so, dass ich sie als "siffig" bezeichnen würde.
Ein regelrechter Witz hingegen war der Schreibtisch mit dem daneben (!) stehenden Stuhl. Selbst wenn der Stuhl noch davor gepasst hätte, hätte niemand Platz gehabt um auch nur eine Postkarte zu schreiben. Der Tisch war im Grunde zugepackt mit TV Gerät, einen Prospekthalter sowie dem Wasserkocher, dessen Stecker man ziehen musste um Wasser aus dem Bad holen zu können. Der ominöse Eiswürfelbehälter verwirrte mich nachhaltig ~ dafür wurden wir aber mit Keks und massig Tee und Kaffee verwöhnt. Auch wenn weder die Nescafé-Tütchen noch die Teebeutel je einen Preis gewinnen können, fand ich es doch recht angenehm, mich im Hotelzimmer zukippen zu können.Als wir abends ins Bett kippten konnten wir uns jedoch nicht wirklich auf den angeblich wahr werdenden ersten Traum im fremden Bett konzentrieren ~ wieso warum uns weshalb nun eigentlich die Alarmanlage losging, werden wir vermutlich nie herausfinden. Genausowenig, wie es sein kann, dass ein mittelgroßer Fleck auf dem Teppich so derartig müffeln kann, dass man regelrecht benommen war.
Der entsprechende Hinweis am morgen danach an den wirklich sehr netten HotelOberGuru Christian, der uns mit Handschlag begrüßte (und am letzten Tag mit Umarmung verabschiedete) sorgte dafür, das wir die Koffer packen und ein anderes Zimmer beziehen durften. Nach unserer Tagestour sollten wir einfach an der 24 Stunden geöffneten Rezeption nach unserem neuen Schlüssel fragen; unsere Koffer wären dann bereits im neuen Reich:/ "Four four four on the second floor"/
Ja, und so war es dann auch! Dennoch wage ich zu unterstellen, dass die Zimmermädchen oder wer auch immer der glückliche Träger war; der meinem elterlichen Hartschalen-Koffer ne Ecke rausgehauen hat. Zu dieser Schlussfolgerung bin ich letztendlich dadurch gelangt, weil offenkundig mehrere Gäste ein anderes Zimmer verlangten; und ich mir bildhaft vorstellen kann, wie genervt die Kofferträger demnach sein mussten.Genervt waren wir auch ~ und zwar von dem Umstand, dass wir zwar kein Wasser mehr auf dem Teppich hatten; dafür aber auch keines in der Klospülung. Es tröpfelte zwar, aber es rauschte nicht ~ und somit erhielten wir Schlüsselkarte Nr. 3; um am Ende des laaaaaangen und verwinkelten Ganges in einem EheBettZimmer auf die Pipibox gehen zu können. Ein anderes Doppelzimmer war nicht mehr frei; und jenes Pinkel-Zimmer war noch boxiger als das unsrige. Da am nächsten morgen unser Spülkasten repariert werden sollte, nahmen wir das Abenteuer auf uns ~ und während ich nachts darauf wartete, dass mir das alberne gerahmte Bild auf den Kopf krachen würde (ich schwöre, dass sich zumindest im ersten Zimmer der Boden leicht bewegt hat!), tanzte Carrie an die Rezeption und machte Terror; weil der Schlüssel das Ersatzzimmer nicht mehr öffnen wollte....
Das die Rezeptionsdame am Folgetag ein blaues Auge hatte und am wiederum nächsten gar nicht mehr erschien, war natürlich Zufall!Als wir in der nächsten Mitternacht zurück zum Hotel kehrten, war mir eigentlich schon klar, dass nichts gemacht worden war ~ und so war es auch. Also hieß es erneut: "Koffer packen, raus!"; und ab ins Kellerzimmer Nr. 45. Wo es frühmorgendlich mal wieder kurzen Alarm gab. Hallo wach, sag ich da nur! Gebrannt hat es scheinbar jedoch nicht ~ hat die Bibel unterm Telefon also doch was genützt!
"Großzügigerweise" war es dann wohl auch okay, dass wir ein größeres (und eigentlich teureres) Zimmer bekamen ohne nen Aufschlag zahlen zu müssen. Na, das hätten wir gerne ausdiskutieren können! Winziger Trostpreis war dann die Erlaubnis, uns statt "nur" auf unsere "kontinentales" auch aufs "englische Frühstück" stürzen zu dürfen ~ und ja, das//Breakfast//
war absolut mehr als bloß in Ordnung. Drei Säfte, zusätzlich ne Kanne Kaffee oder Tee an den Tisch; Brötchen, Mini-Croissants, Muffins, diverse Müslisorten, Äpfel, Schmierkäse, Schinken, Honig, mehrere Marmeladensorten, Trockenobst.... und beim englischen Frühstück eben noch Rühreier, Bohnen, gekochte Tomaten, Champignons, frischer Toast (der obendrein an den Tisch gebracht wurde) sowie Mandarinen und als Ananas getarnte Grapefruitschnipsel.Zu meckern gabs hier echt nicht! Offenkundig sahen nicht nur wir das so; denn am Nebentisch packte jemand fleißig die Muffins in seine Tasche... verstehe das einer, wer will ~ denn das es "draußen" auch noch genug zu essen gab, ist jedenfalls aktenkundig.
Geschmacklich gab es hier nichts zu meckern; insbesondere in die Crossaints oder die Tomaten hätte ich mich reinlegen können ~ die Säfte waren frisch und lecker, was den Blümchenkaffee am ersten Tag wieder wett machte.Die Atmosphäre im Frühstücksraum war absolut in Ordnung, kein lautes Gepolter oder vornehme Stille ~ eben mehr wie in einem "stinknormalen" Café, wo derjenige, der am Fenster sitzt, ebenfalls Angst haben muss, den Nachbarn die Tasse vom Tisch zu fegen, sollte er nochmals Nachschub holen wollen. Erleichtert wurde die Rennerei durch den Usus, dass die Kanne Kaffee bzw. Tee sowie das frisch geröstete Toastbrot an den Tisch gebracht wurde ~ auch nicht schlecht!
//Personal//
erwähnt ~ allesamt superlieb und entgegenkommend; wenngleich wir auch die Erfahrung machen durften, dass viel geredet, aber nix getan wurde. Da wir zudem mitbekamen, dass auch andere Leutchen ihr Zimmer wechseln wollten oder gar jemand schallend zu lachen anfing, als Carrie von ihrem privaten nächtlichen Toilettendesaster berichtete denke ich, dass das "Cormfort Inn" im Grunde doch nicht so komfortabel ist, wie der Name es einem glauben machen will. Insbesondere bei Gästen, die "nur" 2 Tage bleiben, kommt man mit dem Spruch "wir kümmern uns morgen drum" im Grunde das ganze Jahr durch ~ Fakt ist und bleibt jedoch; dass - sofern das Hotel wirklich ausgebucht war - jeder "Bemängler" einfach wo anders reingestopft wurde, wo es logischerweise wieder etwas anderes zu bemängeln gab.Für Fragen und Wünsche waren die Damen und Herren immer zu haben; Wegbeschreibungen wurden genauso geliefert wie die Möglichkeit, bestimmte Eintrittskarten zu erwerben. Dass die Rezeption sich offenkundig dafür aber nicht die Mühe machte, überhaupt nach Carries vermissten Ohrringen und meinem verschlampten Kofferschlüssel zu forschen, kann man einerseits zwar darauf zurückführen, dass immer jemand anderes an der "Theke" stand; andererseits wäre es aber sicherlich auch nicht die schlechteste Idee gewesen, den Gästen beim auschecken nochmal was zuzuflüstern. Dass wir beide unserem Kram wiedergefunden haben, konnten die Leutchen ja nicht wissen...
Vermutlich kann man noch zig Sachen mehr über das Hotel berichten; doch ich denke, dass ich das wichtigste festgehalten habe. Der oben genannte Preis kann nur als Anhaltspunkt dienen; eben weil die Kosten von Reisebüro zu Reisebüro variieren; es lohnt sich jedenfalls immer, im Internet erst mal zu recherchieren, wo es wann am günstigsten ist.
Trotz alles kleinen Ärgers würde ich dieses Hotel sofort wieder beziehen ~ irgendwas ist ja immer; da kann mich der nächtliche (wiederholte) Zimmerumzug auch nicht wirklich stören. Vielleicht auch nur, weil ich der Typ bin, der eh nicht alles auspackt sondern aus dem Koffer lebt....? Nunja, um alles auszupacken war auch nicht wirklich Platz; was ich aber auch mich selbst schiebe, weil ich einfach viel zu viel mit hin (und erst recht zurück!) genommen hab.Der Kuddel mit dem Wasserfleck, dem Nicht-Spülungs-Wasser, den beiden Alärmen sowie die Fasziniation darüber, dass Carrie nicht bemerkt haben will, dass sich der Boden bewegte sowie ich nicht weiß, wovon sie redete als sie von "kein heißes Wasser unter der Dusche" vor sich hin fluchte, war schnell wieder vergessen ~ eben weil man im Hotel ja an für sich auch "nur übernachtet"; und grade in London nichtmal zur eingepackten Abendlektüre kommt.
Ergo des Ergos: zwar keine uneingeschränkte Empfehlung für dieses Hotel; aber eben doch drei dicke Sterne ~ vier kann man unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Zimmer zwar kürzlich renoviert, aber nachweislich doch nicht einwandfrei sind, einfach nicht geben.Hinzu kommt, dass in allen mir bekannten Hotelbeschreibungen mal wieder viel zu dick aufgetragen wurde, was die Zimmerausstattung angeht ~ ist zwar an für sich absehbar, aber dennoch... dennoch dennoch.
Mal sehen, ob es im Sommer 2007 (in einem anderen Hotel?) ne Ecke besser ist.
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Hach ja. London. Würd ich gerne nochmal ansehen. :)