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Pro sehr gutes Essen, toller Blick auf Pamukkale, Thermalbadebecken
Kontra die Zimmereinrichtung ist "abgewirtschaftet"
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mein 100. Bericht soll wieder ein Erfahrungsbericht über ein Hotel werden.Telefon: 0090-258 381 73 81-82
Fax: 0090-258 381 73 83
Webseite: www.chhotels.net
E-Mail: info@chhotels.net
Das Hotel liegt – und das ist meine Meinung – „mitten in der Pampa der Türkei“. Das Hotel steht da ganz alleine in der Landschaft im Taurus-Gebirge, die nächstgelegenen Häuser sind am Horizont zu sehen und scheinen Kilometer weit weg zu sein.
Vor dem Hotel sahen wir einen Springbrunnen und einige Palmen.Da unsere Zimmernummern alle vierstellig waren und mit der Ziffer 4 begannen, waren wir der Ansicht, unsere Zimmer seien im vierten Stockwerk. Deswegen übergaben wir bereitwillig unsere Koffer den herbeieilenden Kofferträgern.
Wie erstaunt waren wir aber, als wir merkten, dass sie nicht die Treppen hinaufstürmten, die links hinter der Eingangshalle in diverse Stockwerke führten – sondern geradeaus zu Zimmertüren flitzten, die im Erdgeschoss waren (für 30 Sekunden Arbeit wollten sie dann einen Euro pro Gepäckstück haben)!Alle Zimmer im Erdgeschoss haben vierstellige Zimmernummern, die mit der Ziffer 4 beginnen. Und mitten im Flur gibt es ein langes Gefäß mit Pflanzen drin. Die Pflanzen machten einen gepflegten Eindruck und gefielen uns.
Das Hotel hat keine vier Stockwerke – nur zwei.... Es gibt keine Lifte, nur Treppen. Trotzdem nimmt man auf Behinderte Rücksicht: Wir sahen ein behindertengerechtes Zimmer im Erdgeschoss.Zum Glück jedoch habe ich einen technikbegabten Mann – er hatte den „Dreh“ mit dem Schlüssel bald erfasst – so gab es damit keine Schwierigkeiten.
Das Zimmer war sauber und aufgeräumt – nur die Einrichtung schien schon sehr abgenutzt. Ich weiß nicht, wie alt das Hotel ist und möchte jetzt über das Alter der Möbel keine Spekulationen anstellen. Ein Vorteil des Zimmers war, dass die Betten (ich habe ein Foto der Betten eingestellt) die Höhe hatten, die wir aus Deutschland kennen und gewohnt sind –, die Matratzen waren gut und demzufolge waren wir auch mit den Betten sehr zufrieden.Die Wände waren beige gestrichen, der Teppich war dunkel und schon ziemlich „durchgelaufen". Im Zimmer befanden sich zwei Betten, zwei Nachtkästen, ein Schreibtisch zwei Stühle und ein Fernseher. Dort konnten wir auch deutsche Sender, wie ARD und ZDF und einige Kabelsender (RTL zum Beispiel) empfangen.
Auch ein Telefon war vorhanden, das wir aber nicht nutzten.Kam man durch einen kleinen Gang (rechts war eine Tür ins Badezimmer, links ein Wandschrank) ins Schlafzimmer, befand sich über der Türe eine große Lüftung. Wir verzichteten darauf, diese laufen zu lassen, denn sie machte ein lautes, pfeifendes Geräusch.
Immerhin hörten wir unsere Zimmernachbarn nicht – wir konnten aber hören, wenn sich Menschen auf dem Gang unterhielten. Jedoch störte das nicht, denn diese Stimmen hörten wir nur gedämpft.Auch das Badezimmer hätte eine Renovierung nötig gehabt. Die hellblauen Fliesen am Boden waren zum Teil bereits gesprungen. Beim Duschen mussten wir aber darauf achten, den Wasserstrahl auf die hintere Wand zu richten – ansonsten wäre der Duschvorhang schnell durch den Wasserstrahl „nach vorne geweht“, und wir hätten eine Überschwemmung im Bad verursacht.
Das Klo erinnerte mich an ein Modell der 60er-Jahre, mit einem Klokasten hinter der Schüssel. Auf dem Klokasten befand sich ein Knopf zum Ziehen, damit gespült wurde – nur mussten wir dann aufpassen, dass wir nicht zu stark zogen – dann konnte es passieren, dass sich der obere Teil des Klokastens löste und wir den auf einmal in der Hand hatten...Aus dem Waschbecken aus Marmor floss ein dünner Wasserstrahl – und so brauchte meine Haarwäsche, die ich unbedingt noch vor dem Abendessen vornehmen wollte, länger als sonst. Ein zweites Problem stellte das Einstellen der Wassertemperatur dar – es brauchte eine Weile, bis das Wasser so warm war, wie wir es haben wollten. Beim Duschen hatten wir dasselbe Problem.
Aber immerhin gab es zwei saubere Handtücher für jeden von uns (ein Bade- und ein Hand-Handtuch) und einen Fön, der neben dem Waschbecken in einer Halterung fest verankert war. Er blies zwar nicht übermäßig stark, reichte aber durchaus, um meine Haare nach dem Waschen ein wenig zu trocknen.Wir haben gut in diesem Zimmer geschlafen und wir haben nicht gefroren Aber, bevor wir zu Bett gingen, gab es noch das Abendessen.
Wenn man eine Mahlzeit zu sich nehmen wollte, hatte man die Möglichkeit, im Speisesaal zu sitzen – in dem – so überschlage ich mal grob – 300 Personen Platz hatten. Man konnte aber auch auf dem Balkon sitzen.
Ja, das Hotel besitzt einen Balkon aus Marmor, der mitten in die Eingangshalle hineinragt – auch da gibt es Tische und Stühle für die Gäste.Unser Reiseleiter hatte es organisiert, dass wir Plätze auf dem Balkon bekamen – es gab also einige Tische, auf denen ein Namensschild mit dem Namen unseres Reiseführers stand – und die waren für uns reserviert – klasse!
Nachdem wir ja schon ein Mittagessen in dem Hotel genossen hatten, rechneten wir mit einem Abendessenbüffet mit vielen Speisen: zwei Suppen zur Auswahl, diverse Salate, die man sich entweder selbst zubereiten konnte – oder die bereits mit Salatsoße verfeinert waren, verschiedene Speisen mit Fleisch und Speisen ohne Fleisch – und einer wunderbaren Auswahl an süßen Nachspeisen. Und so war es dann auch – das Abendessen (wir konnten es ab 19 Uhr einnehmen) war köstlich.Wenn mein Mann beim Büffet (das befand sich im Speisesaal) war, blieb ich an unseren Plätzen – war ich weg, passte mein Mann auf unsere Teller auf – denn auch in diesem Hotel waren die Kellner sehr schnell mit dem Abräumen. „Herrenloses Geschirr“ war schneller weggeräumt, als man schauen konnte...
Immer wieder gingen Kellner (sie sprachen deutsch; ihre Arbeitskleidung bestand aus weißen Hemden und schwarzen langen Hosen) durch die Tischreihen und priesen eine Flasche türkischen Weins an, die man heute für 10 Euro erwerben konnte – aber mein Mann und ich wollten den Wein nicht. Uns reichte eine Flasche Wasser (1,5 Liter), für die wir 2,-- Euro beim Auschecken bezahlten.Unser Mittagessen, das wir am Nachmittag des 23.02.2010 genossen, lief genauso ab – nur saßen wir da im Speisesaal, und unsere Getränke bezahlten wir sofort nach dem Essen bei den Kellnern.
Da die Region in der Nähe von Pamukkale bekannt ist für seine Thermalquellen, haben viele Hotels Hallen- und Freibäder mit Thermalwasser. Im Freibad des C&H Hotels befand sich, als wir dort waren, kein Wasser – jedoch hätten wir als Hotelgäste die Möglichkeit gehabt, in das erste Untergeschoss des Hotels zu gehen (denn es gibt ja keine Aufzüge im Hotel) und dort kostenlos in einem Thermalbecken zu schwimmen. Durch ein Fenster in der Hotelhalle konnten wir einen Blick auf dieses Thermalbecken werfen. Es machte einen guten Eindruck – war aber leer, und die Liegen, die sich seitlich des Beckens befanden, waren ebenfalls leer.
Mein Mann und ich hatten unsere Badesachen in Deutschland vergessen – wir hätten uns aber Badesachen in einem Hotelshop kaufen können. Das wollten wir jedoch nicht. Aber ich ging in den anderen Hotelshop, der einige Souvenirs, Filme und Bücher verkaufte, und kaufte mir dort einige Lesezeichen. Ja, ein Bummel in diesen beiden Hotelshops ist auch eine Möglichkeit, sich ein bisschen im Hotel die Zeit zu vertreiben.Wir hätten uns auch an die Bar in der Hotelhalle setzen können – oder auf einen der zahlreichen anderen Sitze. Dann hätten wir ein Getränk bestellen können.
Es gab auch die Möglichkeit, sich eine Wellness-Behandlung zu gönnen. Das war im Untergeschoss des Hotels möglich. Man bot dort ein Fitness-Center und eine Sauna an. Ein Mitreisender unserer Gruppe gönnte sich eine Massage und zahlte 25 Euro. Er war zufrieden mit der Massage, und der Preis war auch in Ordnung. Mein Mann und ich haben diese Wellness-Angebote nicht wahrgenommen.Ab 20 Uhr spielte eine Pianistin oben auf dem Balkon – die Gäste, die daran Interesse hatten, konnten sich in die Nähe des Klavierspiels setzen und sich ein Getränk bestellen, während sie der Musik lauschten.
Mein Mann und ich waren jedoch zu müde für alle diese Aktivitäten. Nach dem Abendessen gingen wir in unser Hotelzimmer, sahen die Nachrichten im Fernsehen an – und gingen bald schlafen.Nach einer guten und ruhigen Nacht nahmen mein Mann und ich unser Frühstück ab acht Uhr ein. Auch hier konnten wir uns wieder auf einem großen Büffet im Speisesaal bedienen. Es gab Brötchen und Brot, es gab verschiedene Salate, Wurst, Käse und Marmelade (jeweils verschiedene Sorten), Butter und Margarine (die Butter musste man sich von einem großen Stück mit einem sauberen großen Messer abschneiden, die Margarine war verpackt). Es gab auch Haferflocken, Cornflakes und ähnliche „Müsli-Komponenten“, aus denen man sich ein Müsli mischen konnte, das man dann mit weißem, gelblichen (Aprikosen) oder rotem Quark genießbar machen konnte.
Kaffee und Tee gab es ebenfalls, auch Fruchtsäfte, die bereits im Preis unserer Pauschalreise enthalten waren.Wer wollte, konnte den aufmerksamen Kellnern ein Trinkgeld zukommen lassen, indem man ein paar Münzen oder Scheine in die so genannte „Tip Box“ warf, die vor der Türe des Speisesaals – auf einem Tisch des Balkons – stand.
Alles, was wir in diesem Hotel sahen, war sauber (Zimmer, Geschirr, Besteck und so weiter). Das Personal war freundlich und schnell.
Wir haben sehr gut geschlafen. Unser Zimmer und Bad war jedoch „abgewirtschaftet“ (also ziemlich „abgewohnt“) und würde eine Renovierung vertragen – deswegen ziehe ich zwei Sterne ab.Für eine Nacht ist das Hotel also ganz in Ordnung – für einen längeren Aufenthalt würde es mir schnell langweilig werden, da man wirklich „mitten in der Pampa“ ist.
Von mir gibt es also drei Sterne und eine Empfehlung für eine Nacht.Danke fürs Lesen und Bewerten!
Eingang des C&H Hotels in der Region Denizli
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miss_chocolate 21.01.2012 14:26
olsenbande 11.11.2011 11:56
BH nachgereicht
Dana16w 28.08.2011 15:53
MarenF 27.06.2011 08:49
Joe69 21.06.2011 18:59
Die Euros für die Kofferträger waren m.E. trotzdem gut angelegt, denn die Armnen verdienen sonst so gut wie nichts, damit sicherst Du deren Familie bzw. Existens...GLG von Joachim:-)