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Erfahrungsbericht

für Club Ali Baba, Hurghada
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4 Sterne Ali Baba - toller Familienurlaub garantiert! Bericht mit Bildern
81 von 81 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro eigentlich alles

Kontra fällt mir grad nix ein

Der Autor

kneuber

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Diesen Bericht hatte ich vor längerer Zeit veröffentlicht, und da alle Wörter klein geschrieben waren, habe ich ihn jetzt einfach mal korrigiert und neu sortiert. Ich hoffe, er gefällt euch jetzt besser! Viel Spaß beim Lesen!


Für uns war es der erste Ägypten-Urlaub. Aber obwohl mein Mann niemals in ein muslimisches Land wollte, würde er noch einmal hinfahren. Es war also rundum alles besser als erwartet.


Allgemeines
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Wir haben uns nach nur kurzer Überlegung für 10 Tage Ägypten entschieden, weil wir im Februar 2004 baden und unser Budget, was für einen weiteren Urlaub im Mai ausreichen sollte, nicht unnötig überziehen wollten (wie z. B. mit einer Fernreise).

Die Buchung haben wir über ITS vorgenommen und waren sehr zufrieden mit Preis und Leistung.
Für zwei Erwachsene und ein Kind (7) haben wir 1200 Euro bezahlt und erwarteten ein gutes Mittelklassehotel sowie All Inclusive. Unsere Erwartungen waren nicht zu hoch geschraubt, auch wenn wir anfangs skeptisch an die Sache herangingen. Wir wurden positiv überrascht.


Zum Hotel
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Das Ali Baba befindet sich ca. 17 km von Hurghada entfernt, direkt an der Hauptstraße, und erstreckt sich von der Straße bis zum Strand.
Die Anlage bietet über 600 Zimmer. Trotz allem wird der Überblick nicht verloren, und besonders im Speisesaal ist von all diesen Gästen nichts zu merken.

Architektonisch gesehen handelt es sich um maximal dreistöckige, in hellen Gelb- und Orangetönen gehaltene und sehr ansprechende Bungalowbauten, die viel Offenheit widerspiegelten. Zwischendurch gibt es viel Grün und viele bunte Pflanzen.

Safes gibt es nur an der Rezeption im Haupthaus, aber der Platz, der extra dafür eingerichtet ist, ist rund um die Uhr besetzt. Normalerweise braucht man im Hotel ja nicht viel Geld, und wenn man einen Ausflug bucht oder das Hotel verlässt, muss man sowieso dort vorbei. Also ist es nicht unbedingt hinderlich.

Die Safes befinden sich in einem Extra-Raum; man muss bei jedem Besuch eine Karte unterschreiben. Der Angestellte bleibt mit im Raum. Für uns war diese Art auch neu, aber wir empfanden es nicht negativ.

Ich hatte vorher ganz viele Kritiken übers Ali Baba gelesen und dachte, na toll. Aber es hat sich wirklich nichts von diesen negativen Ansichten bewahrheitet, während wir dort waren. Weder gab es betrunkene "Russen" noch einen vollgek... Pool, noch war das Essen ungenießbar bzw. krankheitserregend usw.

Es ist richtig, die russischen Staatsbürger haben Sonderkontingente wegen dem Bau des Assuan-Staudammes; sie dürfen - wie wir gehört haben - für 300 USD zwei Wochen Urlaub dort verbringen, aber warum auch nicht? Es waren aber ausschließlich FAMILIEN dort, und die haben sich ganz normal benommen. Man denke nur an die Deutschen auf Mallorca... die haben nicht mehr Wodka getrunken als wir Cola mit Rum. Es gab keinerlei Ausschreitungen, keine Prügeleien, wir haben nicht mal einen Betrunkenen gesehen!

Der Pool war soweit sauber. Das heißt, der größere Teil des Pools war nicht beheizt und somit ungenutzt (im Februar!!!). Im vorderen Teil, wo auch die Animation stattfindet und die Musik spielt, also vor der Bar, war ein für die vielen Gäste ein relativ kleiner beheizter Teil, dem man
selbstverständlich ansah, dass er stärker genutzt wurde als der Rest. Aber er war nicht schmutzig, schon gar nicht eklig. Nur war das Wasser vielleicht etwas trüber.

Zum Hotel gehören 2 Hauptrestaurants, die durch das Foyer zu erreichen sind und nebeneinander liegen. Das Essen in beiden ist gleich. Morgens waren wir in dem größeren von beiden, weil die großen Glasscheiben die Sonne herein ließen. Abends hat uns das gedämpfte Licht in dem kleineren Restaurant besser gefallen.

Was das Essen betraf: Wir haben immer was gefunden, das uns schmeckte. Morgens gab es verschiedene Brotsorten und sowas wie wir von zuhause als Brötchen kennen, Butter, Marmelade (vielleicht sollte man sich ein glas Nutella mitnehmen), Cornflakes etc., eine Sorte Wurst (oder etwas
ähnliches), Käse, Würstchen, gekochte Eier, Croissants, überbackenen Toast usw. Immer auch Gemüse dazu. Ein Mann war allein dafür zuständig, Eier bzw. Omelettes für jeden Gast einzeln und frisch zu braten. Manchmal stand da eine kleine Schlange, aber er hatte auch 4 Kochplatten zur Verfügung. Außerdem gab es immer Obstsalat (das waren bei uns entweder Bananen oder Honigmelonen) und dazu so etwas wie Joghurt, was aber total lecker zusammen schmeckte. Also
ausreichend, vielleicht keine 4 Sterne, aber trotzdem gut. Kaffee gibt es als Instantpulver (aber trinkbar!!!), ansonsten verschiedene Teesorten und Fruchtsäfte sowie frische Milch.

Mittags waren wir selten essen und haben uns zumeist an die sehr leckeren Suppen gehalten. Es gibt aber viele verschiedene Gerichte.

Abends auch wieder verschiedene Gemüsesorten, Fleisch (natürlich kein Schwein, dafür viel Geflügel), Fisch, Kartoffeln, Kartoffelbrei... frisch zubereitet wurden Nudeln mit verschiedenen Soßen und immer mal nette Leckereien (wie zerdrücktes Brot mit Milch, Kokos, Nüssen und viel Sahne überbacken) und auch immer eine andere Suppe. Dazu gab es eine Menge Salate, meist Gemüse, oft noch mit Ei oder Wurst etc., aber wirklich lecker.
Frisch wurden mittags und abends Gemüse von einem eigens dafür abgestellten Mann geschnitten (wir haben im Hotel keine einzige arbeitende ägyptische Frau gesehen), und zwar zeigt man auf das jeweilige Gemüse, was man haben möchte, und schnippschnipp liegt es auf dem Teller. Dazu gibt es wieder viele verschiedene Dressings. Zum Nachtisch eine große Palette an Süßspeisen wie Kuchen (so richtig fett mit Buttercreme!!!) und mit Honig beträufeltem und Pistazien bestreuten Gebäck. Ist durchaus probierenswert.

Am Strand befindet sich noch die Strandbar, wo wir einmal ganz vorzügliches Gyros bekamen, außerdem gibt es Pommes und Sandwichs usw. - das Übliche halt. Und wieder einen Mann, der mit behandschuhten Fingern flink und lächelnd Gemüse schneidet.

Die Nachbarhotels Aladin und Jasmin können mitbenutzt werden, aber soweit wir mitbekommen haben, ist das Essen überall gleich. Mittags haben wir manchmal an der Strandbar vom Aladin die Salatbar genutzt, die umfangreicher war. Getränke gibt´s überall kostenlos, aber bei uns wurde bereits 17 Uhr geschlossen. Vielleicht ist das im Sommer anders.

Wir haben niemanden mit Magenkrämpfen erlebt, keiner hat sich übergeben, es gab keine Gerüchte über Derartiges (sowas spricht sich doch schnell rum!), Theresa hatte mal leichten Durchfall, aber das lag wohl eher an der Umstellung als an ungenießbaren Speisen. Einfache Medikamente von zuhause
reichten da völlig aus, und am nächsten Tag war alles vorbei.

Bar: Hier gibt es Softgetränke, Rum, Whisky, Wodka, Gin, Rot-, Rosé- und Weißwein und Bier. Außerdem noch Kaffee vom Automaten und Cappuccino und Kakao. Reicht eigentlich auch aus, und mehr wurde vom Veranstalter auch nicht versprochen.

Es stimmt auch, dass abends die Insektenbekämpfung beginnt und man lieber das Weite suchen sollte. Es hat uns aber weder beeinträchtigt noch belästigt. Am ersten Abend waren wir im Aladin (die haben ein paar Tiere, wie z. B. Affen) spazieren, als ein höllischer Lärm anfing und Rauchwolken in den Himmel stiegen. Als wir näher kamen, nahmen wir einen eher künstlich hergestellten Geruch wahr; trotzdem möchte ich nicht wissen, was da drin ist. Das muss aber in allen Hotels so sein. Fazit: Wir haben nicht ein einziges Insekt gesehen. Wie hätte es auch überleben können? Die ganze Tortur dauert 10 Minuten, dann ist es wieder still. Auch der Geruch verfliegt schnell. Zu unserer Zeit waren
natürlich um 19 Uhr alle beim Essen und nicht mehr draußen, weil es bereits um 16 Uhr kühl wurde, als die Sonne verschwand. Ich weiß nicht, ob den Nörglern die Kakerlaken lieber gewesen wären?! Aber solche Typen mag ich sowieso: Möglichst preiswert viele Sterne abgreifen und dann nach
Herzenslust beschweren...

Das Hauptgebäude vom Ali Baba war richtig schön. Es ist riesig! Drin befinden sich die Rezeption mit ihren verschiedenen Abteilungen (pro 10 Gäste gab es sowieso einen Mann an Personal...), ein riesiger Aufenthaltsraum mit einer Bühne und Bar, die Sitzgelegenheiten sind in 2 Höhen angelegt: ebenerdig mit Rattangarnituren und "tiefergelegt" mit Couches und Sesseln und Teppichboden, wo man trotz Musik oder Programm noch in Ruhe und fast ungestört Karten spielen oder lesen konnte. Von da aus geht es/gibt es:

- in einen Flur, in dem die ganzen Veranstalter ihre Ausflugsziele ausgehängt haben + Toiletten + Billard- und Internetraum (6 oder 7 Computer)

- die Treppe hoch zum Miniclub, Chefetage, Tischtennis, Aufenthaltsraum (für Begrüßungstrunk und Minidisco)

- die Bar und verschiedene Anbieter (nicht im All Inclusive enthalten) von Obst und Eis (pro kugel 5 Pfund)

- zu den beiden Restaurants und ein á la carte-Restaurant (mit Vorbestellung), in dem wir nicht waren

- zur Shoppingmeile mit Andenkenläden, Büchern, Zeitschriften etc. gut sortiert, die Auswahl an Postkarten war eher mager, und die Nivea Feuchtigkeitscreme war teuer, aber sonst alles preiswert.

- zu einer Art Galerie, wo auch die Reiseleiter sitzen, falls Fragen aufkommen

Auf der Bühne haben allabendlich ab etwa 20.30 Uhr eine Frau und ein Mann eher recht als schlecht gesungen, und es fand dort (nicht in der Disco, in der wir nicht waren) danach immer ein mehr oder weniger langweiliges Programm statt (Mr. Ali Baba usw.).

Vor dem Eingangsbereich stand an der Tür immer Wachpersonal, und es gab so ein Teil wie am Flughafen, was ständig piepst, wenn man durchläuft. Aber auch am Eingang zum Gelände saß nochmal bewaffnetes Wachpersonal. Vor dem Hotel (von der Straße aus) ist nämlich noch die Minigolfanlage (eher schon etwas abgenutzt) und Tennisplätze. Equipment bitte VORHER gegen Kaution an der kleinen weißen Bude rechts neben dem Pool (von der Treppe aus), wo es
auch die Badehandtücher gibt, holen.

Verlässt man das Haupthaus Richtung Strand, gibt es rechts ein Health-Center mit Hallenbad, Whirlpool, Sauna, Massage und Friseur sowie gut ausgestattetem Fitnessstudio. Bei ITS ist die Benutzung bis auf Massage und Friseur inclusive, ansonsten fallen Kosten pro Tag und Person in Höhe von 30 Pfund an. Achtung bei einem Friseur: Der wird bei Frauen aufdringlich und versucht, diese, während sie hilflos eine sehr angenehme Gesichtsmassage genießt, zu küssen, und lässt auch nicht davon ab, wenn man ihn zurückweist (so ein lockiger). Aber der hat unserer Tochter ganz hübsche Strähnen geflochten, und das ging auch wahnsinnig schnell! Vorher handeln, sonst wird man gnadenlos besch...

Links neben dem Haupthaus ist ein kleines Zelt, wo man für 10 Pfund Wasserpfeife rauchen kann. Achtung: Keine Getränke mitnehmen; die müssen dort, trotz AI und vorheriger Selbstabholung, joch einmal bezahlt werden!!! Warum auch immer!

Noch ein paar Worte zu den Badehandtüchern: Es gibt bei Ankunft pro Person eine "Handtuchmarke", die jedoch nur fürs Ali Baba gilt, auch wenn man die Handtücher in den anderen beiden Schwesterhotels zurückgeben kann (weil identisch). Dann erhält man aber deren Marken, die man im Ali Baba nicht gegen Handtücher eintauschen kann.

Liegen und Auflagen fanden wir immer, und wer sich über "belegte" bzw. reservierte Liegen aufregt, deren Besitzer dann doch nicht kommen, ist selber schuld, wenn er die Handtücher nicht einfach zur Seite legt und den Platz für sich beansprucht. Aber in diesem Urlaub mussten wir nicht auf solche Sachen zurückgreifen.

Strand: Eher nicht so zum Baden geeignet, da sich direkt vor dem Hotelstrand Steinplatten mit Ablagerungen befinden, die allgemein unsauber wirken. Es gibt Liegen mit Windschutz, aber der Weg ins Wasser führt über glitschige Steine (Schlamm???). Aber schon nach wenigen Metern, am Strand vom Jasmin, wo aus Palmenwedeln kleine Hütten gebaut wurden gegen den Wind, kann man herrlich ins klare Wasser laufen. Und der Weg ist wirklich nicht weit. Die 3 Hotelanlagen sind zwar groß, aber
lang (von der Straße bis zum Meer), dafür allerdings nicht sehr breit.

Am Strand sind uns viele Centers aufgefallen: Surfcenter, Tauchcenter... wir haben den Überblick verloren, wer zu wem gehört, aber so ein kostenloser Schnuppertauchkurs im Pool ist doch interessant (haben wir im Ali Baba gemacht, im beheizten Pool). Zum Jasmin gehört das bekannte Diving Center, das auch einen guten Ruf hat. Auch hier: Das machen wir später mal, wenn Theresa
größer ist.

Animation gibt es jeden Tag am Pool, so kleine Poolspielchen mit einem Cocktail als Gewinn. Wer´s mag! (das krächzende "Cocktail-Game" aus dem Lautsprecher wird noch lange in Erinnerung bleiben. Es war aber nicht aufdringlich. Es wurden auch immer Volleyballmannschaften zusammengesucht.
Manchmal war die Musik am Pool vorn schon etwas ätzend, aber nie wirklich störend laut.

Apropos laut: Zwar gibt es im Hotel keinen Hahn, aber pünktlich bei Sonnenaufgang ruft der DJ (so haben wir ihn genannt) unüberhörbar gleich von nebenan zum Gebet. Später hört man ihn nicht mehr. Aber wir waren immer gegen 5 Uhr morgens hellwach und freuten uns, uns noch einmal umdrehen zu können.

Durch die unmittelbare Nähe des Flughafens und der Lage des Hotels in der Einflugschneise ist manchmal mit leichtem Fluglärm zu rechnen, der jedoch nicht stört. Flugzeuge überfliegen das Hotel besonders an Anreisetagen wie Sonntag und Mittwoch jedoch im 10-Minuten-Takt.


Die Zimmer
***************

Es gab zumeist 3 Etagen, Treppen und Gänge befinden sich außen. Pro Etage und Flur (von einer Ecke bis zur nächsten = 10 Zimmer) gibt es EINEN Hotelboy, der den ganzen Tag mit Putzen beschäftigt ist und ständig den einzigen deutschen Satz wiederholt: "Hallo, wie geht´s?". Nicht wundern: Zwischendurch schaltet er auch mal gern den Fernseher ein... aber je nach Trinkgeldhöhe
liegen wirklich frische Blütenblätter auf dem Bett, stehen frische Blumen in der Vase oder sind die Handtücher wie Schwäne geformt. Wir haben jeden zweiten oder dritten Tag 2 - 3 USD gegeben, und er war offenbar zufrieden damit. Unsrer fragte immer, wann er putzen soll, aber er hat die Antwort nicht verstanden.

Er macht dann auch - in aller Ruhe - die großen Scheiben zum Balkon sauber und tauscht die Wasserflaschen im Kühlschrank aus. Ich weiß nicht, was der die ganze zeit gemacht hat; wirtschaftlich effektiv war es auf jeden Fall nicht. Aber sauber. Wenn man nicht genau unter die Schränke gesehen hat…

Schränke: Entgegen unseren Erfahrungen in anderen Hotels in anderen Ländern gibt es hier einen
großen Schrank mit vielen Kleiderbügeln und gaaaaanz viele tiefe oder weniger tiefe Schubfächer, also genügend Platz.

Bad: Badewanne mit Vorhang, Waschbecken mit Ablagen, Toilette - sauber und ausreichend!

Wenn der Hotelboy kein Trinkgeld bekommen hatte, klopfte er nochmal, um das Toilettenpapier nachzureichen... es ist aber immer der gleiche.


Informatives
****************

Wir sind mal abends mit dem Sammeltaxi (sobald man einen Fuß auf den Weg vorm Hotel setzt, hält eins an oder fährt zumindest langsamer und hupt LAUT) nach Hurghada Downtown gefahren (ca. 15 min.). Hier wird man nicht angebettelt, dafür sieht man mal, wo die Menschen wirklich einkaufen und WAS. Man kann auch in die City fahren und dort ordentlich shoppen gehen. Gold und ähnliches ist wirklich preiswert. Pro Strecke bis Downtown haben wir 30 Pfund bezahlt, hätte man sicher auch preiswerter haben können. Man beleidigt die Ägypter, wenn man nicht handelt! Sie verlieren dann ihr
Gesicht.


Ägypten ist voller Geheimnisse, die entdeckt werden wollen, und voller wirklich liebenswerter und herzlicher, aber armer Menschen. Wer mal einen Blick nach links und rechts wagt und nicht nur Sonne und Meer sehen will, erfährt viel Interessantes über das Leben der einfachen und trotzdem glücklichen Menschen. Und nicht nur die jahrtausendalte Geschichte: auch das wunderbare Meer, die tollen
Sandstrände, die Wüste (die einer Mondlandschaft ähnelt), der Nil - das alles ist wirklich einen Besuch wert!!!

Was uns störte: die tausend Kontrollen am Flughafen hin und zurück. Wir mussten 4 Stunden vor Abflug dort sein und langweilten uns, bis wir das Shoppingcenter fanden, um unsere restlichen Dollar auszugeben.

Fast alle Preise werden ohne Umschweife in Euro oder Dollar genannt, auch Welchselgeld in Euro und Dollar ist kein Problem. Im Aladin ist ein Geldautomat, aber im Hotel ist auch eine Wechselstube. Wir haben nichts davon gebraucht.


Ausflüge
***********

Da wir keine Kreuzfahrt gebucht hatten, haben wir in den 10 Tagen 3 sehr empfehlenswerte Ausflüge unternommen:

1. mit dem Bus (im Konvoi mit ca. 40 anderen Bussen) nach Luxor. Die etwa 4-stündige Fahrt beginnt morgens kurz nach 4 in Richtung Sammelpunkt für die Busse, und von da gehts auch ziemlich zügig weiter. In Luxor stehen - je nach Reiseveranstalter - verschiedene Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, incl. Mittagessen. Man ist nicht an einen Veranstalter gebunden, auch wenn die meisten beim "Begrüßungsdrink" ihre Ausflüge an den Mann bringen wollen (bei ITS war es nicht so), und man kann in Ruhe in dem kleinen Gang hinter dem Saferaum die Preise und Leistungen miteinander vergleichen. Wir haben zum Beispiel die Memnonskolosse besichtigt, den Luxor-Tempel, den Tempel der Hatschepsut und das Tal der Toten incl. 3 Grabkammern, weiterhin sind wir mit einem kleinen Boot über den Nil gefahren und in Luxor ein kleines Stück mit der Pferdekutsche. Wir haben auch an einer Alabaster-Fabrik gehalten, aber dort wurden wir von den Männern, die uns erst Steine schenkten und dann meinten, ein Dollar wäre nicht genug und 2 auch nicht und 3... belagert. Wir fanden, der Ausflug selbst war keine Abzocke. Aber dann kam´s: Wir mussten den Luxor-Tempel schnell verlassen und sollten/konnten dann noch eine Papyrusfabrik besichtigen. Vor dem Bus warteten 10 kleine bettelnde Kinder. Wir sind gar nicht ausgestiegen. Tipp: Süßigkeiten oder bunte Stifte (mit Werbung etc.) mitnehmen! Und kleine Scheine (da eignen sich evtl. 1-Dollar-Noten, weil auch günstiger als Euro). Aber bitte keine Steine annehmen, überhaupt nicht zugreifen, wenn man etwas in die Hand gedrückt bekommt als "Geschenk"! Reiseleiter haben immer empfohlen, auch ohne zu
schauen vorbei zu laufen. Die Männer warten neben dem Bus und wollen immer noch einen schein haben und noch einen. Das war hart, zumal das sicher nicht die Ärmsten der Armen waren!

Für die Busfahrt gibt es Verpflegungspakete (einen Tag vorher Bescheid geben; dann darf man auch früh ins Restaurant!). Wir haben an die Kinder unsere Brötchen verteilt und die enttäuschten Gesichter gesehen. Hunger hatten die nicht! Zurück kamen wir gegen 22 Uhr. Gerne schaue ich nach, was wir bezahlt haben. Ich denke, die Veranstalter nehmen sich untereinander nicht viel im Preis.

2. Mit dem (geschlossenen) Jeep in die Wüste zu den Beduinen. Auch dieser Ausflug, der mittags begann und nachts endete, wurde über ITS gebucht. Die ca. 2-stündige Fahrt über Gestein durch die roten Berge war interessant; wer ganz hinten saß, sah das evtl. anders. Ein Kameramann begleitet die Tour, die Filme sind für 10 Euro zu haben (ohne Ton, mit Musik).
1. Stopp nach einer Stunde an einem Baum (Schatten!!!), 2. Stopp am Wasserloch, 3. Stopp in einem Beduinen"Dorf". Dort konnte man auf Kamelen reiten, den Frauen beim Fladenbrot-Backen zusehen, die "Haustiere" besichtigen und schließlich im Zelt ein leckeres Essen mit Grillfleisch und Gemüse zu sich nehmen. Wir fanden diese Tour ganz lustig und interessant, weil der "Reiseleiter" echt super war. Von dem krieg ich auch noch die Nummer raus, falls jemand möchte. Falls Interesse besteht, such ich
auch den Preis dafür raus.

3. Haben wir am Strand bei einem örtlichen Anbieter (die muss man nicht suchen, sondern die kommen von allein auf alle noch hellhäutigen Ankömmlinge zu, auch im Hotel) eine Schnorchelfahrt zu den vorgelagerten Inseln gebucht. Wir hatten keine Lust zum Verhandeln und haben 75 USD für 2 Erwachsene und 1 Kind bezahlt (manchmal rechnen die 1:1 von Euro in Dollar um). Auch diese Fahrt begann an einem windigen und kühlen Vormittag, aber nach bereits einer Stunde hielten wir vor einer herrlichen Insel (Südseeflair) mit weißem Sandstrand und türkisblauem Meer. Insgesamt sind 3 Stopps á 1 Stunde vorgesehen, zuletzt ein Halt auf der Insel Mahmya. Wir haben viele bunte Fische und Korallen gesehen. Auf dem Boot gab es auch ein nettes Essen. Schnorchelausrüstung ist im Preis enthalten (Brille, Schnorchel und Flossen).

Bei ITS ist im Reisepreis noch eine Ton- und Lichtshow dabei im nahe liegenden Hotel "Alf leila wa leila". Es handelt sich hier um eine ca. einstündige Veranstaltung im Freien, wo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kurzform vorgestellt werden, mit Musik und Lichteffekten untermauert und
einer Pferdedarstellung sowie einer anschließenden Show mit Musik und Bauchtanz bis spät in die Nacht. Es war ganz interessant, man hätte aber auch verzichten können. Bei uns war es außerdem ziemlich kalt in der Nacht. Bei anderen Veranstaltern kann man diese Show für 19 bzw. 16 Euro (oder
ähnlich) buchen; das muss aber wirklich nicht sein.

Die Fahrt nach Kairo hätte jeweils 6 Stunden gedauert - auch für 2 Tage oder mit Flug buchbar (Kostenpunkt ca. 200 Euro). Das wollten wir uns nicht antun. Da fahren wir lieber noch einmal in ein paar Jahren hin.


Tipps
*******

Im Flieger auf Platz E sitzen und beim Einflug und guter Sicht die Pyramiden sehen (direkt wo die Wüste anfängt), dann geht es immer den Nil entlang.

Und Süßes für die Kinder nicht vergessen. Es werden auch von Kellnern, Busfahrern, Wachpersonal, Einlassern etc. gern bunte Kulis und Feuerzeuge mit Werbung genommen. Dollar sind nicht nötig, aber wegen der Scheinform irgendwie handlicher und preiswerter. Wer Kreditkarten hat, braucht keine Reiseschecks. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, auch ec (Maestro). Nichts annehmen, vorbeilaufen.

Ich denke, man gibt Trinkgeld, NACHDEM man mit einer Leistung zufrieden war. Aber dort ist es - und nicht nur wegen der Touristen - anders üblich und bekannt. Die Kellner waren immer freundlich, auch wenn wir erst am letzten Tag etwas in die Box an der Eingangstür des Restaurants geworfen haben.


Fazit
********

Wir hatten einen wunderschönen Urlaub, und es stimmte alles, was uns seitens des Veranstalters ITS
versprochen wurde. Ich für mich kann das Ali Baba für netten, entspannenden und auch aktionsreichen Urlaub in Familie sehr empfehlen, kann aber auch keine Aussage dazu treffen, wie es im Sommer dort ist. Im Februar war das Hotel auch nicht voll ausgebucht.

Die Sauberkeit war nicht mustergültig, dennoch konnte man die Bemühungen sehen und überall spüren. Aber so Kleinigkeiten stören mich im Urlaub weniger.

Das Essen war angenehmer als gedacht und erwartet; es wurde mit viel Liebe zubereitet und schmeckte vorzüglich.

Der Service ließ keine Wünsche offen; das Personal bemüht sich überall und sofort um Hilfe. Z. B. zum Geburtstag meines Mannes wurde eine riesige Torte von den Küchenangestellten singend und tanzend an den Tisch und drumherum getragen und ihm dann überreicht.

Ich vergebe 4 Sterne mit Tendenz zu 5. Bei Fragen könnt ihr mich gern kontaktieren!

Bilder

für Club Ali Baba, Hurghada
Blick zur Poolbar
von kneuber

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Kommentare

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  • Velu1961 17.11.2005 20:45
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Toller Bericht. Kann sein, dass wir nächstes Jahr auch dort hinfahren. LG Velu1961

  • BBernie 01.11.2005 13:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Klingt zwar sehr verlockend, aber ich glaube nicht, daß ich nochmal in ein Land unterhalb des Mittelmeeres in Urlaub fahren werde, einfach wegen der dortigen Mentalität. LG BBernie

  • AnnaHaeberle 24.05.2005 11:10
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ägypten Urlaub ist ja irre. Doch leider habe ich auch hier kein BH mehr frei, erinnere mich bitte. LG Sabine

  • Women_of_the_Tigers 10.05.2005 19:37
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    ein super Bericht zu einem Super Hotel:-), wir haben dort auch Urlaub gemacht und waren total zufrieden. VLG Tanja

  • Henrik81 10.05.2005 16:47
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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