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Erfahrungsbericht

für Brüssel - allgemein
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4 Sterne Tagesausflug nach Brüssel
16 von 16 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro schöne Stadt, gut ausgeschildert

Kontra Mini-Europe teuer

Der Autor

MattLanz Seit 25 Jun 2002

Interessen: Rollenspiele, Mittelalter, Burgen, Filme, Musik mehr

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Nur einen Tag ist für eine Großstadt eigentlich immer zu wenig, für Brüssel gilt das auch. Brüssel hat wesentlich mehr zu bieten als ich gesehen habe, ich kann daher nur einen kleinen Überblick geben. Wir haben im Brupark gestartet (in der Nähe steht auch das Atomium) und das Mini-Europe besucht, sind dann mit der Metro in die Innenstadt gefahren, sind dort ein wenig rumgelaufen, und haben noch das Scientastic Museum besucht. Aber hier alles ausführlicher:

Anfahrt nach Brüssel/ Brupark
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Wir haben uns entschieden mit dem Auto bis zum Brupark zu fahren, der etwas außerhalb liegt, und von dort dann mit der Metro in die Innenstadt zu fahren. Dies erschien sinnvoller als in der Innenstadt herum zu irren und Parkplätze zu suchen. Eine andere Alternative wäre die Bahn gewesen, es gibt da sogenannte B-Excursions, die nicht nur die Bahnfahrt nach Brüssel sondern auch zusätzlich Eintrittspreise in verschiedene Museen oder eine Tageskarte für die Metro enthalten, aber uns schien das Auto dennoch billiger zu sein.
Um Brüssel herum führt ein Autobahn-Ring, der auch als „Ring“ ausgeschildert ist. Zum Brupark fährt man diesen Ring entlang bis zur Abfahrt 8 (Heizel/Heysel) und folgt dann den Schildern zum Brupark. Wir haben die Schilder allerdings meist erst gesehen nachdem wir an ihnen vorbei waren. Wenn man dann das Atomium sieht, weiß man das man richtig ist! Um das Atomium standen überall Autos am Straßenrand, da kann man wohl kostenlos parken. Es gibt aber auch richtige Parkplätze, wir haben so einen genommen. Da stand zwar ein Schild, dass das Parken 3,25 Euro pro Tag kostet, aber der Kassierstand am Parkplatzeingang war nicht besetzt. Vielleicht gilt das auch nur am Wochenende, wir waren während der Woche da.
Direkt beim Brupark ist auch die Metro-Station Heysel, von dort kann man mit der Metro-Linie 1a in die Innenstadt fahren (dauert etwa 15 Minuten). Es gibt auch eine Tram-Linie, die Station ist direkt daneben, die scheint aber seltener zu fahren. Wir haben uns eine Tageskarte für 3,60 € am Automaten geholt (die gilt am Wochenende übrigens auch für 2 Personen). Es gibt auch noch etliche andere Fahrkarten, die interessant sein könnten, z.B. die 5-Fahrten-Karte oder die Gruppen-Karte.

Atomium, Brupark und Mini-Europe
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Das Atomium sieht schon faszinierend aus. Wer will kann auch ins Atomium rein und von der obersten Kugel aus die Aussicht auf Brüssel genießen (Eintritt 5,45 €). Darauf haben wir allerdings keinen Wert gelegt.

Der Brupark befindet sich direkt in der Nähe des Atomiums, man geht zunächst über eine Brücke über die Metro und stößt als erstes auf das Kinepolis und etliche Restaurants (unter anderem auch FastFood wie Quick und PizzaHut). Ein Kinderspielplatz ist dort auch. Ansonsten gibt es dort noch das Océade, ein Freizeitbad, von dem ich nur von außen die große Rutsche bestaunt habe.

Dann ist im Brupark noch das Mini-Europe, das haben wir auch besucht. Dort kann man etliche Sehenswürdigkeiten/ Bauwerke Europas in Minatur bewundern. Der Eintritt kostet für Erwachsene 11 Euro, das ist schon teuer! An der Kasse bekommt man ein Informationsprospekt, das gibt es auch auf deutsch. Dort stehen etliche Information zur EU, zu den einzelnen Ländern und natürlich zu den im Mini-Europe dargestellten Bauwerken. Der Weg durch den Park (übrigens alles unter freiem Himmel) ist durch Pfeile markiert, und die Bauwerke auf die man trifft stehen in dieser Reihenfolge auch in dem Prospekt drin. Um mal einige Bauwerke zu nennen: Big Ben und das House of Parliament von London, der Eiffelturm, Arc de Triomphe und Sacre Coeur von Paris, der Schiefe Turm von Pisa, der Euro-Tunnel, das Brandenburger Tor, das Lübecker Holstentor, die Porta Nigra von Trier etc. Ich konnte mich was Deutschland betrifft auch noch weiterbilden - die Wallfahrtskirche von Wies kannte ich nämlich nicht! Die Bauwerke sind wirklich prima nachgebildet, sogar winzige Figuren stehen dort. Überall gibt es Knöpfe, auf die man drücken kann. Meist kam dann eine Melodie (manchmal die Nationalhymne) und machmal passierte was. Der Vesuv spuckte zum Beispiel Rauch und der Boden unter einem wackelte. Oder in der spanischen Stierkampfarena bewegten sich die Stiere. War schon lustig. Für den Besuch sollte man mindestens eine Stunde einplanen. Insgesamt ist der Park wirklich interessant, nur leider etwas teuer.

Innenstadt: Großer Markt, Manneken Pis, etc.
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Wir sind mit der Metro bis zur Station „De Brouckere“ gefahren und von dort bis zum Marktplatz gelaufen. Alles ist wirklich super ausgeschildert (Marktplatz, Kathedrale, Börsenplatz etc.), das war das erste Mal dass ich in einer Großstadt nicht ständig den Stadtplan zu Rate ziehen musste!
Der Marktplatz/ Grand‘ Place ist wirklich sehenswert, die Bezeichnung „schönster Platz der Welt“ ist gar nicht so übertrieben. Besonders auffällig ist das Rathaus und gegenüber das Brothaus, aber auch die Gilden-Häuser, die den Platz säumen, passen richtig gut dazu. Auf den Postkarten vom Grand Place ist übrigens oft auch ein riesiger Blumenteppich zu sehen, der wird aber nur alle 2 Jahre Mitte August zusammengestellt. Als wir da waren, standen statt dessen Blumenverkäufer auf dem Platz, das sah auch nett aus.
Um den Platz herum befinden sich etliche kleine Seitengassen, durch die man gut bummeln kann. Eine der Seitengasse führt dann auch zum Manneken Pis, ist in der Gasse auch ausgeschildert. In dieser Straße gab es übrigens auch billige Postkarten (20/25 ct) zu kaufen, in den anderen war dies immer teurer. Das Manneken Pis hat mich dann nicht so begeistert, da es wie eine Mumie verkleidet war und nicht viel von ihm zu sehen war. Es ist ständig in anderen Kostümen zu sehen, wir hatten wohl einen dummen Zeitpunkt ausgewählt. In den Geschäften nebenan gibt es dann auch alles Mögliche rund um die Statue zu kaufen, sei es Nachbildungen in allen Größen oder Kartenspiele mit der Statue in verschiedensten Kostümen.
Die Kathedrale Saints Michel et Gudule liegt auch nicht weit weg vom Grand Place (nur in der anderen Richtung) und erinnerte mich ein wenig an Notre Dame in Paris. Drin waren wir allerdings nicht.

Scientastic Museum
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Das Museum liegt in der Metro-Station „Bourse/Beurs“, d.h. einen Stock über dem Bereich wo die Metro fährt. Ist nur einen kurzen Fußweg vom Grand Place oder Manneken Pis entfernt. Man sollte schauen bei welchem Metro-Eingang das Scientastic ausgeschildert ist, es gibt nämlich mehrere Metro-Zugänge. Der Eintritt kostet 4,21 € für Erwachsene und für unter 26jährige 3,72 €. Die Preise sind wirklich so krumm. Das Museum besteht aus einem einzigen großen, ziemlich dunklen Raum. Es geht um optische Täuschungen, ums Riechen und Fühlen, alles zum Selbstexperimentieren. Da ich mich schon häufiger mit optischen Täuschungen beschäftigt hatte, war es zum Teil nicht so interessant. Aber gut gemacht sind die Sachen schon. Oft braucht man auch einen Partner für die Experimente. Was mich besonders fasziniert hat, ist der Fakir-Stuhl. Man lehnt sich erst mit dem Rücken gegen halbe Tennisbälle und anschließend gegen ein Fakir-Brett. Erstaunlicherweise ist das Fakir-Brett angenehmer! Die Experimente sind alle mit einer französischen und niederländischen Anleitung versehen, man kann sich gegen Kaution (sie wollten einen Personalausweis oder Führerschein haben) aber auch eine Liste mit englischen Erklärungen geben lassen. Anhand der Nummern der Experimente kann man dann die dazugehörige Anleitung auf der Liste suchen. Die Anleitung ist schon sinnvoll, mit ein wenig Raterei versteht man aber auch das holländisch. Leider waren ziemlich viele Leute und Kinder im Museum, so dass es ganz schön laut war und man nicht so richtig die Ruhe für die einzelnen Experimente hatte. Wir waren auch nur eine knappe Stunde drin. Das Museum ist übrigens während der Ferien und am Wochenende auch nur von 14 bis 17:30 Uhr geöffnet und während der Schulzeit nur von 12:30 bis 14:00.


Es gibt natürlich noch wesentlich mehr zu sehen, aber wir hatten einfach keine Zeit mehr und waren nach 6 Stunden rumlaufen fertig genug. Was vielleicht noch interessant wäre ist der Königspalast und der dazugehörende Park. Museen gibt es natürlich auch noch einige - Belgisches Comic-Zentrum, Museum der Naturwissenschaften mit Dinosaurier-Skeletten und lebenden Insekten, Autoworld mit Oldtimern und Geschichte des Automobils und und und.

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Kommentare

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  • djursland 04.03.2003 18:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • buhsi 21.08.2002 11:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • ILARO 05.08.2002 10:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Kuchenkruemelchen 05.08.2002 09:22
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • uteker 04.08.2002 11:31
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    An einem Tag kann man wirklich nur den Bruchteil einer Großstadt erkunden. Du hast uns aber so einiges gut beschrieben und man wird neugierig auf Brüssel. Viele Grüße von Ute

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