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Die Schokoladenseite Belgiens
Pro wundervolle intakte Innenstadt mit mittelalterlichem Flair
Kontra -
zeigt die alte Handelsstadt Brügge, und das nicht nur wegen der schier unendlichen Anzahl von Konditoreien und pralinenüberhäuften Schaufenstern, die mich als schokoladensüchtigen Zeitgenossen schon mal begeisterten.
Die Stadt ist voll von architektonischen Sehenswürdigkeiten, sie besitzt einen herrlichen Marktplatz und sehenswerte Kirchen und lässt sich sowohl zu Fuss als auch vom Wasser aus erkunden.
Im ausgehenden Mittelalter war Brügge neben Venedig eines der wichtigsten Handelszentren der Welt, was sich in prachtvollen Bauten manifestierte. Man lebte vom Wollhandel und viele Handelsstraßen liefen hier zusammen, zudem bildete der Zwin einen optimalen Naturhafen. Auch kulturell erlebte die Stadt einen gewaltigen Aufschwung. Kein geringerer als van Eyck war zudem hier dereinst Stadtmaler.
Später setzte mit der Verlandung des Flusses der Niedergang der Stadt ein. Der Anschluss ans Industriezeitalter erfolgte sehr spät. Diesem Umstand ist es wahrscheinlich auch zu verdanken, das das mittelalterliche Stadtbild bis zur heutigen Zeit schadlos überdauerte.
Die Altstadt ist ein in sich geschlossenes malerisches Ensemble, das noch der mittelalterlichen Stadtanlage entspricht. Abseits der wenigen Einkaufstraßen, kann man gemütlich in den Gassen flanieren. Man entdeckt trotz der engen Bebauung auf den ersten Blick viel Grün in der Stadt.
Egal in welcher Richtung man seinen Stadtbummel beginnt, irgendwann landet man unweigerlich am Grote Markt, dem von den Tuchhallen und dem 83 Meter hohen Belfried beherrschten Marktplatz. Der Turmaufstieg ist unbedingt zu empfehlen, von hier bietet sich eine wunderbare Sicht über die Stadt.Unweit vom Grote Markt befindet sich der Platz Burg, benannt nach der ehemals hier befindlichen Grafenburg. Er wird dominiert vom gotischen Rathaus, dessen Prunkstück der reich dekorierte Festsaal darstellt und von der Heiligblutbasilika, die für die gleichnamige, aus Kreuzzügen stammende Reliquie erbaut wurde. Ihr zu Ehren findet auch alljährlich an Himmelfahrt die Heiligblutprozession statt, der bedeutendste Feiertag der Stadt.
Das ehemalige Zeughaus an der anderen Platzseite besticht durch seine gotische, wappengeschmückte Fassade.
Was wir an diesem Tag nicht probierten, war eine Bootsfahrt durch die verzweigten Grachten der Stadt, die sicherlich ihren Reiz hat. Wer Belgien besucht, sollte sich für diese wundervolle Stadt in jedem Fall einen Tag Zeit nehmen.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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