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Erfahrungsbericht

für Camping Moosbauer, Bozen
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5 Sterne Camping mit Wein, Ötzi und Schlutzkrapfen Bericht mit Bildern
119 von 119 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro netter kleiner Platz, freundlicher Service, faire Preise, Pool, guter Ausgangspunkt für Südtirol

Kontra etwas lärmig

Als ich voriges Jahr mit meinem Schatz zum ersten Mal in Italien war - und Venedig hinterläßt nun mal einen bleibenden Eindruck - haben wir beschlossen, in den nächsten Jahren Italien einfach mal von oben nach unten zu erkunden. Immer im Frühjahr, wenn noch keine Saison ist, immer mit dem Zelt, weil "Dreckscher Urlaub" eben auch Spaß macht und man sein Geld dann für andere Dinge ausgeben kann als für ein Hotelzimmer, in dem man sich eh nur ein paar Stunden zum Schlafen aufhält.

Wieder einmal haben wir den Campingführer des ADAC bei unserer Suche nach einem geeigneten Campingplatz bemüht, denn es sollten ja einige Bedingungen erfüllt sein. Und entschieden uns dann am Ende für diesen hier: Camping Moosbauer in Bozen.


** Anreise **
Wieder einmal beschreibe ich nur die Anreise von Leipzig aus; die gilt dann auch für alle, die von weiter nördlich kommen.

Zunächst fährt man auf der A9 einfach bis München, da kann man nichts verkehrt machen. Um München herum geht es auf der A8 in Richtung Innsbruck, dort dann auf die A13 Richtung Bozen.
Die Fahrt durch Österreich und über den Brenner ist recht kurz, und schon ist man in Italien. Hier folgt man der Autobahn bis Bozen, fährt in Nord ab und folgt der Ausschilderung "Krankenhaus" (Ospedale). Die Straße führt nach Meran und kurz nach dem Krankenhaus sieht man schon eine Fahnenstange mit internationalen Flaggen und das Schild für den Campingplatz. Der ca. 500 m lange Weg ist sehr schmal, also Vorsicht mit dem Gegenverkehr.
Die Strecke bis dahin ist eigentlich super einfach, weil richtig gut ausgeschildert, und so ist der Moosbauer sehr leicht zu finden.

Alles in allem haben wir etwa 750 km und 6 Stunden gebraucht - ohne Stau und mit einer kleinen Pause. Eine Strecke, die an einem halben Tag sehr gut zu schaffen ist.

Einige Hinweise: Die Autobahn durch Österreich ist vignettenpflichtig. Die ist entweder an der Grenze oder schon vorab beim ADAC erhältlich.
Zusätzlich kommt noch eine Gebühr für die Brennerautobahn von 8 € dazu, die an einer Mautstelle zu zahlen ist.

Auch in Italien muß Maut gezahlt werden. Entweder kauft man sich vorher eine VIA-Card mit einem Guthaben, von der die Strecken dann abgebucht werden, oder man zahlt an der Ausfahrtstelle bar oder mit Karte. Die Strecke von der Grenze bis Bozen hat 5 € gekostet.

Achtung auch mit der Geschwindigkeitsbegrenzung. Allerdings kann man sich immer gut an einen Einheimischen dranhängen und schneller fahren. Aber es kann natürlich auch schief gehen.


** Der Campingplatz **
Der Camping Moosbauer ist ganzjährig geöffnet, von November bis März sind aber Markt und Restaurant geschlossen. Anreisen sollte man bis 8 Uhr abends, so lange ist die Rezeption geöffnet. Aber ich kann mir auch vorstellen, daß man abends einfach kommen kann und am nächsten Tag die Anmeldung vornimmt. Die Schranke zum Platz ist bis 23 Uhr offen.
Man kann vorab reservieren; dabei gibt es einen Mindestaufenthalt von einer Woche einzuhalten und man muß entweder eine Kaution von 50 € leisten oder die Kreditkartendaten hinterlegen.


- Die Rezeption / Ankunft -
Fährt man den Weg von der Hauptstraße hinein, kann man den Campingplatz gar nicht verfehlen, weil die Zufahrt direkt vor dem Einganz endet.
Vor der Schranke muß man anhalten und kann sein Auto zum Check-in an der Seite parken, damit die Einfahrt nicht blockiert wird.

Die Rezeption ist recht unkonventionell in dem kleinen Supermarkt des Campingplatzes integriert, oder umgekehrt. Hier kann man innerhalb kürzester Zeit alle Formalitäten erledigen. Die Familie Egger spricht natürlich deutsch, italienisch und vermutlich auch noch andere Sprachen.
Bei uns lief das unkompliziert ab: wir sagten, wie lange wir bleiben wollen, durften uns auf dem Platz umschauen nach einem geeigneten Stellplatz, haben an der Rezeption die Nummer des Platzes gesagt und eine Karte bekommen, auf der die Anzahl der Personen und die Zeit des Aufenthalts verzeichnet ist. Die muß man dann bei der Abrechnung wieder vorlegen.
Dafür muß man auch bis zur endgültigen Anmeldung einen Ausweis an der Rezeption lassen.

An den Plätzen sind Aufsteller mit den Nummern. Dort findet man auch immer einen Zettel, ob der Platz reserviert ist. So kann man eben auch einen Platz belegen, wenn man nur bis zum reservierten Tag bleibt.

Auch ein Lageplan und ein Infoprospekt über den Campingplatze gehört zur Erstausstattung.

Anreise ist für normale Stellplätze zwischen 15 und 20 Uhr.


- Der Platz -
Der ca. 2 ha große Campingplatz liegt idyllisch unterhalb eines Berges zwischen Obstplantagen. Die 80 Plätze sind in zwei Zonen eingeteilt, die normalen Stellplätze für länger Aufenthalte und einen "Sammelplatz" für Kurzcamper.

Am günstigsten ist natürlich immer ein Platz nicht allzu nah und nicht zu fern von der Rezeption, da auch dort die Sanitäranlagen sind. Aber wie wir festgestellt haben, gibt es auch auf diesem kleinen Platz kein absolut ruhiges Plätzchen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Unserer war ein Eckplatz am Ende einer Reihe, wunderbar groß, aber eben auch nahe an einer Straße, die man von dort noch nicht mal sehen konnte.

Der ganze Bereich ist kiesig, spärlich mit Gras bewachsen, aber dafür größtenteils mit Bäumen aufgelockert. Zum Teil ist dies noch alter Baumbestand, der viel Schatten spendet, aber auch neue wurden gepflanzt. Es gibt also überall mal Schatten, man muß nur den richtigen Platz finden.

Zu jedem Platz bzw. zu je zwei bis vier Plätzen, die von ca. 6 m x 4 m bis 8 x 4 m groß und deutlich mit Hecken begrenzt sind, gehört eine Wasserstelle und eine Säule mit den Stromanschlüssen. Zum Teil ist aber eine sehr lange Strippe erforderlich und ein besonderer Stecker (ich weiß nur nicht, wie der heißt).

Auf dem ganzen Gelände ist eine maximale Geschwindigkeit 10 kmh erlaubt. Dafür darf man auch bis 23 Uhr mit dem Auto kommen und gehen, wie man möchte. Und man kann es direkt am Zelt stehen lassen.


- Service-Einrichtungen -
Dieser Campingplatz ist klein und familiär. Service wird zwar groß geschrieben, aber die Einrichtungen beschränken sich auf das nötigste.
Für einen guten Urlaub reicht es allemal.
- ein Restaurant mit Freiterrasse und eine überdachte Terrasse
- Bibliothek im Restaurant
- ein kleiner Supermarkt, geöffnet von 8 - 12 und 16 bis 19
- Tresore gegen Leihgebühr im Restaurant
- gemauerter Grill am Pool für Grillabende
- Internetanschluß (LAN), Anschluß für Laptop im Restaurant

Leider konnten wir das Restaurant nicht mehr ausprobieren, denn es macht jedes Jahr im Juni eine Woche Urlaub und das war ausgerechnet zu unserer Zeit. Aber unsere Nachbarn, ein Schweizer Paar, schwärmte von der guten Küche.
Bisher war es wohl so, daß es von 8 bis 10 Uhr Frühstück gibt, und es mittags nur einen Imbiß gab, abends dann normale Speisekarte. Ab 2005 gibt es nun mittags und abends warmes Essen.

Alles macht einen netten und sauberen Eindruck. Wir waren ein paar Mal im Supermarkt; dort gibt es die üblichen Dinge für den kleinen Bedarf, Zeitungen, Wanderkarten und vor allem die ganze Woche frische Brötchen, sogar dunkle.


- Sanitäranlagen -
Als wir ankamen, waren wir schon sehr skeptisch. Denn für den ganzen Platz mit 80 Plätzen ist nur ein Gebäude mit Sanitäranlagen vorhanden, sprich, je 6 Toiletten, 6 Duschen und 8 Waschbecken für Männer und Frauen.
Das schien uns zu wenig. Doch es geht. Zu keiner Zeit habe ich Stau im Waschraum oder auf den Toiletten erlebt. Scheinbar sind alle zu anderen Zeiten mit der Hygiene beschäftigt gewesen als wir.
Die beiden Räume sind sehr sauber und gepflegt. Eigentlich habe ich nie Reinigungspersonal da drin gesehen, und doch gab es absolut keine Beanstandungen.

Außerdem vorhanden:
- eine Babywanne
- eine Spiegelwand mit Elektroanschlüssen für Fön
- eine Trockenhaube (im Frauenwaschraum)
- Händetrockner
- Wickeltisch

Ach ja, das Gebäude ist behindertengerecht gebaut.

Im gleichen Gebäude befindet sich übrigens noch ein Raum mit Waschplätzen für Geschirr und einer für die große und die kleine Wäsche mit zwei Becken, zwei Waschmaschinen und einem Trockner.

Wie gesagt, alles wird sauber gehalten, aber auch die Gäste geben sich Mühe, die Anlagen so zu hinterlassen, dass sich auch der nachfolgende Besucher nicht ekeln muß.


- sonstige Freizeiteinrichtungen -
Als Ausgleich für die fehlende Nähe zu einem Meer oder anderem Wasser hat der Campingplatz Moosbauer einen beheizten Swimmingpool, einen kleinen zwar, aber immerhin mit zwei Becken, ein kleines für Kinder mit nur 0,6 m Wassertiefe und ein mittelgroßes Becken.

Der Bereich ist offen hinter dem Restaurant und hat Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr. Es gibt eine Dusche, einige Liegen mit Sonnenschutz und einen kleinen Rasen mit einem Spielplatz. Auch eine Tischtennisplatte steht zur Verfügung und für die mobilen Kleinen eine ausrangierte Feuerwehr zum Klettern.

Animation oder sonstige Sportangebote sind leider nicht vorhanden, dafür ist der Platz zu klein. Aber es gibt ja unendlich viele Möglichkeiten in der Nähe. Einige Freizeitmöglichkeiten werden sogar vom Campingplatz angeboten oder Vermittelt: z.B. eine Weintour entlang der Weinstraße für 43 € oder eine Weinverkostung im Weingut Kaufmann (einer der Sponsoren) für 6 €.


** Atmosphäre **
Auf dem Platz selbst geht es ziemlich relaxed zu. Hier trifft man vorwiegend ältere Leute mit Wohnmobilen, Paare und Motorradfahrer, wenige Familien mit Kindern. Deshalb ist es auch relativ ruhig.
Allerdings haben wir festgestellt, daß dies wohl für die meisten Reisenden eher ein Durchgangsplatz ist, denn es war ein ständiges Kommen und Gehen. Bis auf uns und unsere Schweitzer Nachbarn war wohl keiner länger als 3 bis 4 Tage dort, eher weniger. Vor allem die Motorradfahrer machen meist nur Zwischenstation.

Es ist nicht wie in Deutschland, wo man scheel angesehen wird, wenn man nicht jeden grüßt, aber zumindest bei den unmittelbaren Nachbarn ist das gern gesehen.

Abends ist kaum was los, die meisten sitzen still vor ihren Wohnwagen und gegen 22 Uhr ist so eine Ruhe, daß man schon von allein ins Koma fällt. Also, idealer Urlaub für die Ruhesuchenden. (Bis auf den gelegentlichen Lärm, worauf ich am Ende noch zu sprechen komme.)


** Abreise **
Am Tag der Abreise, die für die Stellplätze bis 12 Uhr erfolgen sollte, muß man zur Rezeption und bekommt dort seinen Ausweis wieder und die Rechnung gegen die Abgabe der Campingkarte. Zahlen kann man mit Kreditkarte oder bar.
Wer sehr früh am morgen los will, sollte beachten, daß die Rezeption morgens erst 8 Uhr aufmacht und nur bis 19 Uhr geöffnet ist.


** Tiere **
Hunde sind auf dem Campingplatz erlaubt, kosten aber extra. Die Tiere müssen an die Leine genommen werden und dürfen nicht mit an den Pool.


** Grillen **
Auf dem Platz ist Grillen prinzipiell gestattet. Sollte es eine zu trockene Witterung nicht zulassen, besonders für Holzkohlegrill, dann wird dies bekannt gegeben. Für größere Gesellschaften gibt es auch einen gemauerten Grill am Pool.


** Gästebetreuung **
Für die Wünsche und Fragen der Gäste bezüglich Kultur oder Sehenswürdigkeiten sind die Mitarbeiter in der Rezeption zuständig. Hier kann man jegliche Informationen zum Kulturprogramm in der Umgebung, guten Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten, Reservierungen oder sogar Bustickets bekommen.
Aber beachten: sie hat zwischen 12 und 16 Uhr geschlossen.

Ein Lob gibt es für die Freundlichkeit des Teams und die unkomplizierte Hilfe. Sei es, die Bilder von einer Digitalkamera auf einen USB-Stick herunterzuladen oder unsere Weineinkäufe zwischenzulagern, weil es im Zelt einfach zu heiß war - alles geht absolut problemlos.


** Umgebung **
Südtirol bietet unendlich viele Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung. Neben Städtetouren kann man Rad fahren, wandern, die Kultur genießen, kulinarische Ausflüge machen und natürlich einfach nur Landschaft und Ruhe genießen.

Ich will euch einige Tips geben, was wir selbst ausprobiert haben:

1. Städtetouren
Da der Campingplatz direkt bei Bozen liegt, sollte man sich die Stadt auch unbedingt ansehen. Vom Zeltplatz in die Stadt sind es mit dem Bus nur ca. 12 bis 15 Minuten und der Bus fährt dirket an der Ausfahrt ab. Mit dem Auto ist es ungünstig, da es kaum Parkplätze gibt. Parkhäuser sind vorhanden, kosten zwischen 1 und 1,50 € pro Stunde. Das Ticket nach Bozen kostet 1 Euro und ist an der Rezeption erhältlich.

Die Provinzhauptstadt Bozen ist eine hübsche, nette und sehr gemütliche Stadt. Hier hat man Walther von der Vogelweide einen ganzen Platz gewidmet, auf dem man ganz relaxt einen Espresso nehmen und die Umgebung auf sich wirken lassen kann. Außerdem sehenswert ist die Dom-Pfarr-Kirche im Zentrum, der Obstmarkt, der täglich stattfindet, die Laubengasse mit vielen kleinen Geschäften, und natürlich das Archäologische Museum, wo man alle Einzelheiten zum Fund und den Erkenntnissen über den 5000 Jahre alten Ötzi erleben und ihn natürlich auch ansehen kann.


Meran erinnert mich von seiner Art her an Wiesbaden. Es ist eine Kurstadt an einem Flüsschen gelegen, hat ein nettes Zentrum und ebenfalls eine Laubengasse mit exklusiven Geschäften. Allerdings muß man hier mit Bussen voller Rentner rechnen, die die Stadt bevölkern.


Dorf Tirol liegt oberhalb von Meran und gab Tirol seinen Namen. Es ist ein sehr touristisches Dorf, sauber und schmuck, aber ebenfalls von Rentnermassen bevölkert.


2. Wandern
In ganz Tirol kann man ausgezeichnet wandern, sowohl moderate Routen als auch Hochgebirgstouren, für jeden ist etwas dabei.
Lohnenswert sind das in Hügel und Berge eingebettete Sarntal mit kleinen netten Dörfern, Höfen, in denen man einheimische Produkte probieren und kaufen kann, das Dorf Jenesien auf einem Hochplateau namens Salten über Bozen, wo man sich vorkommt, wie am Ende der Welt und einen tollen Blick auf die Dolomiten hat, eine Wanderung im Ritten mit dem Rittnerjoch, wo ein Wanderweg vorbei an den berühmten Erdpyramiden zu einem urtümlichen Gasthof Bad Süß führt, wo man noch Badeurlaub machen kann und bei einem Hagelgewitter mit heißem Grappa abgefüllt wird, oder aber das Ultental, das bis 1903 noch völlig von der Außenwelt abgeschnitten war, weil keine Straße dahin führte und wo es in 2000 Meter Höhe tolle Aussichten und kleine kalte Seen gibt.

In jedem kleinen Ort gibt es ein Tourismusbüro, wo man Wanderkarten bekommen kann zu erschwinglichen Preisen. Die Wanderwege sind ausgezeichnet beschildert und man kann sich eigentlich nicht verlaufen.
Ganz wichtig: dicke Sonnencreme bei gutem Wetter und echte Wanderschuhe.


3. Burgen
Irgendwo habe ich gelesen, daß es in Südtirol an die 350 Burgen gibt. Allein um Bozen müssen es an die 50 sein. Direkt bei Bozen und über einen schönen Fußweg am Flüsschen Talfer entlang liegt die Burg Runkelstein, die wohl dem Ritter Runkel in dem DDR-Comic Digedags den Namen gegeben haben könnte.


4. Weinstraße
Wer in Südtirol ist, sollte logischerweise auch noch auf Weintour gehen. Die ganze Gegend ist ein einziges Rebenfeld, nur unterbrochen von Obstplantagen. Dementsprechend viele Weingüter gibt es hier entlang einer Route, die von Bozen über Eppan, Neumarkt, Kaltern bis nach Tramin führt, der Heimat des Gewürztraminers.

Jedes Dorf hat diverse Weingüter, in denen man die Weine kosten und zu guten Preisen kaufen kann. Schön fand ich die Orte St. Michael und St. Pauls in Eppan, Kaltern am Kalterer See und Tramin.


5. Dolomiten
Schon von Bozen, bzw. den etwas höher gelegenen Stadtteilen bei Bozen kann man einen Blick auf die beeindruckenden Dolomiten werfen. Wer bizarre Berge, unendliche Serpentinen und raue Landschaft mag, der sollte auch unbedingt eine Tour in die Dolomiten unternehmen. Von Canazei und dem Karerpass geht es in einer Rundstraße über Pordoijoch (2241 m), Campolongo-Sattel (1875 m) und Grödner Joch (2121 m) über Kastelruth und Seis zurück in Richtung Bozen.


** Preise **
Verglichen mit einem Hotelaufenthalt ist der Campingplatz natürlich ausgesprochen preiswert.
Man zahlt zunächst für einen Stellplatz des Fahrzeugs und das Zelt, dann noch einmal pro Person.

Im Klartext heißt das für unseren Aufenthalt: pro Tag in der Saison 3.4. - 30.6. pro Person 6 €, für Zelt und Auto nochmal 12 €. Insgesamt haben wir für die acht Nächte 192 € bezahlt. Ein sehr annehmbarer Preis, finde ich.
Die gesamte Preisgestaltung kann ich hier nicht angeben, weil es drei verschiedene Saisonzeiten, Kinder und Erwachsenenpreise, Zuschlag für Hund oder Wohnwagen bzw. andere Preise für das Freigelände gibt.

Genauere Informationen findet man auf der Homepage.

Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, Frühstück und Halbpension zu buchen. Frühstück kostet 5 € pro Tag, Halbpension 15 €.


** Kleine Mängel **
Im Campingführer wird der Platz als ruhig gelegen zwischen Obstplantagen beschrieben. Doch das "ruhig" ist eben relativ. Genauer gesagt liegt er zwischen zwei rege befahrenen Landstraßen. Die nach Meran ist noch weniger frequentiert, weil es noch die Schnellstraße nach Meran gibt, aber die zweite verkürzt den Weg zwischen dem Stadtteil Gries und der Straße nach Meran, und da kommt einiges entlang gebraust.
Außerdem liegt der Platz in unmittelbarer Nähe zum Provinzkrankenhaus von Bozen und damit in der Einflugschneise der Rettungshubschrauber.

Und nicht zuletzt scheren sich die anliegenden Obstbauern nicht um die Nachtruhe der Camper, wenn sie mit lauten Kompressoren ihre Bewässerungsanlagen mitten in der Nacht in Gang setzen.

Wer also sehr viel Wert auf Ruhe legt, der sollte sich Ohrstöpsel mitnehmen oder aber einen noch ruhigeren Platz suchen.

Und von der Leitung des Platzes wäre zu wünschen, daß sie die Ausfahrt von Motorrädern dahingehend begrenzt, daß die den kurzen Weg bis zur Straße schieben und dann erst losdonnern.


** Die Homepage **
Die Homepage des Campingplatzes www.moosbauer.com ist wirklich sehr professionell und übersichtlich gestaltet.

Sie bietet nicht nur jegliche Informationen zum Platz selbst, sondern auch zur Umgebung, Angeboten, Routen und Freizeitaktivitäten.
Eine Homepage, an der sich so manches Hotel in Deutschland eine Scheibe abschneiden könnte.


** Daten **
Camping Moosbauer ****
I-39100 Bozen
Moritzinger Weg 83
Tel. +39 0471 918492
Fax: Tel. +39 0471 918492
E-mail: info@moosbauer.com


** Meine Meinung **
Dieser Campingplatz war nicht ganz so luxuriös wie der letztes Jahr bei Vendig, aber er ist auch um einiges kleiner. Trotzdem hat er zu Recht im ADAC-Campingführer 4 Sterne bekommen.
Hier funktioniert alles völlig entspannt und professionell. Der Preis ist sehr fair, das Team sehr hilfsbereit, und wir beide haben unseren Aufenthalt in Südtirol nicht zuletzt durch diesen netten Platz wirklich genossen.

Jederzeit wieder und sehr zu empfehlen.

Bilder

für Camping Moosbauer, Bozen
Ansicht vom Zeltplatz
von carmen carmen

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Kommentare

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  • WaterSerpent 26.02.2006 19:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • michay 24.09.2005 23:31
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Die Fotos machen richtig Lust auch malwieder nach Italien bzw. Südtirol zu fahren. Ich finde die Gegend soschön. War 4 Jahre immer da im Urlaub.

  • zaubermaus5 18.07.2005 16:44
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Sehr guter ausführlicher Bericht mit Wegbeschreibung Urlaub kommt ja zur Zeit für uns nicht in Betracht aber trotzdem ein bh von mir gruß monika

  • MargitS 11.07.2005 07:55
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    schöne Gegend. LG Margit

  • ciao2002 05.07.2005 10:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Südtirol ist immer klasse!! LG, Daniela

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