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Im Rahmen unseres diesjährigen USA-Trips entschieden wir uns den "Busch Gardens"-Vergnügungspark in Tampa, Florida zu besuchen.
Die relativ teure Eintrittskarte von 47,- EUR hat sich gelohnt: "Busch Gardens Africa" ist eine Mischung aus Zoo und Vergnügungspark, die es in sich hat. Der Park ist unterteilt in mehrere Länder wie Nairobi, Timbuktu, Marokko oder Ägypten.
Schon der Eingangsbereich bietet eine tropische Atmosphäre, die Lust auf mehr macht. Hier gibt es viele Palmen, Blumenbeete und Teiche, am Wegesrand kann man verschiedene Tiere wie Elefanten, Flamingos, Affen und auch Krokodile bestaunen, die allerdings sicher verwahrt hinter Absperrungen untergebracht sind.
Um zu den großen Achterbahnen zu gelangen mussten wir auch einen Vogelgarten durchqueren. Da meine Freundin panische Angst vor gefiederten Tieren hat, war dies wohl der für sie größte Nervenkitzel des Parks. Sie hat sich an mir festgeklammert und ist teilweise mit geschlossenen Augen neben mir hergelaufen. Sie konnte es nicht ertragen, dass ständig verschiedene Vögel direkt über unsere Köpfe hinweg segelten.
Endlich bei der größten Achterbahn des Parks ("Sheikra")
angekommen stellten wir uns erwartungsvoll in die Warteschlange. Nach nur fünf Minuten konnten wir schon in den Wagen einsteigen, der aussah wie ein übergroßes Sofa, d.h. in jede der drei Sitzreihen passen 8 Leute. Nun geht es über 60 Meter in die Höhe und man kann während der sich anschließenden Kurve den Blick auf die gesamte Umgebung geniessen. Man rollt langsam auf den Abgrund zu und bleibt an der Schwelle stehen so dass man direkt in die Tiefe blickt. Mit einem gewaltigen Ruck geht es senkrecht (!) im freien Fall nach unten. Das Gefühl des Absturzes ist überwältigend, man glaubt aus dem Sitz katapultiert zu werden, gleich darauf erklimmt man einen ca. 40 Meter hohen Looping. Nach einer weiteren Steilkurve kommt der Wagen an dem nächsten Abgrund wieder fast zum Stehen. Abermals fällt man senkrecht nach unten, diesmal in eine nebeldurchflutete Höhle, um am anderen Ende wieder aufzutauchen und über ein Wasserbecken hinweg zu sausen. Dabei hinterlässt der Wagen eine riesige Wasserfontäne, von der sich viele Besucher abkühlen lassen. Für mich war dies bis jetzt die beste Achterbahn die ich je gefahren bin.
Im ägyptischen Themenbereich trauten wir uns auf "Montu", eine der größten Hängeloopingbahnen. Hierbei sitzt man in einer Art Sessellift und wird mit frei baumelnden Beinen 45 Meter in die Höhe gezogen. Was dann folgt ist an Rasanz kaum zu überbieten: nach der ersten Abfahrt folgt ein Looping, eine unterirdische Höhle, dann zwei weitere Schleifen, noch eine Überschlagsfigur und nach einer kurzen Verschnaufpause erreicht man die letzten beiden Loopings. Die komplette Strecke ist eingebettet zwischen Tempelanlagen und Schluchten, wodurch die Achterbahn noch besser in Szene gesetzt wird.
Unser Mittagsessen fand in einem schön gestaltetem SB-Restaurant im Themenbereich "Timbuktu" statt. Wie in den meisten Freizeitparks war dies recht teuer und die Qualität ließ etwas zu wünschen übrig.
Im "Congo" gibt es die Riesenachterbahn "Kumba". Die Strecke führt auch hier durch Höhlen und durch den angelegten Dschungel und ist nichts für schwache Nerven. Nach einer ca. 40 Meter hohen Abfahrt folgt ein genauso hoher Looping, der den Lifthügel umrundet. Anschließend erwartet uns ein Überschlag nach dem anderen und man verliert auch hier völlig die Orientierung. Ganze sieben Mal wird man hier auf den Kopf gestellt in immer verrückteren Fahrfiguren.
"Kumba" saust auch über die Rafting-Fahrt "Congo River Rapids", die wir anschließend getestet haben. Die recht kurze Strecke entschädigt dafür mit reichlich "nass werden". Als Aussenstehender kann man mit Hilfe von Wasserpistolen die Mitfahrer zusätzlich "beglücken".
Auch die Wildwasserbahn ließen wir uns nicht entgehen, die aber im Vergleich zu deutschen Anlagen eher bescheiden wirkt. Zum einen ist keinerlei Thematisierung vorhanden und der Fahrkomfort lässt etwas zu wünschen übrig.
Zwischendurch sind wir noch die Doppelholzachterbahn (zwei in sich verschlungene Strecken) "Gwazi" mitgefahren, die recht holprig war aber uns deswegen umso mehr zum Lachen gebracht hat.
Alles in allem haben wir einen interessanten, erlebnisreichen und sonnigen Tag erlebt. Wenn man gerade in Orlando oder Florida ist, sollte man sich "Busch Gardens Africa" nicht entgehen lassen. Im Vergleich zu Disney oder Universal ist hier etwas weniger Kitsch zu erwarten und alles wirkt viel authentischer.
P.S.: Da ich aus technischen Gründen selbst keine Bilder hochladen kann, habe ich im Internet gesucht und die besten Bilder mit Quellenangabe hier nochmals dargestellt.
22.08.2007 12:51
Der Erlebnispark scheint ja echt ein Besuch wert zu sein. Nur leider so weit wech. LG Newstone
22.08.2007 12:30
Spannender Bericht. lg Anja
22.08.2007 12:17
Florida muss wirklich unbedingt mal sein! Liebe Grüße