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Erfahrungsbericht

für Burgruine, Eisenberg
5 Sterne Alte Gemäuer, herrlicher Ausblick und ein Hauch von Mittelalter Bericht mit Bildern
149 von 149 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
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Der Autor

esposa1969 Seit 3 Jan 2005

=== RIP Maren F. === Analog den gekürzten Vergütungen, werden nun auch dementsprechend meine... mehr

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Hallo meine lieben Leser, Freunde und Bewerter,

dieses Mal habe ich euch eine alte Burgruine hier vorgeschlagen, nämlich die
Burgruine Eisenberg

in der Nähe von Pfronten.

Wie wir dazu kamen:

Wir sind ja alle drei begeisterte Fans von alten Burgen, Schlössern und Burgruinen. Da ich in Füssen sehr viel über die Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg gehört und gelesen hatte, war es uns ein Wunsch diese zu besuchen. Über die andere Burgruine Hohenfreyberg werde ich noch gesondert berichten. Zunächst fuhren wir der Ausschilderung zu den Ruinen entlang, kamen dort aber zu einem Parkplatz, der den Wanderweg dorthin mit 40 Minuten ausschilderte. Das war uns zu weit, da es schon gegen 15.30 Uhr war und bis dahin bald dunkel werden würde. So fragte ich eine gerade zurückkehrende Wandersfrau, ob man nicht mit kürzerer Gehzeit zu den Burgruinen gelangen könne und sie sagte uns wir sollen zur Schloßbergalm fahren, dort parken und von dort aus seien die Ruinen in ca. 15 Minuten Gehzeit zu erreichen. Also fuhren wir dann zu dieser Schloßbergalm, von der ich euch ja bereits berichtet hatte.

Anfahrt:

Der Anfahrtsweg ist ziemlich beschwerlich, da nur ein schmaler Wald- und Wanderweg von Zell aus hinauf führt zu Schloßbergalm. Sie darf zwar mit dem Fahrzeug befahren werden, allerdings weisen Schilder darauf hin, dass das Befahren auf eigener Gefahr hin erfolgt. Mein Mann ist ein sehr guter Autofahrer, aber viel breiter dürfte unser VW Passat Kombi nicht sein. Ganz zu Schweigen von Schnee oder Glatteis, da wäre das Hinauffahren schier unmöglich gewesen, zum Glück hatten wir im November noch sommerliche Temperaturen von knapp 20 ° Grad an diesem Tag. Die meisten Menschen aber parkten weiter unten und gingen den Weg per Fuß hoch zur Alm. Gehzeit hier ca. 30 Minuten, aber recht steil und dann nur bis zur Alm und nochmals weitere ca. 15 Minuten zu den Ruinen.

Die Geschichte der Burg:

Um 1315 wurde die neue Burg durch die Edelfreien von Hohenegg angelegt. Die Hohenegger waren vor den Expansionsbestrebungen des Tiroler Grafen Meinhard II. - der sich ihrer beiden Burgen Loch und Vilsegg bemächtigt hatte - nach Norden ins Allgäu ausgewichen. Die erste urkundliche Erwähnung der neuen Burg ist um 1340 nachweisbar. Bereits 1382 mussten die Hohenegger die Veste an den österreichischen Erzherzog Leopold veräußern, der die Burg und die Herrschaft bald danach als Lehen an Friedrich von Freyberg, den Schwiegersohn des letzten edelfreien Burgherren Berthold von Hohenegg vergab. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 beschädigt, wofür die Familie zehn Jahre später entschädigt wurde.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges teilte Eisenberg das Schicksal seiner beiden Nachbarburgen Hohenfreyberg und Falkenstein. Im September 1646 beschloss die Tiroler Landesregierung - angesichts der Bedrohung durch das anrückende protestantische Heer - die Aufgabe ihrer drei Allgäuer Vorposten. Die Burgen wurden geräumt und in Brand gesteckt, sie sollten den Angreifern nicht intakt in die Hände fallen. Da die Protestanten kurz darauf ihre Marschrichtung änderten, war die Opferung der Wehranlagen allerdings völlig sinnlos. Alle drei Burgen sind seitdem unbewohnte Ruinen. Die Ruine verblieb bis 1952 im Besitz der Familie von Freyberg-Eisenberg. In diesem Jahr starb die letzte Trägerin dieses alten Namens. 1980 kaufte die Gemeinde Eisenberg die Ruinenreste, um bereits ein Jahr später zusammen mit dem "Verein zur Erhaltung der Burg Eisenberg" mit der Sanierung zu beginnen. (quelle: wikipedia.de)

Das Erlebte:

Wie gesagt ab Parkplatz der Schloßbergalm liefen wir ca. 15 Minuten bis zur Ruine, der Weg ist aber teilweise sehr beschwerlich und steil. Also nichts für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen!! Ich keuchte wie ein Flusspferd. Oben angekommen entschädigte uns sowohl der Blick auf die Ruine, als auch der von der Ruine auf das Allgäu herab für alles. Die Ruine ist nicht überfüllt besucht, sondern eher vereinzelt. Zeitgleich mit uns war nur noch eine einzige Familie am Burg besichtigen. Die Burg ist so ziemlich komplett offen, als nur etwas für regenfreies Wetter, auch weil die Wege teilweise steinig und unwegsam sind. Betritt man die Ruine hat man die Möglichkeit nach links treppauf auf eine Art Aussichtsplattform zu steigen und dort auf einer Bank Platz zu nehmen und die Aussicht zu genießen, oder aber man wandelt nach rechts durch die "Innenräume", welche teilweise mit Tafeln anzeigen, in welchem ehemaligen Raum der Burg man sich befindet. Da gab es Gebetsräume bzw. Kapellen, Wohnräume, Stallungen und Lagerräume. Die Burg ist relativ unverändert nur Flutlichter, die bei Dämmerung angeschaltet werden zeugen von der Jetztzeit und eine aus Holz errichtete riesige Plattform mit Aussicht auf Schloß Neuschwanstein sowie Holzgeländer als Absturzsicherung sind einige der wenigen "Renovierungsarbeiten", ansonsten ist die Burg so belassen, wie sie war.

Eintritt kostet die Burg keine, gerne aber werden Spenden entgegen genommen, wofür eine Spenden-Dose am Ein- bzw. Ausgang bereit steht für den Erhalt der Ruine. Man kann komplett um die Burg herum laufen und von oben aus auch auf die Burg Hohenfreyberg schauen und umgekehrt. Die Burgruine bildet zusammen mit der Burg Hohenfreyberg eine landschaftsbeherrschende und weithin sichtbare Burgengruppe, die schon von unten von der Strasse aus zu sehen sind.

Für die Begehung der Ruine benötigt man etwa 1 Stunde, wenn man sich Zeit nimmt und die Schilder liest und sich eben mit der Burg und dem Gemäuer beschäftigt. Der Abstieg zur Schloßbergalm war nicht derselbe, wie der Aufstieg, da wir quasi um die Burgen herum liefen und kamen dann in entgegengesetzter Richtung wieder am Parkplatz raus.

Fazit:

Wunderschöne alte Ruine und wenn man eine Affinität zu alten Burgen und Ruinen hat, so sollte man sich diese unbedingt ansehen, ich denke meine Fotos sprechen eine Sprache für sich. Einige mögen das langweilig finden, wir finden es spannend und Felipe - dem das Ganze zwar nicht geheuer war, da er jeden Moment damit rechnete, dass die Ritter zurück kehren würden -(siehe seinen Gesichtsausdruck) ist ja sowieso ein alter Burgen-Fan.

Vielen Dank für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren!

by esposa1969


Bilder

für Burgruine, Eisenberg
Orchidee 1686 - Burgruine, Eisenberg
Burgruine, Eisenberg
von esposa1969 esposa1969
Orchidee 1686 - Burgruine, Eisenberg

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Kommentare

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  • cocosflocke1 22.05.2012 22:49
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    ich mag solch alte Gemäuer, bh

  • Waldhof19 10.02.2012 18:51
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wäschelieferung

  • Waldhof19 09.02.2012 17:54
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh folgt

  • janadennis 11.01.2012 11:59
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Race 22.06.2011 14:57
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich
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