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Pro Unglaublich. Wahnsinn. Ein Muss
Kontra Händler. Händler. Und händlerische Polizisten
Unser 2. Tag in Kairo sollte uns am Vormittag zu den Pyramiden führen, die wir ja schon seit 2 Tagen anschauen konnten.
Über den 1. Tag wird es keinen Bericht geben, wir waren im Ägyptischen Museum am Tahrir Platz. Die Zeit war zu kurz und fotografieren nicht gestattet, also kämen nur ein paar Zeilen dabei heraus, die dem Museum nicht gerecht würden. Jeder Reiseführer bringt da mehr. Den Rest des Tages hatten wir frei, also gibt es nichts zu berichten.
LAGE
Die Pyramiden sind in Gizeh, ca. 45 Minuten vom Flughafen Kairo und der Innenstadt entfernt. Sie sind bereits im Zentrum Kairos beschildert, also leicht zu finden. Sie sind ja auch schon weit vorher zu sehen, da sie sehr groß sind.
GESCHICHTE KURZ UND KNAPP
Sie waren der Ort, an dem gottgleiche Herrscher nach dem Tod weiter walten wollten, auf der Grenze zwischen Leben und Tod in einer Gegend zwischen Wüste und fruchtbarem Land.
Auf dem Plateau von Gizeh entstanden in der Nähe der damaligen Hauptstadt Memphis während der 4. Dynastie – also vor knapp 5000 Jahren – 3 Pyramiden. Erbauer waren Cheops (2589 – 2566 v. Chr.), Chephren (2558 - 2532 v. Chr.) und Mykerinos (2532 – 2503 v. Chr., wird auch Menkaure genannt).
Die größte ist Cheops, mit heute ca. 137 m 10 m niedriger als ursprünglich erbaut. Die Seitenlänge beträgt ca. 230 m, es wurden rund 3 Mio. Steinquader verbaut.
Die mittlere Pyramide von Chephren ist heute noch ca. 136 m hoch, 8 m weniger als nach dem Bau. Die Seiten sind ca. 215 m lang. Oben sind noch die ehemals an der ganzen Pyramide befestigten Kalksteinplatten als „Kappe“. Sie war früher vergoldet und leuchtete in der Sonne.
Die kleinste Pyramide von Mykerinos war 65 m hoch, die Seiten sind ca. 103 m lang.
Die Totentempel sind nicht mehr erhalten.
Neigungswinkel, Standorte und andere Besonderheiten bitte ich Euch nachzulesen, es hat alles eine Bedeutung göttlicher Art mit dem Sinn, dem verstorbenen Pharao das Leben nach dem Tod zu ermöglichen und ihn auch zurück kehren zu lassen.
An der Südseite der Cheops Pyramide ist das Sonnenbarken-Museum. Eine Barke ist ein mastloses Boot, mit dem die Pharaonen tagsüber gefahren sind. Sie wurde 1954 ausgegraben und zusammen gesetzt.
Man findet hier 3 Königinnenpyramiden, die als Stufenpyramiden gebaut wurden.Die Pyramiden sind erst nach Ende des 18. Jhdt. nach Napoleons Ägyptenfeldzug erforscht worden. Auguste Mariette ist der Leiter der Ausgrabungen 1860.
1979 sind Pyramiden und Sphynx als Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen worden.
2002 wird eine Mauer um das Gelände errichtet und die nun erhobenen Eintrittsgelder gehen an die Regierung. Dies bedeutete für die Einheimischen, die dort arbeiteten, eine starke Einschränkung.
Der Samstagmorgen startete um kurz vor 9 h mit einem großen Bus (für 6 Personen einschl. Reiseführer) Richtung Weltwunder.
Wir waren sehr gespannt und freuten uns schon die ganzen 2 Wochen auf diesen Moment. Wir hatten „Kairo“ nur wegen der Pyramiden gebucht, wer in Ägypten war, ohne sie zu sehen, war nicht in Ägypten.
Die Fahrt war ganz kurz, man könnte von unserem Hotel zu den Pyramiden laufen, wenn man da nicht ein Abenteuer mit dem Straßenverehr einginge...
Der Bus hielt am Eingangsbereich, an der Mauer, die 2002 errichtet wurde. Unser Reiseführer besorgte die Tickets, es kostete 60 Ägyptische Pfund, ca. 7,50 €.Wir gingen zu Fuß weiter, der Bus fuhr an die 3. Pyramide, am Ende der Reihe.
Wir erhielten durch unseren Reiseführer wie üblich die nötigen Informationen, auch hier die Kurzfassung, dann hatten wir Zeit, die Gegend zu erkunden.Es waren relativ wenig Touristen da, was zur Folge hatte, das die anwesenden je 2 – 4 Händler „am Hals“ hatten.
Wenn wir dachten, unsere Einöros der Nilkreuzfahrt waren lästig, dann muß man für die hier noch einen Begriff erfinden! Sie wollten Skulpturen, Tücher, Postkarten usw. verkaufen und das ganze mit Nachdruck. Sie fassten die Touristen an, etwas, wo ich sehr allergisch reagiere. Wenn man wirklich etwas kaufen möchte, sieht man es sich an, handelt und bezahlt. Ich wollte Postkarten, bekam auch welche. Aber man hatte dann mit den Brüdern, Onkeln, Schwagern... des Verkäufers zu tun! Unglaublich. Man kann das gar nicht beschreiben. La shukran war wenig erfolgreich und man muß noch energischer werden.
Neben den Händlern kommen noch die, die einen Ritt auf Kamel oder Pferd verkaufen möchten. Alles für „gratis“, die böse (nämlich teure) Überraschung kommt am Ende des Ritts.
Neu war hier auch, daß Polizisten, die zur Sicherheit hier sein sollten, ebenso zu Händlern wurden, wenn man sich mit ihnen fotografieren lassen wollte.
Diese Tatsache macht die Pyramiden dann ein wenig nebensächlich, weil man sich nicht so recht auf sie konzentrieren kann.
Man kann die Pyramiden besichtigen, es kostet separaten Eintritt, welcher unterschiedlich ist, ob man die Cheops oder Mykerinos besichtigen möchte. Wir haben keine besichtigt und auch unsere Bekannten nicht. Lt. unserem Reiseführer gibt es wenig zu sehen, da die Grabbeigaben in Museen sind, die Gänge z. T. nur 1,2 m hoch sind und eng. Da es in den Felsen nicht kühler war, ersparten wir uns das.
Will man hinein, muß man das sofort anmelden, es dürfen pro Tag nur eine bestimmte Personenzahl hinein.
Für das Sonnenbarke-Museum hatten wir keine Zeit, aber auch nicht wirklich Interesse.
Wir trafen uns am Bus und fuhren eine kurze Strecke von den Pyramiden weg zu einem Plateau, von dem man alle 3 zusammen sehen kann, was nicht einfach ist. In diese Richtung ist noch Wüste, keine Gebäude stören den touristischen Fotografen.
FAZIT
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MonaR 26.04.2012 20:01
kockelkoren 16.04.2012 16:02
Ein schöner, unterhaltsamer Bericht, aber auch ein wenig getrübt von den Schattenseiten des Tourismus. Würde mich freuen, wenn du auch in meine Berichte schaust. Gruß Micha
carnuntum 06.03.2012 15:01
TOLL!!!
Linnie1978 17.02.2012 13:31
Wow, tolle Bilder!
EICC 14.02.2012 07:54
bh
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