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Erfahrungsbericht

für Cancun, Berlin
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1 Stern Unverschämter Service - NIE WIEDER.
19 von 19 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro lange Tische für größere Gruppen

Kontra Service, Service, Service

Detailbewertung

Essen & Trinken
Preis-/Leistungsverhältnis
Atmosphäre
Service
Anbindung
Auswahl

Der Autor

jasoun-bourne Seit 5 Feb 2012

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  • 05.02.2012

    Unverschämter Service - NIE...

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Meine Bewertung bezieht sich lediglich auf den Service des Cancún Restaurants am Alexanderplatz, wobei ich befürchte, dass es in den anderen Niederlassung nicht anders aussehen wird.

Ich wundere mich ein wenig über die überwiegend positiven Erfahrungen auf Ciao, - findet man in konkurrierenden Meinungsforen (wie z.B. Qype doch deutlich mehr und zudem viel negativere Bewertungen).


Ein paar Worte zum Cancún

Das Cancún ist direkt am Alexanderplatz (Rathausstr. 5-13) gelegen und somit wohl eher ein Ort an den sich unerfahrene Touristen verirren die denken, dass Sie dort Berliner Flair verspüren können.

Weit gefehlt. Wer im Cancún essen geht, bekommt ein Restaurant präsentiert, wie man es in jeder Stadt haben könnte, - das hat mit Berlin nichts zu tun (hier muss ich die Stadt in Schutz nehmen).

Wen es an einem Samstagabend hier hin verschlägt, der kann Service vom feinsten erleben: Völlig überforderte Kellner und zum Teil richtig unverschämtes Personal.


Der Abend

Ich bin gestern von ein paar ehemaligen Studienkollegen (nicht Berlinern) hierhin entführt worden und habe einen wohl einzigartigen Service erfahren, den ich in Kurzform mit Ihnen teilen möchte.

Einer von 4 Cheeseburgern enthielt noch Plastikfolie; das haben wir reklamiert und 30 Minuten später (als alle anderen bereits aufgegessen hatten) einen neuen erhalten. Um einen Kellner an den Tisch zu bekommen, bedarf es nicht nur viel Geduld, sondern auch großen Geschicks. Wir haben festgestellt, dass sich die Wartezeit um 50% (also auf zirka 15 Minuten) verkürzen lässt, wenn der gesamte 10-köpfige Tisch dem Kellner gleichzeitig zuwinkt.

Wer dann Getränke bestellt darf nicht damit rechnen, dass er auch das bekommt, was er 20 Minuten zuvor bestellt hatte. Wird dies reklamiert, kann es auch schon mal vorkommen, dass man dasselbe, alte und nun warme Getränk 10 Minuten später wieder auf den Tisch gestellt bekommt. Das ist an dem Abend mehrfach passiert.

Zu allem Trost, - auf der Rechnung standen später dann aber alle 5 Cheeseburger; und nach einer heißen Diskussion mit der Kellnerin (die am liebsten geheult hätte, - weil sie scheinbar im Zweifel persönlich dafür aufkommen muss, wenn es Fehler in der Abrechnung gibt), wurde der Cheeseburger mit dem Plastik (die Retour) dann aus dem System genommen.
3 weitere Getränke, die nun wirklich niemand an unserem Tisch bestellt oder serviert bekommen hatte (hier muss man ja bekanntlich im Cancún unterscheiden), haben wir nicht bezahlt und wurden dann auch gebeten, das Restaurant nun zu verlassen.

---

Die fast heulende Kellnerin tat mir wirklich leid, - sollte die Geschäftsführung doch für mehr Personal sorgen, wenn der Service der Nachfrage nicht standhalten kann.

Der Gast lässt seinen Frust ja leider immer am Personal aus, - es wird nach unten getreten, - während der Schuldige sich im Hintergrund versteckt. Die Konsequenz ist, dass auch das Personal immer unfreundlicher wird.

Ich habe dennoch nur mäßiges Verständnis dafür, dass ein Kellner meine Begleitung nach einem völlig misslungenen Abend dann auch noch anschreit, wenn Sie beim Anziehen Ihrer Jacke länger als 10 Sekunden einen schmalen Gang versperrt und nicht sofort zur Seite springt.

"HALLO! Ich habe Ihnen schon 3x gesagt, dass ich da jetzt durch will!" waren noch die harmloseren Worte eines Kellners, - natürlich in herablassendster Form ausgesprochen.

Als ich ihn bat, meine Begleitung bitte nicht in so einem harschen Ton anzugehen, machte er eine unmissverständliche Geste, die man in den etwas schlechter situierten Gegenden Berlins als Umschreibung für "willst Du was auf die Fresse haben, dann komm her!" zu deuten hatte.

Wir ergriffen dann die Flucht.


Fazit

Das Konzept des Cancún beruht auf Masse, nicht auf Klasse. Hier wird es wohl keine Stammkundschaft geben, - der Fokus liegt auf naiven Touristen, die einmal dort speisen und zweifelsfrei nie wieder kommen werden.

Wer in seinem Leben einmal richtig respektlos behandelt werden möchte, gerne auch mal etwas isst, was er nicht bestellt hat, dennoch aber mehr bezahlen möchte, ist im Cancún genau richtig. Der Kellner bestimmt den Ton.

Allen, die darauf gerne verzichten möchten, empfehle ich z.B. die Simon-Dach-Straße in Berlin Friedrichshain. In den dort angesiedelten Bars und Restaurants gibt es noch so etwas wie Service und Gastfreundschaft, allerdings nicht so lange Tische.


Noch kurz zu meiner Person, damit Sie mich einschätzen können

Ich bin knapp unter 30, männlich und nicht der Mensch, der in Spitzenrestaurants verkehrt oder sich im Milieu der Streichkonzertgänger ansiedeln würde.

Ich kann zwischen Standart, Unter-aller-Sau (wie im Cancún) und Spitzenklasse unterscheiden und esse vorwiegend, so das Geld ausreicht, in Standartrestaurants.

Ich habe auch noch nie eine Rezension im Internet geschrieben, - nach dem Besuch im Cancún wurde mir die Notwendigkeit aber bewusst.


Ein paar wohlwollende Worte an die Geschäftsführung

Dass Sie Ihr überfordertes Personal Ihre schlechte Restaurantführung kompensieren lassen, bekommt der Gast erwiesenermaßen mit. Spätestens dann, wenn die Kellnerin fast schon darum bettelt, Getränke zu bezahlen, die man nicht getrunken hat; einmal im Kassensystem eingebongt, darf es nie wieder storniert werden. Der Kellner muss dann improvisieren und kann dann versuchen die falsche Ware an einen anderen Tisch zu bringen, in der Hoffnung, dass der Gast kulant ist und nimmt, was ihm serviert wurde.

Es gibt moderne Technik, bei der der Kellner seine Bestellung direkt in einen mobilen Handapparat eingibt, sodass die Theke bereits reagieren kann, während der Kellner noch am Tisch ist (man sieht das manchmal in modernen Eisdielen). Der Kellner spart sich auf diese Weise 2 Wege, - nämlich den zur Kasse - zum Einbongen (bei dem scheinbar schon die ersten Fehler passieren) und den zur Theke, also zur Bestellaufgabe.

Das verlangsamt den Bestellprozess zwar ein bisschen, - kompensiert aber alle anderen Schritte und die damit verbundenen, potentiellen Fehler.

Sie benötigen also kein hoch qualifiziertes Personal, sondern können bei Ihren 'preiswerten' Aushilfen bleiben, - die Servicequalität steigt allerdings dennoch, bei unerheblichen Mehrkosten durch die Gerätschaften.

In einem weiteren Schritt können Sie dann auch in freundliches Personal investieren, dass die Karte kennt und den Kunden ein- und wertschätzen kann.

Leider fürchte ich jedoch, dass noch weiterhin, zahlreiche Touristen auf Ihr Restaurant reinfallen werden und Sie in naher Zukunft keine Notwendigkeit in solche Investitionen sehen.

Ich möchte daher einen kleinen Schritt dazu beitragen und werde, in sämtlichen Internetforen auf diese Missstände aufmerksam machen, dass man Ihr Restaurant, so wie es jetzt ist, besser meiden sollte.

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Kommentare

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  • duderally 08.02.2012 18:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Viviii 07.02.2012 23:48
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Katzimoto 06.02.2012 21:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Du solltest nicht davon ausgehen, dass der Geschäftsführer deinen Bericht hier findet - ich würde an deiner Stelle den Bericht (oder zumindest den Link) kopieren und per mail an seine Adresse schicken :0)

  • MSBBonn 06.02.2012 18:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • jasoun-bourne 06.02.2012 15:18

    Vielen Dank für Ihre netten Worte! Das find ich ja toll, dass man hier bei Ciao als Neuling so viel Feedback bekommt. Vielen Dank auch an Carmen (GrafenMark) für die konstruktive Kritik; ich werde mal versuchen den Bericht dahingehend zu bearbeiten. Doch die Worte an die Geschäftsführer halte ich für notwendig und hier auch für sinnvoll plaziert; wird ein kluger Geschäfsführer seinen Betrieb doch ab und an mal Googlen und nachschauen, was andere so über ihn denken. Desweiteren möchte ich damit mein Wohlwollen unterstreichen, nicht nur kontraproduktiv über den Laden herzuziehen, sondern Lösungsansätze zu finden, die auch andere Teilnehmer gerne diskutieren können. Ich habe meine Rezension im übrigen zusätzlich direkt per Post an die Geschäftsführung geschickt. Bin mal gespannt ob sie reagieren.

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