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Erfahrungsbericht

für Busrundreise ab Sydney/bis Cairns, Australien
5 Sterne *** Australien - ein Traum wurde war *** Bericht mit Bildern
204 von 204 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Natur, Tierwelt, klasse Reiseleiterin, faszinierende Unterwasserwelt, Topp Hotels

Kontra Sydney nicht mit im Programm, teuer, im Sommer Australiens zu heiß

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

pharaonen Seit 4 Jun 2004

Mutter/Tochter Urlaub in DUBAI vorbei und es war traumhaft schön---Gegenlesungen od. gegenseit... mehr

158 Mitglieder vertrauen mir

S i l b e r h o c h z e i t s r e i s e
21.07. bis 05.08.2007
Korallenriff und Tropeninseln
A U S T R A L I E N


Heute endlich kann ich euch ein wenig über unsere Australienreise berichten. Um es vorwegzunehmen, es war die Reise unseres Lebens und wenn ich das Geld hätte, würde ich sofort wieder dorthin reisen, aber leider wird das in den nächsten Jahren nicht so schnell passieren.


*** warum so eine teure und weite Reise? ***

Ich weiß nicht warum und wieso, aber ich hatte schon seit vielen Jahren den Wunsch, einmal im Leben einem Koala in die Augen zu schauen und ihn streicheln zu dürfen. Natürlich auf dem Gebiet, wo diese possierlichen Tiere leben.
Dieser Wunsch war immer nur ein Traum, da zu DDR-Zeiten schon ein Besuch in Westdeutschland wie ein 6er im Lotto war. Das Größte Erlebnis für uns "Arbeiterkinder" war es, einmal Urlaub an der Ostsee zu machen. Wenn man Glück hatte bekam man alle 15 Jahre, so einen Ferienplatz.
Nun, nach der Wende fehlte das Geld um in die Ferne zu reisen, da wir nach fast 1 ½ Jahren Arbeitslosigkeit, die letzten verbliebenen Kröten für den Umzug in die alten Bundesländer steckten, um hier vor 16 Jahren einen Neuanfang zu starten.
Unsere finanzielle Lage besserte sich von Jahr zu Jahr, was nicht verwunderlich ist, wenn beide einen Job haben. Natürlich bedeutet das nicht das wir das Geld mit vollen Händen ausgeben können, auch wir müssen mit jedem Euro rechnen. Der Wunsch nach Australien zu reisen bestand aber weiterhin.
Vor 5 Jahren, zum 20. Hochzeitstag war die Überlegung - die Silberhochzeit werden wir nicht groß feiern, sondern das Geld in eine tolle Reise investieren.
Das war es, das Ziel hieß - Australien - in 5 Jahren. So eine Reise bezahlt man natürlich nicht eben so. Nun musste ungefähr mal überschlagen werden was der Spaß kosten würde.
Also, auf der Bank einen Sparvertrag gemacht, monatlich 150 Euro eingezahlt und dieses Jahr war es dann soweit, auf dem Konto lagen 9000 Euro für unsere Australienreise.


*** Tourunternehmen + Reiseleiter ***

Gebucht hatte ich in Deutschland über Thomes Cook. Die Partnerfirma in Australien, die die gesamte Tour durchführt ist AAT Kings. Sie ist eine der größten Reiseveranstalter in Australien.
Als Reiseleiter bekamen wir Adriana, eine Schweizerin die vor 16 Jahren auswanderte und seit 13 Jahren als Tourguide in Australien unterwegs ist. Supernett, freundlich und sie wusste alles über und um Australien.
Heute kann AAT Kings auf über 90 erfolgreiche Jahre zurückblicken und seit den ersten Tagestouren in die Blue Mountains sind inzwischen weit mehr als eine Millionen Gäste mit AAT Kings gereist, die den Ruf des Unternehmens für erstklassiges Reisen in die ganze Welt hinaustragen.
http://www.aatkings.com/de/


*** Samstag bis Sonntag - Anreise 21. + 22. Juli (1.+ 2.Tag) ***

Da wir eine komplette Reise gebucht hatten, war auch die Bahnfahrt nach Frankfurt im Preis enthalten. Wir gönnten uns einen weiteren Luxus und buchten die Fahrt mit der 1.Klasse dazu. Das ist recht günstig, wenn man das im Reisebüro zur Reise zubucht. Zusätzliche Kosten von 52,00 Euro erschienen mir bei dieser Reise nicht die Welt.
Am Flughafen in Frankfurt angekommen, ging es gleich zum einchecken am Schalter der Cathay Pacific Airlines.
Hier ging alles sehr schnell und reibungslos, da hier keine lange Schlange stand, wie an manch anderen Schaltern.
14:40 saßen wir im Flieger und nun wurde es Wirklichkeit, wir waren auf dem Weg nach Australien.
9159 km und 11 Stunden später landeten wir am Sonntagmorgen um 7:45 Uhr in Hongkong. Hier hatten wir durch Verspätung eine Stunde Aufenthalt bis zum nächsten Flug. Weitere 5996 km sowie 8 Stunden später und die Maschine landete abends 20:20 Uhr in Sydney. Leider war es da schon stockdunkel und wir sahen an diesem Abend nicht mehr viel von der Stadt, denn es ist im Juli tiefster Winter und somit waren es auch nur 14°C. Für die Sydneyer ein Grund, in dicken Winterjacken herumzulaufen.
Wie in den Reiseunterlagen beschrieben, stand ein netter Herr am Flughafen mit einem Schild in der Hand, wo unsere Namen draufstanden und wir wurden sofort zum Hotel gefahren.


*** Montag 23.Juli - Sydney (3.Tag) ***
Temperatur bis 17°C - sonnig

Wir waren schon früher in Sydney, als der Rest der Reisegruppe, die erst nachmittags ankam.
Im nachhinein muss ich sagen hatten wir das Glück, das unser Hinflug ausgebucht war und wir eine Nacht in Sydney dazubuchen mussten, somit kamen wir am Vorabend der eigentlichen Reise an und hatten den heutigen Tag für uns, um Sydney kennen zu lernen.
Schade das es bei der eigentlichen Reise keinen Tag für Sydney gibt, denn wenn man schon auf diesem Kontinent ist, gehört Sydney einfach dazu.
Nach einer, ab und zu schlaflosen Nacht (Zeitumstellung - 9 Stunden vor) und einem sehr guten Frühstück im Accor Menzies Hotel, machten wir uns auf die Socken, denn der Tag ist wie bei uns im Winter sehr kurz und am Nachmittag um 16:00 Uhr war das erste gemeinsame Treffen der Reisegruppe.
Das Hotel liegt direkt in der Nähe des Bahnhofs Wynyard im Stadtzentrum mit direktem Blick auf den Park Wynyard, der aber eher klein ist. Zu Fuß kann man in wenigen Minuten alle Sehenswürdigkeiten wie z.b. das Opernhaus, die Harbour Bridge, den Darling Harbour und das historische Viertel The Rocks erreichen.
Der erste Weg führte uns natürlich, bei herrlichem Sonnenschein aber nur frischen 17°C, zum Opernhaus. Von hier aus weiter zum Sydney Tower, den ich für 22,50 A$ (ca. 15,00 €) Eintritt erklomm und hier die tolle Aussicht genoss. Jetzt hinunter zum Hafenbereich von Darling Harbour. Eine der Attraktionen in Sydney ist das Aquarium, es ist das größte Aquarium der Welt. Natürlich muss man das gesehen haben, obwohl der Eintritt ganz schön happig ist mit 27,50 A$ pro Person (ca. 18,00 €), aber die riesigen Becken und die Vielzahl der Fische war doch sehr beeindruckend.
Von dort aus ging es zur Shoppingmeile The Strand Arcade und was sonst noch alles an Geschäften zu finden war. Hier möchte ich nicht zuviel schreiben, denn über Sydney müsste man eigentlich einen eigenen Bericht verfassen.
Schon war es 15:00 Uhr und ab ins Hotel, wo wir eine Überraschung erlebten, denn wir kamen nicht in unser Zimmer. Was uns niemand sagte, wir mussten umziehen in ein anderes Hotelzimmer, weil ja heute erst die gebuchte Busrundreise losging. Schnell, schnell alles zusammengepackt und ins neue Zimmer, dabei vergaß ich meine Lederjacke im Schrank was ich aber erst 2 Tage später merkte. Hier war unsere Reiseleiterin absolut hilfreich und kümmerte sich sofort, so das die Jacke am Ende der Reise in Cairns im Hotel war.

Beginn der eigentlichen Reise:
16:00 Treffen der Reisegruppe und Vorstellung des Reiseleiters

Wir kamen zum vereinbarten Termin und waren sehr überrascht, denn es waren nur 5 Personen anwesend. Die Reiseleiterin stellte sich vor und übergab uns alle Unterlagen, wie Kofferanhänger, Landkarten, Terminplaner für die Abfahrtszeiten ect. und einem Rucksack, den jeder Reiseteilnehmer vom Tourunternehmen geschenkt bekam. Hier erfuhren wir auch, das wir auf der gesamten Reise eine recht kleine Gruppe bleiben werden, insgesamt 12 Personen, für die ein Luxusreisebus zur Verfügung stand, der insgesamt 46 Personen fasste.
Und schon ging es los, das erste Highlight der Reise. Gemeinsam spazierten wir 16:45 Uhr zum Hafen, wo eine Hafenrundfahrt mit Dinner an Bord der Capitain Cook Cruises gebucht war. Das Dinner war ein exzellentes 3-Gängemenü, das wir an Bord aus drei verschiedenen Menüs auswählen konnten. Da es ja zur Winterzeit auch schon ca. 16:30 Uhr dunkel wird, hatten wir einen unvergesslichen Blick vom Wasser aus auf die Skyline von Sydney bei Nacht, ganz besonders faszinierend das Opernhaus und die Harbour Bridge. Es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl, das den Alltag vergessen ließ. Man muss es einmal erlebt haben um diesen Augenblick mitfühlen zu können.
Nach dem fantastischen Abendessen, konnten wir nicht gleich ins Hotel zurückgehen, da es uns noch einmal zur Oper zog. Die Oper bei Nacht ist natürlich auch ein tolles unvergessliches Erlebnis.
Auf dem Weg ins Hotel begegneten uns noch einige Souvenirläden, und so kamen wir schon am ersten Tag mit einigen tollen Sachen ins Hotel zurück.


*** Dienstag 24.Juli (4.Tag) ***
Sydney ---> Coffs Harbour 573 km

Heute lag einer der längsten Tagestouren vor uns. Somit hieß es auch relativ zeitig aufstehen.
Weck Ruf: 6:15 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 8:00 Uhr
Temperatur bis 20°C - sonnig

Pünktlich 8 Uhr stand der Luxusreisebus vor dem Hotel, die Koffer waren bereits eingeladen und wir konnten einsteigen. Da unsere Reisegruppe so klein war und der Bus eigentlich für 46 Personen Platz hatte, brauchte niemand den Platz zu wechseln und man konnte sich ausbreiten sowie alle Sachen liegen lassen die man nicht unbedingt mitschleppen wollte.
Daher hatte jeder einen Fensterplatz und freie Sicht auf die Naturschönheiten der gesamten Fahrt.
Erste Anlaufstelle war Bulahdelah, wo wir von 11:15 bis 11:45 Mittagspause machten. Hier konnte man eine Kleinigkeit essen und sich mit Getränke versorgen. In Australien darf das Busunternehmen im Bus keine Getränke verkaufen, dies ist verboten und strafbar. Also wird auch öfters angehalten um etwas kleines einzukaufen und mal die Toiletten zu besuchen.
Die Toiletten in Australien sind alle öffentlich und kosten kein Geld. Jetzt wird mancher sagen, igitt da kann man nicht drauf gehen, aber in Australien ist wohl alles anders, so eine Sauberkeit hatte ich nicht erwartet, Toilettenpapier war immer da, es waren keine Wände beschmiert und alle Toiletten die ich dort benutzt hatte waren sauber. Komisch das so etwas in anderen Ländern funktioniert. Im übrigen habe ich Australien als super sauberes Land erlebt, hier würde es schon mal 5 Sterne geben.

Mittlerweile hat die Sonne auch die Temperatur auf 20 Grad ansteigen lassen und wir fahren weiter zum Koala-Hospital in Port Macquarie, das wir von 13:30 bis 14:30 besuchten.
Das Koala-Hospital wird vom Koala Preservation Society of New South Wales betrieben. Diese Koala-Schutzorganisation ist eine Gruppe von freiwilligen Helfern, die sich für das Wohlergehen und den Schutz der wildlebenden Koalas einsetzt. Im Koala-Hospital werden bis zu 90 Koalas gepflegt und medizinisch versorgt bis sie wieder in ihr ursprüngliches Gebiet ausgesetzt werden. Wenn die Koalas sich erholt haben, können sie in Freigehegen die Sonne genießen und auf Eukalyptusbäume herumklettern. Hier werden im Durchschnitt 150 - 200 Koalas pro Jahr betreut. Auch hierzu werde ich einen eigenen Bericht schreiben müssen. Es war ein Erlebnis diese Tiere aus der Nähe zu sehen und kurz nach unserem Eintreffen wurde sogar ein kranker Koala abgegeben und wir konnten ganz nah die erste Untersuchung miterleben. Danach wurden wir durch das Hospital geführt und erhielten viele Infos über die Koalas.

Danach ging es mit dem Bus nur 20 Minuten zum nächste Stop von 14:50 bis 15:40 in Port Macquarie.
Port Macquarie ist eine Hafenstadt und ein beliebter Badeort mit rund 40.000 Einwohnern im australischen Bundesstaat New South Wales. Sie wurde 1821 als Siedlung für Gefangene gegründet; in der Nähe mündet der Hastings River. Hier konnten wir uns die Beine vertreten, ein bisschen am Hafen herumspazieren, ein Eis essen oder einen kleinen Einkauf erledigen.

Der letzte Abschnitt des Tages lag nun vor uns und um 18:00 Uhr erreichten wir Coffs Harbour.
Coffs Harbour ist der Mittelpunkt einer gedeihenden Bananenindustrie. Eine der größten Attraktionen ist die Big Banana, die größte Banane der Welt (aus Beton) als Symbol des bekanntesten Exportgutes der Region. Da es schon etwas spät war und auf uns ein Abendessen wartete, hielten wir an der Big Banana nicht an. Wir haben sie vom Bus aus gesehen und ehrlich gesagt, so spektakulär ist sie nun auch nicht das man sich da länger aufhalten könnte.

Im Hotel Opal Cove Resort angekommen, ging uns allen die Augen über, das war ein Hotel mit einer riesigen Lobby, mit Wasserspiele,n vielen Grünpflanzen, riesige Schachspiele und einer Glasfassade durch der wir erst am nächsten Morgen blicken konnten, da es leider bei Ankunft schon Dunkel war. Dort draußen gab es eine riesige Poolanlage und Liegewiese.
Von 19:00 bis 22:00 dinierten wir bei einem 3 Gänge Menü (im Reisepreis enthalten) und vielen letztendlich müde und übermäßig gesättigt ins Bett.


*** Mittwoch 25.Juli (5.Tag) ***
Coffs Harbour ---> Gold Coast (Surfers Paradise) (332km)

Weck Ruf: 7:00 Uhr
Frühstück: ab 7:00 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 8:30 Uhr
Temperatur bis 22°C - sonnig

Ich wollte ja unbedingt den Pazifik sehen, also ging es nach dem Frühstück schnell noch mal zum Strand, bevor die Fahrt weiter ging nach Surfers Paradise. Auf dem Weg zum Strand, sah ich zum ersten mal Loris in freier Natur und das war ein besonderes Erlebnis, denn bis zu diesem Tag kannte ich diese Papageien nur aus dem Tierpark. Auch lernte ich eine neue Pflanzenart kennen, die Banksia. Die Samenkapseln der Banksia sind hart wie Granit. Sie öffnen sich nur bei Feuer, da sie mindestens 42°C und die chemische Zusammensetzung des Rauches brauchen um sich zu öffnen. Es gibt 80 Arten, die nur auf dem australischen Kontinent vorkommen. Und ein paar Schritte weiter stand ich nun am Pazifik und konnte gar nicht genug vom Rauschen des Wassers bekommen.

8:30 Uhr setzte sich unsere Reisegruppe in Bewegung und das erste Ziel des Tages war der Leuchtturm bei Bayron Bay. Nach einer kurzen Rast von 10:00 bis 10:25 Uhr kamen wir kurz nach der Mittagszeit an. Die Temperatur stieg auch auf 22°C und die Sonne meinte es an diesem Tag wieder gut mit uns, so wie auch an allen kommenden Tagen. Von 12:30 bis 13:00 besichtigten wir den Leuchtturm und genossen die Aussicht. Der im Jahr 1901 gebaute Leuchtturm ist weithin sichtbar und gilt als eine der Hauptsehenswürdigkeiten der kleinen Stadt Byron Bay. Durch die große und sehr lang gezogene offene Bucht ist Byron Bay ein ideales Surferparadies. Cape Byron ist auch als Ziel für Wale Watching bekannt, da Cape Byron regelmäßig von Buckel-Walen passiert wird. Wir hatten das Glück einen Wal zu sehen, leider war er in weiter Ferne, aber trotzdem ein unbeschreiblich tolles Gefühl.

Vom Leuchtturm aus konnte man auch das Städtchen Bayron Bay sehen, in dem wir von 13:00 bis 14:00 Mittagspause machten.
Byron Bay ist ein Badeort an der Nordostküste des australischen Bundesstaates New South Wales mit rund 22.000 Einwohnern und liegt am östlichsten Punkt des australischen Festlandes.
Wir gingen etwas am Strand spazieren, nahmen unser Sandwich, das wir uns zum Frühstück fertig gemacht hatten in die Hand und ließen uns den Wind um die Nase wehen. Bayron Bay liegt in der Nähe des Strandes und somit war auch ein kleiner Einkaufsbummel drin. Hier kaufte ich mir erst einmal einen Hut, denn auch im Winter brennt die Sonne ganz schön und ich wollte es erst nicht glauben, bis ich mir ein paar Tage später tatsächlich in einer Stunde einen Sonnenbrand holte, obwohl ich mich mit Sonnencreme eingecremt hatte. Unsere Reiseleiterin gab uns den Rat eine Kopfbedeckung zu kaufen, denn 15 Minuten in der Sonne von Australien sind wie 2 Stunden in Europa. Wie kurios fand ich es da, in einem Laden Wollmützen, Schals und dicke Handschuhe zu sehen. Es war nun mal für die Australier tiefster Winter, aber für uns das tollste Sommerwetter.
Was man an der Ostküste auch sehr oft sieht, sind Ibise. Diese großen Vögel laufen dort frei herum, wie bei uns die Spatzen nur das diese Vögel fast so groß wie Reiher sind.

Und weiter fahren wir in Richtung Gold Coast, nach Surfers Paradise, das wir ca. 15:00 Uhr erreichten. Hier wurden wir mit dem Bus durch die Stadt gefahren, um uns eine kleine Orientierung zu geben, wo man was findet. Danach ging es zum Hotel und der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Hier verbrachten wir 2 Nächte im Hotel Watermark.
Gold Coast ist eine Stadt an der Südostküste von Queensland, ca. 70 km südlich von Brisbane. Sie hat sich in 50 Jahren aus einer losen Zusammenfügung einiger Dörfer zu der zweitgrößten Stadt Queenslands mit 469.214 Einwohnern entwickelt. Sie ist Australiens sechst größte Stadt und Australiens größte Touristengegend.
Der südlichste Küstenstreifen Queenslands ist die populärste Ferienregion Australiens. Wolkenkratzer säumen den makellosen Sandstrand, der sich 70 km von Coolangatta im Süden bis Surfers Paradise im Norden erstreckt. Die Gold Coast ist ein Badeparadies á la Miami.

Durch einen Tipp unserer Reiseleiterin, führte uns der erste Weg, nur einmal über die Straße von unserem Hotel, zu Q1. Der am 26. Oktober 2005 eröffnete Wolkenkratzer Queensland Number One Tower ist mit 323 m der höchste Wolkenkratzer auf der Südhalbkugel, sowie das höchste Wohngebäude der Welt. Hier sind auf einer Gesamtfläche von 209100m² ausschließlich exklusive Wohnungen untergebracht. Die 10 Aufzüge, sind mit 9m/s die schnellsten Australiens. Seinen Namen bekam er von der olympischen Rudermannschaft Australiens der 1920er - Q1.
Im 77. und 78. Stock auf 900m² in 217m Höhe befindet sich die Aussichtsetage für bis zu 400 Personen, von der man eine Sicht auf die gesamte Gold Coast und manchmal sogar bis nach Brisbane im Norden und Byron Bay im Süden hat.
Und diesen Ausblick gönnten wir uns, und sahen uns ca. 18:30 Uhr den Sonnenuntergang von hier oben an. Umsonst ist die Fahrt nach oben natürlich nicht, man muss dafür pro Person 19,50 A$ (= 13,00 Euro) hinlegen, aber es lohnt sich wirklich. In diesem Gebäude gibt es 527 Wohnungen, die man ab 985000 A$ (ca. 657000 Euro) erwerben kann. Das mit 12 Millionen A$ teuerste Penthouse in Queensland nimmt die gesamte 74. Etage ein.

Anschließend gab es einen Stadtbummel bei Nacht sowie ein Abendessen. Hier probierte ich das erste Mal Känguru. Ich empfehle es jedem einmal zu probieren, es schmeckt ausgezeichnet und man kann es keinem Fleisch das man in Europa kennt zuordnen. Es hat eben seinen eigenen Geschmack und der ist hervorragend. So günstig wie wir hier gegessen haben, das gab es nirgendwo. 2 Abendessen mit jeweils einem Bier für 42,25 A$ (= 28,17 €).
So ging ein weiterer Abend in Australien zu Ende.


*** Donnerstag 26.Juli (6.Tag) ***
Gold Coast (Surfers Paradise)

Ein freier Tag, der zur eigenen Verfügung steht.
Temperatur bis 24°C - sonnig
in der Sonne bis 30,5°C

Ein neuer Morgen und was für eine Aussicht aus dem Hotelzimmer. Wir liegen im Bett, können den Pazifik und den Sonnenaufgang sehen. Kann es etwas schöneres geben? Da macht das Aufstehen Spaß und schon sind wir beim Frühstücken in aller Ruhe, denn wir haben den ganzen Tag für uns.
Wir wollen heute eine Schifffahrt machen, vorbei an den Villen der Reichen. Die 1,5 Stunden kosten pro Person 42,00 A$ = 28,00 € inklusive Kaffee, Tee und Kuchen, den man an Bord bekommt.
Wie so vieles hier, auch nicht günstig, aber man hat einen phantastischen Blick auf die Skyline von Surfers Paradise. Nicht zu verachten die schönen gepflegten Villen der Reichen mit ihren Jachten und eigenen Hubschraubern.

In Sunshine Paradise gibt es auch ein riesiges Shoppingcenter, zu dem man mit dem Bus fahren kann oder es zu Fuß in 90 Minuten erreicht. Das Wetter ist super, und den angefressenen Pfunden tut ein Spaziergang auch gut. Somit entschließen wir uns zur Fuß-Variante. Unterwegs können wir unseren Augen nicht glauben, alles ist hier teuer nur der Spritpreis nicht. Super 122,9 A$ = 82 Cent und Diesel 125,5 A$ = 84 Cent.
Geht man erst einmal zum shoppen, dann findet sich auch immer etwas, was man mitnehmen möchte. Mein Mann hat sich einen Hut aus Känguruleder gekauft (er hatte an diesem Tag Geburtstag). So einen, den man zusammenfalten kann, ohne das man ihn kaputt macht. Aber auch das hat hier seinen Preis - Kosten: 89,95 A$ = 60 Euro.
Nur zur Info mal ein paar Preise:
250g Erdbeeren 3,50 A$ = 2,33 Euro, 1kg Bananen 4,99 A$ = 3,32 Euro, 1kg Äpfel 6,99 A$ = 4,66 Euro

Den restlichen Tag ließen wir ruhig ausklingen, ein Spaziergang am endlosen breiten Strand sowie ein weiteres Abendessen in der Stadt. Heute probierte ich Krokodil, kann ich aber nicht empfehlen, denn es sieht aus wie Hühnchen und schmeckt wie Hühnchen. Unsere Reiseleiterin meinte das kommt von der Ernährung, die Krokodile werden ausschließlich mit Hühnchen gefüttert.


*** Freitag 27.Juli (7.Tag) ***
Gold Coast (Surfers Paradise) ---> Harvay Bay (404km)

Weck Ruf: 6:15 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 7:45 Uhr
Temperatur bis 23°C - sonnig

Heute stehen 2 Highlights auf unserem Programm. Die erste Station der Tagestour ist Brisbane.
Brisbane ist die drittgrößte Stadt Australiens und Hauptstadt Queenslands mit 1,73 Mio. Einwohnern und liegt ca. 20 km landeinwärts am Brisbane River, der die Stadt in zwei Teile teilt. Schillernde Wolkenkratzer und großzügig angelegte Parkanlagen bestehen neben den historischen Bauten aus der Gründerzeit. Brisbane wurde 1824 als Strafkolonie gegründet und ist nach dem damaligen Gouverneur von New South Wales, Sir Thomas Brisbane benannt.
Vor den Toren Brisbanes hält der Bus an einem Aussichtspunkt und wir haben einen tollen Blick auf die gesamte Stadt. Es ist schon eine beindruckende Metropole, die sich hier zu unseren Füßen legt.
Die Fahrt geht dann mit dem Bus durch Brisbane und uns werden Punkte gezeigt, die man sich ansehen kann und bekommt damit eine Orientierung und braucht keinen Stadtplan. Von 10:30 bis 12:30 haben wir jetzt Zeit uns die Stadt anzusehen, Mittagessen oder shoppen zu gehen.
Wir sind dann auch einmal über den stadtteilenden Fluss gegangen und haben uns die Stadt vom anderen Ufer aus angesehen, sehr beeindruckend. Auf dieser Seite war vor Jahren eine Weltausstellung. Somit stehen hier die Gebäude und Anlagen teilweise der Bevölkerung zur Verfügung. Alles ordentlich, sauber und gepflegt.

Eh man es sich versieht ist es schon wieder Zeit den Bus aufzusuchen. Weiter geht es nun zu den Glass House Mountains. Namensgeber war James Cook, der 1770 beim Anblick der nassgeregneten und dadurch glänzenden Gesteinsgipfel an Glashäuser erinnert wurde.
Wir erreichen 13:15 Uhr den Aussichtspunkt Mary Cairncross Park. Hier haben wir 20 Minuten um einen 360° Rundumblick zu genießen.
Der 883 km² große Nationalpark umfasst im wesentlichen ein Gebiet um die Gebirgskette der "Glass House Mountains" und besteht aus 12 Vulkanhügeln, die vor 25 Millionen bis 27 Millionen Jahren entstanden sind. Tief grüne Berge prägen die "Glass House Mountains" im Hinterland der "Sunshine Coast" von denen man eine Fernsicht bis zum Meer, hinweg über dichten Regenwald genießt.
Leider war es doch etwas dunstig und die Sicht bis zum Meer blieb uns versagt.

17:30 erreichen wir das Hotel Outrigger Hervey Bay. Das vor wenigen Jahren errichtete Hotel ist Teil der Hafenanlage und der dort befindlichen Fußgängerzone mit Restaurants und zahlreichen Geschäften. Hier kann man abends nett Essen gehen und dabei auf den Hafen schauen, mit den ganzen Jachten und Booten. Hier wurde es schon entschieden teurer, wir bestellten uns jeder ein Steak und ein Bier und mussten dafür 64,20 A$ = 42,80 € hinlegen.

So schnell kann eine Woche zu Ende gehen, morgen in einer Woche heißt es Abschied nehmen vom schönsten Kontinent, aber daran wollen wir eigentlich noch nicht denken, denn es liegt noch so vieles vor uns.


*** Samstag 28.Juli (8.Tag) ***
Hervey Bay ---> Fraser Island ---> Hervey Bay
ganztägiger Ausflug auf der Insel

Weck Ruf: 6:15 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 7:30 Uhr
Temperatur bis 23°C - sonnig

Heute geht es nach Fraser Island. Was das ist, beschreibe ich euch gleich.
Wir fahren mit dem Bus nur 10 Minuten zum Hafen und der Fähre die hier nur nach Fraser Island ablegt. 8:30 geht es endlich los und die Überfahrt dauert genau 30 Minuten.
Fraser Island ist mit 165000 Hektar Fläche die größte Sandinsel der Welt, sie ist 120 km lang und besteht fast gänzlich aus Sand. Dieser türmt sich an einigen Stellen zu Dünen bis zu 250 m Höhe auf. Das Innere der Insel wird vom Regenwald geprägt. Zu den beliebtesten Ausflugszielen auf der Insel, auf der nur mit einem Geländewagen und einem Permit gefahren werden kann, gehört der Lake McKenzie mit kristallklarem Süßwasser und traumhaft schönen Stränden.

Auf der Insel angekommen steigt man in einen Permit, das ist ein geländegängiger Bus. Mit diesem Bus wird man auf der Insel herumgefahren und der Busfahrer ist zugleich der Tourguide und erläutert alles Wissenswerte. Die Informationen bekommt man ausschließlich auf Englisch, aber an den Haltestellen wird dann alles von unserer Reiseleiterin übersetzt, so das auch nur deutschsprachige Urlauber alles verstehen.
Den ersten Stop gab es für ca. 45 Minuten mitten im subtropischen Regenwald, hier bekam man eine Führung sowie Erklärungen zu Flora und Fauna vom Tourguide, aber wir konnten diese Tour mit unserer Reiseleiterin machen, die uns alles auf deutsch erklärte.
Der größte Teil der Insel ist von Eukalyptusbäumen, Sträuchern, Akazien und Gräsern bedeckt. Nirgendwo anders auf der Welt findet man Regenwald auf Sandboden, mit Baumriesen, die seinerzeit für den Bau des Suezkanals verwendet wurden. Absolut einzigartig dieses zu erleben und ich war wirklich von Flora und Fauna fasziniert.

Weiter geht es auf die schönste Autobahn der Welt. Jährlich befahren bis zu 20.000 Allradfahrzeuge die berühmten Offroad- und Strandpisten, darunter den 75-Mile-Beach, eine als offizielle Autobahn ausgewiesene Uferregion an der Ostküste. Man glaubt gar nicht was das für ein tolles Gefühl ist, wenn der Bus mit 90kmh dahin rast, auf der linken Seite der Regenwald, auf der rechten Seite der wilde Pazifik und auf dem irrsinnig breiten Sandstrand fahren wir, wie auf einer Autobahn.

Der nächste Stop ist am Eli Creek. Er ist der größte Bach an der Ostküste der Insel, hier ergießen sich stündlich beeindruckende Mengen an Süßwasser in den Pazifik. Wir können uns hier ein wenig umsehen und auch auf Töschi gehen. Ich nutze die Zeit um einmal die Füße in den Pazifik zu halten, denn der Eli Creek ist verdammt kalt. Einige gehen aber doch darin schwimmen, soviel Mut hatte ich nicht. Im Pazifik darf man hier nicht baden, wegen der vielen Haie und den sehr starken Strömungen.

Dann ein weiterer Halt an den Teewah Coloured Sands. Das ist eine heilige Stätte der Badtjalla Aborigines auf Fraser Island. Es sind große Sanddünen, die aus gepressten Sandschichten unterschiedlicher Färbung bestehen. Die Dünen erreichen eine Höhe von 200m. Die Farbschichten entstehen durch Beimischungen von unterschiedlich zusammengesetzten Pflanzenresten aus verschiedenen Epochen der Sandaufschichtung. Der Zerfall des organischen Materials setzt Stoffe frei, die den Sand verfärben.

Der letzte Stop vor dem Mittagessen ist beim Wrack der Maheno.
Im Jahr 1935 lief an der Ostküste der Insel der ehemalige Luxusliner, die S.S. Maheno, während eines für die Jahreszeit untypischen Zyklons auf Grund. Die Maheno sollte in Japan verschrottet werden und wurde dazu von einem kleineren Schiff gezogen. Um den Strömungswiderstand zu verringern, hatte man der Maheno Schrauben und Ruder ausgebaut, wodurch sie in dem Sturm nicht mehr selbst manövrieren konnte. Versuche, das gestrandete Schiff los zubekommen, scheiterten.

Im Ausflug auf der Insel ist ein reichhaltiges warmes und kaltes Mittagsbüfett inbegriffen. Alle Ausflügler treffen sich hier und es geht zu wie in einer großen Mensa. Aber alles geht sehr schnell und in 20 bis 30 Minuten hat man sein Essen eingefahren.

Der letzte Höhepunkt des Tages ist die Fahrt zum Lake McKenzie. Ich glaube, er ist der sauberste Süßwassersee der Welt. Wir hatten hier 50 Minuten Zeit zum Baden, natürlich nur wer es sich traut in das eisige Wasser zu hüpfen. Mit den Beinen war ich drin und als ich aus dem Wasser kam war die Haut meiner Beine so glatt wie ein Kinderpopo. Ich habe so etwas noch nicht erlebt, es ist ein wahrer Jungbrunnen. Weiter beeindruckt war ich vom schneeweißen Sand der absolut fein und rein war. Ich bin ein Sandsammler und habe schon sehr viele Sandproben zu Hause, dieser hier sticht in seiner hellen Farbe und Reinheit absolut hervor.

Und schon ist der Tag fast herum. Die letzte Fähre legt 16:25 ab und wir sind somit 16:55 wieder in Hervey Bay. Da das Mittagessen sehr üppig ausgefallen ist, gab es zum Abendessen nur einen Burger und Pommes, den wir uns in einem Imbiss holten.


*** Sonntag 29.Juli (9.Tag) ***
Hervey Bay ---> Rockhampton ( 110 km )

Weck Ruf: 6:15 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 7:45 Uhr
Temperatur bis 23°C - sonnig

Heute geht es in die Region der Rinderzucht. Bevor wir in Rockhampton ankommen, besuchen wir eine typische Rinderfarm in Queensland. Auf dem Weg dorthin, gab es einen kleinen Zwischenstop in Childers. Hier gibt es einmal im Jahr ein großes Volksfest und wir hatten das Glück, das genau heute dieser Tag war. Also, kurze Planänderung und von 9:00 bis 10:00 Uhr konnten wir uns die schönen alten Häuser sowie den Jahrmarkt ansehen und mit dem einen oder anderen Farmer ins Gespräch kommen.

Die eigentliche Anlaufstation heißt heute Langmorn Station, eine typischen Rinderfarm der Region.
Hier angekommen, werden wir ganz lieb von der Eigentümerin begrüßt und können uns das ganze Haus ansehen. Das bedeutet wirklich komplett alles ansehen und benutzen, vom Schlafzimmer bis zum Bad. Wir konnten es kaum fassen, aber diese Farmer lieben es, wenn deutsche Urlauber kommen und servieren sogar Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen.
Die Farmer haben schon seltene Haustiere, es sind keine Hunde, sondern es sind 3 Kängurus. Diese durften wir füttern und streicheln. Sie liebten es gestreichelt zu werden, natürlich bekamen sie von uns Unmengen von Streicheleinheiten. Es war irre, ich stehe Auge in Auge einem Känguru gegenüber und das lässt sich von mir auch noch anfassen. Das war einer meiner Wünsche im Leben. Ich habe mal gesagt, ich möchte einmal ein Känguru anfassen und einen Koala auf dem Arm haben. Der zweite Wunsch sollte auch bald in Erfüllung gehen.
Wir waren von 13:40 bis 15:40 hier und hätten gern noch länger die Kängurus geknuddelt.

Nun fahren wir weiter und erreichen kurz vor Rockhampton den Tropic of Capricorn. Er ist benannt nach dem Wendekreis des Steinbocks am 23,5 Breitengrad, der Südgrenze der tropischen Klimazone.
Ungefähr 17:00 waren wir am Ziel des heutigen Tages, in Rockhampton.
Die Stadt liegt in Zentral-Queensland, am südlichen Wendekreis, rund 40 km landeinwärts vom Pazifischen Ozean, an den Ufern des größten Flusses in Queensland, dem Fitzroy River. Die Stadt erstreckt sich auf einer Fläche von rund 187 km².
17:10 Uhr sind wir im Hotel Travelodge Rockhampton angekommen und morgen geht es auf eine Trauminsel, wo keine Autos fahren dürfen, dadurch ist auch die Mitnahme an Gepäck begrenzt und es muss runter gepackt werden, der Rest der Sachen bleibt dann im Bus zurück.
Ist man in Rockhampton, der Hauptstadt der Rinderzucht ist es fast Pflicht in einen Pub zu gehen und ein Steak zu essen, denn hier soll es die Besten im Lande geben. Wir waren Abendessen und es war wirklich urgemütlich und das Essen sensationell gut.


*** Montag 30.Juli (10.Tag) ***
Rockhampton ---> Hamilton Island ( 430 km )

Weck Ruf: 6:30 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 8:00 Uhr
Temperatur bis 26°C - sonnig

Ein neuer Morgen und die Sonne scheint bereits, als wir Rockhampton mit dem Bus verlassen. Bevor wir nach Airlie Beach kommen, gibt es einen kurzen Stop in Mackay von 12:00 - 12:30 Uhr.
Auf der Fahrt bekommen wir sogar einen Film gezeigt und erfahren vieles über die Bundesstaaten Australiens und ihrer Wirtschaft. Vorbei an unendlich langen Zuckerrohrfeldern, komme ich mir vor wie im Film bei "Dornenvögel". Zuckerrohr ähnelt vom Aussehen her dem Bambus oder Mais oder jeder anderen einkeimblättrigen Pflanze. Die Halme können einen Durchmesser von bis zu 5 cm und eine Höhe von bis zu 4 m erreichen. Blüht der Zuckerrohr, ist das ein Zeichen das er reif ist und geerntet werden kann. In dieser Gegend wird vorwiegend Zuckerrohr angebaut, aber ein wenig Viehzucht gibt es hier und da auch noch.

Gegen 14:00Uhr erreichen wir Airlie Beach. Das Städtchen liegt an der Ostküste Australiens und in unmittelbarer Nähe befinden sich die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef. Airlie Beach liegt in etwa auf dem selben Längengrad wie Tahiti und besticht durch sein angenehm tropisches Klima.
Wir haben 2 Stunden Zeit für uns bis die Fähre nach Hamilton Island übersetzt. Also nutzen wir die Zeit für einen Einkauf an Getränken und dergleichen, denn auf Hamilton Island ist alles fast doppelt so teuer. Ehe man es sich versieht sind die 2 Stunden herum und die Abfahrt auf unsere Trauminsel steht kurz bevor.

Hamilton Island gehört zu den Whitsunday Inseln, die aus 74 Inseln bestehen.
Auf acht von ihnen gibt es Hotels und Insel - Resorts, wie z.B. Hamilton Island.
Die Insel hat eine Länge von 4,5 km und ist 3 km breit. Obwohl Hamilton Island sich zu einem der größten Luxus - Reiseziele im Great Barrier Reef entwickelte, fügen sich hier die Resort Anlagen und der eigene Flughafen ( auf dem sogar Großraum - Flugzeuge landen können ) in die tropische Umwelt ein ohne zu stören. Immer noch mehr als 80% der Insel sind unbewohnt und in ihrem Naturzustand belassen.

16:00 Uhr legt der Katamaran ab und braucht genau 20 Minuten für die Überfahrt. Auf der Insel angekommen, braucht man sich hier erst einmal um gar nichts kümmern. Man wird zum Hotel gefahren, bekommt eine kleine Orientierungsfahrt und im Hotelzimmer angekommen freuen wir uns über die bereits im Zimmer stehenden Koffer. Zuvor wurden wir an der Rezeption des Reef View Hotels mit einem kostenfreien Mixgetränk begrüßt. Es gab auch noch einen kleinen Lageplan der Insel und ein paar Informationen.

Das Hotelzimmer war der Hammer, das Zimmer war ca. 7m lang und 5m breit, der Flur ca. 3,6m lang und 1m breit und das Bad ca. 3,5m breit und 4m lang. Das Schärfste war aber der riesige Balkon, ca. 10m² auf dem ein Tisch mit 2 Stühlen und sogar eine Sonnenliege stand. Die Aussicht war überwältigend, wir schauten über die Palmen hinweg auf den Pazifik. Dieser Blick ließ mir die Haare zu Berge stehen und dieses Gefühl bleibt unvergessen. Schnell laufen wir noch für ein paar Minuten zum Strand, bevor es dunkel wird. Der heutige Abend (19:00 Uhr) gehört der Reisegesellschaft, denn es ist ein 3-Gänge-Menü enthalten. Das Essen war wie jedes Mal phantastisch.


*** Dienstag 31.Juli (11.Tag) ***
der Tag steht zur freien Verfügung

Weck Ruf: heute nicht
Frühstück: ab 7:00 Uhr (in 3 verschiedenen Restaurants möglich)
Temperatur bis 27°C - sonnig
Wassertemperatur: 25°C

Was für ein herrlicher Morgen, wirklich wie im Paradies. Der erste Blick geht vom Balkon aus zum Meer. Es ist so herrlich, die Palmen rauschen und die Kakadus fliegend schreiend umher.
Wo gehen wir frühstücken? Es gibt hier 3 Möglichkeiten auf der Insel als Hotelgast. Die erste Möglichkeit ist das Restaurant unten im Hotel - unspektakulär - so unsere Reiseleiterin. Die 2. Möglichkeit ist ein Restaurant quer über der Straße, das offenen Blick zum Meer hat und in dem man auf sein Essen aufpassen muss, da die Kakadus alles klauen was unbeaufsichtigt herumsteht. Die 3. Möglichkeit ist das Koala Gallery Restaurant, hier kann man mit den Koalas frühstücken und wenn man möchte, sich mit einem Koala fotografieren lassen. Wer meinen größten Wunsch weiter oben gelesen hat, weiß wohin wir gegangen sind, natürlich ins Koala Gallery Restaurant.
Es ist ein Erlebnis, beim eigenen Frühstück hier den Koalas zuzuschauen, wie schnell sie klettern können und ein paar Eukalyptusblätter ins Maul stecken und dann wiederum versinken sie ganz langsam und behutsam in einen kurzen Schlaf. Natürlich war das die Gelegenheit für mich, einmal in meinem Leben einen Koala auf dem Arm zu haben. Ich kann euch sagen, ich war im 7.Himmel und diese Tierchen sind soooooo flauschig und weich. Natürlich kostet das auch seine Kleinigkeit. Ein Foto das ca.16 x 25 cm groß ist kostet 18,00 A$ = 12,00 Euro. Aber das war mir in diesem Augenblick egal.

Gut gefrühstückt wollten wir jetzt die Insel erkunden. Sollte von euch jemand dorthin reisen, nehmt einen Führerschein mit, denn man kann sich dort Golfbaggies ausleihen für 80,00 A$ = 53,00 Euro den ganzen Tag oder stundenweise. Wir hatten das Glück unserer Reiseleiterin zu begegnen, die sich einen gemietet hatte und uns anbot die Insel zu zeigen. Super, so bekamen wir eine private Führung. Es besteht auf der Insel auch die Möglichkeit mit einem Minibus mitzufahren, der kostenfrei ist. Einen Fahrplan bekommt man beim Einchecken im Hotel dazu.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und paradiesischer kann es nicht sein, sehr wenig Leute am Strand, denn den Australiern ist es zu kalt zum Baden. Es sind 27°C im Schatten und der Pazific hat 25°, wo ist das denn kalt? Ich bin nicht böse, so ist der Strand fast menschenleer und ich kann unter Palmen im feinen Sand die Stunden genießen.

Nun steht schon der Abend vor der Tür und Essen gehen ist uns hier doch etwas zu teuer, also gehen wir noch mal zum Hafen runter um uns etwas fürs Abendbrot zu holen, vorbei am teuersten Apartmenthaus der Insel. Ein Apartment geht hier über ein ganzes Stockwerk und kostet 1000 bis 2000 Dollar pro Tag, je höher desto teurer wird es.
Auch sehen wir hier sehr viele Kukabaras, das sind Vögel aus der Familie der Eisvögel. Von den Aborigines erhielten sie ihren Namen, bei uns sind sie unter dem Namen Lachender Hans oder Jägerliest bekannt.
Gekauft haben wir 125 g Magarine, 1 Flasche Schaumwein, 500 g weiches Brot, 200 g Sandwichkäsescheiben, 4 Bananen, 150 g Kochschinken und schon waren 40,40 A$ = 26,94 € los.
Auf dem Balkon machten wir es uns gemütlich und verspeisten unser teuer erstandenes Abendbrot unter den Augen der Kakadus, diese warteten schon in einer Vielzahl auf dem Balkongeländer um etwas abzustauben.
Kakadus kommen wild nur in Australien und auf einigen benachbarten Inseln und Inselgruppen (Tasmanien, Salomonen, Neuguinea) vor. Es sind mit 30-46 cm Länge mittelgroße bis große Papageien. Das beste Unterscheidungsmerkmal gegen die anderen Papageienfamilien ist die bewegliche Federhaube.
Man sollte auch keine Balkontür aufstehen lassen und das Zimmer verlassen, ganz schnell sind die Kakadus im Zimmer und schleppen alles weg was nicht Niet und Nagelfest ist. Wir haben es ausprobiert und gewartet nach dem wir die Tür aufgezogen hatten. Es dauerte wirklich keine 2 Minuten und ein Kakadu schaute uns, in unserem Zimmer mit großen Augen an. Ein Erlebnis der Sonderklasse.


*** Mittwoch 1.August (12.Tag) ***
Abschied nehmen vom Paradies
Hamilton Island ---> Townsville ( 482 km )

Weck Ruf: 6:15 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 7:45 Uhr
8:15 bis 8:45 Überfahrt mit der Fähre zum Festland
8:55 Weiterfahrt in Richtung Townsville
Temperatur bis 25°C - sonnig

Erster Stop der heutigen Fahrt, nachdem wir auf dem Festland zurückgekehrt waren, ist Bowen. Es ist die Stadt der Früchte und wir hielten an einem Fruchtcenter an. Da denkt man, na ja wo es so viele Früchte gibt wird es wohl mal etwas günstiger sein, aber denkste. Ich kaufte mir zwei relativ große Mandarinen und ca. 20 Weintrauben und dafür verlangte der Kassierer 3,75 A$ = 2,50 €.

Das nächste Ziel des heutigen Tages war dann der naturbelassene Tierpark Billabong Sanctuary. Hier verweilten wir von 12:30 bis 14:40 Uhr.
Es ist ein toller Tierpark, in dem jeder Besucher Koalas sowie Kängurus streicheln und füttern kann. Das Futter ist für 80 Cent am Eingang zu erwerben. Auch konnten wir hier gleich unser Mittagessen zu uns nehmen, da es hier kleine Snacks, Pommes und Getränke gibt.
Zu Hause hatte ich mich im Internet schon informiert, was es hier alles gibt. Zum Beispiel auch die Fotozeiten in denen man sich mit einigen Tieren fotografieren lassen kann. Mit Koalas und Wombats ist es kostenpflichtig, mit einer Pyton oder einem Krokodil kostet es nichts, wenn man sich mit dem eigenen Fotoapparat fotografieren lässt. Ich hatte schon Bedenken ob das von der Zeit her klappen würde, aber unsere Reisegruppe hatte in diesem Park eine separate Führung und separate Fototermine. Das Foto mit einem Koala hatte ich ja schon von Hamilton Island, also musste jetzt ein Wombat auf den Schoß.
Wombats leben nur auf dem australischen Kontinent und erreichen eine Kopfrumpflänge von 70 bis 120 Zentimetern und ein Gewicht von 20 bis 40 Kilogramm. Ausgewachsene Wombatweibchen übertreffen für gewöhnlich die Männchen in Größe und Gewicht. Ich hatte ein halbwüchsiges Weibchen mit 24 kg auf dem Schoß und das war wirklich richtig schwer. Das Foto hier kostete 12,00 A$ = 8,00 Euro, im Vergleich zu Hamilton Island schon günstig. Man bedenke auch, das sich der Tierpark nur von Spenden und den Fotos finanziert, er bekommt keinerlei staatliche Unterstützung.
Ja und ein Krokodil in den Händen und eine Pyton um den Hals hatte ich dann auch noch, eine ganz neue Erfahrung.

Danach ging die Fahrt weiter nach Townsville und wir erreichten um15:10 das Hotel Holiday Inn. Auch heute soll es mal ein Abendessen im Hotelzimmer geben, da es hier weit und breit den billigsten Supermarkt gibt.
Unser Einkauf fürs Abendessen
Insgesamt 30,65 A$ = 20,42 €
10,15 A$ = 6,76 € ( 2 Brötchen, 2 Scheiben Wurst + 2 Scheiben Käse)
20,50 A$ = 13,66 € (1 Flasche Wein + 6x 375l Bier)

Hier mal ein paar Preise, man bedenke es war ein sehr sehr günstiger Supermarkt.
Salami 1 kg = 20,98 A$ = 13,98 €
Gehacktes im Angebot 1kg = 9,95 A$ = 6,62 €
Normal 1kg = 11,95 A$ = 7,96 €
1 kleine Flasche Bier, Inhalt 375 ml war hier spotbillig
1,91 A$ = 1,26 € (im Durchschnitt bezahlt man dafür 2 € bis 5,50 €)
Günstig ist das auch nicht, aber je höher man nördlich der Ostküste kommt, desto teurer das Essen.


*** Donnerstag 2.August (13.Tag) ***
Townsville ---> Cairns ( 358 km )

Weck Ruf: 5:45 Uhr
Frühstück: ab 6:30 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 7:15 Uhr
Temperatur bis 23°C – bewölkt

Die letzte Anlaufstation unserer Reise ist Cairns, hier werden wir 2 Nächte verbringen, bevor es nun bald wieder nach Hause geht.
Aber daran denken wir noch nicht denn es steht heute Kuranda auf dem Programm. 7:15 verlassen wir das Hotel und die Fahrt geht zur Skyrail Regenwald Seilbahn in Cairns. Mit der Skyrail erlebt man eine unvergessliche Reise über und durch die tropischen Regenwälder Australiens.
Über 7,5 km Länge hat die Skyrail Regenwald Seilbahn bequeme Gondeln für 6 Personen, die nur wenige Meter über den Baumkronen dahin gleiten und einen eindrucksvollen und ununterbrochenen Blick auf den ältesten überlebenden Regenwald bieten.
Da auch hier zu dieser Jahreszeit nicht viel Andrang ist, können wir auch zu zweit in einer Gondel Platz nehmen und die Fahrt ist doppelt so schön und aufregend. Die gesamte Fahrt dauerte von 12:30 – 13:20 Uhr. Am Red Peak muss man umsteigen und kann hier einen kleinen Ausflug in den Regenwald unternehmen.

In Kuranda angekommen, haben wir 2 Stunden Zeit das Regenwaldstädtchen zu erkunden.
In den sechziger Jahren war Kuranda ein Mittelpunkt für Menschen die einen alternativ Lebensstil verfolgten und seitdem hat sich viel in Kuranda geändert. Historische Gebäude aus der Vergangenheit des Dorfes beherbergen jetzt anspruchsvolle Restaurants, Cafes und Bars. Kuranda hat immer noch den gelassenen Lebensstil aber mit einer Verfeinerung die Kuranda von den anderen Cairns Highland Orten und Attraktionen unterscheidet.
Hier essen wir eine Kleinigkeit, denn Restaurants gibt es reichlich und sogar ein Deutscher bietet die leckere Currywurst an.
In diesem Dörfchen gibt es auch sehr viele Schmuckläden mit Opalschmuck, der garantiert echt ist und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei.

Zurück nach Cairns nehmen wir die Scenic Railway. Übrigens die Fahrten mit der Seilbahn und Eisenbahn sind im Reisepreis enthalten.
Die Original Kuranda Scenic Railway ist ein spektakulärer Ausflug, mit unübertroffenen Ausblicken in den dichten Regenwald, in steile Bergschluchten und auf malerische Wasserfälle. Die berühmte Eisenbahnstrecke windet sich auf ihrem Weg vom Dörfchen Kuranda, abwärts von 328m bis hinab auf Meereshöhe von Cairns.
Die Eisenbahnstrecke Cairns-Kuranda wurde zwischen 1882 bis 1891 gebaut und noch heute wird dies als eine großartige Meisterleistung des Ingenieurwesens angesehen. Hunderte von Männern wurden beschäftigt um die 15 Tunnels und 37 Brücken zu bauen.
Unterwegs hält der Zug 2mal an und alle Fahrgäste können aussteigen um Fotos der herrlichen Natur zu schießen. In Cairns angekommen, nach 90 Minuten nostalgischer Zugreise, erwartet uns ein sehr historischer Bahnhof und man fühlt sich in der Zeit ein paar Jahrunderte zurückversetzt.

Wir kommen aus dem Bahnhof, da erwartet uns schon unser Reisebus und die Fahrt geht gleich zum Hotel Rydges Esplanade Resort, wo unsere Koffer bereits im Zimmer stehen. Der Rest des Tages steht hier wieder zur freien Verfügung.
Die einzigartige Lage von Cairns im tropischen Norden macht die Besonderheit dieser lebendigen Stadt aus. Sie ist das Tor zu den Regenwäldern und zum Great Barrier Reef und verfügt so über zwei der außergewöhnlichsten Naturdenkmäler Australiens.
Cairns schauten wir uns am Abend an, da hier die Geschäfte teilweise bis Mitternacht geöffnet haben, kann man in aller Ruhe den Abend mit einem Dinner und anschließendem Einkaufsbummel ausklingen lassen. Unser Abendessen im Restaurant kostete, für 2x Känguru und 2Flaschen Bier, 70,00 A$ = 46,67 Euro.


*** Freitag 3.August (14.Tag) ***
ganztägiger Aufenthalt im Great Barrier Reef (Moore Reef)

Weck Ruf: 7:15 Uhr
Frühstück: ab 4:00 Uhr
Abfahrt vom Hotel: 9:10 Uhr
10:00 – 11:15 Fahrt zum Moore Reef
16:00 – 17:15 Rückfahrt nach Cairns
Temperatur bis 28°C – sonnig

Heute erwartete uns ein weiterer Höhepunkt unserer Reise, das Great Barrier Reef. Im Reisepreis ist dieser ganztägige Ausflug eingeschlossen, mit einem Mittagbüfett.
Wir werden mit dem Bus bis zum Hafen (Reef Terminal) gefahren, wo ein Katamaran wartete, auf dem sicherlich um die 400 Leute Platz gehabt hätten. Auch hier waren die Plätze nicht ausgebucht, aber trotzdem gut besucht, vor allem von Japanern. An Bord gibt es Kaffee und Tee, für den man aber nichts extra bezahlen muss. Da die Fahrt ca.40km von der Küste weg aufs offene Meer geht, wurde uns empfohlen ein Medikament gegen Reiseübelkeit einzunehmen, da die Fahrt manchmal sehr turbulent werden kann. Wir hatten das Glück das es für uns eine relativ ruhige Fahrt war, jedoch vertragen Japaner genetisch bedingt keine Seefahrten und so ist es immer wieder ein Schauspiel, wie viele sich dort übergeben müssen. Es dauerte wirklich keine 10 Minuten, da rannte die Bordcrew mit Handschuhen und Kotztüten umher.
40 km vom Festland entfernt, legt der Katamaran an einem Ponton an, der auf dem Moore Reef festgemacht ist. Auf dem Ponton, der Überdacht ist, gibt es Tische und Bänke auf denen man seine Sachen legen kann. Jetzt bleiben fast 5 Stunden um sich das Riff auf verschiedenste Weise anzuschauen.

Das Great Barrier Reef erstreckt sich auf einer Länge von mehr als 2000km östlich des australischen Kontinents in einer Entfernung von bis zu 300km von der Küste. Es ist das größte Riffsystem der Erde und gleichzeitig das größte von lebenden Organismen geschaffene Bauwerk. Manch einer bezeichnet das Große Barriere-Riff als das größte Lebewesen der Erde, und es besteht aus rund 2600 einzelnen Riffs, es ist die einzigste lebende Struktur, die man vom Weltraum aus sehen kann.
Die Korallen sind bis zu 18 Millionen Jahre alt, der größte Teil des Riffs datiert etwa zwei Millionen Jahre zurück. Das Riff bildet mit seinen 359 Hart-Korallenarten die größte von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Erde. Es bietet Lebensraum für eine Vielzahl von weiteren Arten, unter anderem sind dort 80 Arten von Weichkorallen und Seefedern, 1500 Fischarten, 1500 Schwammarten, 5000 Arten von Weichtieren, 800 Arten von Stachelhäutern wie zum Beispiel Seesternen, 500 verschiedene Arten von Seetang und 215 Vogelarten heimisch.

1.Möglichkeit: Tauchen
Hierzu ist es aber erforderlich, das man einen Tauchschein vorweisen kann.
2.Möglichkeit: Glasbodenboot
Ein Boot, indem ca. 30 Leute durch Scheiben im Boden des Bootes auf das Riff schauen können.
3.Möglichkeit: Unterwasserglasboot
So ähnlich wie das Glasbodenboot, nur das man im Bauch eines Schiffes sitzt und in die richtige Perspektive zu den Fischen hat.
4. Möglichkeit: Helmet Dive
Dies ist besonders bei älteren Leuten beliebt, die Brillen tragen oder mit dem Kopf nicht ins Wasser wollen. Es sieht wie eine große Glaskugel aus, in die man den Kopf steckt, wo dieser wiederum trocken bleibt und man sich die Unterwasserwelt anschauen kann.
5.Möglichkeit: Schnorcheln
Genau das richtige für mich, ich hatte es noch nie zuvor probiert. Aber das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Es ist ein gewisses Gebiet, indem man Schnorcheln darf, abgesperrt.

Flossen, Brille, Schnorchel und Schwimmweste kann man sich hier kostenlos ausleihen. Und schon stand ich da und watschelte ins Wasser. Bei 25°C Wassertemperatur und 28°C Lufttemperatur ein wahres Vergnügen. Dazu strahlender Sonnenschein und ein ungetrübter Blick auf den Meeresgrund.
Der gesamte Meeresgrund war überseht von den verschiedensten Korallen und die vielen bunten Fische die hier herumschwammen, waren ein Traum.
Auf dem Schiff gab es Einmal-Unterwasserkameras zu kaufen, so eine musste ich mir holen. Nun hatte ich 27 Aufnahmen zur Verfügung und wusste gar nicht was ich zuerst aufnehmen sollte. Ein wenig Angst hatte ich schon, das die Aufnahmen nicht besonders werden könnten, aber die Angst war unbegründet, die Fotos sind Spitze geworden und die 28,00 A$ = 19,00 Euro waren gut investiert, denn so schnell sieht man so etwas nicht gleich wieder, nur in einem Aquarium, aber das ist kein Vergleich, wenn man es selber vor Ort erleben kann.

Natürlich sind wir auch mit dem Unterwasserglasbodenboot und dem Glasbodenboot mitgefahren, da es auch keine extra Kosten sind. Dabei haben wir aus der Nähe eine Schildkröte schwimmen sehen, sie steckte ihren Kopf aus dem Wasser und schaute uns an, ein urvergesslicher Augenblick.
Man findet im Großen Barriereriff sechs von insgesamt sieben weltweit vorkommenden Arten von Meeresschildkröten. Darunter sind auch die vom Aussterben bedrohten unechten Karettschildkröten und die pazifischen Suppenschildkröten.
Übrigens gibt es auf dem Kattermaran von 12:00 bis 14:00 Uhr ein warmes Büfett, an dem man sich reichlich satt essen kann.

Und so ist es sehr schnell 16:00 Uhr und es geht zurück nach Cairns aufs Festland. Der Abschied von einem phantastischen Fleckchen Erde fällt schwer, da es hier faszinierend und unbeschreiblich schön war. Ein Tag, den man im Leben nicht vergisst.

Es ist der letzte Abend, es heißt Abschied nehmen. Ein gemeinsames Dinner in einem elegantem Restaurant in Cairns steht als Abschluss auf dem Programm. Hier konnten wir auswählen, aus 3 Vorspeisen, 4 Hauptgerichten und 3 Nachspeisen, nur die Getränke musste jeder selber bezahlen.
Danach ging es zurück zum Hotel, wo das Kofferpacken noch erledigt werden musste.


*** Samstag bis Sonntag 4. + 5.August (15.+ 16.Tag) ***
Cairns ---> Hongkong ---> Hamburg

Weck Ruf: ausschlafen ist angesagt
Frühstück: ab 4:00 Uhr
Temperatur bis 26°C – sonnig

Da wir erst am Nachmittag schweren Herzens Australien verlassen, haben wir nach dem Frühstück genug Zeit für einen Spaziergang am Strand von Cairns. In diesem Moment kommt schon etwas Wehmut auf, wie schön war die Zeit am anderen Ende der Welt und man muss die ganzen Eindrücke erst einmal verarbeiten.
12:15 Uhr kam der Transfer zum Flughafen und 14:30 saßen wir im Flieger. Fast pünktlich 15:30 startete die Maschine in Richtung Hongkong. Ankunft Samstagabend 20:20 Uhr bei 32°C, die wir im klimatisierten Terminal nicht spürten. Die ersten 7,5 Stunden Flugzeit waren geschafft. Ab zur nächsten Maschine, die 2,5 Stunden später starte. Weitere 12,5 Stunden später landeten wir früh morgens 5:50 Uhr in Frankfurt. Danach fuhren wir mit dem Zug nach Hause.


*** meine Reiseempfehlung ***

Ende August
- angenehme sommerliche Temperaturen
- keine Moskitos
- kleine Reisegruppen
- kein Andrang bei Sehenswürdigkeiten


*** was jeden interessiert – die Kosten ***

Flug – pro Person 1446,00 € = 2892,00 €
Busreise Korallenriff und Tropeninseln – pro Person 2069,00 € = 4138,00 €
Aufpreis Bahn 1.Klasse – pro Person 52,00 € = 104 €
Accor Hotel Sydney eine Nacht – pro Person 64,00 € = 128 €
--------------
7262,00€

zusätzliche Ausgaben:
für Verpflegung 390,00 €
für Ansichtskarten + Briefmarken 85,00 €
für fakultative Ausflüge 108,00 €
für Souvenirs, Kleidung, Schmuck 1330,00 €
für Reiseutensilien, Koffer, Pass ect. 250,00 €
für Fotobuch (fotobuch.de) nach der Reise 105,00 €
--------------
2268,00 €

Gesamtkosten der Reise = 9530,00 €


*** FAZIT ***

2689 km sind wir an der Ostküste entlang gereist und haben nur einen winzigen Teil von Australien erleben dürfen. Es war ein Traum der wahr geworden ist, um es nun kurz zu beschreiben:

phantastisch, traumhaft, unbeschreiblich schön.


PS. Es waren 16 Tage und ich habe versucht euch einen kleinen Einblick der Reise zu geben, vielleicht bekommt der Eine oder andere Lust darauf, bedenkt ich habe auch 5 Jahre gespart und es war das Geld wert.


Bilder

für Busrundreise ab Sydney/bis Cairns, Australien
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Kommentare

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  • quacky4321 19.02.2012 00:07
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH UND LG

  • quacky4321 18.02.2012 19:01
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh folgt

  • Cybersyssy 14.04.2011 20:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • amitom 13.04.2011 09:36
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wow was für ein traumhafter Urlaub. Grandioser Bericht mit tollen Fotos! BH und LG Thomas

  • DamarisAnklam 07.11.2010 07:45
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wirklich toll berichtet! LG Damaris :-)

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