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Erfahrungsbericht

für Club Stella Maris Paraiso, Ibiza
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5 Sterne Von der Hölle ins Paradies, Teil 2 Bericht mit Bildern
56 von 56 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Essen, Sauberkeit, Animation, Umgebung

Kontra nichts - außer, daß unser Aufenthalt nur 4 Tage dauerte

Der Autor

Demelza Seit 21 Mai 2003

Ich habe mir ein neues Lieblingszitat ausgesucht: "Meine Niedlichkeit überlagert die Brisanz... mehr

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Hier kommt nun Teil 2 unserer Odyssee, vom Hotel Alla Dins in Cala San Vicente, über das ich in Teil 1 bereits ausführlich berichtet habe. Der Umzug in das Hotel Stella Maris Paraíso bei San Antonio kostete uns Summa summarum 156,-- Euro, aber er kam für uns einer Reise von der Hölle in das Paradies gleich. Und ist nicht Paraíso das spanische Wort für Paradies? Lesen Sie nun, warum das so war.

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Nachdem wir uns noch eine letzte Tasse Kaffee in unserem Horror-Hotel genehmigt hatten (der Kaffee war eines der wenigen angenehmen Dinge im Alla Dins), riefen wir uns ein Taxi und ließen uns quer über die Insel kutschieren. So kamen wir in den Genuss einer privaten Inselrundfahrt, die uns ein paar nette Ausblicke über eine üppig grüne Landschaft bescherte. Wie es mir auf Ibiza gefallen hat, werde ich in einem gesonderten Bericht schildern, zumal ich ja noch die mit einer herkömmlichen Kamera geschossenen Bilder sichten muss.

Nach einer eindrucksvollen Fahrt von einer halben Stunde erreichten wir das Hotel Stella Maris Paraíso, das nicht weit von zwei idyllischen kleinen Buchten entfernt liegt: der Cala Gració und der Cala Gracioneta, in denen zur Zeit unseres Aufenthaltes das Baden leider wegen der sich dort tummelnden Quallen etwas problematisch war. Aber wozu hat das Hotel denn einen Pool? Dazu später mehr, denn außer der einladend wirkenden Eingangshalle mit Rezeption und gemütlicher Sitzecke hatten wir vom Hotel noch nicht allzu viel gesehen.

Zunächst war Einchecken angesagt. Nach dem Ausfüllen einiger Formulare erhielten wir von der freundlichen Dame an der Rezeption einen Umschlag mit allen wichtigen Informationen über das Hotel, einen Lageplan, der uns helfen sollte, uns in der wirklich weitläufigen Anlage zurechtzufinden und (das allerwichtigste) das Bändchen, das uns als All-Inclusive-Urlauber ausweisen sollte. Alles Inclusive, das bedeutete auch hier bestimmte Speisen und Getränke innerhalb bestimmter Zeiten, aber das waren wir schon gewohnt. Wenn nur die Qualität stimmte, flehte ich innerlich - hoffentlich war das Hotel nicht auch so ein Siffbunker wie das vorige. Unsere Bedenken sollten nach und nach verfliegen, bis sie sich spätestens beim Mittagessen in Luft aufgelöst hatten, was nicht nur der schön gestalteten und gepflegten Anlage und an den freundlich grüßenden Zimmermädchen lag.

01) Unser Zimmer:
Dieses befand sich im ersten Stock eines Rundturms und hatte die Form eines Tortenstücks. Na, wenn das mal keine Abwechslung war. Es gab sogar einen Kühlschrank, in dem wir unser Obst aufbewahren konnten. Außerdem konnten wir endlich einmal vernünftig duschen, da der Wasserdruck stimmte. Aber das Wichtigste: Es war sauber, und nicht nur oberflächlich, da hier wirklich außer Freitag und Montag täglich saubergemacht wurde. Wenn wir ungestört sein wollten, mussten wir nur das sattsam bekannte Bitte-nicht-stören-Schild an der Türklinke aufhängen.

02) Die Anlage selbst:
Sie wirkte alles andere als heruntergekommen und bot für Sport- und Animationsbegeisterte so einiges: Minigolfplatz, Wellness- und Fitnessbereich, Kinderanimation inclusive Kinderbetreuung von 10-12 und 15-17 Uhr, Fahrradverleih, Darts, Tischtennisplatten und Tennisplätze sowie Bibliothek und Internetecke. Die Benutzung des Wellness-Bereichs war allerdings kein Bestandteil des All-Inclusive-Angebots, mit 7,-- Euro für Sauna, Türkisches Bad und Whirlpool wurde allerdings das schon recht geschrumpfte Urlaubsbudget nicht über Gebühr strapaziert.

Schön fand ich auch das Vogelgehege an einer schattigen Stelle. Dort zwitscherten in großen Vogelvolièren Nymphen- und Wellensittiche in trauter Eintracht durcheinander, Hähne krähten ohne Unterlaß, und zwei Schildkröten sonnten sich in einer lichtdurchfluteten Ecke.

Allein die Minigolfanlage war mit 10 Stationen ein wenig klein, das fand ich ein wenig enttäuschend; dagegen fiel mir das reichhaltige Angebot an Pools wiederum positiv auf: 1) zwei große Pools, die stufenartig angeordnet sind, praktischerweise befindet sich da auch gleich die üppig ausgestattete Poolbar, 2) einen Kinderpool mit Rutsche und 3) einen Pool oberhalb der Fitnesszone, der allerdings etwas abgelegen liegt, aber dafür ohne Musikbeschallung und Animation auskommt.

Noch ein Wort zu der Musikbeschallung: das war ein Punkt, der mir weniger gefiel: Wer auch immer für die Musik zuständig war, sollte vielleicht nicht immer wieder die selbe Scheibe auflegen - dreimal täglich Barbie Girl, YekeYeke und I'm too sexy, nebst Gipsy Woman und anderen verblichenen Sommerhits, und das Tag für Tag, ist wahrlich nicht so toll - aber wenigstens wurden wir von Schnappi und dem Ententanz verschont. Nächstes Mal werde ich dem Verantwortlichen dafür eine Café-del-Mar-CD zustecken, damit man am Pool noch cooler relaxen kann.

Beim Anblick der Poolbar hätte ich übrigens fast einen Freudentanz aufgeführt. Nicht nur, dass die Herren hinter der Bar auf vernünftige Qualität an Spirituosen, Bier und Softdrinks zurückgreifen konnten und auch der Espresso zum Selberzapfen ein Traum war, auch die Möbel luden in ihrem hellen und freundlichen Rattan-Look zum längeren Verweilen ein.

Ja, jetzt erst einmal einen Snack probieren - hier hätte ich beherzt zugreifen können, denn z.B. die Sandwichs wurden gut gekühlt gelagert - aber der Ruf des Mittagessens war lauter. Und so machten wir den Restaurant-Test.


03) Essen & Trinken:
Es hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Da beides bei mir leider aus dem Ruder gelaufen war, blieb ich zunächst noch skeptisch. Da aber mein Mann mit der großen Schlemmerorgie begann und es ihm tatsächlich zu schmecken schien, wurde auch ich etwas mutiger. Was gibt es denn nun gutes zu berichten? Bitte merken Sie sich folgende Floskel: Das Auge isst mit. Ja, sehr verehrtes Publikum, hier legt man Wert auf Qualität, und nicht nur bei den aufgetischten Speisen, sondern auch bei dem Zubehör, mit dessen Hilfe man sie dem hungrigen Volk präsentiert. Weiß gedeckte Tische, Besteck und Heißhaltegeräte von WMF (oops, ist das jetzt auch schon Schleichwerbung?), in denen lecker duftendes Fleisch, Fisch und Beilagen auf die Gäste warteten. Auch lag auf den Buffets nicht ständig das Gleiche, so dass Abwechslung garantiert war. Mal gab es Melone mit Schinken, mal kross geröstetes Weißbrot mit Tomate und Knoblauch, dann wieder mit Gemüse gefüllte Teigtaschen - klar, dass wir die mediterrane Küche und das exquisite Obst den Pommes und Burgern vorzogen (letztere waren hauptsächlich wegen der kleinen Gäste im Programm).


04) Animation:
Wegen der waren wir nicht hergekommen, aber entgehen konnten wir ihr nur, wenn wir uns nach dem Frühstück abseilten und die Umgebung erkundeten. Aber da wir das nicht wegen des um sich greifenden Faulheitsvirus und der gehäuft auftretenden Quallen in den Buchten ringsum ständig machen wollten, legten wir uns meistens am Nachmittag an den Pool und nahmen ausgedehnte Sonnenbäder, wobei wir natürlich darauf achteten, uns nicht den Pelz zu verbrennen. Außerdem lockte doch das reichhaltige Angebot an gutem Bier, genießbarer Cola und leckeren Fruchtsäften, die ich mir mit Wasser zu Schorle mixte. Bei einem cremigen Espresso konnte ich in Ruhe die Animation studieren, die am Pool vor sich ging. Diese bestand entweder darin, dass vorne jemand lautstark zur gemeinsamen Gymnastik aufrief oder einzelne Animateure durch die Liegestuhlreihen gingen, um die Gäste freundlich aber nicht aufdringlich zu fragen, ob sie bei der ein oder anderen Freizeitaktivität mitmachen wollten. Ich wollte nicht, aber das war gar kein Problem.

Die Kinderbetreuung, der Mini-Club, wurde übrigens gerne von den Gästen angenommen - vielleicht lag es daran, dass Kinder hier nicht wie lästige Anhängsel betrachtet, sondern als Gäste ernst genommen wurden.

Übrigens ließ sich mein Mann doch einmal überreden, an einem Spiel teilzunehmen und sich im Wettstreit mit anderen Gästen zu messen, ich suchte derweil die Sauna auf.


05) Sauna, Turkish Bath & Jacuzzi:
Alles neu und sauber, freundlich und hell - endlich eine Sauna, die diese Bezeichnung auch verdient, und nicht so ein finsteres Büdchen im hintersten, schummrigsten Winkel des Hotels. Nachdem ich mich an der Rezeption für die Benutzung des Wellness-Bereichs angemeldet hatte, nahm mich dort zu der gewünschten Uhrzeit eine freundliche, ältere Dame im Empfang und reichte mir ein frisches Saunatuch und zwei Badelatschen. Von nun an durfte ich so lange hier bleiben, wie ich wollte - meinen Obolus musste ich nicht sofort entrichten, das hatte Zeit bis später. Zunächst stand die Erholung im Vordergrund, und dazu genügte mir eine Stunde, in der ich auch das Dampfbad (Turkish Bath), die Freiluftzone, den Whirlpool (Jacuzzi) und die gepolsterten Liegen ausgiebig nutzte.


06) Die Umgebung:
Die möchte ich zum Abschluß meines Berichts noch lobend erwähnen. Die beiden Buchten Cala Gració und Cala Gracioneta waren auch trotz Quallen sehr idyllisch, und beide sind durch einen Wanderweg miteinander verbunden - der Wanderweg zieht sich übrigens die Küste entlang und führt auch in das turbulente San Antonio, wo der Massentourismus laut ADAC-Reisekarte seine schlimmsten Triumphe feiert. Davon haben wir Anfang Oktober nichts mitbekommen, auch betrunkene Engländer sind uns nicht vor die Füße gestolpert. Aber vielleicht sieht man die auch nur zur Partysaison in Juli und August. Jedenfalls konnten wir in San Antonio in einem Scottish Pub ein leckeres Guiness für je 4,-- Euro zischen. Ein stündlich fahrender Bus, der bis vors Hotel fuhr, machte es uns möglich.

Nur das Café del Mar haben wir nicht gefunden, abe vielleicht nächstes Jahr.

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Alles in allem hat es mir im Stella Maris Paraíso ausnehmend gut gefallen - so gut, daß wir nächstes Jahr unbedingt wieder dort hin wollen, zumal zwei Wochen All Inclusive ca. 800,-- Euro pro Person kosten würden - also nur unwesentlich mehr, als wir für die gleiche Reisedauer im Alla Dins hingelegt haben.

Warum wir nach 11 Tagen umgezogen sind, mag sich am Schluß so manch einer gefragt haben. Die Antwort war ganz einfach: 1) Es wäre auch nicht schneller gegangen, wenn wir unseren Wunsch schon am 2. Oktober der Reiseleitung mitgeteilt hätten und 2) unser Rückflug war erst für 21.35 Uhr angesetzt, und so wollten wir wenigstens noch vier ganze Tage genießen, was uns im Endeffekt gelungen ist.

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Und zum Schluß die Erkenntnis, die wir aus diesem Urlaub gewonnen haben: Das Hotel Stella Maris Paraíso kann ich nur jedem empfehlen, der nicht direkt in der Touristenhochburg San Antonio seinen Urlaub verbringen, aber trotzdem nicht am Ende der Welt versauern möchte - für Familien mit Kindern ist das Hotel ideal, genau wie für Erholungssüchtige, die ausgedehnte Spaziergänge unternehmen möchten.

Bilder

für Club Stella Maris Paraiso, Ibiza
In der Anlage
von Demelza Demelza

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  • vasentest 23.07.2006 21:48
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Jochurt 17.05.2006 12:59
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Schöner und informativer Bericht. Morgen gehts für mich in dieses hoffentlich von dir so schön beschriebene Hotel. Danke! MfG, Jochurt

  • WolfgangRie 22.02.2006 16:08
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Eierkuchen70 06.12.2005 15:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    da hat sich ja jeder Penny Aufpreis doppelt ausgezahlt, super Bericht Gruß Guido

  • MedienPanther 17.10.2005 19:47
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ein wirklich klasse Bericht, da möchte man doch glatt wieder verreisen :-) LG Markus

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