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Erfahrungsbericht

für China - Wissenswertes
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5 Sterne Urlaub in China? Gerne wieder!!! Bericht mit Bildern
42 von 42 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Das Essen, die freundlichen Menschen, die Preise, das Land, einfach alles

Kontra evtl leichte Verständnisprobleme

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

narcanti Seit 15 Nov 2009

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--------- Wieso China?--------

Die Idee in China Urlaub zu machen war eher spontan und war von meinem Mann und mir eigentlich nie geplant gewesen. Aber es kommt ja immer anders, als man denkt... Mein Vater erzählte uns eines Abends als wir zu Besuch waren, dass er ein Angebot seiner Firma bekommen hat, für 1 Jahr nach China zu gehen und dort die Firma zu leiten. Dieses Angebot wolle er gerne annehmen und werde dann für dieses Zeitraum, bzw noch länger in China leben. Meine Mutter war begeistert, wollte aber in Deutschland bleiben und würde dann halt zwischen Deutschland und China hin und her pendeln. Mein Vater zeigte mir einen kleinen Punkt auf der Landkarte mit dem Namen : Nanjing. Mmh, noch nie gehört.
Da werden wir also mal 14 Tage Urlaub machen, wenn mein Vater dort lebt...

-----Wohin sollte es gehen------

Also einmal etwas historisches zu der Stadt: Nanjing, (übersetz in etwa:Südliche Hauptstadt) ist eine Stadt in der Volksrepublik China. In den Medien wird neben der offiziellen Transkription Nanjing auch noch die ältere Schreibweise Nanking verwendet. Nanjing ist Hauptstadt und Metropole der Provinz Jiangsu und war Hauptstadt der Republik China. Nanjing hat ungefähr 3.100.000 Einwohner in der Innenstadt, knapp 4.000.000 in der Agglomeration , im sogenannten Speckgürtel und 5.900.000 im gesamten Stadtgebiet.
Trotzdem war Nanjing ein winzig kleiner Punkt auf der Landkarte...
Wir waren gespannt.
Mein Vater lebte schon einige Monate in China und hatte eine eigene Wohnung mit Gästezimmer und nun kam die Frage auf, wenn wir denn mal zu Besuch kommen würden.
Mein Mann und ich hatte im April Urlaub und deswegen beschlossen wir im Januar das wir dann im April zu Besuch kommen würden und machten uns an die Planung. Wie Visa beantragen und Flüge buchen. Die Unterkunft mußten wir ja nicht buchen, denn wie erwähnt hatten wir ein Gästezimmer in der Wohnung meines Vaters.


-----Reisevorbereitungen------

Um nach China einreisen zu dürfen, muß man ein Visum beantragen. Sonst darf man am Zielflughafen wieder umdrehen. Wir fanden eine Seite im Internet, wo man das Visum beantragen konnte. Auf der Seite www.servisum.de haben wir alle Informationen erhalten und das Visum beantragt.
Die Flugsuche war einfach. Dank der Lufthansa, die die Strecke Nanjing-Frankfurt neu ins Programm aufgenommen hat, hatten wir einen Direktflug. Naja fast, wir mußten noch von Hamburg nach Frankfurt fliegen, aber besser als die frühere Flugverbindung, die von Hamburg oder Kopenhagen und dann nach Peking geht und weiter nach Nanjing. So haben wir einmal umsteigen gespart. Leider weiß ich nicht mehr was der Flug gekostet hat, denn meine Mutter hab ihn gebucht und bezahlt. Aber die Flugpreise variieren ja eh ständig...
Geld haben wir nicht vorher getauscht. Die Währung in China ist RMB, Renmimbi. Das Symbol ist ¥. Die Einheiten der Währung sind Yuán. 100 RMB sind ungefähr 10 Euro.
Das Geld haben wir direkt in China getauscht, da der Wechselkurs da besser ist, als hier in Deutschland. Das geht da in den Banken ohne Problem, allerding muß man sich auf Wartezeit einstellen und eine menge Formulare unterschreiben.

----- In Nanjing angekommen-----

Ich sag nur eins: Kulturschock!!!! Man war das kraß, wir stiegen aus dem Flieger, und gingen zum Ausgang und alles war irgendwie anders. Draußen erwarteten uns schon meine Eltern mit einem fiesen Lächeln auf dem Gesicht. Vielen Dank, wann geht der nächste Flug nach Hause??? Koffer haben wir dann in das Auto meines Dads verladen und dann sollte es zur Wohnung meiner Eltern gehen. Mein Mann und ich verstanden erstmal nur Bahnhof und ließen die Eindrücke erstmal wirken, außerdem waren wir nach dem Flug echt knülle. Wir fuhren über eine gut ausgebaute Autobahn und waren froh nach dem Flug in der Wohnung meiner Eltern anzukommen. Ich schreibe hier die Wohnung meiner Eltern, weil meine Mutter auch zu Besuch war und schon ein paar Tage da war.
Die Wohnung war wirklich toll. Alles mit dunklem Holz eingerichtet und es fehlte nichts, was man in Deutschland nicht auch hätte. Die Wohnung war großzügig geschnitten und hatte zwei Badezimmer, zwei Schlafzimmer und ein großes Wohnzimmer, eine Küche und ein Büro.

Da wir morgens angekommen waren, gab es erstmal frühstück. Zum Glück eint typisches deutsches Frühstück mit Brot und Wurst, Käse, Marmelade und Eiern. Allerding sind die Eier in China extrem klein. Aber egal, der Hunger treibt es hinein.
Nach dem Frühstück machten wir uns alle auf den Weg zum Einkaufen in den Supermarkt.
Das war schon unglaublich. Riesig und bunt. Was mich verwirrte, war das jedes Geschäft mit Musik beschalt wurde. Was ja nicht schlimm ist, aber müssen es den die Backstreet Boys und Britney Spears sein? Den Grund warum es diese Musik ist, erfuhr ich abends, als wir mit einem Kollegen von meinem Vater (deutscher) und seiner Frau (Chinesin) essen waren. Die erklärten uns, dass die Chinesin aufholbedarf an der westlichen Kultur haben und deswegen sollen wir uns nicht wundern, dass auch viele erwachsene Frauen mit Disney und Hello-Kitty Sachen durch die Gegend laufen. Okay, dann wußten wir bescheid. Nun denn, jeden das seine....

Das Essen werde ich unter einem eigenen Punkt näher erklären, genauso wie den Verkehr.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in die Stadt selber. Mein Vater wohnt etwas außerhalb und daher beschlossen wir, dass wir uns die Stadt direkt mal ansehen werden, außerdem waren wir von einem Arbeitskollegen und deren Familie zum Essen eingeladen und das Restaurant befindet sich auch in der Stadt.
Die Eindrücke waren echt faszinierend. Eine typische Großstadt. Viele Bunte Lichter, Werbung an jeder Ecke. Eigentlich kein großer Unterschied zu unseren Großstädten, naja bis auf die Tatsache dass da viele Chinesen waren und alles mit Chinesischer Schriftzeichen beschriftet war.

-----Kultur und Sehenswürdigkeiten-----

An Kultur uns Sehenswürdigkeiten gibt es in Nanjing wirklich eine Menge zu sehen. Nanjing war wie oben erwähnt die ehemalige Hauptstadt von China und es gab da das große Massaker von Nanjing. Aber wer Interesse an der Geschichte und der Kultur an Nanjing hat, dem lege ich Nahe, mal zu googeln. Sonst würde mein Bericht hier den Rahmen sprengen.

Aber ich erwähne mal kurz ein paar Sehenwürdigkeiten, die wir uns angesehen haben...
- Die Purpurberge. Ein riesen Erholungsgebiet im Osten der Stadt. Wälder, und wunderschöne Gartenanlagen. Dort findet man auch die Ming-Gräber und das Sun-Yat-sen-Mausoleum. Das ist das Grabmal für Sun Yat-sen, den ersten provisorischen Präsidenten der Republik China.Es befindet sich am Fuß des Purpurbergs in der chinesischen Stadt Nanjing und wurde in den Jahren 1926 bis 1929 errichtet. Allerdings muß man knapp 400 Stufen stiegen um dieses Mausoleum zu besichtigen. Also hier sollte nur Leute hin, die gut zu Fuß sind. Echt anstrengend für uns Europäer. Aber die kleinen, schmächtigen Chinesen, die flitzten die Stufen hoch, das war unglaublich...
- Yangzi. Die im Nordwesten der Stadt den Jangtse überspannende Auto- und Eisenbahnbrücke zählt mit einer Gesamtlänge von 6.772 m zu den größten Brücken Asiens. Sie wurde 1960-68 zum Stolz des chinesischen Volkes ganz ohne ausländische Hilfe erbaut. Ein Stück südlich erinnert ein kleines Museum an den 1842 geschlossenen Vertrag von Nanjing der den Ersten Opiumkrieg beendete und für China ein Zeitalter halbkolonialer Abhängigkeit einläutete. Die Brücke war echt beeindruckend.
- Es gibt natürlich noch mehr Sehenswürdigkeiten, wie das Museum, die Stadtmauer und und und....

----Essen----
So nun komme ich zu einem der interessantesten Erlebnisse in China. Dem Essen. Das war einfach unglaublich! In den Restaurants haben wir meist immer so ungefähr 30 Euro für 6! Personen bezahlt mit Getränken.
Jeder der behauptet, dass er typisches Chinesisches Essen kennt, weil er schon mal beim Chinesen in Deutschland gegessen hat, dem kann ich nur sagen, der er total falsch liegt. Das Essen das wir von unseren Restaurants hier kennen, hat überhaupt nichts mit dem richtigen Chinesischen Essen zu tun!
Im Gegensatz zu unseren Chinesischen Essen, bestellt man in China nicht ein Gericht pro Person, sonder man bestellt viele verschieden kleine Gerichte. So wählt man aus verschieden Vorspeisen, aus Beilagen, Fleisch, Fisch, und Nachspeise. Reis gibt es übrigens zu keinem richtigen Chinesischen Essen! Reis ist das essen der Armen Leute und wird nur gereicht, wenn jemand nicht satt geworden ist. Also kein Reis! So bestellten wir also ungefähr 20 verschieden Portionen, die in der Mitte des Tisches stehen, und jeder bedient sich davon.
Hier ein kleines Beispiel: gerösteter Mais, Bohnen, Hühnchen in scharfer Soße, Rind in pikanter Soße, Schwein gebacken, Fisch in scharfer Soße, Karotten in saurer Soße, ein großer Topf Suppe, Pilze und und und. Allerdings sollte man bei Fleisch vorsichtig sein, denn es enthält immer kleine Knochen und beim Huhn bekommt man den Kopf mit den Krallen serviert... Das Essen ist wirklich unglaublich lecker und vielseitig. Toll finde ich, dass man sich von den vielen kleinen Portionen, die in der Mitte des Tisches, meist auf einer Drehscheibe bedient, und so viele verschieden Geschmackserlebnisse erhält. Wir haben übrigens kein einziges Mal Hund, Katze oder Ratte gegessen. Diese Sachen gab es auch in Nanjing nicht. Die findet man eher in ländlichen Gebieten.
Die Schärfe ist unbeschreiblich. Nicht wegen der Intensität, sonder wie sie schmeckt. Wenn man hier in Deutschland scharf bestellt, dann ist das Essen meist scharf und man schmeckt nicht was man ißt, weil es einfach scharf ist. In China ist das Essen „anders“ scharf. Man schmeckt jede einzelne Zutat und das ist wirklich total lecker! Es ist auch eine ganz andere Schärfe. Außerdem wird da ohne Glutamat gekocht und man hat ein wirklich natürliches essen auf dem Tisch.
Wir waren in enfachen Restaurant an Straßenecken, in fünf Sterne Restaurant und in Seitengassen essen. So was tolles und vielfältiges haben wir vorher noch nie gegessen. Alleine dem Essen wegen, würde ich sofort wieder nach China fliegen.
Anmerken möchte, ich dass es immer noch die Vorurteile mit dem Spucken und rülpsen während des Essens gibt. Das haben wir nicht erlebt.
Ich hatte nur ein einziges Mal Probleme mit meinem Magen gehabt. Weil das essen wirklich extrem scharf war. Sonst habe ich keinerlei Probleme mit meinem Magen gehabt. Schlimm war es allerdings als wir wieder in Deutschland waren. Da konnte ich einige Woche nichts fettiges esses. Wenn ich z.B ein Schnitzel aß, dann war gab es gleich Magenschmerzen und Durchfall. Das Essen in China ist wirklich gesund und fettfrei.


-----Verkehr-----
Nur für starke Nerven! Unglaublich. Es hält sich kein Chinese an Verkehrsregeln. Blinken tut da auch keiner und aus einer zwei-spurigen Straße wird schon mal ein drei oder vier-spurige Straße gemacht. Es wird kreuz und quer gefahren. Wenn eine auf der rechten Spur ist und links abbiegen will, dann wird kurz gehupt und zack geht’s links rüber. Auch wird sich gerne links eingeordnet um rechts abzubiegen. Unglaublich. Die Taxis, mit denen wir unterwegs waren, waren mehr als schrott. Die Bremsen funktionierten nicht richtig, die Stoßdämpfer waren im Eimer und alles schepperte und polterte. Außerdem wird auch nachts ohne Licht. gefahren. Das ist da nicht ungewöhnliches. Ein wirkliches Chaos auf den Straßen. Aber eins funktioniert in jedem PKW: die Hupe! Und die wird auch regelmäßig benutzt um zu überprüfen ob sie noch funktioniert. Das ist echt nervig. Ständig wird gehupt. Es wird gehupt, wenn man die Spur wechselt, wenn man abbiegt, wenn man schneller ist, als der Vorausfahrende. Eigentlich wird immer gehupt! Außerdem sollte man sich nicht wundern, wenn man einen LKW auf dem Standstreifen sieht und der Fahrer vor dem LKW ein Nickerchen hält. Wenn man müde ist, soll man schlafen. Das macht man auch auf der Autobahn! Kein Witz! Das haben wir mehrmals beobachtet, dass der Fahrer vor seinem LKW auf der Straße lag und gepennt hat!
Es sind auch unglaublich viele Fahrradfahrer unterwegs, auch Elektrofahrräder, Mofas und und und. Die Fahrradfahrer dürfen im Dunkeln übrigens nicht mit Licht fahren! Wieso? Ganz einfach, da so viele Fahrradfahrer unterwegs sind, würde die vielen Lichter die PKW-Fahrer irritieren. Deswegen ist es verboten in China mit Licht auf dem Fahrrad zu fahren. Wenn ein Fahrraffahrer mal angefahren wird, dann hat er halt Pech gehabt! Dumm gelaufen.
Es kann auch passieren, dass ein Chinese einen Ausländer vors Auto springt um absichtlich angefahren zu werden. Der Grund ist echt unfaßbar. Die Ausländer haben Versicherungen und die Chinesen wollen Geld. Wenn ein Ausländer einen Chinesen platt fährt, darf der Fahrer lebenslang die Familie finanziell unterstützen! Unfaßbar!
Außerdem warne ich jeden vor, bloß nicht zu helfen wenn es einen Unfall gab, oder ein Chinese verletzt ist! Wenn der Chinese stirbt oder einen schweren Schaden davon trägt, ist der Helfer schuld! Und was darf der machen? Klar zahlen! Also bloß nicht helfen oder fragen ob alles in Ordnung ist! Bei einem Unfall werden die Verletzen ins Taxi gesetzt und vor einem Krankenhaus abgeladen. Laut Aussage unser Chinesischen Freundin gibt es für Nanjing nur knapp 10 Rettungswagen. Und bis die da sind, vergeht schon einmal ein paar Stunden. Auch können sich die Chinesen diesem nicht leisten. Auch kommt der RTW bei dem Verkehr nicht durch. Denn es interessiert keinen ob der Blaulicht und Martinshorn anhat. Außerdem muß auch die Polizei an einer roten Ampel warten...
Die meiste Zeit waren wir mit Taxen unterwegs. Die sind spottbillig. Für eine halbe Stunde Fahrzeit haben wir meist 8 Euro bezahlt. Auch mit der U-Bahn sind wir gefahren, die übrigens von einer deutschen Firma kommt. Der Preis war auch mit 2 Euro angemessen. Leider sprechen die Taxi-Fahrer kein Englisch und können auch nicht lesen, so dass wir unsere Chinesische Freundin anriefen und die bestellte dann für uns das Taxi. Das war eigentlich echt nervig, dass man immer auf andere angewiesen war, aber es funktionierte und das war die Hauptsache. Auch haben wir die Erfahrung gemacht, wenn wir ohne Chinesische Freunde unterwegs waren, dass man sich am besten ein Taxi vor einem großen Hotel schnappt, da die Hotelpagen Englisch sprechen und den Taxifahrer dann erklären wo er hinfahren soll. Betrogen worden sind wir übrigens nie. Die Taxifahrer fuhren immer den schnellsten Weg und die Preise waren immer gleich.
Wenn man mit dem Auto selber fahren will, dann bitte mit guten Nerven. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie das Chaos aussah. Wer will soll mal bitte auf Youtube: Traffic in China eingeben und da bekommt ihr einen kleinen Einblick...

-----Toiletten-----
Das war ein heikles Thema! Die meisten Chinesischen Toiletten haben nur ein Loch im Boden. Aber mittlerweile gibt es in vielen neugebauten Gebäuden, wie Hotels und Restaurants „europäische“ Toiletten, wie wir sie gewohnt sind. Deswegen sollte man, wenn man unterwegs ist immer noch Hotels, McDonalds oder ähnlichen Ausschau halten. Außerdem empfiehlt es sich immer ein paar Taschentücher dabei zu haben, denn Klopapier ist nicht immer vorhanden...

----Einkaufen----
Neben dem Essen meine Lieblingsbeschäftigung! Die Kaufhäuser sind ähnlich wie unsere Kaufhäuser hier in Deutschland. Es gibt wirklich alles zu kaufen, was man sich vorstellen kann und was es nicht gibt, dass wird man auch finden ;-). Es gibt Kaufhäuser, Einkaufsstraßen und die Hinterhofhändler, die Plagiate verkaufen wollen. In den Shoppingsstraßen wird man dann von Leuten angesprochen, ob man „original“ Rolex kaufen möchte. Man sollte mal wirklich mitgehen. Super interessant! Bei unserem ersten Besuch in einer Seitengasse, haben wir zwei Uhren und zwei Handtaschen gekauft. Klar dass das nicht Originale waren, aber die Sachen sind wirklich super gut verarbeitet! Die Sachen die ich mir dort gekauft habe, halten immer noch und sind von den Originalen wirklich nicht zu unterscheiden! Die Preise sind verhandelbar. Klar wollen die „Dealer“ möglichst viel dafür bekommen, aber es gibt eine Regel! Wenn man für eine Sache zum Beispiel 400 RMB zahlen soll, kann man locker auf 100 RMB runtergehen. Das paßt dem „Dealer“ natürlich nicht und er will 300 RMB. Dann sagt man 120 RMB und sagt ihm, dass das das letzte Angebot ist. Das wird er nicht annehmen und man sollte dann den Laden verlassen. Kaum aus dem „Laden“ raus, kommt der hinter einen hergelaufen und bietet einem die Ware für 150 RMB an. Passt! Also bloß nicht aufgeben! Die kommen wirklich immer hinterher gelaufen! Auch sollte man in den normalen Kaufhäusern etwas feilschen. Es lohnt sich.
In Xinjiekou, dass ist ein Kaufhaus unter der Erde, bekommt man alle Plagiate die man sich wünscht. Die werden da legal verkauft. So kann man sich Chucks für 5 Euro kaufen, oder Adidas Superstars für 20 Euro. Die Qualität ist übrigens die gleich wie die Originalqualität. Uns wurde erklärt, dass die Schuhe direkt von Adidas produziert werden Allerdings nur als Schuhrohling. Dann werden diese Schuhrohlinge von den Chinesen „Bunt“ gemacht, also bestickt und die verkaufen die dann in den Schuhläden. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht sagen, aber so wurde es uns von mehreren Chinesen erklärt. Über den unterirdischen Kaufhaus sind dann die Original Stores von Adidas, Nike, Puma und Levi´s. Die original Läden haben übrigends die gleichen Preise wir hier in Deutschland. Existieren können beide ohne Probleme und es ist auch nicht verboten sich im unterirdischen Kaufhaus die Fälschungen zu besorgen. Die Qualität ist auch hier wirklich super...
Die Größen sind allerdings etwas anders als wie gewohnt. Da die Chinesen kleiner sind, werden die Sachen auch eher für sie hergestellt. Wer hier „M“ trägt, muß meist in China auf XL greifen. Aber in vielen großen Geschäften stimmen die Größen mit unseren überein.
Auch sind die Sachen von Chinesischen Eigenmarken sind von der Qualität genauso wie wir es kennen. Wenn ein Pullover dort 80 RMB, also 8 Euro kostet, hat der die Qualität von einem 80 Euro Pullover hier in Deutschland. Der ganze Ramsch, den man hier in Deutschland angeboten bekommt, wo man sofort erkennt, dass das Made in China ist, haben wir da nicht gesehen. Diese Sachen werden nur für den ausländischen Markt produziert.

-----Die Menschen-----
Ich habe selten so viele freundliche Menschen erlebt. Die Chinesin sind alle freundlich und behandeln die Ausländer wirklich sehr zuvorkommend. Lustig ist es in ländlichen Gegenden, wo wenig Tourismus herrscht plötzlich ganz viele ältere Chinesen ankommen und einen wirklich anstarren. Die meisten Einwohner haben nämlich noch nie im Leben eine blonde Frau oder einen großen blonden Mann gesehen. Das sollte einen aber nicht stören und man sollte freundlich zurücklächeln. Für die ist es halt neu...
Als Ausländer brauch man sich über Diebstahl auch keine Sorgen machen. Denn die Strafen für Diebstahl an Ausländern sind extrem hoch. Mir ist es passiert, dass mich ein Chinese anrempelte und ich erschrocken fluchte. Sofort war ein Polizist da und fragte was los sei. Zum Glück war unsere Chinesin dabei, die die Sache gleich erklärte und sagte, dass er mich ausversehen angerempelt hat. Sie erklärte uns, dass es sonst hätte passieren können, der er festgenommen wird. Auch wenn einem Ausländer was gestohlen wird und der Dieb gefaßt wird, landet der im Knast. Wie gesagt, wir hatten nur freundlich, weltoffene Menschen in China getroffen.
Die jüngeren Chinesen sprechen alle gutes Englisch, da sie das in der Schule lernen. Ältere Chinesin sprechen leider kein Englisch, aber man kann sich wunderbar mit „Händen und Füßen“ verständigen. Man sollte sich ein Wörterbuch kaufen, wo die gängigsten Wörter und Sätze aufgeführt sind. Auch gibt es Bücher mit Bildern, was hilfreich ist wenn man eine Milch kaufen möchte, aber den Namen nicht kennt. So zeigt man der Verkäuferin das Bild und sie weiß was man möchte. Das ist echt praktisch.

Zu den Namen. Erst wird der Nachname und dann der Vorname genannt. Viele junge Chinesen haben englische Vornamen. Wie Cathrine, James, Bill oder so ähnlich. Diese Namen geben sie sich selber, da es für sie einfacher ist, wenn sie in großen Firmen arbeiten, die um Ausland tätig sind.


----Fazit----
Der Bericht ist nun länger als geplant. Alleine wegen dem Essen, würde ich jederzeit nach China fliegen.
Die Menschen sind alle super nett und man kann extrem viel erleben. Man sollte aber schon tolerant sein wenn man nach China kommt und nicht von unserem Standart ausgehen. China hat sich in den letzten Jahren extrem schnell und positiv entwickelt, gerade in den Städten merkt man, dass die Chinesen westlich eingestellt sind. Bei weiten ist China kein Entwicklungsland mehr. China hat uns in vielen Bereich längst überholt, trotzdem hängen die ländlichen Gebiete hinterher.
Dazu muß ich sagen, dass wir natürlich Glück hatten, dass die Frau von dem Arbeitskollegen meines Vaters viel mit uns unternommen hat und uns auch Sachen gezeigt hat, die sich normale Touristen nicht zu sehen bekommen. Das war eine tolle Erfahrung und hat uns einen echten Einblick ermöglicht!

Vielen Dank fürs Lesen, über Kommentare würde ich mich freuen!

Bilder

für China - Wissenswertes
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China - Die Brücke am Jangse mit den Soldaten
von narcanti narcanti
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Kommentare

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  • Kjeldi 18.02.2010 22:49
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH- was sonst. LG

  • Futzi100 11.02.2010 00:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • PlanetSab 14.01.2010 18:42
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ich war auch vor kurzem erst in China!! Toller Bericht. Und Nanjing ist wirklich eine interessante Stadt mit einer sehr bewegten Vergangenheit. LG Sab

  • kalli.k 04.01.2010 13:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Fernweeehhhh !!!!!

  • tabaluga1999 04.01.2010 13:08
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ein BH für einen sehr informativen Bericht.

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