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Erfahrungsbericht

für Cafe Indigo, Lüdinghausen
5 Sterne Blaue Stunden im Cafe Indigo Bericht mit Bildern
124 von 124 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Super Essen, Toller Service, sehenswerte Einrichtung

Kontra Wespen

Detailbewertung

Essen & Trinken
Preis-/Leistungsverhältnis
Atmosphäre
Service
Anbindung
Auswahl

Der Autor

Rainbow67 Seit 13 Jul 2004

WO DIE SCHWARZE SEELE WOHNT IST KEIN LICHT AM HORIZONT mehr

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CAFE INDIGO


EINLEITUNG

Dieser Bericht baut auf meine beiden vorherigen auf. Natürlich bekommt man auf der Suche nach einem Burgfräulein und Stehen am Pranger in der Sonne Hunger. Und dass Hunger bekanntlich böse macht, wollte ich meinem Burgfräulein nicht antun und deswegen sofort ändern. Auf der Rückfahrt in Richtung Münster wurde mir von der Reiseführerin dieses kleine wunderschöne Cafe am Rande von Lüdinghausen gezeigt. Ein richtiger Geheimtipp. Danke für diesen - es war wunderschön und hat sich gelohnt. Was ich dort erlebte, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

CAFE INDIGO

„Hausgemachter Kuchen, kleine Speisen und ständig wechselnde Dekorationen lohnen einen Besuch immer wieder.
Das Cafe liegt am idyllischen Klutensee. Dort bieten sich Bademöglichkeiten und rundum schöne Spazier- und Radfahrwege.
Im Sommer lädt ein großer Biergarten mit gewachsenem Baumbestand und Spielplatz zum Verweilen ein.“
So beschreiben die Inhaber ihr kleines Cafe.

ADRESSE

Cafe Indigo
Inh. Rolf Bender
Berenbrock 7
59348 Lüdinghausen
WIE KOMMT MAN HIN

Ganz nah an der Burg Vischering gelegen fährt man vom Parkplatz des Schloss in Richtung „stadtauswärts“. Allerdings nur einige wenige Meter, denn dann kommt auf der linken Straßenseite ein schmaler Feldweg mit dem Hinweisschild „Cafe Indigo“. Etwa 1 – 2 km fährt man vorbei an romantischen Bauernhäuschen durch eine wunderschöne alte Allee, dann kommt das Cafe Indigo auch schon auf der rechten Seite.

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstags bis Freitags:
14.00 – 19.00 Uhr
Wochenende und Feiertage:
11.00 – 19.00 Uhr

In den Sommermonaten von Mai
bis Oktober ab 12,00 Uhr
durchgehend warme Küche

WAS ICH DORT ERLEBTE


DER NAME

Ein klein wenig Hunger hatte ich und auch etwas Durst. Versprochen wurde mir etwas ganz Besonderes, Romantisches, Gemütliches und Einzigartiges - das Cafe Indigo. Den Namen hat dieses Cafe nach der Pflanzenfarbe, mit der Blaufärber ihre Stoffe blau färben. Mit einer farbabweisenden Masse werden Muster auf die Stoffe gebracht, dann kommen diese in die Indigo-Farbe und werden bis zu zehnmal eingetaucht. Dadurch erhalten diese Stoffe die blaue Farbe. Die Stoffe wurden dann gespült, dabei löst sich der Papp und zum Vorschein kommt das aufgebrachte Muster in dem ursprünglichen Weiß des Stoffes. Eine ganz besondere und alte Färbetechnik, die heute nur noch ganz wenige Menschen meist als Hobby beherrschen. Ein Betrieb davon ist die Blaudruckerei in Lüdinghausen.
Im Winter ruhte früher der Färbebetrieb und die Frau des damaligen Pächters (das Haus gehörte damals dem Droste von Vischering) begann - um ihren Lebensunterhalt zu sichern - im Wohnzimmer Kaffee und selbstgemachten Kuchen zu verkaufen. Daraus entstand nach und nach eine Gaststätte, die sich “Cafe Indigo“ nennt. Nach den Worten der Besitzer kann man heute wieder Omas selbstgemachten“ Kuchen genießen. Klingt doch richtig gut.
ESSEN IM BIERGARTEN

Angekommen vor dem Cafe fallen mir positiv die Parkplätze am Haus auf, das ist nicht überall so. Hier kann eingeparkt und sofort in den Biergarten spaziert werden. Mein Besuch war ja im sogenannten Sommer. Also wird draußen geblieben und im Biergarten Platz genommen. Das Haus ist ein Haus im typischen Münsterländer Baustil. Unverputzte Ziegel, rote Dachschindeln. Die Fensterläden passend zum Namen in Indigoblau. Blaue Sitzkissen und auch die Speisekarten in diesem Cafe sind mit Blaudruckstoffen bezogen. Blaue Menschen waren nicht zu sehen. Wahrscheinlich kann man hier auch viele blaue Stunden erleben. Der Biergarten ist richtig romantisch, viele schöne alte Bäume, man sitzt im Schatten, viele Tische gibt es mit gemütlichen Stühlen und Bänken. Auch recht gut besucht war der Geheimtipp meiner netten Reiseleiterin. Die Speisekarte steht bereit und ein Fräuleinchen kommt sofort und fragt was es sein darf. Die Bedienung ist nicht das Burgfräulein und blau sieht sie auch nicht aus, obwohl sie aus der Färberei kommt. Für die Speisekarte - die recht umfangreich ist - brauchte ich eine ganze Weile. Was soll es sein? So viele leckere Waffeln. Was Süßes wäre ideal. Dazu ein Cappuccino, dort gibt es auch so eine Vanilleschokolade… mhm das hat mich sehr gelockt. Waffeln mit roter Grütze, heißen Himbeeren, mit Walnusseis, Sahne, Marzipan oder auch ganz schlicht mit Puderzucker, was für eine Auswahl zu recht günstigen Preisen. Sehr verlockend, dazu Milch mit Honig? Ein einfacher Milchkaffee? Heiße Schokolade mit Pfefferminzlikör? Exotische Edelteesorten? Und noch vieles, vieles mehr, was soll ich da nur auswählen. Natürlich gab es in diesem Cafe auch herzhafte Sachen - so etwas sonderbar anmutendes, was ich jedoch aus Münster schon kannte, wie „Pannekauken“ mit vielen verschiedenen Füllungen, Töttchen, Westfälischer Rosenkranz, Salate in vielen verschiedenen Varianten, gebackene Champignons, Westfälische Schnitzel und und und. Ja Burgtouren machen Hunger - aber was nun? Was Herzhaftes war sehr verlockend, aber auch so eine Waffel mit einer raffinierten Füllung. Wer die Wahl hat die Qual. Die Entscheidung meines Gerichts - wie kann es auch bei mir anders sein - fiel bei der Getränkekarte. Da gab es ein mir bisher unbekanntes Bier: Potts Alt. Noch nie gehört. Das musste probiert werden. Ich probiere ja alles, aber Bier mit Waffel, das geht nicht. Also gab es Potts Alt mit Pannekauken, gefüllt mit Münsterländer Pfifferlingen. Dass ich so etwas Leckeres zum Essen bekam, da hätte ich vorher keinen Pfifferling drauf gewettet. Kühles, gutes Bier (Bericht folgt), leckere Pannekauken mit gut gebratenen Pfifferlingen. Auch die Münsterländer Sprache habe ich gelernt. Wer kann mir das ins Sächsische übersetzen? Pannekauken, Töttchen, Westfälischer Rosenkranz? Auflösungen bitte in der Kommentarspalte. Die Lösung kommt dann später als Update.
Das Bier ist richtig gut, das Essen reichlich und lecker und zum Nachtisch gab es noch eine Marzipanwaffel, ich lebte wie Gott in Münster. Mir ging es richtig gut. Satt und zufrieden wurde ich noch von meiner Reiseleitung, die irgendwie der Frau ähnelte, die mich in der Burg Vischering am Pranger befestigt hatte, in das Innere des Hauses gebeten, um mich dort umzuschauen. Schnelle und nette Bedienung, ja so macht Essen Spaß. Danke

IM RESTERAUNT

Hineinspaziert in die ehemalige Stube! wWas ich dort sah, war richtig überwältigend, beeindruckend und richtig schön. Die Tische waren liebevoll eingedeckt, natürlich mit selbstgemachten blauweißen Tischdecken. Das haben die sich sicher aus Bayern abgeschaut, dort ist ja alles blau weiß, der Himmel, die Fußballmannschaft und - nur blau - die Menschen zur Wiesn-Zeit.
Das Besondere an dem Cafe es ist, dass es fast wie ein Museum ist, wo man die Ausstellungsstücke kaufen kann. Natürlich Decken mit Blaudruckmuster, Geschirr - natürlich blau weiß -, Enten aus Stoff, Mäuse, Herzen, kleine Häuschen, Körbe und noch vieles mehr. Schaut auf die Fotos am Ende des Berichtes. Nicht unbedingt etwas für mich, meist irgendwelche „Stehrümchen“, aber ich denke, für Frauen - und da gibt es ja recht viele bei CIAO - ein Paradies. Also auf nach Lüdinghausen. Diese Ausstellungstücke sind liebevoll in historischen Vitrinen, auf Tischen, in Schränken auf den Fensterbänken präsentiert. Viel handwerkliche Kunst, Feinfertigkeiten und auch Liebe gehört dazu. Natürlich kann man auch in diesem Restaurant essen, wenn schlechtes Wetter wäre oder man nicht in der Sonne sitzen möchte. Interessant sind die Theke und der riesige historische Kaminofen, unter dem man auch sitzen kann. In einem klitzekleinen Nebenraum ist noch ein winziger „Laden“ mit vielen zu kaufenden Dingen. Hier kann man nicht mehr sitzen, aber stöbern ohne Ende. Also wenn ihr dort seid - unbedingt hinein schauen. Es lohnt sich.
SUMMARY

Das Cafe Indigo ist mehr als ein Geheimtipp. Ich fühlte mich dort fast wie im Paradies. Super Essen, ein gutes und für mich neues Bier. Süße, recht leckere Waffeln, das alles bei einer schnellen und netten Bedienung. Ja so macht einkehren Spaß. Das Ambiente des Restaurants ist wunderschön, ein schöner Biergarten und von innen mit den vielen Verkaufsstücken traumhaft schön. Danke an meine Begleiterin für diesen Tipp und den wunderschönen Abend, den ich dort verbringen durfte. Aber keine Angst - ich komme wieder, und dann laufe ich nach dem ganzen Schmausen bestimmt auch noch eine Runde um den naheliegenden Klutensee.

==Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren dieses Cafe Indigo Berichtes, wo ich nicht Blau wurde==

Bilder

für Cafe Indigo, Lüdinghausen
Sommer2011 324 - Cafe Indigo, Lüdinghausen
Cafe Indigo, Lüdinghausen
von Rainbow67 Rainbow67
Sommer2011 324 - Cafe Indigo, Lüdinghausen

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Kommentare

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  • Velu1961 18.03.2012 18:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Sieht sehr einladend aus.

  • Ascot1975 07.02.2012 11:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Verona_Bayern 05.02.2012 10:08
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • SKTester 04.02.2012 15:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Alwini 06.12.2011 12:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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