Hallo Leute,
wer kennt es nicht, man kommt in eine Stadt und eigentlich hat man viel zu wenig Zeit. Man hat ein Megaprogramm im Gepäck und spätestens, wenn man erkennt, wie riesig die Stadt ist, fragt man sich, wo denn der Privatchauffeur bleibt, der einem - natürlich ganz ohne Stau - von einer Sehenswürdigkeit zur anderen bringt. Noch besser wäre aber natürlich ein Hubschrauber, denn dann könnte man sich sogar die roten Ampeln schenken. Wie die meisten hatten wir aber auch nur das „Fußtaxi“ mit nach Washington D.C. gebracht und die Ernüchterung folgte „auf dem Fuß“, als wir in der Mitte der sogenannten Mall standen und uns klar wurde, dass wir das nie und nimmer in nur einem Tag alles abklappern können, ohne am Abend mit zahlreichen Blasen ins Hotel zurückzuhatschen.
Etwas ratlos schlenderten wir in Richtung Capitol, als plötzlich die Lösung all unserer Probleme um die Ecke bog und zwar in Form eines roten Doppeldeckerbusses. Eh klar,
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****CITY SIGHTSEEING WASHINGTON D.C.****
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dass wir daran nicht gleich gedacht haben. Gleich haben unsere Füße Flügel bekommen und wir sind zur Haltestelle des Sightseeingbusses gehirscht, um gleich mit der Tour beginnen zu können.
Die Tour wird von Star Line ausgeführt, insgesamt gibt es weltweit über 70 Städte, die über eine City Sightseeing Tour verfügen, dazu zählen z.B. London (eh klar von da kommen ja die roten Doppeldeckerbusse, oder?), Paris, Sydney, San Diego, San Francisco, München, Belfast, Brüssel, Kapstadt, Kopenhaben, Dublin, Florenz und viele mehr. Wir haben uns diese Tour bereits in Hollywood und Neapel gegönnt und waren damals schon begeistert.
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****TICKETS****
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Gut, der Preis ist jetzt nicht die helle Freude, aber auch nicht wirklich schlimm. Vor allem war es für uns positiv, weil wir ein Familienticket um $ 75,-- bekommen haben.
Generell kostet das 24 Stunden Ticket für
Erwachsene $ 30,--
Kinder: $ 15,--
Das 48 Stunden Ticket bekommen
Erwachsene um $ 35,--
Kinder um $ 17,50
und Familien um $ 87,50
Die Tickes kann man direkt vor dem Bus kaufen - auch mit den Kreditkarten Discover, Mastercard, Visa, JCB und American Express - und man braucht nichts im Voraus buchen oder reservieren und bezahlen. Einfach zum Bus hingehen, Karten verlangen, Platz suchen und die Fahrt genießen, die euch zu den nachstehenden Sehenswürdigkeiten bringt.
Übrigens: Wenn ihr das Ticket behaltet und vielleicht noch in einer anderen angebotenen Stadt eine Stadtrundfahrt machen wollt, dann gibt es mit dem Ticket einen Nachlass von 10 %.
Dieses Ticket ist deshalb so beliebt, weil es im Grunde vier Touren beinhaltet, nämlich „Red Route“, „Uptown Route“, „Blue Route - Arlington Tour“ und die „Night Tour“. Tja und diese Routen und die angefahrenen Sehenswürdigkeiten möchte ich euch nun gerne vorstellen.
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****RED ROUTE****
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Die Red Route ist die beliebteste Route, denn sie führt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Diese Route wird dann auch bei Nacht gefahren. Aber jetzt geht’s los mit den Sehenswürdigkeiten:
**UNION STATION**
Mit 29 Mill. Menschen ist die Union Station eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Washington. Klar, die Leute kommen auch hier vorbei um in die Stadt oder aus der Stadt zu fahren, aber viele zieht es aus einem ganz anderen Grund hierher. Sie besuchen vor allem den großen Shopping-, Flanier- und Gourmettempel mit 130 Geschäfte, einem Kino und sieben Restaurants. Vor allem die neoklassizistische Architektur, die hier auf römische Bögen, Marmor und Statuen trifft, ist beeindruckend. 1907 als Tor zur Hauptstadt gebaut, wurde es 1988 aufwendig restauriert und bietet werktags sogar geführte Touren an. Wir hatten zwar keine Tour gebucht, sind aber auf eigene Faust herumgeschlendert und waren einfach nur beeindruckt. Wirklich schade, dass wir kurz davor zu Mittag gegessen hatten.
Im Außenbereich der Union Station befindet sich auch eine Kopie der „Liberty Bell“. Das Original hierzu befindet sich in Philadelphia, Pennsylvania.
**U.S. CAPITOL**
Das Kapitol, das bestimmt zu den beeindruckendsten Gebäuden in Washington D.C. zählt, ist der Sitz des Kongresses. Hier finden die Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses statt. Das 229 Meter lange Gebäude, das von 1793 bis 1823 erbaut und knappe 20 später auch noch großzügig erweitert wurde, besteht aus einer Rotunde und zwei Parlamentsflügeln. Das Kapitol war zu seiner Zeit das größte Bauwerk in Washington D.C. und so beschloss man, die Stadt um das Kapitol herum anzulegen. Das Gebäude befindet sich auf einem kleinen Plateau, daher wird dieser Bereich auch „Capitol Hill“ genannt. Es liegt am östlichen Ende der Mall und da von dieser Seite her die meisten Touristen kommen, ist es natürlich auch die bekannteste Ansicht.
Wir waren vom Gebäude begeistert und hier muss man sich auch keine Gedanken um die Sicherheit machen, denn Polizei sucht man hier nicht vergebens. Das Kapitol ist gut ge- und beschützt und hast du dort nichts zu suchen, darfst
du dort auch nicht hinein. Seit 2008 gibt es auch ein Besucherzentrum, das „United States Capitol Visitor Center“ und hier gehen täglich an die 4.000 Touristen aus und ein. Wir waren leider nicht darunter, weil das zu viel Zeit beansprucht hätte, aber bei unserem nächsten Washington D.C. Besuch ist das bestimmt ein Fixpunkt.
**BOTANICAL GARDENS**
Direkt neben dem U.S. Capitol befindet sich der Botanische Garten. Er wurde 1850 eröffnet und beherbergt an die 26.000 Pflanzen. Von außen her ist nicht sehr viel zu sehen, aber ein großes Gewächshaus lässt sich erahnen. Erwähnenswert ist, dass der Eintritt in den botanischen Garten frei ist, aber auch hier sollte man einiges an Zeit mitbringen, die wir definitiv nicht hatten.
**AMERICAN INDIAN MUSEUM**
Natürlich gibt es in Washington D.C. eine große Anzahl an Museen. Stopp Nummer 4 gehört dem American Indian Museum. Das Gebäude ist sehr schön, wenn auch etwas eigenwillig. Hier gibt es Exponate zu Leben, Geschichte, Kunst und Literatur der Ureinwohner Amerikas zu bestaunen. Das Museum feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen und wird unter der Federführung des Smithsonian Institutes betrieben. Eigentlich ist das Museum dreiteilig. Die beiden anderen Komplexe befinden sich in New York City und in Suitland-Silver Hill.
Aus zeittechnischen Gründen konnten wir auch dieses Museum nicht besichtigen, aber noch mehr leid hat es uns getan, dass wir auch of das folgende verzichten mussten, nämlich dem
**AIR & SPACE MUSEUM**
Das National Air and Space Museum gehört wie das American Indian Museum zum Smithsonian Institut und besitzt die weltgrößte Sammlung historischer Luft- und Raumfahrzeuge. Außerdem ist es noch ein wichtiges Forschungszentrum. Das 1976 eröffnete Museum ist das meist besuchte Museum der Welt und es blutet mir jetzt noch das Herz, das wir darauf verzichten mussten. Es ist aber für den nächsten Besuch fix eingeplant. Das Museum erzählt die Geschichte der Luftfahrt von den ersten Heißluftballons über die Brüder Wright bis zur heutigen Erforschung des Weltraums. Ausstellungsgalerien zeigen die Geschichte der Luftfahrt, das Sonnensystem, Satelliten- und Luftbilder sowie die Erforschung des Universums. Ich hätte so gerne die Apollo 11 Kommandokapsel „Columbia“ gesehen, aber auch das Imax Kino und das Planetarium hätten mich brennend interessiert. Naja, man muss sich ja einen Grund aufheben, um unbedingt wiederkommen zu müssen.
**HIRSHHORE MUSEUM**
Das Hirshhore Museum and Sculpture Garden liegt an der Mall und ist vor allem ein Kunstmuseum, welches sich auf Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg konzentriert. Wie auch die beiden oben erwähnten Museen gehört es zur Smithsonion Gruppe.
Interessant ist das Gebäude alleine schon von außen, es sieht nämlich aus wie ein großes UFO, noch beeindruckender ist allerdings der wunderschön angelegte Skulpturengarten. Derzeit gibt es die Sonderausstellung „Strange Bodies“ und zwar noch bis November 2009. Der Eintritt ist frei.
**HOLOCAUST MUSEUM**
Das nächste Museum, das keinen Eintritt verlangt ist dieses hier - das Holocaust Museum. Es wurde 1979 von Jimmy Carter ins Leben gerufen und soll als nationale Gedenkstätte sowie zur Dokumentation der Ereignisse rund um den Holocaust dienen. Es liegt zwischen dem Washington Monument und dem Jefferson Memorial.
Nachdem die Stopps bis hierher nahe beieinander gelegen sind, geht es jetzt doch ein Weilchen den Ohio Drive entlang, bevor wir zur nächsten - schon von weitem sichtbaren - Attraktion kommen, dem
**THOMAS JEFFERSON MEMERIAL**
das, wie der Name schon sagt, zu Ehren des dritten Präsidenten der USA, Thomas Jefferson, erbaut wurde. Würde man bei uns in Österreich eine Statue vermuten, die auf einen ehemaligen, wichtigen Machthaber hinweist, so wird Jefferson hier mit einem großartigen Komplex geehrt. Nachdem zu der damaligen Zeit bereits für Lincoln und Washington Monumente gebaut waren, wollte Präsident Roosevelt auch Jefferson ein Denkmal setzen. Nach 4-jähriger Bauzeit wurde das Bauwerk 1943 offiziell eröffnet. Es war allerdings jenes, das auch sehr viel Kritik einstecken musste, denn in Washington wollte niemand mehr seine Denkmäler mit griechischen Säulen versehen wissen.
Die 6.5 Meter hohe und über 4 Tonnen schwere Bronzestatue von Thomas Jefferson wurde erst 4 Jahre nach der Eröffnung hinzugefügt. Interessant fand ich persönlich allerdings die Wände. Hier sind Teile von Reden Jeffersons eingraviert.
Unterhalb des Memorials befindet sich auch ein Souvenirshop und vor allem gibt es hier auch sehr saubere Toiletten.
Auch die Umgebung ist wunderschön. Das Memorial liegt am Ufer des Potomac und hier besteht auch die Möglichkeit Tretboot zu fahren und so auch auf diese Weise nah an die Gedenkstätte heran zu kommen. Von hier aus könnte man auch entlang des Ufers zum
**FRANKLIN DELANO ROOSEVELT MEMORIAL**
schlendern, doch wir sind lieber zurück zur Haltestelle gegangen und haben uns bequem hierhin bringen lassen.
Franklin Delano Roosevelt ist für mich interessant, weil er der einzige Präsident der USA war, der länger als zwei Amtszeiten an der Macht blieb. Damals war das Amt des Präsidenten nur auf freiwillige acht Jahre begrenzt, die offizielle Begrenzung gibt es erst seit 1951. Roosevelt war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten.
Das Denkmal wurde erst 1997 eingeweiht und besteht aus vier verschiedenen Bereiche, die durch die Amtszeit von Roosevelt führen. Mittels Skulpturen wird der Präsident und die dazugehörige Zeit in verschiedenen Darstellungen gezeigt: Roosevelt mit seinem Hund im Rollstuhl, eine Schlange von Männern, die vor der Suppenküche warten oder Menschen, die gespannt Roosevelts Ansprachen im Radio verfolgen.
Hier war es auch wichtig, ein Mahnmal zu erbauen, das für Menschen mit Körperbehinderungen leicht zugänglich ist. Es gibt keine Treppen und die Beschriftungen wurden auch in die Brailleschrift übertragen. Zu Lebzeiten allerdings wurde niemals öffentlich, dass Roosevelt an den Rollstuhl gebunden war.
Neben den Statuen gibt es auch fünf Hauptwasserbereiche. Die werden erst sichtbar, wenn man hinter eine jeweilige Mauer schaut und natürlich hat jeder Bereich seine eigene Symbolik, z.B. für die Weltwirtschaftskrise, einen Dammbau, den 2. Weltkrieg, den Tod des Präsidenten und ein Rückblick auf dessen Präsidentschaft.
Wenn man sich wirklich mit der Geschichte auseinandersetzen will, dann braucht man hier schon einige Zeit. Ein berühmtes Zitat von Roosevelt möchte ich hier anführen, weil ich es für sehr sinnvoll halte: „The only thing we have to fear is the fear itself.“
Möglicherweise ist das Denkmal nicht so beeindruckend wie einige andere, aber es ist wohl durchdacht, sehr gut angelegt und bietet viele Gelegenheiten, einfach einmal die Seele baumeln zu lassen.
Von hier aus geht es dann weiter zum wohl bekanntesten Memorial, dem
**LINCOLN MEMORIAL**
Wer weiß, der wievielte Präsident Abraham Lincoln war? Ich wusste es nicht und dachte, es müsste irgendetwas im einstelligen Bereich sein, aber das war weit gefehlt. Lincoln war bereits der 16. Präsident der USA.
Auch dieses Denkmal ist im griechischen Stil erbaut und wird von 36 Säulen getragen. Diese 36 Säulen symbolisieren die 36 Staaten, die es zur Zeit Lincolns in den USA gab. An den Seiten sind einige Reden von Lincoln zu lesen und im Inneren befindet sich die beeindruckende knapp 6 Meter hohe Statue Lincolns. Unterhalb des Denkmals befindet sich auch ein Museum, das ganz dem Leben des ehemaligen Präsidenten gewidmet ist. Lincoln war einer der bedeutendsten Präsidenten der USA, denn er führte die Nordstaaten durch den Bürgerkrieg und setzte sich für die Sklavenbefreiung ein. 1865 fiel Lincoln einem Attentat zum Opfer, er wurde von einem Sympathisanten der Südstaaten angeschossen und starb am Tag darauf.
Von hier aus hat man einen gigantischen Blick über den Reflecting Pool zum Washington Monument und weiter bis zum Kapitol. Es markiert auch das eine Ende der National Mall. Der Andrang hier ist sehr groß, aber das heißt, es gibt auch genügend Leute, die man bitten kann, mal für ein Familienfoto abzudrücken.
Hier haben wir uns auch wieder einige Zeit aufgehalten, vor allem, weil auch das Korean War Veterans Memorial und das Vietnam Veterans Memorial von hier aus gut zu Fuß zu erreichen sind, aber danach ging es weiter zum
**WORLD WAR II MEMORIAL**
Leider muss man doch einige Meter gehen, weil der Bus an der Ecke 17th Street und Constitution Av. anhält, das Memorial aber genau in der Mitte der 17th Street liegt. Egal, es sah beim Vorbeifahren sehr interessant aus und daher statteten wir der Gedenkstätte hier auch einen Besuch ab.
Hier wird in eindrucksvoller Weise den gefallen US-Soldaten des zweiten Weltkrieges gedacht. Wenn man diesen ganzen Gedenkstätten, die hier in Washington D.C. zu finden sind, einen Besuch abstattet, dann wird klar, welch eine turbulente Zeit die USA hinter sich haben, in welcher schlimmen Zeit sie gerade stecken und wie unsicher die Zukunft erscheint.
Das Denkmal ist eines der jüngsten, denn es wurde erst 2004 eingeweiht. Es liegt direkt an der Mall und besteht aus 56 im Halbkreis angelegten Säulen. Insgesamt 4000 Sterne ehren die gefallenen Soldaten. Wirklich interessant ist allerdings der große Springbrunnen in der Mitte. Für uns war es eine gute Möglichkeit, die Füße ein bisschen abzukühlen. Dagegen hat auch niemand etwas, aber direkt in das Wasser gehen darf man nicht. Das haben meine Mädchen gemacht und sofort wurden sie vom Sicherheitsbeamten verscheucht, was aber auch verständlich ist.
Von hier aus ging es für uns zu Fuß weiter, aber es wäre auch kein Problem, mit dem Bus zu fahren, die nächste Haltestelle bringt uns nämlich zu zwei wichtigen Sehenswürdigkeiten.
**THE WHITE HOUSE**
Mein Gott, wie oft habe ich es schon gesehen. Auf Fotos, im Fernsehen, gezeichnet, gemalt, geknipst, verschwommen und gestochen scharf und auf einmal stand ich direkt davor. Ich stand vor dem wohl bekanntesten Wohnhaus der Welt - dem Weißen Haus. Wir kamen von „The Elipse“, gingen also quasi querfeldein, vorbei an den unzähligen, parkenden und wachenden Polizisten und näherten uns der im Grunde weitaus bekannteren Rückseite des Wohnsitzes des amerikanischen Präsidenten. Neben unzähligen Räumen und Büros befindet sich hier auch das Büro des Vizepräsidenten.
Das Weiße Haus besteht aus einem Haupthaus, das wie eine Villa aussieht und zwei Flügeln. Es besteht aus 132 Räumen und 35 Badezimmern. Neben 8 Treppenhäusern gibt es auch Lifte und zur Fitness stehen ein Swimmingpool, ein
Bilder von City Sightseeing, Washington D.C.
Tennisplatz und eine Bowlingbahn zur Verfügung. Das war Barack Obama wohl noch zu wenig, denn er ließ ein Basketballfeld dazu bauen. Natürlich sieht man das alles nicht vom Südrasen des Weißen Hauses aus. In diesem Haus haben, abgesehen von George Washington, der 1792 den Bau beginnen ließ, alle US Präsidenten gewohnt und es gilt auch als gern gesehene Kulisse für Hochzeiten. Insgesamt 17 Ehen, meistens die von Kindern vom jeweils amtierenden Präsidenten, wurden hier geschlossen.
Ich fand die Ansicht sehr schön (und am nächsten Tag haben wir das Haus auch von der Nordseite aus gesehen und fotografiert) und ein Blick auf das Weiße Haus ist für jeden Washington D.C. Besucher ein absolutes Muss.
Ein weiteres Muss ist der Besuch des
**WASHINGTON MONUMENTS**
Der weiße Marmor Obelisk steht mittig zwischen Kapitol und Lincoln Memorial und wurde zu Ehren des ersten amerikanischen Präsidenten gebaut. Der Grundstein hierfür wurde bereits 1848 gelegt, aber erst 1884 konnte es eingeweiht werden. Die Spiegelung des Monuments im Reflecting Pool ist wirklich wunderschön.
Das Monument ist knappe 170 m hoch und an der dicksten Stelle über 16 m breit. Für kurze Zeit war es sogar das höchste Bauwerk der Welt, bevor es diesen Titel an den Eifelturm in Paris abgeben musste.
Man kann den Obelisken auch betreten, der Eintritt ist gratis, aber es werden nur wenige Tickets vergeben. Wenn ihr also einen herrlichen Blick über Washington haben wollt, dann heißt es hier, rechtzeitig anstellen.
**WEITERE HALTESTELLEN**
Um ehrlich zu sein, waren die weiteren Haltestellen für uns nicht mehr interessant. Außerdem waren wir schon fix und fertig und wollten eigentlich zurück ins Hotel. Dennoch würde der Sightseeing Bus noch an folgenden Punkten halten:
National Museum of American History
National Museum of Natural History
National Portrait Gallery / Chinatown / Spy Museum
Ford’s Theatre
Washington Willard Hotel
White House Visitor Center
National Archives.
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****UPTOWN ROUTE****
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Die Uptown Route wird zu Recht auch “Key Hotels Route” genannt, denn hier warden vor allem die Hotels der Umgebung angefahren. Der Bus hält an vielen Squares und Circles, wie etwa, dem Washington Circle, Dem DuPont Circle, dem Scott Circle oder dem Franklin Square.
Es ist eine gute Möglichkeit, auch eine andere Seite Washingtons kennen zu lernen. Die Tour dauert eine Stunde, wenn man nicht aussteigt, aber wirklich interessant erschien sie mir nicht. Würde sie etwa bis zum National Zoo rauf fahren, wie einige Sightseeingbusse das tun, dann wäre es eine Überlegung wert gewesen, aber so haben wir an dieser Tour nicht teilgenommen.
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****BLUE ROUTE****
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Interessanter als die Uptown Tour ist die Blaue Route, die auch Arlington Tour genannt wird.
Neben den bereits vorgestellten Haltestellen Lincoln Memorial oder White House Visitor Center bringt es Touristen auch zum
**ARLINGTON CEMETERY**
Eigentlich gibt es 139 Nationalfriedhöfe in den USA, aber dieser ist bestimmt einer der bekanntesten. Er liegt etwas südlich von Washington D.C., aber gleich in einem anderen Bundesstaat, nämlich in Virginia. Der 1864 errichtete Friedhof ist ausschließlich Militärangehörigen und deren Familien vorbehalten. Hier wurde auch das wichtigste Staatsbegräbnis, jenes von John F. Kennedy, abgehalten. Hier flackert auch die „Ewige Flamme“, die von Jacqui Kennedy ins Leben gerufen wurde.
Der Arlington Cemetery ist der zweitgrößte Nationalfriedhof, nur in New York gibt es einen größeren, den Calverton Nationalfriedhof.
Charakteristisch hier sind die vielen schneeweißen Grabsteine. Lange Zeit war hier auch das Grab des „Unbekannten Soldaten des Vietnamkrieges“. Präsident Clinton ließ den Leichnam allerdings exhuminieren und nach einem DNA Vergleich war der Soldat nicht mehr unbekannt, seine Überreste wurden der Familie übergeben. Das Grab steht heute leer.
Ein weiterer interessanter Halt ist auch der Nordeingang des Weißen Hauses, doch viel mehr hat die Arlington Tour dann nicht mehr zu bieten.
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****TWILIGHT NIGHT TOUR****
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Diese Tour erfreut sich neben der Hop on Hop off Tour großer Beliebtheit. Der einzige Nachteil ist, dass es nicht mehr möglich ist, ein- oder auszusteigen. Dennoch ist es schön, Washington auch bei Nacht zu sehen, auch wenn man die Route vielleicht am Tag bereits gefahren ist.
Die Tour ist im Ticketpreis inbegriffen und wenn ihr Zeit habt, dann solltet ihr euch hier des nächtens noch einmal den Wind um die Nasen wehen lassen.
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****INTERNET****
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http://www.city-sightseeing.com/
Hier erfährt ihr alles über die Touren in den anderen Städte, ebenso gibt es die Möglichkeit, dem Kinder Club beizutreten oder überhaupt ein „Member“ zu werden.
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****FAZIT****
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Es ist unglaublich, wie viele verschiedene Sightseeingbusse in Washington D.C. unterwegs sind und vor allem, in welcher Frequenz sie fahren. Wir haben auf unseren Bus nie länger als 5 Minuten gewartet - und das war wirklich schon lange. Ich denke, dass dies wirklich eine tolle Möglichkeit ist, die Stadt ein bisschen kennen zu lernen, wenn man, wie wir, nur einen Tag dort ist. Ich gebe euch den Rat, vor allem im Sommer oben zu sitzen, denn die Luft unten ist wirklich sehr stickig und man hat unten bei weitem nicht so einen tollen Ausblick wie oben - aber Achtung, Kappen und Hüte festhalten - wir haben auf diese Art und Weise schon die eine oder andere Kopfbedeckung verloren. Anscheinend haben wir so ein „Nudelsiebhirn“, dass wir uns das von einem aufs andere Mal nicht merken!!!
Ganz klare Empfehlung von meiner Seite, so lässt sich eine Stadt ohne viel Anstrengung erkunden - und das ist ja jetzt wirklich nicht die schlechteste Lösung.
Herzlichen Dank für’s Lesen, Bewerten und Kommentieren, eure
Daniela
30.09.2009 11:59
Hab noch eins. BH!!! LG.
25.09.2009 12:48
Ich war vor 5 Jahren mal da, aber meine Stadt ist es nicht.. georgetown war aber cool! Toller Bericht.
20.09.2009 20:54
verdient! lg Kristina