Nachdem mir Ciao diesen Produktvorschlag für das Schnoorviertel und die Böttchergasse reigegeben hat, kann ich euch nun über unsere die letzte Tagesfahrt im alten Jahr in die schöne Hansestadt Bremen berichten:
Dort hatten wir eine Stadtführung gebucht. Leider verzögerte sich unsere Anreise und so musste die Stadtführung etwas kürzer ausfallen. Der Busfahrer hat uns vor dem Hilton Hotel ( Paris haben wir allerdings nicht gesichtet) aussteigen lassen, wo schon zwei Stadtführer auf uns warteten.
So wurde unsere Gruppe aufgeteilt und los ging es.
So möchte ich euch einen Überblick über unseren Stadtrundgang geben:
Schnoorviertel
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In diesen schmalen Gässchen stehen noch teilweise schiefe Fachwerkhäuschen aus den vergangenen Jahrhunderten wie an der Schnur aufgereiht, woher auch der Name „ Schnorrviertel“ ( aus dem plattdeutschen) kommt . Der Grund für diese Bauweise waren die damaligen Steuergesetzte. Die Höhe der Steuer wurde nach der Breite des Hauses berechnet. Daher bauten die Leute schmale und hohe Häuser.
In der heutigen Zeit ist es kaum noch vorstellbar, dass hier viele Menschen ohne Kanalisation lebten.
Von der Bombardierung im Zweiten Weltkrieges wurde dieses Viertel nicht so stark betroffen.
Ende der 50 er Jahre war der Abriß der Häuser geplant. Bürgerproteste verhinderte dieses allerdings. So wurde nach alten Plänen restauriert.
Die Wesernähe ließ die Strasse in diesem schlammige Gebiet immer weder aufweichen uns so wurden sie mit Schutt aufgeschüttet. Dadurch lagen jedoch die Wege höher und Wasser und Schlamm lief in die Häuser. Nur die reichen Bewohner konnten sich eine neues Fundament oder Treppenstufen leisten.
Zwischen den einzelnen Häuser sind sehr schmale Gänge zu sehen., durch die gerade mal eine Person passt. Diese Gänge werden auf Plattdeutsch „ Schiefgänge genannt“. Diese dienten dazu, den Menschen im Mittelalter das Leben zu erleichtern.
In einem Hinterhof befindet sich das Hochzeitshaus, welches heute noch an Brautpaare vermietet wird, früher mussten diese 4 Wochen in Bremen leben, bevor sie heiraten konnten.
Das Bremer Geschichtenhaus ist ebenfalls im Schnoor zu finden. Hier werden Bremer Stadtgeschichten erzählt und gespielt. Geöffnet ist es täglich zwischen
11 – und 18 Uhr.
Das kleinste Haus im Schnoorviertel hat auf drei Etagen gerade mal 42 qm. Da mussten die Bewohner ganz schön zusammen rücken. ( Vielleicht wurden die Nachts an die Wand gestellt wenn sie eingeschlafen waren)
Die vielen Souvenierläden laden zum Bummeln ein. Unter anderen gibt es hier einen Weihnachtsladen, der ganzjährig geöffnet ist. Von Mitfahrern habe ich allerdings gehört, dass die Auswahl nicht mehr so groß sei, ja da war wohl Anfang Dezember schon einiges ausverkauft. Ich war nicht darin.
Anschließend führte uns die Stadtführerin zur
Böttcherstrasse
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Die Böttcherstraße gehört zu den schönsten Strassen der Hansestadt. Hier waren früher die Handwerker zu Hause. Daher auch der Name, da dort die Böttcher ihre Fässer fertigten.
Erbaut wurde Sie auf Betreiben des Kaufmanns Ludwig Roselius ( er hat den koffeinfreien Kaffee erfunden) in den Jahren 1923 bis 1931.
Heute hat man die traditionelle Backsteinarchitektur mit moderner Baukunst verbunden, die typische Altstadtgasse , mit rotem Backstein und dann die modernen Gebäude mit verwinkelten kleinen Hinterhöfen und Arrkarden.
In einem Hinterhof befindet sich der „ Sieben-Faulen-Brunnen“. Das Haus wurde von sieben Brüdern bewohnt, die diesen Brunnen erbauten um sich den Gang zur Weser zu ersparen.
Zahlreiche kleine Läden wie Teeladen, Weinkontor und diversen Kunsthandwerkern
sind hier ebenfall beheimatet.
Das Paula-Modersohn-Becker Museum stellt Werke von Bernhard Hoetger und Paula-Modersohn-Becker aus. Regelmäßig finden hier auch Sonderausstellungen statt.
Für das leibliche Wohl sorgt ein Cafe und das Restaurant Flett. Auch um die Jahreszeit konnte man dort draußen sitzen. ( Wäre mir allerdings an diesem Tag definitiv zu kalt gewesen)
Nicht verfehlen kann man in der Böttcherstraße das bekannte Glockenspiel.
Es besteht aus Meißener Porzellan und erklingt täglich um 12, 15 und 18 Uhr.
Seitlich dazu bewegen sich im Takt der Melodienfolgen 10 große Holztafeln, die bekannte Ozeanbezwinger zeigen. Ihre Darstellung soll die traditionelle Bindung Bremens an Amerika als Auswanderhafen dokumentieren.
Leider kamen wir nicht in den Genuss das Glockenspiel zu hören.
Abschließend führte unserer Rundgang vorbei am Rathaus, am Roland und natürlich an den Bremer Stadtmusikanten, wenn man diese mit beiden Händen umfasst soll es Glück bringen. ich habe mir danach sofort die Hände mit einem Hygienetuch abgerieben.
Den Rest des Nachmittages nutzen wir für einen Besuch des Bremer Weihnachtsmarktes, welcher zu den schönsten Deutschlands gehört. auch hier gab es einiges zu entdecken und die Buden lockten mit leckerem Essen und natürlich mit auch Glühwein.
Fazit
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Ich war das erste Mal in Bremen und der Besuch hat mir sehr gut gefallen. Schade fand ich allerdings, dass die Stadtführung kürzer ausfallen musste , da wir ja zu spät dran waren. Aber da reichen auch sicherlich 2 – 3 Stunden nicht aus, um alles Sehenswerte anzuschauen. Gerne wäre ich auf der Weserpromenade lang geschlendert, aber das ist auch eher ein Ausflugsziel für den Sommer. Das möchte ich unbedingt mal nachholen, da es sicherlich sehr schön ist dort in einem Cafe draußen zu sitzen und dem bunten Treiben zu zuschauen.
Der Weihnachtsmarkt hat mir auch sehr gut gefallen mit seinen vielen Buden und der tollen Beleuchtung . Aber 3 Stunden für einen Bummel reichen dann auch, zumal es an diesem Tag doch ziemlich nasskalt war. So war ich froh, dass wir gegen 18 Uhr die Heimreise antraten.
Ich hoffe, dass ich euch einen kurzen Einblick in die schönsten Stadtviertel Bremens gewähren.
Eure
Geli
Auch ich war dort noch nie, könnte mir aber für 2 - 3 Tage gefallen.