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Color Line Arena - der Sporttempel schlechthin
Pro hypermodern, attraktiv gebaut und eine saugute Akkustik
Kontra Hamburger würde sagen "Preise wie im Freudenhaus"
In Hamburg gibt es einen noch recht neuen (etwa ein Jahr alt) "Sporttempel", der dieser wunderschönen Stadt endlich gerecht wird. Die hypermoderne Color Line Arena am Volkspark, keine hundert Meter von der ebenfalls etwa ein Jahr alten AOL-Arena entfernt.
Zum NamenDie Sportarena wurde, wie es in Deutschland mittlerweile üblich ist, namenstechnisch an den Meistbietenden "verkauft", will heißen, dass der Meistbietende dem Bauwerk für eine bestimmte Laufzeit seinen Namen geben kann. In diesem Fall ist es die norwegische Schiffahrts-Linie Color Line, deren Fähren z.B. zwischen Hirtshals (Dänemark) und Kristiansand (Norwegen) und Fredrikshavn (Dänemark) und Larvik (Norwegen) verkehren und dabei die Passagiere um eine Menge Geld erleichtern. Genau dieses in ausreichender Menge reichte, um aus dem neuen Hallen-Bau in Hamburg die Color-Line-Arena zu machen.
Und wenn die Laufzeit des "Namensvertrages" abgelaufen sein wird, dann kann es durchaus sein, dass aus diesem Sporttempel die McDonalds-Halle wird. Gott bewahre uns davor!Zur Anreise
Man reist an über die A7 und die Ausfahrt Stellingen (das ist der Hamburger Stadtteil, in dem die Sportstätten errichtet wurden) Ab dort ist die AOL-Arena bereits unübersehbar ausgeschildert und auch auf der folgenden Straßen wird überall auf die Sportstätte hingewiesen.
Wer mit dem Auto nach Stellingen will, kann dies zwar tun, aber die recht gute Parkplatzmenge ist bei 13.000 Besuchern dann doch gelegentlich nicht ausreichend, um in unmittelbarer Nähe der Halle parken zu können. Und da kommt dann schnell ein ausgedehnter Abendspaziergang zustande, der nicht eingeplant war.
Zur HalleAkustik
Als alter HSV-Handballer kenne ich die alte, zu ihrer Zeit häufig auch für Konzerte, vorrangig aber für die damaligen Spiele der Bundesligamannschaft der HSV-Handballer genutzte Alsterdorfer Halle, die knapp 4200 Zuschauer fasste. Sie hatte den selben heftigen Charme, wie das alte Beton - Volkspark-Stadion und auch die Akustik war recht bescheiden. Ganz anders die neue Color Lione Arena. Bei den Handballspielen des HSV Handball kommen bis zu 13.000 Zuschauer und damit immerhin rund 3000 mehr als in die Kieler Ostseehalle, die bis dahin als das Non-plus-ultra galt.
Das Spielfeld
Das Handballfeld (mittelblau) ist an den Seitenlinien nur knapp zwei Meter von den ganz unten sitzenden Zuschauern entfernt, man ist dort also fast mittendrin und kann die Vorgaben der Trainer notfalls mitschreiben, wenn es der Lärmpegel zuläßt. Der Blick aufs Spielfeld ist von allen Plätzen gleich gut und die Beleuchtung des Spielfeldes macht die Halle zu einer Arena, in der das Geschehen auf dem Spielparkett zum Schauspiel wird.
Die Fressmeilen
An diesen Rundwegen (oben und unten) sind etliche Imbisse und Getränkeshops verteilt, an denen man belegte Brötchen, Döner, Bier, Cola und andere Getränke bekommt. Und auch einen Fanshop gibt es, wo man Handball, Trikots, Fanschal oder Fahnen käuflich erwerben kann.
Doch gemach, hier gibt es einen Haken. Die Preise für Essen und Trinken entsprechen durchaus hanseatischem Niveau, sind also erheblich und für populäre Veranstaltungen dieser Größenordnung schon fast als Nepp einzuordnen. Immerhin muß man für ein dünn belegtes Brötchen und ein alkoholfreies Bier glatt 6 Euro berappen. Da wird ein Familienausflug mit vier Personen schon ziemlich teuer. Ich finde diese Preise absolut unangemessen. Und mitbringen kann man auch keine Fressalien und getränke, denn die werden einem glatt an den Eingängen abgenommen.
Die Technik
Über dem Spielfeld der Color Line Arena hängt ein riesiger Technikwürfel, der die Spielszenen auf dem Feld auf vier riesigen Monitoren zeigt und als Informastionscenter fungiert, über das Namen der Spieler, Informationen zum Spiel-Gegner, Bilder der Torschützen und die Spielzeit angezeigt werden. Man kann von allen Sitzen aus ausgezeichnet auch auf die Monitore schauen und damit nichts verpassen, was die Kameras unten einfangen.
Zu Atmosphäre und Komfort
Bei meinem letzten Besuch (14.12.2004) in der Halle waren knapp 4 1/2 tausend Besucher in der Halle (HSV Handball - Pfullingen 29:22), die allerdings einen ziemlichen Lärm machten und den Sporttempel immer wieder in einen Hexenkessel verwandelten. Ich habe erst einmal erlebt, wenn etwa 9000 Zuschauer agieren und ich kann nur jedem, der sich gern den Zwängen der Massenpsychologie hingibt, empfehlen, gerade zu solchen Spielen zu pilgern. Das Feeling in einer solchen Masse macht dann jedes Spiel zu einem erlebnisreichen, beeindruckenden Spektakel. Und dabei sitzt man in den ausreichend Platz bietenden, gepolsterten Klapp-Sitzen recht kommod und das gilt, in Anlehnung an einen früheren Bericht zu dieser Halle, auch für großgewachsene Menschen.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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Cybersyssy 23.01.2006 09:48
Tigermaus2609 21.10.2005 22:46
Bin 2-3 mal im Jahr in der Color Line Arena wegen den Freezers! Die Halle ist schon etwas ganz Besonderes! Dein Bericht ist - wie immer - sehr gut, informativ und ausführlich - einfach klasse! LG Birgit
11071984 14.04.2005 11:49
zeberus 25.03.2005 10:55
Die Halle kenne ich auch ,aber ich war meist nur zu Konzerten dort. das letzte mal wars "Der Aufmarsch der Giganten" 30 Jahre Panikorchester & Udo Lindenberg :-))