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Erfahrungsbericht

für Bürgerhotel, Uelzen
3 Sterne Traditionshotel in Uelzen
17 von 17 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Lage, Preis

Kontra Ambiente, fehlender Komfort

Der Autor

Muske_tier Seit 18 Okt 2002

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  • 13.05.2008

    Traditionshotel in Uelzen

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Ich bin mittlerweile schon mehrfach in Uelzen im Bürgerhotel untergebracht gewesen, welches zur Gaststätte "Zum Alten Bürgerlichen Brauhaus" gehört.

Das Hotel:
Die Lage des Hauses ist zentral an der Lüneburger Straße, das Hotelgebäude selbst liegt 10 Meter weit entfernt in der Fußgängerzone Hannemannsche Twiete und ist somit optimal ruhig gelegen.
Sowohl die Gaststätte selbst als auch das Hotel und das Stadt-Café (Frühstücksraum) sind in malerischen Fachwerkhäusern untergebracht, bei gutem Wetter gibt es mittags und abends die Möglichkeit im Innenhof (Hannemannsche Twiete) zu essen. Es gibt keine weiteren Räumlichkeiten wie zB Sauna oder Fitnessraum.
Das Hotel kann bis zu 22 Gäste in 11 Zweibettzimmern beherbergen.

Die Zimmer:
Die Zimmer sind im Haus auf drei Etagen verteilt: vier Zimmer im ersten Obergeschoss, sechs Zimmer im zweiten Obergeschoss und ein Zimmer im Dachgeschoss. Einige der Zimmer sind als Raucherzimmer ausgewiesen. Trotz zum Teil sehr unterschiedlicher Größe betragen die Kosten für alle Zimmer als Einzelzimmer € 35,00 und als Doppelzimmer € 65,00 inkl. Frühstück. Bei Halbpension beträgt der Zuschlag € 10,50 für drei Gänge pro Person. Kreditkarten werden nicht akzeptiert.
Die Ausstattung der Zimmer ist sehr ähnlich. Neben den beiden Betten gehören ein Kleiderschrank, ein Nachttisch, eine Garderobe, ein kleiner Tisch mit Stuhl, ein Fernseher und ein Sessel zur Ausstattung, in manchen Zimmern ist auch ein zusätzlicher Couchtisch oder eine weiter Ablagemöglichkeit vorhanden, sowie ein Spiegel und ein Telefon.
Das zum Zimmer gehörige Duschbad verfügt über eine automatische Belüftung.

Das Ambiente der Zimmer ist laut den Hotelbetreibern modern und mit allem Komfort eingerichtet. Im Werbeprospekt ist von behaglich eingerichteten Zimmern die Rede, die nichts an Wohnlichkeit und Komfort vermissen lassen.

Während meiner Aufenthalte durfte ich jeweils mehrere Tage in den Zimmern 2, 4, 8 und 9 verbringen.

Mein erster Eindruck bei der Anreise:
Das Hotel macht von außen gesehen einen tollen Eindruck, durch die Fachwerkhäuser und die Tatsache, dass der Hoteleingang nicht direkt an der Straße liegt sondern durch einen Torbogen zu erreichen ist, der einen in den gemütichen Innenhof führt. Mein positiver Eindruck wurde dadurch geschmälert, dass ich zuerst jemanden finden mußte, der für das Hotel zuständig zu sein schien. Am Hoteleingang war das Schild angebracht, man solle sich im Stadtcafé oder in der Gaststätte melden - vom Stadtcafé aus schickte man mich nach vorne in die Gaststätte, dort war allerdings auch gerade keiner da, der etwas mit mir anzufangen wußte. Ich mußte warten, bis die Chefin kam. Dann allerdings ging alles schnell voran und die resolute Dame erklärte mir den Weg zu meinem Zimmer.

Der erste Abend:
Ich ging also zurück zum Hoteleingang und schloß mir auf. Das Ambiente hier: eher klassisches vermischt mit modernem aus den sechziger, siebziger und achziger Jahren. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, war: "Kein Fahrstuhl, so ein Mist!" Da ich ins zweite Obergeschoss musste, nahm ich also mit meiner schweren Tasche die Treppen. Vorbei am ersten Obergeschoss, wo ursprünglich mal eine Rezeption und ein Essbereich genutzt worden waren kam ich schließlich oben an. Das Hotel wirkt insgesamt sehr dunkel und ist auch größtenteils mit dunklen Möbeln eingerichtet, was vor allem die Flure, aber auch manche Zimmer mit kleinen Fenstern, bedrückend erscheinen läßt.

Ich brauchte etwas Zeit um mein Zimmer zu finden, da die Flure mehrere Möglichkeiten offen ließen und diese nicht ausgeschildert waren. Die Zimmertür von Zimmer 9 öffnet sich auf einen schmalen Flur mit einer Tür zum Duschbad und dem kleinen Zimmer. Das Zimmer ist für die Anzahl der Möbel sehr klein und auch ungünstig eingerichtet. Das erste, was mir auffiel: ein Raucherzimmer! Trotz geöffnetem Fenster wäre ich am liebsten gleich wieder umgekehrt. Aufmerksamerweise war für einen rauchenden Gast ein Aschenbecher bereitgestellt. Ich habe die Zimmereinrichtung ein wenig verschoben und mir später einen Raumerfrischer besorgt.

Weitere Erfahrungen:
Bei meinem nächsten Aufenthalt wurde vorher Bescheid gesagt, dass ich gern ein Nichtraucherzimmer hätte. Dieser Bitte wurde nachgekommen und ich hatte Glück: Zimmer 2 ist angenehm groß, hat ein angemessen großes Fenster zur Hannemannschen Twiete hinaus und war recht gut eingerichtet. Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt.

Zimmer 4, was ich danach erwischte, war wieder kleiner und hatte keinen Flur oder Vorraum. Die Möbel hier sind aus Kiefernholz. Hier ist die Verteilung der Möbel besonders ungünstig. Auf der Matratze hier habe ich sehr schlecht geschlafen. Außerdem war der Fernseher viel kleiner als in den anderen Zimmern.

Zuletzt übernachtete ich in Zimmer 8. Dieses liegt genau über Zimmer 4 und hat daher den gleichen Grundriss wie dieses. Die Möbel sind hier allerdings wie in den anderen Zimmern dunkel. Ein Vorteil gegenüber Zimmer 4 ist die bessere Position des Fensters.

Allgemeine Bewertungen:
Allgemein sind mir immer wieder kleine Sachen aufgefallen: Mal war es ein abgewetzter Teppich, mal ein Wasserhahn, den ich ohne Kraftaufwand plötzlich in der Hand hatte... in einem Zimmer fiel einer der Wandhaken im Bad ab, bei einem der Schränke war die Schublade unten kaputt und ein Nachttisch hatte ebenfalls eine kaputte Schublade, ganz davon abgesehen, dass manche Möbel sehr wackelig auf den Beinen waren. In Zimmer 4 ist wohl der Lattenrost in der Nacht aus dem Leim gegangen.
Das Ambiente selbst ist nicht mein Fall. Es erinnerte mich einfach sehr an die Einrichtung meiner Großmutter und die von meinen Eltern zusammengemischt.
Das Frühstück war sehr einfach (so "vielfältig" wie in der Jugendherberge...), aber schmackhaft. Die Milch zum Frühstück war so manches Mal leider lauwarm statt kalt und auf keinen Fall frische, sondern haltbare Milch. Kalten Kakao gabs leider nicht, dafür immerhin Kaffee oder Tee. Lobend erwähnen möchte ich hier die Eier, die häufig perfekt auf den Punkt gekocht waren und nicht aus der Schale liefen. Schade fand ich, dass es erst ab ca. 6 Uhr 30 frische Brötchen gab, so mußte ich auf der Arbeit später anfangen als geplant.

Zu Abend essen kann man in der Gaststätte ab etwa € 6,00 für ein einfaches Gericht. Kinder können bei ihren Eltern zum Mitessen einen "Schnorrer-Teller" erhalten. Die Schweineleber mit Kartoffeln, die ich den einen Abend dort gegessen habe, war nicht überragend, aber sehr sättigend. Das Ambiente der Gaststätte läßt mich an Stammtische und Dorfkneipen denken.

Die Qualität des Stadt-Cafés kann ich nur eingeschränkt beurteilen, da ich dort nur gefrühstückt habe und es nachmittags ab 18 Uhr geschlossen hat. Allerdings soll es dort erstklassige Torten geben, was für mich zum seniorenfreundlichen Ambiente, komplett mit künstlichen Blumen und klassischen Landschaftsmalereien im Goldrahmen, sehr gut ins Bild passt.

Fazit von mir:
Das Ambiente passt nicht zu den Gegebenheiten.
Die Qualität des Hotels ist sehr einfach, es fehlt an Komfort. Kinder- und Seniorenfreundlichkeit fehlen mir ebenso wie wie die versprochenene moderne Behaglichkeit. Von Wellness will ich gar nicht anfangen.
Die Einrichtung ist zwar weit entfernt vom "Gefangenenlager Nowosibirsk", erreicht aber den Status des topgelegenen Komforthotels ebenfalls noch lange nicht.
Für einen günstigen Kurzaufenthalt ohne große Ansprüche genügt das Hotel alle Mal, war jedoch eine der Top-Lage entsprechende Qualität vorfinden möchte, sollte es lieber im Hotel gegenüber versuchen und mehr Geld ausgeben, oder nicht ganz so zentral wohnen und für einen ähnlichen Preis am "Stern" mehr Komfort erhalten.

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  • jockel2001 04.01.2010 22:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • manuelmama 21.05.2008 13:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Schöner Erstbericht. Willkommen bei ciao. LG Sabine

  • hundeliebe02 15.05.2008 21:34
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Queen500 15.05.2008 10:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    guter Einstand! LG Michael

  • Tweety-88 15.05.2008 09:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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